Ausgabe 
3.8.1932
 
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Dienstag, den 9. August 1932.

Allgemeine Hessische Sport⸗Zeitung

Aus Leihgeslern

VB Gießen 2. Leihgestern 1. 2:8(1:2). Vi Gießen 3. Leihgestern 2. 1:2(0:2). g b

Zum ersten Spiel nach der Sommerpause weilte die erste Mannschaft der SpVgg. Leihgestern in Gießen bei der zweiten Mannschaft des VfB und fertigte dieselben hoch mit 82 Toren ab. Man merkte den Leihgesternern deutlich an, daß sie die G⸗wöchige Ruhepause nicht unnütz haben vorübergehen lassen und fleißig trainiert haben. Schon in der 5. Minute hatte sich Leih⸗ gestern gefunden und kam durch seinen Rechtsaußen in Führung. In der 15. Minute verwandelte der Halbrechte eine Ecke durch schönen Kopfball zum zweiten Tor. Jetzt raffte sich Gießen auf und konnte eine Ecke erzielen, welche zum einzigen Tor führte. Das zweite Tor war ein Selbsttor des linken Ver⸗ teidigers von Leihgestern. Nach der Halbzeit zog Leihgeistern alle Register auf und konnte in regelmäßigen Abständen noch sechsmal erfolgreich sein, und so das Resultat auf 82 stellen. Schiri Mengel⸗1900 Gießen war gut.

Die zweite Mannschaft von Leihgestern weilte ebenfalls in Gießen bei der dritten Mannschaft des VfB und konnte knapp mit 2:1 Toren Sieger bleiben. Schiri Rogalla⸗Butzbach konnte hier nicht gefallen. R.

Aus Ulm

Am vergangenen Sonntag hatte der FC. Sturm, Ulm, auf seinem neuen Platze als erste Gäste die beiden Mannschaften von Braunfels verpflichtet. Zwei schöne, faire Spiele sahen jedes Mal die Ulmer als glückliche Sieger. Die beiden ersten Mannschaften trennten sich mit 2:0(1:0), die beiden zweiten Mannschaften, die anschließend spielten, mit dem hohem Resultat von 8:1. Es zeigt sich, daß beide Ulmer Mannschaften in dem sonntäglichen Training der letzten 6 Wochen schon sehr viel ge⸗ lernt haben. Besonders die zweite Mannschaft enttäuscht durch besonnenes Zusammenspiel, gute Abwehrarbeit und schnelles Schußvermögen aufs angenehmste. Beide Ulmer Mannschaften geben durchaus spielstarke Gegner in ihren Klassen ab. Vor den Spielen der Aktiven kreuzten die 1. Jugenden von Bissen⸗ berg und Ulm die Klingen. Bissenberg konnte durch besseres Können und größere Reife einwandfrei 4:0 siegen. Schiri Kleemann leitete ohne Tadel.

Was man amtlich hört

Am kommenden Freitag spricht abends 8 Uhr der Vor⸗ sitzende des Verbands⸗Schiedsrichter⸗Ausschusses, Herr Gustav Welcker, auf dem A. O. Gau-Schiedsrichtertag in Gießen, im Kaffee Ebel. An Stelle langatmiger Erklärungen werden Fälle aus der Praxis an Hand von Zeichnungen und mit Hilfe des Lehrbrettes vorgeführt. Der Besuch ist auch den Vereinsvor⸗ ständen, den Spielausschußmitgliedern und Spielern sehr zu empfehlen. Mitglieder der Schiedsrichtervereinigung werden den Abend durch Musikvorträge verschönern helfen.

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Eine ganze Reihe von Vereinen im Gau Gießen-Wetzlar haben noch rückständige Verbandspauschale zu zahlen(insgesamt 14 Vereine]). Die Vereine sind solange zu den Verbandsspielen nicht zugelassen, wie sie ihren Verpflichtungen gegen den Ver⸗ band nicht nachgekommen sind.

Vereine werden nochmals darauf hingewiesen, daß bei Ein⸗ gabe von Seniorenanträgen folgendes zu beachten ist: Anträge müssen in doppelter Ausführung mit ärztlichem Attest und elter⸗ licher Einwilligung eingereicht werden. Für den Jahrgang 1915 kann auch persönliche Vorstellung bei den Herren des GaL-Vor⸗ standes erfolgen. Anträge für den Jahrgang 1916 erfordern ausführliches ärztliches Attest, wobei als Mindestangaben gelten, Größe, Gewicht, allgemeine Körperkonstitution, Befund der in⸗ neren Organe, Spirometerwert. Wo kein Spirometer vorhan⸗ den, muß dies der Arzt bescheinigen, und Brustumfang ein- und ausgeatmet angeben. In Zukunft werden alle Anträge, welche obigem nicht entsprechen, als nicht eingegangen betrachtet.

