Ausgabe 
2.8.1932
 
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7. Du sollst nicht nach Höherem streben, sondern aushalten, wo dir Gelegenheit geboten ist, dein Können und deine Fähig⸗ keiten zum Besten deines Vereins zu beweisen. Es kann nicht jeder in die erste Mannschaft eingestellt werden; verlange nicht, daß deren Gefüge deinetwegen auseinander gerissen wird; sei dankbar, wenn man dich auch nur gelegentlich dort als Ersatz⸗ mann verwendet. Auch die unteren Mannschaften tragen durch ihre Erfolge zur Ehre des Vereins ihren Anteil bei, und das wird nicht schlechter bewertet als was die Erste leistet; vielleicht bist du in dieser sogar ein Niete.

8. Du sollst dich nicht darüber erhaben dünken, von anderen eine Belehrung anzunehmen. Kennst du die Fußballregeln so genau, daß du es nicht nötig hast, dich theoretisch unterrichten zu lassen und an Hand der Praxis Aufklärungen entgegen zu nehmen? Besuche die Vortragsabende deines Vereins und sorge dafür, daß solche, wenn sie noch nicht stattfinden sollten, sobald als möglich eingerichtet werden. Belehre auch deine Mit- spieler in diesem Sinne und fördere damit ihr und dein Vor⸗ wärtskommen.

9. Du sollst nicht den Standpunkt vertreten, daß dein Spiel⸗ führer oder Spielausschußobmann zu dir sagen muß:Spät

Der Weg zur Pflicht

Wir wandern und ziehen dahin durch Wald und Feld, durch Blumen und Blüten, durch die Natur. Wir spüren und fühlen ein Etwas, ein Etwas, das wir uns nicht erklären können, das Herz hebt sich in unserer Brust und heraus strudelt Lust und Le⸗ ben und Fröhlichkeit. Wir fühlen's und können's nicht begrei⸗ fen, wir wollen nicht begreifen. Was regt sich hier, was will,

Recht so, turnt und treibt Leibesübungen in allen Arten, aber vergeßt mir dabei das Wandern nicht!

was kann uns fröhlich stimmen? Die Natur mit ihrem Leben, fühlen wir uns verbunden mit ihr? Wir wandern weiter.

Ein Rehlein springt von der Waldwiese ins Gebüsch und schreckt uns auf in unserer Ruhe. In den Aesten singen und locken die Vögel. Auch in uns singt's und strudelt's und lockt's wieder. Aus der Ferne klingt ein Lied. Schon sind sie da, die Sänger, Buben und Mädel, mit Fiedel und Mundharmonika, mit Liedern und Lachen. Grüß Gott! Wir ziehen mit und singen und lachen mit. Ja, es geht noch das Lachen, hier in der Natur ist's noch ein Lachen, ein aufrichtiges, herzliches. Wir meinten schon, es verlernt zu haben, eingesperrt in den Mauern, umgeben von Not und Trübsal. Und nun können wir wieder singen und lachen.Wohin geht ihr? werden wir gefragt. Wohin? Mit euch!

Am Abend sitzen wir zusammen in der Jugendherberge. Du bist Schuster und hast keine Stelle? Ja! Und du als Lehrling, kannst du auch weggehen? Ich habe heute zum ersten Mal einen halben Tag bekommen und morgen ist's Sonntag und ich möchte mal in einer Jugendherberge schlafen. Ich bin Student und habe Ferien. Ihr seid vom Rhein, wir sind vom Schwarzwald. Ein buntes Völklein sind wir beisammen und vertraulich und gesprächig und haben uns noch nie zuvor gesehen. Wir fühlen uns wie Geschwister und erzählen von zu Hause, von diesem und jenem Brauch, um dann wüde und zufrieden unsere Lager auf zusuchen.

Lachender Sonnenschein weckt uns am anderen Morgen. Schnell sind wir gerichtet und haben gefrühstückt und verlassen die uns lieb gewordene Herberge.

Wir können uns noch nicht trennen, wir haben uns noch vieles zu erzählen. And schließlich muß es doch sein! Der Weg führt wohl wieder zurück zu den Pflichten, zur Arbeit, doch es kommen wieder Tage, ja, an welchen wir Zeit haben, und wir werden hinausziehen, zu den andern, werden uns mit ihnen freuen und fröhlich sein.

