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Sonnabend, den 29. Mai 1926.
„Evangelische Warte“
Schmutz(im Wort und Bild auf der Bühne und im Handel mit Ernst und Strenge wehrt und darüber wacht, daß nicht eine laxe Gesetzgebung oder Gesetzes⸗ auslegung der Unsittlichkeit und dem Verbrechen Vor⸗ schub leiste.
Gottesfurcht und Gottesvertrauen, Treue und Glaube, Wahrheit, Recht, Ehrlichkeit, Reinheit, Sitte und Zucht daß unser Volk dadurch wieder groß werde (wie es durch den Abfall davon klein geworden und tief gefallen ist), das ist der heiße Wunsch und das hohe Ziel der E. V., wenn sie auf ihre Fahne schreibt das er⸗ habene Wort: Christentum!
5(Schluß folgt.)
Hilfe für die Landwirtichaft.
Ziemlich scharfe Worte sind ausgesprochen worden auf der Tagung des Deutschen Landwirtschaftsrates in Darmstadt, aber das war ja vorauszusehen. Trotz der politischen Schwierigkeiten, die gerade in diesen Tagen der Reichsregierung im Zusammenhang mit der Flag⸗ genfrage, dem Aufwertungsproblem und der Fürstenab⸗ findung entstanden sind, hat nicht nur der Reichser⸗ nährungsminister Dr. Haslinde der Tagung von Anfang bis zu Ende beigewohnt, sondern am zweiten Tage ist auch der Reichskanzler Dr. Luther erschienen, um eine programmatische Erklärung über die agrar⸗ politischen Absichten der Reichsregierung im Rahmen der gesamten Wirtschafts- und Handelspolitik zu geben. Auch die anderen Reichsministerien und die Regierun⸗ gen der Länder, sowie die anderen Berufsstände hatten sich durch führende Männer vertreten lassen. Die An⸗ wesenheit des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht neben dem Präsidenten und den Vorstandsmitgliedern der Rentenbank war schließlich auch eine Anerkennung der Bedeutung nicht nur der Tagung und des Landwirt⸗ schaftsrates, sondern der Landwirtschaft überhaupt.
Ueberblickt man den äußeren Verlauf der Tagung, ruft man sich nochmals den Wortlaut der Erklärungen der Reichsregierung, der Reichsbank und der anderen nicht landwirtschaftlichen Vertreter ins Gedächtnis zu⸗ rück, so sollte man meinen, daß die Landwirtschaft voll zufrieden sein könnte, daß für sie aufs beste gesorgt würde und daß für die deutsche Volkswirtschaft nun wirklich nicht mehr die Gefahr besteht, daß der größte in sich ge⸗ schlossene bodenständige Berufsstand, die Landwirtschaft, vor einem endgültigen Zusammenbruch steht.
