Ausgabe 
2.8.1932
 
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Dienstag, den 2. August 1932.

Allgemeine Hessische Sport⸗ Zeitung

Das olympische Programm:

Wettbewerbe, die gestern ausgetragen wurden.

17.00 Uhr(M3. 2. 8. 2.00 Uhr) 100-Meter⸗Lauf, Damen, Zwischenläufe.

17.15 Uhr(M3. 2. 8. 2.15 Uhr) 3000⸗Meter⸗ Hindernislauf, Entscheidung.

19.00 Uhr(Mz. 2. 8. 4.00 Uhr) Fechten, Florett für Mannsch.

19.30 Uhr(M3. 2. 8. 4.30 Uhr) Bahnrennen, Ausscheidungen i. Zeitfahren, Zweisitzerfahren, Malfahren.

13.00 Uhr(MZ. 22.00 Uhr) Fechten, Florett für Mannsch.

14.30 Uhr(M3. 23.30 Uhr) 100⸗Meter⸗Lauf, Vorentschei⸗

dungen, Hammerwerfen. 100⸗Meter⸗Lauf, Entscheidung. 400 Meter Hürden, Entscheid. 100⸗Meter⸗Lauf Damen, Vorläufe.

Soo-Meter-Lauf.

15.00 Uhr(Mz. 24.00 Uhr) 15.30 Uhr(MZ. 2. 8. 0.30 Uhr) 15.45 Uhr(M3. 2. 8. 0.45 Uhr)

16.30 Uhr(M3. 2. 8. 1.30 Uhr)

Das Programm von heute: Dienstag, den 2. August: 9.00 Uhr(Mz. 18.00 Uhr) Fünfkampf, 5000 Mtr. Gelän⸗

deritt, 13.00 Uhr(M3. 22.00 Uhr) Florett⸗Einzelfechten Damen u. Herren,

110 Meter Hürden, Vorläufe, Weitsprung, Diskuswerfen, Da⸗ men,

200⸗Meter⸗Lauf, Vorläufe, 800⸗Meter⸗Lauf, Entscheidung, 100⸗Meter⸗Lauf, Damen, Ent⸗ scheidung,

110 Meter Hürden, läufe, 5000⸗Meter⸗Lauf, Vorläufe. 200⸗Meter⸗Lauf, Vorläufe, Freistil⸗Ringen,

Bahnrennen, Ausscheidungen i. 4000⸗Meter⸗Verfolgungsrennen, Zwischenläufe für Zweisitzer⸗ rennen, Mal- und Zeitfahren.

14.30 Uhr(M3. 23.30 Uhr)

15.00 Uhr(M3. 24.00 Uhr) 15.45 Uhr(Mz. 3. 8. 0.45 Uhr) 16.00 Uhr(M3. 3. 8. 1.00 Uhr) 16.15 Uhr(M3. 3. 8. 1.15 Uhr) Zwischen⸗ 16.45 Uhr(Mz. 3. 8. 1.45 Uhr) 17.30 Uhr(M3. 3. 8. 2.30 Uhr)

19.30 Ahr(M3. 3. 8. 4.30 Uhr)

Wosldeuljchland gegen Holland

Bei wundervollem Sommerwetter standen sich am Sonntag die Leichtathletik-Mannschaften von Westdeutschland und Hol⸗ land erneut im Repräsentativkampf gegenüber. Der Platz des Fc Haarlem war von etwa 3000 Zuschauern besetzt, die den erwarteten Sieg der westdeutschen Vertreter erlebten, der aber mit 58,5:52,5 Punkten ziemlich knapp ausfiel. Die Leistungen waren durchweg schwach. Den einzigen Rekord gab es im Dis⸗ kuswerfen, und zwar für Holland, wo de Bruyn die alte Best⸗ leistung von 41,89 Meter auf 42,13 Meter überbot.

Ergebnisse:

100 Meter: 1. Buth⸗Pieper(W) 11 Sek., 2. (S) 11,2 Sek.

400 Meter: 1. Bergmann(W) 51,2 Sek., 2. Sierhuis(8) 51,9 Sek., 3. Kisters(W) 51,9(Brustbreite), 4. Ostermeyer (9) 52 Sek.