Als ich meinen Rucksack zu Hause auspackte, fand ich darin

Allgemeine Hessische Sport-Zeitung

kommst du, doch du kommst1 Sei am Ort immer so pünkt⸗ lich zur Stelle, daß deine Mannschaft geschlossen den Platz be⸗ treten kann; geht es nach auswärts, so bedenke, daß der Zug pünktlich abfährt. Laß deine Mitspieler nicht mit Bangen auf dich warten, wenn du nicht bestimmt weißt, ob du mitspielen kannst, sage dies offen und wahrheitsgemäß vorher, damit für diesen Fall ein Ersatzmann bestellt werden kann. Reflektiere nicht darauf, daß das Publikum dich als Nachzügler mit be⸗ sonderem Beifall begrüßt. 5

10. Du sollst nicht nur an den Spieltagen mit deinen Mit⸗ spielern zusammenkommen, sondern auch zwischendurch gute Ka⸗ meradschaft und treues Zusammenhalten mit ihnen pflegen, denn nur dadurch wird der Gemeinschaftssinn geweckt und wach ge⸗ halten. Dulde keine Kliquenbildung in deiner Mannschaft, weil sie das Gefüge auseinanderreißt und zerstört. Laß keine Eifer⸗ sucht aufkommen, weil sie nur den Geist der Zwietracht herauf⸗ beschwört und walten läßt. Laß dich nie von Stimmungen be einflussen und von momentanen Gefühlswallungen leiten oder hinreißen. Eine einzige unsportliche Handlung hinterläßt unver⸗ wischbar ihren Schatten auf deiner sportlichen Laufbahn, die sonst vielleicht nur in strahlender Sonne daliegt.

ein Büchlein; auf der ersten Seite stand von meinem Freund ge schrieben:

Wir wollen frisch sein und froh,

Wir wollen frei sein und stark

und wollen Kämpfen,

Wir wollen Kämpfer sein für Ehre und Sittsamkeit,

für Gerechtigkeit, Freiheit und Vaterland,

Wir wollenDeutsche Jugend sein. 5.5.

Reithsvolkssportbewegung.

Ueber die Regelung der Volkssportbewegung durch die Reichsregierung hören wir, daß das Reichsinnenministerium Anfang nächster Woche seinen Plan bekanntgeben wird. Es handelt sich bei der Regelung nicht um die Schaffung einer neuen Organisation, es soll nur die bisher negative Grenzziehung (Verbote und Beschränkungen) abgeschafft und der Vollssport positiv gefördert werden. An Subventionen für irgendwelche Verbände wird nicht gedacht. Es kommt der Reichsregierung in der Hauptsache darauf an, den Volkssport aller Verbände, mit Ausnahme der Kommunisten, nach einheitlichen Gesichtspunkten zu regeln. Zu diesem Zweck sollen die Führer und Unterführer in einer Volkssportschule ausgebildet werden. Auf diese Weise hofft man die zur Verfügung stehenden 1,5 Millionen mit dem besten Nutzen anwenden zu können. Das Reichswehrministerium ist an der Volkssportbewegung nur ideell, nicht aber organisa torisch beteiligt. Die Aufsicht über die Verbände übt allein das Reichsinnenministerium aus.

Allgemeine Sport⸗Nachrichten

Der deutsche Dauerrekord im Segelfliegen gebrochen

Oberleutnant Hentschel von der Flugpolizei Kassel hat den deutschen Dauerrekord im Segelfliegen mit 16 Stunden 9 Mi⸗ nuten gebrochen. Hentschel startete morgens 4,01 Uhr auf dem Dörnberg mit derMax Kegel, hielt sich den ganzen Tag über in der Luft und landete abends um 20,34 Uhr. Der bisherige deutsche Rekord betrug 14 Stunden 7 Minuten und wurde am 3. Mai 1927 von Lehrer Schultz in Rossitten aufgestellt. Frankreich Davis⸗Pokalsieger

Frankreich sicherte sich den Sieg im Davis⸗Cup. Der Fran⸗ zose Borotra schlug am Schlußtage nach anfänglichen Mißer folgen den Amerikaner Allison. Frankreich hat damit den den Amerikanern im Jahre 1927 in Germant entrissenen Davis⸗ Pokal zum fünftenmal siegreich verteidigt.

Ende der Frankreich⸗Rundfahrt

Stöpel behält seinen zweiten Platz

50 000 Personen empfingen am Sonntagnachmittag auf der Pariser Prinzenparkbahn dieGiganten der Landstraße, die über drei Wochen in schwerem Kampf lagen und erst jetzt zu der verdienten Ruhe kommen. 57 von 80 gestarteten Teilnehmern an dem größten Straßenrennen der Welt, derTour de France, konnten die Fahrt beenden. Unter den in Paris ankommenden Fahrern befanden sich auch erfreulicherweise sieben deutscheAs se, lediglich Kutschbach mußte das Rennen aufgeben. Wir

N.

dürfen trotz des vierten Platzes in der Ländergesamtwertung mit den Leistungen unserer Fahrer zufrieden sein.

