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Dienstag, den 4. Oktober 1932.
Allgemeine Hessische Sport⸗Zeirung
Aus dem Gau Gießen⸗Weßlar
1900 Gießen— Bottenhorn 6:2(3:1).
Die Ausschreitungen in und nach dem Spiel des VfB Gie⸗ ßen in Bottenhorn am Sonntag vor acht Tagen haben den Be⸗ dirksfußballsachbearbeiter veranlaßt, den Platz in Bottenhorn zunächst zu sperren. So mußten die Bottenhorner denn am letzten Sonntag entgegen der Spieker nach Gießen kom⸗ men, um anstatt auf ihrem Platze auf dem der Spielvereinigung 1900 ihr fälliges Verbandsspiel gegen die Blau-Weißen zu ab⸗ solvieren. Günstiges Wetter und eine Portion Neugierde brachte dem Vormittagspiel einen stattlichen Besuch.
Die Gäste traten mit einigen Ersatzleuten an und zeigten im großen und ganzen wenig kultivierte Leistungen. Sie be⸗ vorzugten das hohe Spiel und es fehlte ihnen das technische Können, um bei ihrem anerkennenswerten Eifer durchschlags⸗ kräftig zu wirken.— Die 1900er lieferten eine ansprechende Partie, wenn die Mannschaft auch ihre Schattenseite hatte. So waren die Verteidigung und die Außenstürmer nicht so gut wie sonst. In der Läuferreihe war Schmidt vorzüglich, er verspricht mit der Zeit einmal ein vorzüglicher Mittelläufer zu werden. Erfreuen konnte aber der Gießener Innensturm Heilmann, Lip⸗ pert und Arnold, der in Zu- und Kopfspiel, in Schnelligkeit und Durchschlagskraft bei gleichen Leistungen für die Zukunft das beste verspricht.— Der Schiri Dauser⸗W.⸗Niedergirmes leitete das durchweg faire Spiel korrekt.
Aus dem Spielverlauf: 1900 drückte von Beginn an stark und legte durch Lippert(1.) und Heilmann(2. u. 3.) 3 Tore vor, ehe Bottenhorn durch einen Fehler der Gießener Verteidigung zum ersten Treffer kam. Nach der Pause flaute das bis dahin recht schnelle Spiel etwas ab. Bottenhorn gab aber das Spiel noch nicht verloren und kämpfte unentwegt weiter. Zunächst mußte der nicht gerade tüchtige Tormann der Gäste noch das 4.(Arnold) und 5. Mal(Ecke von Best getreten und von Heil⸗ mann verwandelt) hinter sich greifen, ehe ihr Bemühen um eine Verbesserung des Resultates durch ein 2. Tor belohnt wurde. Kurz vor dem Abpfiff gelang es dann der Platzmannschaft, das „halbe Dutzend“ voll zu machen.
Wie wir nicht anders erwarteten, wurden die Bottenhor⸗ ner Gäste, trotz aller Gerüchte und Redereien unbehelligt ge— lassen. Eine starke Platzordnung hätte auch jeden Ruhestörer schnellstens vom Platze entfernt.
Aus Watenborn⸗Steinberg
FC Teutonia Watzenborn⸗Steinberg 1.— Daubringen 1. 6:1(4:0). Garbenteich 2.— FC Teutonia W.⸗Stbg. 2. 2:8(1:3). Lich Igd.— FC Teutonia Igd. 0:5. FC Teutonia Sch.— Lich Sch. 5:0.
Vier Mannschaften der Teutonen standen am Sonntag in den Verbandsspielen. Wiederum erkämpften die tapferen Teu⸗ tonen vier eindrucksvolle Siege. Man sieht, die aktiven Sport⸗ ler helfen wacker mit, den guten Ruf des FC Teutonia immer mehr zu festigen und zu erweitern. Nicht nur in sportlichem Können, sondern auch in sportlichem Anstand und Disziplin.