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Beginn der Handball⸗Verbandsspiele im Gau Gießen⸗Wetz⸗ lar am 28. August 1932. Vereine melden ihre Mannschaften getrennt auf vorgeschriebener Meldekarte bis spätestens 14. 8. 32 an Sachbearbeiter für Handball H. Glock, Butzbach, Bismarckstr. 17. Von sämtlichen Spielern ist Vor- und Zuname sowie Ge⸗ burtsdatum anzugeben. Die Vereine haben für jede gemeldete Mannschaft einen Schiedsrichter oder Schiedsrichter-Anwärter namhaft zu machen. Da Teilnahme unterer Mannschaften an den DT⸗Spielen in diesem Jahr nicht in Frage kommt, spielen sämtliche Mannschaften des Gaues voraussichtlich in einer Gruppe.(6 bis 8 Mannschaften.) Termine werden am 17. August in derAp Sg. bekanntgegeben.

Eindrucksvolle Siege heimischer Turner und

Turnerinnen beim 35. Mittelrheinischen Kreisturnfest

Auch aus unserer engeren Heimat konnten Turner und Tur⸗ nerinnen recht erfolgreich in Trier abschneiden. So gewann der letzte Deutsche Turnfestsieger im Zwölskampf Karl Reuter vom TW. 1846 Gießen den Zwölfkampf und O. Sinnwell vom TV. Bad Nauheim wurde in dieser Klasse Dritter. R. Seth vom TV. Großen⸗Linden wurde Siebenter im Zehnkampf. Frl. Else Bickelhaupt vom MTV. Gießen erreichte im Hochsprung die respektable Höhe von 1,52 Meter und wurde mit dieser Leistung Erste. Dieselbe Turnerin gewann den 80 Meter⸗Hürdenlauf in 13,5 Sekunden und wurde noch Siegerin im Vierkampf der Turnerinnen. Frl. Feber vom TV. Braunfels holte sich den Sieg im 800⸗Meter⸗Lauf mit der recht guten Zeit von 237,5 Min. Frl. Käthe Fohnemann vom TV. 1846 Gießen wurde Fünfte im Siebenkampf der Turnerinnen.

Neue Bücher.

Ein Erinnerungswerk an die Olympischen Spiele in Los Angeles erscheint schon drei Wochen nach Spielschluß im Ver⸗ lage Emil Wernitz, Berlin N 65, Müllerstr. 10. Das Buch ist von dem bekannten Fachmann Arthur E. Grix geschrieben, enthält viele, zum Teil eigens für dieses Werk aufgenommene Bilder und kostet nur 2,.95 RM. Bei Sammelbestellungen ge⸗ währt der Verlag auf 10 Bücher ein elftes gratis. Besonders Vereine tun gut, sich dieses Vorzugsangebot zu bedienen.

Vereinsvertretertag in Wetzlar.

Am letzten Sonntagmorgen trafen sich die Vertreter von Vereinen des Gaues Gießen-Wetzlar in Wetzlar, um dem Gau⸗ Fußballsachbearbeiter ihre Wünsche betr. Gruppeneinteilung zu den kommenden Verbandsspielen vorzutragen.

Herr Hugo Henkel begrüßte die Versammlung und führte dann u. a. aus:

Wenn man geglaubt hätte, daß die Vereine die Sperre dazu benutzen würden, auch in verwaltungstechnischer Hinsicht, innerhalb ihres Vereins Anordnungen zu treffen, die einen reibungslosen Verkehr zwischen Instanz und Verein garantieren könnte, so zeigte gerade der Eingang der Mannschaftsmeldun⸗ gen, daß hier immer noch zuviel gesündigt wurde. Es könne nicht seine Aufgabe sein, die Ursachen in jedem Verein fest⸗ zustellen, aber allgemeine Richtlinien müßten hier einmal klar herausgestellt werden. An die Spitze eines jeden Vereins gehöre ein Kopf, der nicht nur fähig ist, sondern auch gewillt sei, si der gestellten Aufgaben zu unterziehen. Um diese Aufgabe lösen zu können, müsse er immerhin in großen Zügen die Satzung und die Ordnungen des WSW beherrschen. Weiterhin gehöre dazu ein Stab von Mitarbeitern, die sich in die Materie einarbeiten wollten.