800 Meter: 1. Gausepohl(W) 2:03,3 Min., 3. Weber(W) 204,3.

1500 Meter: 1. Göttmann(W) 422,2 Min., 423,8 Min.

5000 Meter: 1. Kelm(W) 15:48,2 Min., 2. 16:00,3 Min.

110 Meter Hürden: Kaan(§).

4⸗mal⸗100⸗Meter⸗Stassfel: 1. Westdeutschland

Mölle, Halfmann, Buthe-Pieper) 43,5 Sek.,

Sekunden.

van den Berghe

2. Ernes(§) 2:04, 2. Gerull(W) Schaumburg(W)

1. W. Kaan(S) 15,4 Sekunden, 2. A. (Bergmann, 2. Holland 43,8

Jetzt oder n nie! 15 dachte Günter Freund.Ich muß 5 diesen Ball halten. Koste es, was es wolle.

Da kam das Leder angesaust! Zwar warf der Torwart sich in die richtige Ecke, aber er konnte den schweren nassen Ball nur mit den Fingerspitzen berühren. Tor... Das Spiel stand unentschieden 3:31

Theo mußte seinen ganzen Einfluß aufbieten, um die Spie ler wieder zu beruhigen.

Was einmal geschehen ist, daran läßt sich nichts ändern. Los, wir müssens schaffen!

Der ungewohnte schwere Boden hatte auch die Landsknechte mehr mitgenommen als bei normalen Spielen. Aber Theo biß die Zähne zusammen.

Nur keine Müdigkeit, rief er Adolf Müller zu. Ausruhen haben wir nachher noch Zeit genug...

Die Halbzeit neigte sich ihrem Ende zu. Noch immer stand das Spiel unentschieden. Einmal wäre den Landsknechten bald das Siegestor geglückt. Aber der feindliche Verteidiger war eine Sekunde eher am Ball als Theo Hansen. Das schlecht ab gewehrte Leder konnte Adolf Müller abstoppen. Theo hob den Arm. Da kam der Ball auch schon wunderbar zugespielt im halbhohen Bogen auf ihn zu. Theo stand mit dem Rücken gegen das feindliche Tor. Er hatte keine Zeit mehr, sich um zudrehen. Da nahm er den Ball mit dem Fuß aus der Luft und sandte ihn über seinen Kopf weg ins feindliche Tor. Dann fiel er hin.. Als Theo sich wieder aufrichtete, sah er, daß der Ball im Netz lag. Brausender Beifall erscholl! Von diesem fabelhaften Torschuß waren die Zuschauer so hingerissen und überwältigt, daß es ihnen in diesem Augenblick gar nicht zum Bewußtsein kam, daß mit diesem Tor die Landsknechte endgültig den Sieg an sich gerissen hatten. 4231 Drei Mi⸗ nuten später ertönte der Schlußpfiff. Das Spiel war zu Ende!

In den Umkleideräumen herrschte bei den Landsknechten Freude und Begeisterung. Theo Hansen war der Held des Tages. Eben kamen Bringhoff und Dr. Bargmann in die Tür.

Draußen wartet ein Mann in Uniform auf Sie, wandte sich der Trainer an den Mittelstürmer.

Du, Theo, der will dich verhaften, weil du das Siegestor geschossen hast! rief Adolf Müller.

Zum

Hochsprung: 1 Hofman 0% 1.825 Meter.

Weitsprung: 1. van Welsenes(8) 7,25 Meter, 2. de Boer(8) 7,02 Meter, 3. Halfmann(W) 7,01 Meter.

Stabhochsprung: 1. van der Zee(5) 3,80 Meter, 2. Born(W) 3,70 Meter.

Diskuswerfen: 1. Hoffmeister(W) 43,67 Meter, 2. de Bruyn (8) 42,13 Meter(neuer holländischer Rekord), 3. Kilo(W) 41,85 Meter.

Speerwerfen: 4. van Meyl(§H.) 54,36 Meter, 2. Vögelin (W) 54,13 Meter, 3. Hoffmeister(W) 54,07 Meter.

Was man amtlich hört

Die Verbandsspiele der Bezirksklassen im Bezirk Hessen Hannover beginnen voraussichtlich am 28. August 1932. Wünsche für Ansetzung der Spiele sind umgehend dem Bezirks-Fußball⸗ Sachbearbeiter, Herrn Uhl, Kassel, Struthbach 43, mitzuteilen.