Nachdem die Kleinen in sehr flottem Spiel das Treffen gegen die Schüler aus Lich mit einem 5:0-Sieg entscheiden konnten, trat die 1. Mannschaft der gleichen aus Daubringen gegenüber. Man konnte nur für die Einheimischen den eigenen Platz nicht zum Vorteil rechnen, denn es wurde auf einem, der Mannschaft ungewohntem Wiesengrunde gespielt. Vom Mittel⸗ anstoß gingen die Teutonen zum Angriff über und der Halb⸗ linke schoß in der 2. Minute unhaltbar zum Führungstreffer ein. Wenn Daubringen auch mit Ersatz antrat, so mußte man schon bald erkennen daß sie es dem Gastgeber sehr schwer mach⸗ ten, den Sieg an ihre Fahnen zu helften. Nur dem flüssigen Kombinationsspiel der Mannschaft ist es zu verdanken, daß diese bis zur Pause dem mit der äußersten Energie spielenden Geg⸗ ner einen 4˙0⸗Stand abringen konnten. Halbrechter und Links⸗ außen waren die Schützen. Hatten die Teutonen bis jetzt den Wind zum Bundesgenossen, so war dies in der zweiten Halbzeit umgekehrt. Nach schönem Durchbruch gelang es Daubrengen, ihr einziges Tor, das für den Torhürter unhaltbar war, zu er⸗ zielen. Die Teutonen ließen nun die Gäste zu weiteren Erfol⸗ gen nicht mehr kommen. Immer wieder zogen sie vor des Geg— ners Tor. Mit allen Kräften verstanden es die Daubringer oft, sichere Erfolge der Platzbesitzer zu vereiteln, konnten es aber nicht verhindern, daß die Gastgeber bis zum Schluß mit dem Resultat 671 sicherer und verdienter Sieger blieben. Die 1. Mannschaft hat nun seit langer Zeit wieder das erste Spiel zu Hause ausgetragen, und mit diesem schönen Sieg(ganz beson⸗ ders durch vorbildliches Verhalten auf dem Spielfeld) viele Freunde und Anhänger für unsere Sache geworben. Alle Mann teilen sich in den Erfolg, Schiri Petry ⸗ Wetzlar hatte mit⸗ unter ein schweres Amt, löste seine Aufgabe aber sehr gut.
In Garbenteich erkämpfte sich die 2. Mannschaft des Fe. Teutonia einen verdienten 8:2⸗Sieg. Die Sieger waren dem Gastgeber in jeder Hinsicht weit überlegen. Sie stellen nun eine in sich geschlossene Elf. Erfreulich, daß sie endlich Ziel und Zweck des Fußballsports erkannt haben. In der derzeitigen Ausstellung wird die 2. Mannschaft der Teutonen in der Ver⸗ ere 32733 in ihrer Gruppe ein wichtiges Wort mit⸗ reden.
Auch die Jugendmannschaft, von der sich die meisten Spieler erst seit kurzer Zeit dem Fußballsport gewidmet haben, gelang es in Lich einen sicheren 5:0-Sieg zu erringen. Auch hier hegt man die Erwartung, daß die neuaufgestellte Mannschaft das Ansehen des Vereins im allgemeinen und das der Fußballsport⸗ bewegung im besonderen wahrt. Dies ist doch die erste Grund⸗ bedingung.