Aufgabe des GW sei es, innerhalb der Vereine in diesem Sinne Kleinarbeit zu leisten. Aber es sei festgestellt, daß durch Ueberlastung des GV mit Aufgaben, die nicht auf dem Verwal⸗ tungsgebiet liegen, bedingt durch die vielen Fälle, die auf Grund der Strafbestimmungen weitergeleitet würden, dieser sich seiner eigentlichen Aufgabe nicht unterziehen könne. Es sei unbedingt erforderlich, daß auf diesem Gebiete Wandel ge⸗ schaffen würde, denn nur dann wären die Vereine vor Schaden bewahrt, wenn sie in der Lage seien, ergangene Verfügungen, die in ihrer eindeutigen Abfassung keinerlei Schwierigkeiten bieten, richtig zu verstehen und auszuführen.

Nach kurzer ergiebiger Aussprache wurden wie folgt eingeteilt:

die Gruppen

Bezirksklasse 2: Abt. 1: SC. Wetzlar. Ehringshausen, Weilburg, Aßlar, Bissen⸗ berg, Löhnberg, Steindorf, Biskirchen, Burgsolms, Ober⸗ biel, Wetzlarer SV 2. Butzbach, Laubach, Steinberg, Lollar, Leihgestern, Dau⸗ bringen, Ettingshausen, VfB Gießen 2., 1900 Gießen 2. Gauklasse 1: Hirschhausen, Holzhausen, Niedershausen, Stockhausen, Merenberg, Gräveneck, Ulm, Allendorf-Ulm, Weilburg 2., Löhnberg 2. Braunfels, Hermannstein, Nauborn, Werdorf, Oberndorf, Wetzlarer SV. 3., SC Wetzlar 2., Aßlar 2., Burgsolms 2. Abt. 3: Steinbach, Garbenteich, Dutenhofen, Wieseck, Nieder⸗ weisel, Großen⸗Buseck, Lich, Heuchelheim, Butzbach 2., VfB Gießen 3., 1900 Gießen 3.

Abt. 2:

Abt. 1:

Abt. 2:

Abt. 4: Geilshausen, Villingen, Ulrichstein, Flensungen, Grün⸗

berg, Wetterfeld. Gauklasse 2:

Abt. 1: Allendorf DT., Hasselbach, Oberhausen DT, Odersbach, Waldhausen, Aborn, Gaudernbach, Merenberg 2.

Abt. 2: Essershausen, Laubuseschbach DT, Weinbach DT, Wir⸗ belau, Hirschhausen 2., Wirbelau 2.

Abt. 3: Leun, Tiefenbach, Alm 2., Bissenberg 2., Biskirchen 2., Holzhausen 2., Stockhausen 2., Allendorf 2.

Abt. 4: Niederbiel, Albshausen, Bonbaden, Philippstein Di, Braunfels 2., Oberbiel 2., Oberndorf 2., Burgsolms 3.

Abt. 5: Büblingshausen, Kölschhausen, Berghausen, Bechlingen, Werdorf 2. Ehringshausen 2., Hermannstein 2.

Abt. 6: Garbenheim, Waldgirmes, Büblingshausen 2., Nau⸗ born 2., Schwalbach, Steindorf 2., SW Wetzlar 4.

Abt. 7: Bieber, Krofdorf, Steinbach 2., Daubringen 2., Lollar 2., Dutenhofen 2., Großen⸗Buseck 2., Leihgestern 3. 2. 1900 Gießen 4.

Abt. 8: Hochweisel, Muschenheim Di, Lich 2., Leihgestern 2.,

Steinberg 2., Niederweisel 2., Butzbach 3., Garbenteich 2.

Abt. 9: Bobenhausen, Freienseen, Ruppertsburg, Nonnenroth, Ettingshausen 2., Laubach 2., ev. noch Weickartshain u. Ruppertenrod.

Für die Durchführung der Verbandsspiele ist erforderlich, daß das Spielfeld eingezäunt und wenn nicht anders, durch Seile abgesperrt wird; im anderen Fall darf der Schiri nicht an⸗ pfeifen und der Platzverein verliert das Spiel. Gleichfalls vor dem Spiel sind dem Unparteiischen die Platzordner per⸗ sönlich vorzustellen und dem Schiri mit der Mannschaftsmeldung schriftlich einzureichen. Der Portoersparnis halber brauchen im Gau Gießen⸗Wetzlar die beiden amtlichen Schiriberichte nur an die Adresse des Fußballsachbearbeiters gesandt zu werden, der die Berichte für die Schiri-Organisation gesammelt nach dort ab⸗ führt. Noch einige kurze Bemerkungen über die Schiri-Frage, dann war das Tagungsprogramm erschöpft.