Aber trotzdem hat die Bereitschaft der Regierung, helfend einzuspringen, natürlich gewisse Grenzen, und es fragt sich nur, wo die Grenzen liegen. Der Reichs⸗ kanzler hat es angedeutet und der Reichsbankpräsident Dr. Schacht hat es klar herausgesagt:„Ich bedauere ein Wort des Herrn Präsidenten ganz besonders, daß er nämlich darauf angespielt hat, der Landwirt müsse sich überlegen, nicht, wie er produziere, sondern, daß er sich seinen Besitz erhalte. Ich halte das für ein außer⸗ ordentlich gefährliches Wort und bedauere es auf das äußerste, wenn es etwa so aufgefaßt werden sollte, als ob die Landwirtschaft nicht in erster Linie auf die ge⸗ steigerte Produktivität hinarbeiten sollte. Die Reichs⸗ bank wird sich die Kreditnehmer ganz genau darauf an⸗ sehen, ob sie den Kredit lediglich zur Erhaltung ihres Besitzes zu haben wünschen. Es liegt mir daran, meine Herren, die Gewißheit zu haben, die Sie sehr oft außer acht lassen, daß die in Anspruch genommenen Kredite auch zurückgezahlt werden müssen. Wenn Sie glauben, ohne dieses Prinzip auszukommen, dann bitte ich Sie, davon überzeugt zu sein, daß Sie dann auch ohne die Reichsbank auskommen müssen. Wenn Sie glauben, ohne dieses Prinzip auszukommen, dann bitte ich Sie, davon überzeugt zu sein, daß Sie dann auch ohne die Reichsbank auskommen müssen.“— Diese eindeutigen Worte haben großes Erstaunen und eine gewisse Er⸗ nüchterung hervorgerufen. Anderseits aber hat die Reichsbank den festen Willen, da zu helfen, wo unbe⸗ dingt das Ganze auf dem Spiel steht. Dr. Schacht meinte, die Landwirtschaft werde zur Zeit dadurch be⸗ unxuhigt, daß die sämtlichen Kredite der Landwirtschaft, die um den 1. Dezember herum fällig sind, alle bezahlt werden müßten. Davon sei gar keine Rede; das Geld bleibe ja da und suche wieder nach Anlage. Wirklich getilgt werden müßten nur die 290 Millionen der
Rentenbankkredite. Bezüglich der Rentenbankkredite Wer mich belennel.
Von Erwin Gros. 1 10. Fortsetzung.
„Was ist das— mit den welschen Dörfern?“ fragte Hans Heeger.
„Die sind noch nicht lange gebaut von Christleuten, die aus Frankreich wegen ihres reformierten Glaubens ausgewandert sind. Wir wollen nachher mal auf die Burg einen Gang machen, dann kann ich euch das eine der welschen Dörfer zeigen, Fried— richsdorf heißt es nach dem vorigen Landgraf, der den armen Leuten Barmherzigkeit erwiesen hat.“
„Ich gehe mit; man hat vom Wein und noch mehr von dem abscheulichen Diskurs heißes Blut bekommen. Und Maienluft ist gut dagegen; da gehen alle Motten aus dem Kopf,“ sagte Peter Kitz und erhob sich.—
Am nächsten Sonntag glich Halzhausen einem aufgestörten Ameisenhaufen. Am Morgen war in der lutherischen Kirche das heilige Abendmahl gefeiert worden, und zwar waren vorab die ledigen und jung verheirateten Gemeindeglieder die Besucher gewesen. Plötzlich eilte um Mittag durch das Dorf die Kunde, der Schultheiß habe für diesen Tag das Tanzen in der„Krone“ erlaubt. Zwar habe Pfarrer Heß kräftig widersprochen und dar— getan, daß in solchem Fall das Konsistorium in Homburg zu be— fragen sei verhallt; der Ingelheimische Amtmann stehe hinter dem Schultheiß Michel und decke ihn.
sei die Reichsbank bereit, für die neue Ernte eine Reihe von Hilfsstellungen zu geben.
Das sind Versprechungen von größter Tragweite, — hoffentlich läßt die Tat nicht auf sich warten. Das bleibt eben die bange Frage, ob nun bei den zuständigen Behörden entsprechend den mündlichen und schriftlichen Erklärungen in der praktischen Agrarpolitik ein Wandel eintritt, ob sich die zukünftige Wirtschafts⸗ und Handels⸗ politik im Reich und in den Ländern auch wirklich nach den in Darmstadt abgegebenen Exklärungen richten wird. Der Ernst der Stunde ist wohl allen Teilnehmern der Tagung und nicht zuletzt den verantwortlichen Ministern zum Bewußtsein gekommen; nun ist es aber an der Zeit, daß den Worten auch die Taten folgen. Ist es schon in der Politik und im Parlamentarismus ein Fehler, sich von den Wogen des Zufalls tragen zu lassen, so ist das bei wirtschaftlichen Fragen das Ende jeder sachlichen Arbeit. Ganz besonders gilt das für die Landwirtschaft, wo unter dem Zwange der Not der Ab⸗ bau der Intensität, der Uebergang zur extensiven Be⸗ triebsführung sehr schnell vor sich gehen kann, um nicht mit der Rentabilität auch den Grund und Boden zu verlieren, wo aber die Umstellung von extensiver zu in⸗ tensiver Wirtschaft, der Aufbau der Betriebe im Sinne der Steigerung der Produktivität und Rentabilität nur in einem langsamen organischen Tempo im Verlauf einer Reihe von Jahren vor sich gehen kann.