Die Vereine werden gebeten, geeignete Herren zu dem am kommenden Sonntag in Wetzlar stattfindenden Vereinsvertre tertag zu schicken, es geht um die Klassen- und Gruppeneintei lung. Der Fußball-Sachbearbeiter des Gaues Gießen-Wetzlar gibt bekannt, daß von 80(10 DT.⸗Mannschaften eingerechnet) Vereine nur 5 zu den vom Verband ausgeschriebenen Pokal⸗ spielen gemeldet haben; er will versuchen, daß die in Frage kommenden Vereine die Meldung zurückziehen, damit er früher mit den Verbandsspielen beginnen kann.

Auch reklamiert Herr Henkel die Mannschaftsmeldungen (Meldeschluß 29. Juli 1932) von den säumigen Vereinen. Vor⸗ geschriebene Formulare hierzu sind bei der Druckerei derAg S3 Albin Klein, Gießen, Südanlage 21, zum Preise von 7 Rpfg. pro Stück erhältlich.

Der Schiri-Ortsgruppenleiter Kunze-Gießen ist bis zum 12. Aug. d. J. werreist und bittet die Vereine die Schiedsrichter-An⸗ forderungen zu Gesellschaftsspielen für den 7. und 14. August 1932 an den Fußballsachbearbeiter, Herrn Henkel, zu richten.

Der Gruppenleiter der Schiri-Ortsgruppe Oberlahn. Herr Ackermann, hat sein Amt niedergelegt und für den 7. Aug. 1932 Neuwahl angesetzt.(Anmerkung der Redaktion: Er kann doch nur sein Amt in die Hände des Gau-Schiedsrichter Referenten legen und der setzt Neuwahl an oder bestimmt einen anderen

Herrn.) *

Vereinsvertretertag in Grünberg

Der erste Vertretertag im Gau Gießen-Wetzlar fand für die Gruppe Grünberg dortselbst am letzten Sonntag statt. Zum Hauptpunkt der Tagung:Einteilung der Klassen referierte Gau⸗Fußballsachbearbeiter, Herr Hugo Henkel. Er fand mit seinen Ausführungen und Vorschlägen die Zustimmung aller

Vereine. Nach den getroffenen Vereinbarungen werden spielen in der:

2. Bezirksklasse: noch Laubach und Ettingshausen;

1. Gauklasse: Villingen, Geilshausen, Ulrichstein, Flen⸗

sungen, Wetterfeld und Grünberg.

2. Gauklasse: Eingereiht wurden eee Freienseen, Nonnenroth, Ruppertsburg, Laubach 2., Ettingshausen 2. und Grünberg 2.

Ferner rechnet man mit der Neuanmeldung und Teilnahme an der Verbandsrunde von Ruppertenrod und Weickartshain.

Es wurden weiter die Durchführungsbestimmungen für die Verbandsspiele, soweit sie Vorstände, Spieler und Schiedsrichter angehen, eingehend besprochen.

Bemängelt wurde der schlechte Eingang der Mannschafts⸗ meldungen zu den Verbandsspielen beim Fußballsachbearbeiter. Die säumigen Vereine sollen schnellstens nachmelden. Die Ver bandsspiele selbst beginnen am 11. September 1932.

Hugust Best, Wetzlar

Beste da sür i

Als Theo nach draußen kam, stand dort ein Chauffeur. Sind Sie Herr Hansen? Jawohl.

Er überreichte Theo eine gebrauchte Eintrittskarte. der Rückseite stand mit Bleistift geschrieben:

Auf

Sie haben wunderbar gespielt. in meinem Auto mit zurückzufahren? Marieliese Henderson. Theo wandte sich an den Wagenführer. Bestellen Sie bitte Fräulein Henderson, ich bedauerte sehr ich wäre jetzt leider nicht in der Verfassung. 0 Der Chauffeur entfernte sich. Mein Platz ist heute bei meinen Kameraden, dachte der junge Mittelstürmer.

Darf ich Sie einladen,

(Fortsetzung folgt.)

