Sonnabend, den 24. Juli 1926.
3. Versprechen beide Teile, sich nicht von einem prote⸗ stantischen Prediger kopulieren lassen zu wollen.
Gelesen und unterzeichnet:
Bräutigam. Braut. Zwei Zeugen. Pfarrer.“
Damit ist also dem katholischen Bräutigam erlaubt, seine Ehefrau an der Ausübung ihrer evangelischen Religion zu hindern, aber die evangelische Ehefrau ver⸗ spricht eidlich, den Ehemann nicht an seiner katholischen Religion zu hindern. Sie läßt also in beschämender Weise zu, daß ihre Religion mißachtet wird. So jemand war nie ernstlich evangelisch!
Noch erniedrigender ist der Eid, welcher vor einem Kruzifix und zwei brennenden Kerzen zu leisten ist. Er lautet:
„Wir schwören vor dem Allwissenden: Wir wer⸗ den unsere Ehe nur vor dem katholischen Pfarrer ab⸗ schließen. Wir werden alle Kinder unserer Ehe nur katholisch taufen lassen und in der katholischen Reli⸗ gion unterrichten und erziehen. Wir versprechen einander mit diesem Eidschwur in der Gegenwart Gottes: auch wenn der Tod unseren Ehebund auflöst, wird der überlebende Teil das Versprechen der katho— lischen Kindererziehung treu und gewissenhaft halten. Ich(der katholische Teil) verspreche, meinem künf⸗ tigen Ehegatten durch Wandel und Wort in frohen und kummervollen Zeiten Hochachtung vor dem katho— lischen Glauben einzuflößen. Und ich(der nicht katholische Teil) verspreche meinem künftigen Ehe⸗ gatten, in der Ausübung seiner religiösen Pflichten niemals ein Hindernis in den Weg zu legen. So schwören wir beide: So wahr uns Gott helfe und sein heiliges Evangelium. Amen.“(Aus: Von der Heydt, Die Mischehe.)
Das Reichsgesetz über die religiöse Kindererziehung vom 15. Juli 1921 besagt nun: Verträge über die reli⸗ giöse Erziehung der Kinder sind ohne bürgerliche Wir⸗ kung. Gewiß macht dieser Satz solche Reverse und Eide wirkungslos, aber das Gewissen der Ehegatten ist von da an unfrei, ist gebunden! Wie beneidenswert sind die Menschen, welche noch die freie Entscheidung über ihre Kinder haben. Wie im Gewissen geknechtet und gedemütigt sind aber solche, die von Jugend auf gelernt haben, nur Gott und ihrem Gewissen zu folgen, wenn sie dann einen Revers unterschrieben haben oder einen Eid obiger Art geleistet haben.
Und wer darum als wahrhaft Evangelischer ver⸗ standen hat, was das Wort bedeutet:„So euch der Sohn frei macht, so seid ihr recht frei“, der wird die Mischehe meiden. Sollte aber der Zug seines Herzens eine solche nicht umgehbar machen, dann soll er als freier Christ in die Ehe treten ohne Bindung, ohne Erniedrigung, ohne Verächtlichmachung seines Glaubens.
Wie ein Evangelijcher handeln muß.
Folgender Brief ging einem evangelischen Mann zu, der mit einer Katholikin verlobt, sich auch katholisch wollte trauen lassen.
Kath. Pfarramt Sayn b. Koblenz den 15. 4. 26. S Herr S..... wird gebeten, mit beiliegendem Protokollentwurf sich an das nächstgelegene katholische Pfarramt zu bemühen, sich zu legimitieren und auf das Protokoll vereidigen zu lassen. Das katholtsche Pfarramt wolle dann mir das Protokoll nach Sayn übersenden! Ergebenst N. J., Pfr. Protokoll!
Vor dem unterfertigten katholischen Pfarramt er⸗ chi ers„evangelischer Konfession, und leistet zwecks katholischer Trauung folgenden Eid:
1. Wir werden unsere Ehe nur vor dem katholi— schen Pfarrer schließen.
7 Wer mith belennet. Von Erwin Gros.
„Dieser König gab uns Hugenotten das Edikt von Nantes; da wurde Friede im Lande. Sein Enkel aber, Ludwig der Vier— zehnte, hat eines Tages dies Instrument der Versöhnung zer⸗ rissen und uns nur eine Wahl gelassen katholisch zu werden oder die Heimat zu verlassen! Warum er es getan hat?— Gott allein weiß es. Vielleicht haben ihn die Sünden seines Lebens geplagt, denn er hat Ströme von Blut vergossen, hat in Frank⸗ reich das Volk arm gemacht und bei euch hat er blühende Land⸗ schaften in Wüsteneien verwandelt. Das mag ihn geplagt ha⸗ ben, und er hat gemeint, er verdient sich einen Stuhl im Dim⸗ mel, wenn er die Ketzer in den Schoß der Papstkirche zurück— zwingt. Tausende, nein zehntausende stiller, fleißiger Christen hat er ausgetrieben. Deutsche Fürsten haben sie aufgenommen; auch der Landgraf von Hessen, Friedrich der Zweite, hat zwei Dörfer gegründet.„Lieber will ich mein Silbergerät ver— kaufen, als diese Leute ohne Unterstützung lassen“, sprach er, und solange Friedrichsdorf besteht, darf diese hochsinnige Opferfreu— digkeit nicht vergessen werden.“
Der Erzähler hielt inne und schaute mit großen, traurigen Augen in die Ferne. Dann fuhr er fort:„Meine Eltern lebten in dem Dorfe St. Hippolyte in der Languedoc. O, ihr wißt nicht, wie herrlich dort das Klima, wie fruchtbar der Boden wie mild der Winter ist! Abraham Privat hieß mein Vater. ich trage seinen Namen. Ein Ehrenmann war er vom Scheitel bis zur Sohle, mehr noch ein Familienvater voll zeitlicher Sorge, mehr noch ein ernster Christ und treuer Bekenner.
Oh, und meine Mutter!“
Abraham Privat hielt eine Weile inne; die Erinnerung über— wältigte ihn.
„Elf Kinder hat sie meinem Vater geboren, zuerst zwei Söhne, dann neun Töchter. Oh, welch eine fröhliche Kinder— mutter ist sie gewesen! Welcher Sonnenschein war in unserm Hause! Noch zwanzig Jahre nach der Aufhebung jenes Frieder ediktes lebten wir in unserm kleinen Dörfchen in völligem Frie— den; dann aber brach's noch über uns herein wie Wetterschlag
„Evangelische Warte“
2. Wir werden alle Kinder unserer Ehe nur katholisch taufen lassen und in der katholischen Reli— gion unterrichten und erziehen. Ich verspreche mit diesem Eidschwur, daß, auch wenn der Tod unsern Ehebund auflöst, der überlebende Teil das Ver⸗ sprechen der katholischen Kindererziehung treu und gewissenhaft halten wird.
3. Ich verspreche, meinem künftigen Ehegatten in der Ausübung seiner religiösen Pflichten niemals Hindernisse in den Weg zu legen.— So schwöre ich, so wahr mit Gott helfe.
So geschehen: V. g. u. u.
Vorstehende Unterschrift beglaubigt: Das katholische Pfarramt.
Der Brief hat gewirkt. Die Ehe des Herrn S ist evangelisch eingesegnet worden. Evangelische Män⸗ ner, wann werdet ihr endlich wach! Solchen Eid vor dem katholischen Priester abzulegen, ist eines evange⸗ lischen Mannes unwürdig. Auf solches Ansinnen dürfte es immer nur eine Antwort geben.
Vom Kampf um die Wellanschauung.
In einem hessischen Sonntagsblatt war kürzlich zu lesen? In Rheinland und Westfalen stehen sich die kon⸗ fessionellen Gegensätze schroffer als sonstwo gegenüber. Evangelische Kundgebungen wie die Massenversamm— lung in Köln(Herbst 1924) und die vom evangelischen Bund anberaumte in der Westfalenhalle bei Dortmund (20. Juni 1926), an welcher 50 000 Evangelische aus etwa 100 Vereinen teilnahmen, zeugen von einer tiefen Bewegung, die durch das evangelische Volk geht. Sie hat offenbar ihre Ursache in den Bemühungen der Gegenseite, die Herrschaft der katholischen Kirche, namentlich durch Besetzung maßgebender Stellen mit katholischen Beamten, im öffentlichen Leben immer weiter auszubreiten. Ein lehrreiches Beispiel ist der Fall Koch, der in Düsseldorf spielt. Dort hatte sich ein evangelischer Beamten⸗ und Akademikerverein gebildet, dessen Gründer und geistiges Haupt Ober⸗ regierungsrat Koch vom Landesfinanzamt war. Sein Vorgesetzter, Präsident Schmittmann, der Bruder eines bekannten Separatisten, soll auf Grund zum Teil ge⸗ fälschten Denunzationen es gewesen sein, der Kochs un⸗ freiwillige Versetzung nach Berlin bewirkte. Große Protestkundgebungen des evangelischen Bevölkerungs⸗ teils waren die Folge und hatten auch wirklich das Er— gebnis, daß Koch dem Rheinlande und seinem Beamten⸗ und Akademikerverein erhalten bleibt. Ueberhaunt wird nicht bloß am Rhein darüber Klage geführt, daß bei Stellenbesetzungen im Staats- und Schuldienste die Katholiken ungebührlich bevorzugt werden, was z. B. dem preußischen Kultusminister in der D. E. K. den komischen Titel„Minister zur Wahrung der römisch— katholischen Interessen“ eintrug.