Die Völkerbundsreform.
Zu Beginn dieser Woche hat die vom Völkerbunds⸗ rat eingesetzte Studienkommission in Genf ihre Bera⸗ tung aufgenommen. Sie hat den Zweck, zu untersuchen, inwiefern die Ratsverfassung des Bundes einer Reform bedarf. Neben den Mitgliedern des Völkerbundsrates, den ständigen und nichtständigen Ratsmächten, sind auf der Konferenz Deutschland. Argentinien, China, die Schweiz und Polen vertreten. Bekanntlich wird Deutschland durch den Botschaften in Paris, Dr. v. Hoesch, vertreten.
Die Sachlage ist schon deshalb schwierig, weil von allen möglichen Mächten Anspruch auf ständige Ver⸗ tretung im Rat erhoben wird. Man zählt etwa ein halbes Dutzend solcher Ansprüche, und es ist kaum abzu⸗ sehen, ob sich die Zahl dieser Anwärter nicht noch erheb⸗ lich vermehren wird. Daß es sich im Hinblick auf den kläglichen Verlauf der Märztagung hier um einen Be⸗ ratungsgegenstand handelt, dessen allgemeinpolitische Bedeutung von außerordentlicher Tragweite für die fernere Zukunft des Völkerbundes sein dürfte, steht außer jedem Zweifel. Man muß aus dem Dilemma, das durch die Struktur des Völkerbundsrates geschaffen ist, in irgendeiner Weise herauskommen.
Das Ergebnis des ersten Beratungstages ist aller⸗ dings nicht vielversprechend. Zwar hob Präsident Motta am Schluß der Sitzung in einer reichlich optimistisch ge⸗ haltenen Zusammenfassung hervor, daß man sich nach dem Stande der Debatte über zwei Punkte schon voll⸗ ständig„einig“ sei. Erstens darüber, daß die Einstim⸗ migkeitsklausel nicht aufgehoben werden soll und dann darüber, daß der Ausschuß keine Vorschläge machen soll, die als Abänderung des Völkerbundspaktes ange⸗ ehen und ausgelegt werden könnten. Aeber den eigent⸗ lichen Kernpunkt der Ratsfrage, über die Erweiterung des Völkerbundsrates, ist jedoch keinerlei Einigung er⸗ zielt und wird wahrscheinlich auch nicht so rasch kommen.
Im Mittelpunkt der ersten Verhandlungen der Studfenkommission stand die große Rede des französi⸗ schen Delegierten Paul-Boncour, dessen Warschauer Hetzrede uns allen noch in übelster Erinnerung ist. Auch in Genf konnte er es nicht unterlassen, Deutschland einen Hieb zu versetzen, indem er auf die Gefahr des„Berliner Vertrags“ hinwies. Er betonte aber auch die Zweck⸗ mäßigkeit des deutschen Eintritts in den Völkerbund, doch müsse, um einen„natürlichen Ausgleich“ herbeizu⸗ führen, die Zahl der nitchständigen Mitglieder gleich— zeitig erhöht werden.
Demgegenüber machte der Vertreter Italiens, Sei— aloja, die treffende Bemerkung, daß ja die Zahl der nichtständigen Ratsmitglieder bereits früher im Hin⸗ blick auf die Möglichkeit des Beitritts von Deutschland
Ein Entsetzen ging durch das Dorf, eine fieberhafte Auf— regung ergriff alle verständigen Leute. Selbst manche Katholiken sparten nicht mit Tadel. Denn ein Tanz am Abendmahlssonn— tag schlug allem alten Herkommen, jeder guten Sitte, ins Gesicht.