Alls Leihgestern
Leihgestern 1.— Laubach 1. 4:1(3:1) Leihgestern 2.— Butzbach 3. 220(1:0) Leihgestern Sch.— Klein⸗Linden Sch. 5:0(2:0) Drei Mannschaften der Spielvereinigung Leihgestern stan⸗ den am vergangenen Sonntag im Punktekampf auf dem Plan. Die zweite Mannschaft weilte bei der dritten Mannschaft des VfR. Butzbach und konnte dieselbe dank der besseren Tech—
nik zwei wertvolle Punkte mit nach Hause bringen. Butzbach war den Gästen körperlich überlegen.— Die Schüler hatten die Schüler von Klein-Linden im Pflichtspiel zum Gegner und erledigten dasselbe in der gewohnten Weise. Die Leihgesterner waren in den 40 Minuten stets überlegen.— Sodann betraten die ersten Manschaften den Platz. Laubach spielte die erste Hälfte mit nur neun Mann, während die Gäste in der zweiten Spielhälfte vollzählig waren. Punkt 3 Uhr gibt der Unpartei⸗ ische Grote- Mainzlar den Ball frei. Beide Mannschaften beginnen sofort mit einem forschen Tempo. Dem Mittelläufer von Leihgestern springt der Ball im Strafraum an den Arm, der gegebene Elfmeter wird vom Gäste-Verteidiger prompt in der 5. Minute zum 1:0 für Laubach verwandelt. Bei diesem einem Erfolg für Laubach bleibt es auch. Zwei Minuten spä⸗ ter ein schöner Angriff der Platzmannschaft. Ein Foul des r. Laubacher Verteidigers unterbindet denselben— der Mittel- läufer wurde gelegt.— Der verhängte Elfmeter bringt den Ausgleich. Der Kampf wogt hin und her. Leihgesterns Sturm drückt mächtig. Eine Flanke von rechts verwandelt der Halb— rechte mit schönem Kopfball zum zweiten Tor in der 10. Mi⸗ nute. Einige Strafstöße für Leihgestern gibt es, aber keiner findet den Weg ins Netz. Die Gäste schützen ihr Heiligtum meisterhaft. In der 17. Minute kann der Mittelstürmer mit einem ebenfalls schönen Kopfball auf 31 erhöhen. Der Rest der ersten Hälfte verlief etwas eintönig. Nach dem Wechsel erscheinen die Gäste komplett. Das Spiel wurde jetzt wieder sehr spannend. Ein unheimliches Tempo setzt ein. Die Gäste versuchten nun aufzuholen. Da, in der 52. Minute läßt der auf Rechtsaußen gegangene Halbrechte aus zirka 20 Metern einen Bombenschuß los, welcher unhaltbar in der rechten oberen Ecke landet. 4:1 für Leihgestern. Die Gäste lassen sich nicht entmutigen. Hart und verbissen, aber sehr fair, kämpfen beide Mannschaften weiter. Es winkt ein weiterer Erfolg. Laubachs Verteidiger macht Hand. Aber der Elfmeter wird dem Gäste— tormann direkt in die Hände geschossen. Der Halblinke von Leihgestern verpaßt dann auch noch frei vor des Gegners Tor eine sichere Gelegenheit. Ueberhaupt hatten die Gäste gegen Schluß des Spiels viel Glück. Die Platzmannschaft ging zum Endspurt über, aber alle, noch so gut gemeinten Schüsse ver⸗ fehlten ihr Ziel. Der Schlußpfiff ertönt und ein ritterlicher und fairer Kampf ist zu Ende. Der Schiri leitete gut.
Aus Steinbach
Vergangenen Sonntag hatte die erste Mannschaft vom F.⸗ SpV. 1926 Steinbach die gleiche vom VfR. Lich zu Gast und verlor knapp mit 2:1 Toren. Gegen 3 Uhr begann unter der Leitung des Schiedsrichters Schulz-Butzbach ein flotter Kampf. Glaubte man bei Beginn des Spiels an einen schönen, fairen Punktekampf, so sah man sich doch während des Spieles getäuscht. Denn der Gegner machte von allen Mitteln Gebrauch, um sein Gegenüber kampfunfähig zu machen. Ist es da ein Wunder, wenn ein Spieler den Mut verliert richtig zu kämpfen, wenn es auch noch um die Punkte geht? Wir haben schon viele Mannschaften in Steinbach und auswärts als Geg⸗ ner gehabt, aber sämtliche Spiele sind immer von beiden Seiten fair ausgetragen worden, aber wie die Licher Mann⸗ schaft am Sonntag ein Spiel vorführte, habe ich noch keines gesehen. Glaubt die Mannschaft vielleicht dadurch an Ansehen zu gewinnen, will sie vielleicht bei ihrem Verein die Ehre ret⸗ ten, wenn sie auf solche Weise zwei Punkte holt? Hier wäre es doch von Verbandsseiten angebracht diese Mannschaft sich et⸗ was genauer anzusehen, denn es liegt doch im allgemeinen sportlichen Interesse.
Aus dem Spiel: Lich hat in der ersten Halbzeit den Wind als Bundesgenossen, kann aber trotzdem nichts erreichen, denn Steinbachs Hintermannschaft ist gut auf der Hut. In der 15. Minute geht Steinbach durch Elfmeter in Führung. Ein kurz darauf verhängter Elfmeter wird verschossen. Kurz vor der Pause zieht Lich durch Strafstoß gleich. Mit diesem Resultat werden die Seiten gewechselt. Nach der Pause flaute das Spiel
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ab. Während Steinbach noche einen dritten Elfmeter verschoß, konnte Lich durch eine solche Entsechidung das Spiel für sich entscheiden.