Vom Sinn der Jugendherbergen

Von Oberschulrat Hassinger-Darmstadt. Vom Sinn einer Sache sprechen, ist so wohltuend und an⸗ genehm, wenn es wirklich ein guter Sinn ist, wenn etwa das Gute so klar und sichtbar vor uns steht, wie bei dem Werk des Jugendherbergsverbandes, den deutschen Jugendherbergen. Aber reden wir einmal zuerst über eine Zahl. Es ist eine recht anständige Zahl, sie heißtViermillion, und sie bedeutet, daß im letzten Jahre vier Millionen jugendlicher Wanderer in den deutschen Jugendherbergen eingekehrt sind. Das ist die nackte Tatsache. Aber was bedeutet sie? Nun ich meine, diese vier Millionen junger Menschen sind nicht hingefahren worden in diese Jugendherbergen, sie sind eigenfüßig aus ihren Wohn stuben, ihren mehr oder weniger fragwürdigen Behausungen, aus ihren lärmenden Fabriken, ihren Kontoren, Schulstuben, Werkstätten oder aus weiß Gott was für anderen mit Recht so beliebten Wirkungsstätten herausgekommen, sie sind durch das Land gezogen, haben vor Freude über ihre Wanderfreiheit ge sungen und gepfiffen, haben auf den Wiesen Purzelbäume ge schlagen und sind vor Ausgelassenheit umhergetollt, daß ihnen das Herz bis zum Halse schlug, und daß die Lunge tief, tief

Der Start ins neue Fuß balljahr

Was sind vier kümmerliche Wochen in einem langen Ka lenderjahre! Kaum begonnen, ist die sommerliche Spiel- pause im weiten deutschen Fußballreich schon wieder vorüber⸗ geflogen. Auf Tausenden von Spielplätzen schrillen am kom⸗ menden Sonntag schon wieder die Schiedsrichterpfeifen, rollen wieder die hart umkämpften braunen Lederbälle und jubeltn die unzählbaren Anhänger dieses Volkssports ihrem Sport zu.

*

ö War's denn eigentlich eine Schonzeit 2

Gar zu karg bemessen ist die Spanne, um Körper und Ner⸗ ven der mit Leib und Seele am Fußballsport Beteiligten Ruhe und Erholung zu verschaffen. In den Geschäftsstellen des Deutschen Fußball-Bundes, der Landesverbände und der Ver⸗ eine gilt es während der paar Juliwochen Jahresabschlüsse und Bilanzen zu ziehen, Pläne für die Zukunft auszuarbeiten, neue Spielabschlüsse zu tätigen. Die Spieler schließlich ge⸗ nießen, soweit es die berufliche Freizeit erlaubt, Luft, Sonne und Wasser und sind bestrebt, durch Ergänzungssports ihre Glie⸗ der vor dem Einrosten zu bewahren.

zehn Gebote für Fußballspieler

1. Du sollst nicht denken, du wärst der Pol, um den sich das ganze Spiel dreht. Eine Mannschaft ist ein in sich geschlossenes Gebilde, dem nur durch vernünftige, praktische Zusammenarbeit Erfolge beschieden sind. Auch wenn du mehr kannst, als deine Mitspieler, so füge dich doch immer zweckmäßig in dieses Ge⸗ bilde ein; dünke dich nicht als Kanone, die sich aus dem Ganzen hervorheben darf oder soll; führe dich nicht als Publikumsspie⸗ ler auf, denn damit verdirbst du dir die Sympathien.

2. Du sollst deine Mitspieler und Spielgegner achten und ehren, wessen Standes und Berufes sie auch sein mögen. Halte dich nicht für etwas Besseres, weil du vielleicht einem Stadt⸗ verein angehörst und gegen Mannschaften vom Lande spielen mußt. Nörgele und schimpfe nicht während des Spieles, wenn dir mal etwas nicht paßt, auch dann nicht, wenn dir selbst nichts gelingt und du darüber verärgert bist.

3. Du sollst deine Spielgegner nicht als Feinde betrachten, die du körperlich schädigen oder unschädlich machen mußt. Spiele stets fair und nimm bei jeder Gelegenheit, namentlich in kri⸗ tischen Momenten Rücksicht auf die Gesundheit deiner Gegner. Handle nicht nach dem Grundsatz:Wie du mir so ich dir!, auch dann nicht, wenn die Unfairnis, die ein Gegner an dir begangen hat, nicht aus Versehen oder Unbeholfenheit, sondern anscheinend oder offensichtlich in böser Absicht geschehen ist.