Man will die lutherische Feier des heiligen Nachtmahles be— schmutzen und der öffentlichen Verachtung preisgeben,— das war der allgemeine Eindruck.
Natürlich fanden sich unter der Jugend Burschen und Mäd— chen, die sich keck über dies alles hinwegsetzten, teils aus Leicht— sinn und Vergnügugnssucht, die keine Verantwortung kennt, teils aus Widerspruchsgeist der Jungen gegen die Alten, der ja immer vorhanden ist und vorhanden sein wird.
Singend und johlend zog diese Schar durch die Dorfgassen zur „Krone“. Doch es waren nur wenige Mädchen, viel mehr Bur- schen; gerade der bessere Teil der Jungmädchenschaft hielt sich fern.
„Vorwärts, wir holen uns Häusern!“
Einer gab die Losung aus, alle Burschen stimmten ein. Doch siehe, die betreffenden Häuser waren verschlossen. Da nahm die Bande Aexte und andere Werkzeuge und brach die Türen auf. Die in ihrem Hausrecht Vergewaltigten liefen, die einen zum Schultheiß, die anderen zum Amtmann Stubenrauch.
Dieser sagte:„Was braucht ihr am hellichten Tage den Riegel an der Haustür vorzuschieben!“
Jener gab den Bescheid:„Das geschieht euch ganz recht, was
unsere Tänzerinnen aus den
mog, maliger„Ausgleich“ also wohl kaum am Platze sei. Im 1 übrigen sprach sich der italienische Delegierte gegen eine Vermehrung der ständigen Sitze aus mit der Begrün⸗
von vier auf sechs Staaten erhöht worden sei, ein noch
dung, daß die Zahl der ständigen Ratssitze nach Auf⸗ 1 fassung der Verfasser des Völkerbundspaktes— zu wel⸗ 2 chem Seialoja selbst gehörte— nur mit dem Eintritt Deutschlands, der Vereinigten Staaten oder Rußlands von Fall zu Fall erhöht werden soll.
Die Vertreter Japans und Schwedens stimmten im wesentlichen der italienischen Auffassung über die ständigen Ratsmitglieder zu, während der englische De⸗ 10 legierte, Lord Robert Cecil, jede Diskussion über die. ständigen Ratssitze überhaupt vermied und lediglich 9 von den nichtständigen Ratsmitgliedern sprach. Es ist daher anzunehmen, daß die weiteren Beratungen der ö Studienkommission sich ebenfalls auf die Frage der nichtständigen Ratsvertreter beschränken werden. Ohne große Auseinandersetzungen wird es dabei allerdings kaum abgehen. Wenn sich bis jetzt auch noch keine son⸗ 10 derlichen Hemmungen gezeigt haben, so werden sie wohl kaum auf sich warten lassen. Alsdann muß die Be⸗ 10 seitigung dieser Schwierigkeiten in einem Sinne versucht werden, der den von uns grundsätzlich zu fordernden Vorbedingungen entspricht.
Wothenschau.
In Polen hat am 12. Mai Marschall Pilsudstis an der Spitze des 2. Infanterieregiments aus Gegnet⸗ schaft gegen die Regierung Witos einen wohlgelunge. nen Staatsstreich vollbracht. Die Regierung flüchtete und war bald von den vermeintlich treuen Truppen ver lassen. Trotzdem zählte man bei den Straßenkämpfen in Warschau 300 Tote und 1000 Verwundete. Pilfudski“ war bald völlig Herr der Lage und hat eine neue Regie. rung gebildet. Außerdem sall die Nationalversamm- lung einberufen werden, welche einen neuen Präsiden⸗ ten der polnischen Republik wählen soll. Als Kandidat wird Graf Skrynski genannt. 0
In Deutschland hat Reichskanzler Dr. Luther es abgelehnt, bis zur Neubildung der Regierung die Geschäfte des Reichskanzlers weiter zu führen. Dr.