Vor diesem Spiel lieferten sich Steinbachs zweite Mann⸗ schaft und 1900s vierte Mannschaft einen sehr spannenden Kampf, den Steinbach mit 42 Toren für sich entscheiden konnte und damit wieder zwei Punkte errang. Hä.
Alls Großen⸗Bußetk
Großen Buseck— Niederweisel 7:0(510).
Die Gastgeber waren Niederweisel in allen Punkten über⸗ legen und konnte dies bereits in der ersten Hälfte durch fünf schöne Tore beweisen. Nach der Pause war das Treffen nicht mehr so flüssig und schnell. Es wurde härter um den Ball ge⸗ kämpft. Großen⸗Buseck hat sich durch diesen Sieg und die gleich⸗ zeitige Niederlage von Garbenteich in Butzbach an die Spitze der Tabelle seiner Gruppe gesetzt.
Aus Nauborn
Die B-Jugend des Ballspielklubs hatte die Jugend Schwal⸗ bachs zum Gegner und war unter guter Leitung von Schiri Deis. Die 1. Halbzeit gehörte den Gästen, die mit ihrem ersten und einzigen Tor eine Zeit lang in Führung blieben. In der zweiten Halbzeit ließ ihre Qualität nach, und es gelang ihrem Gegner, nicht nur auszugleichen, sondern auch ein Resultat mit 3:1 zu erzielen. Die 2. Mannschaft trat gegen Garbenheim an. In bezug auf Tempo war es ein mit großem Nachdruck geführ⸗ tes Spiel. Um jeden Preis wollte man Entscheidungen er⸗ zwingen. Anfangs kam der Ball kaum ins Mittelfeld. Der erste größere Angriff der Gäste endete mit Abseits. Flügel⸗ stürmer und Läufer waren brauchbare Kräfte, doch etwas zu hart. Mit zwei Torergebnissen konnten die Gäste führend sein. In der zweiten Halbzeit drängte Nauborn merklicher, verwan⸗ delte einen Elfmeter und erreichte den Ausgleich. Zum Sieges⸗ tor langte es nicht, denn manche Chance wurde nachher ver⸗ schenkt. Schiri Schäfer leitete das Spiel, muß aber in seinen Entscheidungen sicherer werden. Sein Schlußpfiff gab den Gasten den Sieg mit 32.
Aus dem Gau Fulda
Ueberraschungen sind auf der ganzen Linie in allen Sport⸗ klassen zu verzeichnen. In der 1. Bezirksklasse gibt es von Sonntag zu Sonntag andere Ergebnisse als man erwartet. Germania Fulda hat sich sehr gut eingelassen, ebenso kommen Neuhof und Elm gut auf; dagegen sind die Spitzenführer vom vorigen Jahr Alsfeld und Bebra ganz abgefallen, auch Horas hat einen schlechten Stand. In der 2. Bezirksklasse führen Eichen⸗ zell und Grassenlüder. Gaupokalsieger ist am Sonntag der Sportverein Flieden geworden(spielt 1. Gauklasse), nachdem er sechsmal seine Mannschaft im Kampf gegen 2. Bezirksklasse und Gauklassen senden mußte und wünschen wir ihm weitere Erfolge in der Zwischenrunde.
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Wie lange dauert ein Fußballjpiel?