Der Franzose Leducg konnte seinen Sieg vom Jahre 1930 wiederholen. Zweiter wurde der Berliner Stöpel, der damit die auf ihn am Anfang der Fahrt gesetzten Erwartungen noch weit übertraf und tapfer das Rennen durchhielt. Er war auch kaum schlechter als der Franzose.

Die 21., letzte, Etappe von Amiens nach Paris über 159 Kilometer brachte keine Veränderungen mehr, die Etappe ver⸗ lief völlig monoton, sie wurde zu einer wahren Triumphfahrt für die Teilnehmer.

Ruder⸗Regatta in Gießen

Der Regatta war am ersten Tage Samstag sehr gutes Wetter beschieden, so daß sich selbst zu den wenigen Rennen, die an diesem Tage gefahren wurden, zahlreiche Zuschauer ein⸗ gefunden hatten. Gutes Wetter begünstigte auch den zweiten Tag, wenn auch gegen Ende der Regatta ein Regenschauer kurze Zeit die Abwicklung der Rennen etwas störte. Die Aus⸗ richtung lag in den Händen der Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 und klappte im großen und ganzen die Organisation. Lei⸗ der fehlte in diesem Jahre teilweise die sonst in Gießen zahl⸗ reich vertretene Frankfurter und rheinische Konkurrenz und es wurden auch nur in wenigen drei Rennen spannende Kämpfe gezeigt. Von den erstklassigen Rennen gewann die GRG. den großen Achter und den großen Einer(Joedt).

Ergebnisse: Jean⸗Kirch⸗Gedächtnis⸗Vierer.(Herausforderungspreis.) 15

Limburger RK v. 1907, 2. Wetzlarer RK. 1880. Gießener

RG. 1877 durch Vorrennen ausgeschieden. Jungmann⸗Einer: 1. Hanauer RG. 8:18, 2. Gießener RK Hassia

(Henn). Kurzstrecken⸗Rennen. Vierer:

Saarbrücken 202,4. Lahn⸗Achter: 1. Limburger RK. v. 1907 625,4, 2. Gießener

RG. 1877 bei 1300 Meter das Rennen abgebrochen.

(500 Meter): 1. RK. Saar⸗

Jugend⸗Vierer:(Frei vereinbart.) 1. Gießener RG. 1877 3:56,44; 2. Marburger RV. Adolf⸗Fischer⸗Gedächtnis⸗Vierer für Jungmannen. 1. Limburg

1907 7:26,8; 2. Limburg 1895, 3. Gießen RG 1877 bricht bei 1500 Meter das Rennen ab. Zweiter Vierer. 1. Wetzlar 1880 7 3. Gießen RG. 1877 ohne Zeit. Zweiter Einer. 1. Hanauer RG 1879.

2. RV Bad Ems 727,4,

Erster Vierer:(Wanderpreis der Stadt Gießen.) 1. Saar⸗ brücker Andine 721,2; 2. Gießen 1877. Gefallenen⸗Gedächtnis⸗Kennen.(Vierer für Jungmannen):

Mainzer RV. erhält den Preis kampflos. Jugend⸗Gig⸗Vierer: 1. Gießen RG. 1877 3:47,6; 1895 3:49,8; Mainzer RV. aufgegeben. Kurzstrecken-Kennen. Vierer.(500 Meter.) 1.

brücken 1751.

Leichtgewichts⸗Vierer: 1. 1911 aufgegeben.

Lahnpolal⸗Einer, Erster Einer: 1. Gießen RG. 1877(Friedel Jödt) 1:39,4; 2. Kurhessen Kassel(Wolfgang Fahrenberg), 3. Rüsselsheim(Emil Zogbaum) gibt das Rennen auf.

Dritter Vierer: 1. Saar Saarbrücken 708,4.

Vierer ohne Steuermann:(Herausforderungspreis.) brücker Undine erhält den Preis kampflos.

Jungmann⸗Achter. Mainzer RG.

Junioren⸗Vierer: 1. RV Bad Ems 725,4, 2. Wetzlar 1880 7:37, 3. Limburg 1895 geht als erster in 7:25,3 durch das Ziel, wird jedoch wegen Behinderung vom Schiedsrichter ausgeschlossen.

Kurzstrecken⸗Kennen. Vierer für Damen.(500 Meter.) 1. Offenbacher RV. 1874 2700, 2. Gießen 1877 ohne Zeit. B⸗Vierer: 1. Limburg 1902 7:24, Marburger RW aufgegeben. Zweiter Achter: 1. Saarbrücker Undine 6:09, 2. Limburg 1907. Ermunterungs⸗Vierer: 1. Gießener Hassia 7:10, 2. Marburger

RW 7:25.

Großherzogs⸗Achter. Erster Achter:

2. Würzburg 1875 602,8.

Geschüflliches.

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