[Geßler, welcher in seine Stelle treten sollte, lehnte
gleichfalls ab. Dafür ist Dr. Marx zum zweiten Male Reichskanzler geworden. Auch nach dieser Aenderung dürfte das Reichskabinett in seiner gegenwärtigen Form nur vorübergehenden Bestand haben.
In Berlin hat sich der Putsch bereits als Eule herausgestellt. Oberst v. Luck, der Führer des Sport vereins„Olympia“, der als am meisten belastet galt, mußte aus der Haft entlassen werden, da das vorgefun⸗ dene Material nicht den Erlaß eines Haftbefehls recht— fertigte.
Was jeder Evangelische wijsen muß.
„Linsenmus statt Erstgeburtsrecht“ — sagt Friedr. Muckermann im„Neuen Ufer“(„Ger mania“ 24. 4.) und meint damit den Vorschlag eine überparteilichen katholischen Aktion an Stelle des Zen trums.„Die Hauptfrage ist: Was kann eine solche überparteiliche Aktion leisten zur Verwirklichung kultur politischer Ziele? Mir scheint, sie kann— solange die parlamentarische Aera dauert— nicht entfernt soviel erreichen, als auch nur die kleinste geschlossene politischh Partei. Riesenversammlungen entscheiden heute we nig, wenig auch noch so flammende Reden. Wenn maß die wogenden Wasser nicht sofort in die Räder eine Betriebes leiten kann, verströmen sie bald wieder un genutzt. Jae eingehender man dies be trachtet, um so mehr kommt man auf den Gedanken, daß eine solche überparteiliche Organisation mit Rücksichh auf tatsächliche im politischen Leben zu realisierende Ergebnisse eine ästhetische Parade ist ohne auch nun ein einziges geladenes Gewehr. So meine ich denn. daß wir gewiß versuchen müssen, in die katholische, vo wiegend religiöse Aktion mehr Einheit und Leben 0 bringen, zweitens aber jede mit Loslösung spielende Kritik an der Zentrumspartei, zumal in der Tages presse, unterlassen. Es gibt Zeitschriften, in denen sich Derartiges für kleinere interessierte Kreise erbt — ꝗ ꝑ T—————— e r braucht ihr euren Mädchen eine unschuldige Freude zu ver wehren! Man ist doch nur einmal jung!“—
Es war um die dritte Stunde dieses Sonntagsnachmittag daß Sybille Michel in die Wohnstube ihres Paten Vogelsbergen hereinstürmte:„Versteckt mich, daß sie mich nicht finden! Mei Vater will parduh, daß ich zum Tanze gehen soll, und die gan Gesellschaft ist wie toll hinter mir her.“
Keuchend kamen diese Worte über ihre Lippen, ihre Brei war wie ein wogendes Meer.
5 Meister Vogelsberger erhob sich aus dem Sorgenstuhl a Ofen, ging zum Fenster und warf einen Blick hinaus. Daß sprach er ganz ruhig und bedächtig:„Sybillchen, von Verstecen kann gar keine Rede sein. Hier im Hause bin ich der Herr, u da ist jedermann sicher, dem ich Sicherheit gebe. Hans, holt eln mal das Faustrohr, das wir neulich erbeutet haben, aus den Wandschrank. Es ist zwar nicht geladen, aber das schadet nichts“
Die erhobene Waffe in der linken Hand stellte sich nu Meistr Vogelsberger unter die offene Tür der Wohnstube.
Jetzt dröhnt's wider die Pforte des Hauses. Stürmisch win sie aufgerissen und ein halbes Dutzend Burschen stürzt in den Flur. Doch stutzen sie, als sie den Mann und die Waffe sehe „Gebt die Sybille heraus, sie muß mit zum Tanz, ihr Vat hat's gesagt“, ruft der Vorderste.
„Da ertönt die Donnerstimme Vogelsbergers:„Wenn. nicht draußen seid, bis ich drei gezählt habe, ist einer von eil ein toter Mann! Eins!— Zwei!— Drei!— 1
Der Hausflur war leer.
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