Wenn bei einer Schiedsrichter-Prüfung diese Frage gestellt wird, gibt es keinen Kandidaten, der nicht prompt antwortet: „Die Dauer des Spiels beträgt 90 Minuten, wenn nichts an⸗ deres vereinbart ist(Regel 2); bei Meisterschaftsspielen muß sie 90 Minuten betragen, falls nicht eine notwendige Ver⸗ längerung die Spieldauer ausdehnt oder ein Abbruch dieselbe werkürzt; zieht man die Pause in Betracht, so kann man auch sagen, daß ein reguläres Spiel zweimal 45 Minuten dauert.“ Gegen eine solche Erklärung kann man nichts einwenden, denn sie ist durch die Spielregeln begründet. In Wirklichkeit sieht aber die Sache doch etwas anders aus, sobald man nicht die Papierform der Regeln, sondern die tatsächlichen Ereignisse auf dem Spielfeld als Maßstab anlegt. Bei genauer Betrachtung zerfällt nämlich jedes Spiel in Spielhandlungen und Spiel- unterbrechungen. Es wäre schön, wenn ein Spiel ununter⸗ brochen anhalten, also die Spielhandlung fortlaufend sein würde; aber das ist niemals der Fall, weil laut Regeln von Zeit zu Zeit kurze Unterbrechungen eintreten müssen, abgesehen von den Unterbrechungen, die durch besondere Umstände(3. B. plötzliches Unwetter, Einmischung des Publikums usw.) hervor⸗ gerufen werden. Regelrecht unterbrochen wird ein Spiel da— durch, daß der Ball aus dem Spiel ist(woraus Einwurf, Abstoß oder Eckstoß entstehen) oder daß der Schiedsrichter gegen ein spielerisches oder sportliches Vergehen einschreiten oder einem Verletzten seine Fürsorge widmen oder den Ball nachprüfen oder das Schuhwerk untersuchen muß usw. Daraus ergibt sich die Frage, ob solche Zwangsunterbrechungen als„vergelldete Zeit“ in Rechnung zu setzen sind oder nicht. Einige der ge— nannten Faktoren müssen zweifellos ohne weiteres ein Nach⸗ spielen verursachen, während bei anderen die Einstellung des Schiedsrichters ausschlaggebend ist(z. B. wenn eine Partei ostentativ oft den Ball austritt, um Zeit zu gewinnen, oder wenn zu demselben Zwecke die Spieler sehr umständlich bei der Ausführung eines Einwurfes, Abstoßes oder Eckstoßes vor— gehen usw.). Im allgemeinen wird sich ein Schiedsrichter der—
art einstellen, daß ein nicht durch besondere Umstände gestörtes Spiel innerhalb von 90 Minuten durchführt, also keine„ver⸗ geudete oder sonstwie verlorene“ Zeit annimmt und nachspielen läßt. Dann wird natürlich die reine Spielzeit, d. h. die Dauer der Spielhandlungen niemals 90 Minuten währen, sondern nur einen mehr oder weniger großen Teil dieser anderthalb Stunden. Das ist kürzlich erst wieder unter Beweis gestellt worden, nämlich bei dem Länderspiel Deutschland gegen Schwe⸗ den am 25. September in Nürnberg. Dort hat man die Zeit der Spielhandlungen ganz genau nach der Stoppuhr festgestellt, also jede Spielunterbrechung auf die Sekunde registriert und dabei folgendes Ergebnis erlangt:
in der ersten Halbzeit währte die reine Spielzeit nicht
ganz 34 Minuten, und in der zweiten Halbzeit nicht ganz
32 Minuten, zusammen also nicht ganz 66 Minuten, sodaß
an der Spieldauer von 90 Minuten 24 bis 25 Minuten
fehlten, welche auf das Konto der Spielunterbrechungen zu setzen sind.
Nun darf man recht ruhig behaupten, daß bei Länder- kämpfen die Zahl der Spielunterbrechungen nicht so groß und vor allem die Dauer der Unterbrechungen nicht so ausgedehnt ist, als bei den Meisterschaftsspielen der Vereine; daraus er⸗ gibt sich die Folgerung:
bei Meisterschaftsspiele währt die reine Spielzeit meistens noch weniger als 66 Minuten.
Nimmt man einmal rund 60 Minuten an und berücksich⸗ tigt außerdem, daß nicht alle Spieler bei jeder Spielhandlung beteiligt sind, also jeder Spieler oftmals mehr oder minder lange Ruhepausen hat, so kann man sagen, daß bei einem Fuß— ballspiel jeder Mitwirkende kaum eine Stunde lang körperlich und geistig tatsächlich angestrengt wird. Wenn einer diese Zeit nicht durchhalten kann, so zeugt das entweder von mangelnder Durchbildung oder von dem Einfluß einer unangebrachten Le— bensweise.
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