Die nachfolgende Auslosung zu den Verbands-Pokalspielen (Nauborn mußte nachträglich noch eingereiht werden) ergab fol⸗ gendes Programm:

14. 8. 1. Schwalbach Hirschhausen(Petry ⸗Wetzlar) 2. Braunfels Bonbaden(Willer⸗Wetzlar) Steinbach Butzbach(Schnaut⸗Lollar) Steinberg Hermannstein(Rabe⸗Gießen) Nauborn Freilos Sieger aus Spiel 1 Nauborn Sieger aus Spiel 3 Sieger aus Spiel 4 Sieger aus Spiel 2 Freilos 28. 8. 9. Sieger aus Spiel 68 10. Sieger aus Spiel 7 Freilos 4. 9. 11. Sieger aus Spiel 910. Sieger aus Spiel 11 nimmt an der Zwischenrunde teil.

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Die 10. Olympischen Spiele in Los Angeles

Jetzt insgesamt 12 Olympia⸗Medaillen

Mit dem glanzvollen Schlußtag der Leichtathletit, der auch den Abschluß der Ringkämpfe im griechisch⸗römischen Stil brachte, erfuhr die deutsche Olympia⸗Bilanz eine keineswegs unerfreuliche Aufbesserung. Sie enthält jetzt insgesamt ein Dutzend Olympia⸗Medaillen, von denen auf die einzelnen Sport⸗ arten entfallen: Schwerathletik: eine Goldmedaille durch Ismayr, eine filberne durch Wölpert, eine bronzene durch Straßberger; Ringen: eine Goldmedaille durch Brendel, so⸗ wie drei Silbermedaillen durch Sperl, Ehrl und Földeak; Leichtahtletit: drei Silbermedaillen durch Jonath im 100⸗Meter⸗Lauf, die 4⸗mal⸗100⸗Meter⸗Staffel(Körnig, Hendrix, Borchmeyer, Jonath) sowie Ellen Braumüller im Speerwerfen, zwei Bronzemedaillen durch Eberle im Zehnkampf und Tilly Fleischer im Speerwurf.

Zwei Goldmedaillen, sechs silberne und vier bronzene ist zwar nicht gerade viel als Ausbeute der ersten Hälfte der Olym⸗ pischen Spiele 1932, aber noch sind sie ja nicht zu Ende, noch haben vor allem unserer Ruderer und Boxer Gelegenheit, unser Medaillenkonto ein wenig aufzufüllen, während wir in den Wasserkonkurrenzen einschließlich des Wasserballs wohl kaum noch olympische Lorbeeren ernten dürfen. 5

* Ein Tag der Rekorde

Der Dienstag brachte in Los Angeles eine Fülle von, Kämpfen, aber auch eine Fülle von großen Leistungen und Ueberraschungen. Bei anhaltender Gluthitze wohnten über 70 000 Menschen auf den verschiedenen Kampfstädten den Er⸗ eignissen bei.

In der Leichtathletik gab es eine Anzahl von Entscheidun⸗ gen. Für die hervorragende Konkurrenz spricht die Tatsache, daß wieder fast alle Wettbewerbe mit einem Weltrekord, wenig⸗ stens aber mit einem neuen olympischen Rekord endeten. packendste Ereignis des Tages war der 800 Meter⸗Endlauf, den der Engländer Hampson in der neuen Weltrekordzeit von 149,8 Minuten gewann. Dr. Peltzer konnte in das eminent schnelle Rennen nicht eingreifen, er wurde nur Neunter, Den 100⸗ Meter⸗Endlauf der Damen holte sich Stella Walsh-Polen in der Weltrekordzeit von 11,9 Sekunden(1). Fräulein Dollinger⸗ Deutschland wurde nur Fünfte. Einen amerikanischen Sieg gab es im Diskuswerfen der Damen. Hier siegte Miß Cope⸗ land⸗AS A. mit der Weltrekordleistung von 40,56 Meter; Flei⸗ scher⸗Deutschland 36,06 Meter und Heublein⸗Deutschland 36,64 Meter. Einen weiteren Erfolg für Amerika gab es im Weit⸗ sprung, wo leider der Deutsche Köchermann nicht in die Ent⸗ scheidung kam. Gordon⸗AS A. war mit 7,62 Meter siegreich vor Redd⸗Kanada 7,61 Meter. Recht erfreuliche deutsche Leistungen gab es auch in einer Reihe von Vorkämpfen.