J. Du sollst nicht unter falscher Flagge spielen. Bist du nicht spielberechtigt, dann lehne jeden Spielauftrag ab, sonst benach⸗ teiligst du deinen Verein und dich selbst. Spiele während dei⸗ ner Sperre auch nicht in anderen Vereinen, nur um deiner Spielsucht zu fröhnen oder um schnöden Mammons willen. Laß dich nicht um eines unsportlichen Vorteiles willen beeinflussen oder überreden, deinem Verein den Rücken zu kehren und dich einem anderen Verein dienstbar zu machen.

5. Du sollst nicht versuchen, durch allerlei Hintertürchen einen Erfolg für deine Mannschaft hereinzuholen. Bleibe bei der Wahrheit, wenn dich der Schiedsrichter in Zweifelsfällen nach dem Sachverhalt befragt. Bedenke stets, daß es anständiger ist und dir mehr nützt, wenn deine Mannschaft mit Ehren unterliegt und die Niederlage in sportlicher Weise hinnimmt, als wenn sie auf unehrliche Weise gewinnt und sich dieses Gewinnes brüstet.

6. Du sollst den Schiedsrichter nicht von vorneherein als Widersacher, sondern immer als Berater oder Lehrer betrach ten. Kritisiere seine Entscheidungen nicht mit abfälligen Worten oder Gesten, weder vor den Mitspielern noch vor dem Pub⸗ likum. Tritt ihm auch sonstwie nicht als Opponent entgegen, selbst wenn ihm einmal eine Fehlentscheidung unterläuft; viel⸗

mehr mach ihm seine Spielleitung durch sportliches Betragen, spielerische 5 und 4 1 15 3.

ausgreifen mußte, um die 0 9 Luft wieder hereinzuholen, und diese Luft war extra feine Berg- oder Wald- oder Wiesen- oder Seeluft. Vier Millionen! Habt ihr's behalten? Meint ihr, daß sie das alle miteinander auch ohne Jugendherbergen getan hätten? Dann habt ihr wahrhaftig wieder vergessen, daß sie alle ohne Ausnahme in den Jugendherbergen übernachtet haben.

Und meint ihr, daß sie diese vier Millionen, so ganz und gar noch dieselben gewesen wären, als sie von diesen ihren Wan⸗ derungen wieder nache Hause, in die Fabrik, in die Schule, die Werkstätten, die Kontore zurückkehrten? Glaubt ihr nicht auch, daß sie da so etwas von der vielen Freude, die sie draußen er lebt hatten, mit in ihre werktägigen Arbeitsstätten und in ihre Arbeit hineingenommen hätten? Vielleicht ein Lied gesummt hätten zwischen Arbeit und Arbeit und noch einmal so gern ge⸗ schafft hätten, weil es doch auch für sie etwas Schönes gab, wo⸗ rauf sie sich immer und immer wieder freuen konnten? Und daß sie sich an den Abenden darüber ausgeplaudert hätten, wie herr⸗ lich dieser Wald, wie grün diese Wiese, wie feierlich diese Sterne, wie behaglich diese Jugendherberge, wie gut diese Kameraden gewesen waren?

Aber jetzt habe ich vergessen, daß wir vom Sinn der Jugend- herbergen sprechen wollten. Oder haben wir schon davon ge⸗ sprochen? Jawohl, ist das nicht schon ein guter Sinn, so viele junge Menschen anzulocken, daß sie ihre freie Zeit draußen in all den Wundern der Natur zubringen, zwischen den Schönheiten der Erde und des Himmels, der Heimat und des Vaterlandes? Ja, daß sie überhaupt jetzt erst verstehen gelernt haben, was Heimat und Vaterland ist? Daß da etwas in ihrem Herzen aufkeimt, was man so stolze Liebe nennen möchte? Daß sie sich in der Weite ihres Landes nicht mehr einsam und verlassen, daß sie sich geradezu geborgen fühlen in ihren Jugendherbergen, so geborgen, wie wenn sie des Abends daheim ins Bett gin gen? Daß sie wissen, unsere Wanderung mag gehen, wohin sie will, überall werden wir ein Heim haben, das eigens für uns erbaut und eingerichtet ist, in dem wir keine Sorgen haben werden um Uebernachtungspreis und Gesellschaft, denn die, die wir dort treffen werden, wird von unserer Art sein, jung, le bensfroh, anspruchslos?