Drei vierte Plätze für Deutschland

Die sensationellen Ergebnisse der ersten Tage wirkten sich am Mittwoch in Los Angeles in einem Rekordbesuch aus. Allein bei den Leichtathleten im Kolosseum fanden sich über 100 000 Zuschauer ein. Es war ein Tag der Amerikaner, denn bis auf das 50⸗Kilometer⸗Gehen konnten sie alle leichtathleti

Das

schen Entscheidungen des Mittwochs gewinnen. Mit dem 110⸗ Meter⸗Hürdenlauf fing es an. Hier siegte erwartungsgemäß Georg Saling⸗AS A. in 14,6 Sek. Welscher⸗Deutschland, für den es schon ein Erfolg war, daß er überhaupt in den Endlauf kam, mußte sich mit dem sechsten Platz begnügen. Mit außer⸗ ordentlicher Spannung wurde die 200 Meter⸗Entscheidung er⸗ wartet. Nachdem Borchmeyer in der Vorentscheidung ausge⸗ fallen war, kam als einziger Deutscher nur Arthur Jonath in den Endlauf. Jonath hatte seine Vorentscheidung in 21.5 Sek. vor dem Südafrikaner Walters und dem Neger Eddie Tolan gewonnen. Im Endlauf hatte Jonath die ungünstige Außen⸗ bahn erwischt, er konnte hinter dem in der neuen olympischen Rekordzeit von 21.2 Sek. siegenden Tolan und dessen Lands⸗ leuten Simpson und Metcalfe nur Vierter werden. Amerika⸗ nische Siege gab es auch im Diskuswerfen und Stabhochsprung:

Hier lauteten die Ergebnisse wie folgt: Diskuswerfen: 1. An⸗ dersson⸗UAS A. 49,49 Meter, 2. Laborde⸗RSA. 48,47 Meter. Stabhochsprung: 1. Miller⸗AS A. 4.315 Meter(Weltrekord),

2. Nishida⸗Japan 4,30 Meter. Das 50⸗Kilometer⸗Gehen stellte bei der großen Hitze außerordentliche Anforderungen an die Teilnehmer. Die beiden teilnehmenden Deutschen Hähnel und Sievert hatten mit dem 4. und 6. Platz einen ganz netten Achtungserfolg. Sieger wurde der Engländer Green in der mäßigen Zeit von 4:50,10 Std. Bei den Vorkämpfen dem Ta⸗ ges gab Dr. Peltzer im dritten Vorlauf zum 1500⸗Meter⸗Rennen an aussichtsloser Stelle liegend auf. Im ersten Vorlauf zum 80-Meter⸗Hürden-Rennen der Damen stellte Frl. Didrickson⸗ USA. mit 11,8 Sek. eine neue Welthöchstleistung auf. Beim Freistilringen, an dem Deutschland nur im Weltergewicht mit dem Hamburger Földeak teilnimmt, sind bislang erst zwei Ent⸗ scheidungen gefallen. Im Schwergewicht siegte der Schwede Richthoff und auch im Mittelgewicht kam mit Ivar Johannsson ein Schwede zum Sieg. Bei den weiteren Entscheidungen im Freistilringen konnte sich der Deutsche Földeak im Weltergewicht nicht durchsetzen, er verlor seinen dritten Kampf gegen den Ka⸗ nadier Macdonald und konnte nur Vierter werden. Bei den Bahnrennen der Radfahrer wurde der Holländer van Eg⸗ mond Olympiasieger im 1000-Meter-Malfahren vor dem Fran⸗ zosen Chaillot. Gray-Australien holte sich den Titel im Zeit⸗ fahren.

Neue Enttäuschungen für Deutschland

Der sechste Tag der Olympischen Spiele in Los Angeles brachte wieder ausgezeichnete Leistungen und auch einige Ueber⸗ raschungen. Leider waren diese, soweit sie sich auf die deutsche Mannschaft bezogen, von wenig erfreulicher Natur. Zu den bisherigen Enttäuschungen gesellten sich zwei neue: auch Helene Mayer und Adolf Metzner haben versagt. Beide waren in⸗ disponiert. Helene Mayer konnte, nachdem sie vor zwei Tagen die Vorrunde ohne Niederlage überstanden hatte, in der Ent scheidung nur Vierte werden. Der Sieg fiel an Frl. Preiß⸗ Oesterreich.

Adolf Metzner, der sich in der Vorwoche einen Knochen riß zugezogen hatte und sogar einige Tage im Streckenverband liegen mußte, war vollkommen außer Form Er gewann zwar seinen Vorlauf, mußte aber schon im Zwischenlauf aus⸗