Wir glauben es gern, daß eine tiefe Bewegung durch das evangelische Volk geht. Doch damit allein ist es nicht getan. Es muß im evangelischen Volk immer mehr die Erkenntnis sich Bahn brechen, daß wir eine politische Macht brauchen, um in Zukunft die rücksichts⸗ lose Behandlung und Zurücksetzung tüchtiger evangeli⸗ scher Männer unmöolich zu machen. Diese Macht kann nur die„Evangelische Volksgemeinschaft“ sein.
*
Bettelei und Seelenfang.
Man schreibt uns:„Evangelische Männer und Frauen kennen die Bettelbegründung der katholischen Schwestern, wenn sie für katholische Waisenhäuser sam⸗ meln:„Bei uns werden auch evangelische Kinder er— zogen.“ Ganz jesuitisch vergessen sie hinzuzufügen:
„katholisch“ erzogen.— Ein Beispiel: 3 oder 4 Kinder
und Wolkenbruch.— Habt ihr einmal etwas gehört von den Dragonaden? Nein? Nun, man legte uns das Haus bis zum letzten Raum voll von wildem, wüstem Kriegsvolk, meistens waren es Dragoner, daher der Name. Wie Heuschrecken im Feld, so fraßen sie unser Haus kahl. Die Mutter quälten und mißhandelten sie so, daß sie starb; den Vater warfen sie in eine Festung und gaben ihm vier Wochen Frist, seinen Glauben ab— zuschwören. Uns Kinder trieben sie aus dem Vaterhaus. Ich war damals sechszehn Jahre alt, mein Bruder Anton vierzehn, die kleinste meiner Schwestern aber erst zwei Jahre. Erlaßt mir euch zu schildern, wie wir in den Wäldern und Feldern umher— irrten. Wären nicht barmherzige Nachbarn gewesen, wir wären verhungert.“
Von plötzlicher Bewegung übermannt, umfaßte Hans Hee— ger den Erzähler und drückte ihn an sich. Abraham Privat fuhr fort:
„Es war an einem Sonntag wie heute. Der Abend kam heran, wir waren müde, dazu hatten wir wenig gegessen, nun galt es, ein Nachtquartier zu suchen. Unfern von uns erhob sich ein gewaltiges Gemäuer. Wir eilten darauf zu, und am Fuße eines breiten, runden Turmes duckten wir uns zum Schlafe nie— der. Doch die Kleinen wollten nicht ruhen, sie wollten heim,— zu Vater und Mutter, wir trösteten sie, so gut es ging, bis sie sich in Schlaf geweint hatten..
Und in diesem Turm saß mein unglücklicher Vater. Er hörte die Stimmen der Kinderschar, er vernahm das Klagen der Kleinen.“
Abraham Privat stockte einen Augenblick.
„Was mag mein Vater in jener Nacht durchgekämpft haben! Alles hatte er verloren, seine geliebte Gattin, sein Geschäft, sein Vermögen, nun war draußen die hilflose Kinderschar und ihr Weinen! Da mag der Versucher zu ihm getreten sein und gesagt haben:„Schwöre deinen Glauben äußerlich ab, im Herzen kannst du ihn ja behalten, dann kommst du frei und kannst deine Kinder erretten vor dem Elend, dem sie sonst anheimfallen! Hörst du sie weinen, erbarme dich ihrer Verlassenheit!“— Da ist ihm wohl der Herr erschienen und hat ihm das Wort zugerusen: „Wer Vater oder Mutter mehr liebt denn mich, der ist meiner
evangelischer Ettern werden nach dem Tode der Mutter vom Landratsamt Meschede dem katholischen Waisen— haus Leichlingen, Kreis Solingen, zugeführt. Das Waisenhaus schickt die beiden schulpflichtigen Kinder von 10 und 6 Jahren in die katholische Ortsschule.
*
Ein Aufruf der Freidenker.
In der kommunistischen„Süddeutschen Arbeiter⸗ Zeitung“ und in der„Schwäbischen Tagwacht“ wie auch im„Stuttgarter Neuen Tagblatt“ und der„Württem⸗ berger Zeitung“ fand sich in den letzten Tagen als An⸗ zeige folgender Aufruf:„Heraus aus der Kirche geht jeder denkende Mensch und tritt ein in den Verein der Freidenker für Feuerbestattung. Sie sparen damit nicht nur ihre Kirchensteuer, sondern sichern ihren An⸗ gehörigen schon nach dreimonatlicher Mitgliedschaft eine würdige, pietätvolle, vollständig kostenlose Bestattung. Aufnahmegebühr 40 Pfg. Monatsbeitrag 40 Pfg.“ Jeder wirklich denkende Mensch sagt sich, wie arm an innerlichen Werten ein Weltanschauungsverein sein muß, der mit solchen finanziellen Lockmitteln um den Abfall vom Christentum wirbt. Jedenfalls scheint die⸗ ser Verein der Freidenker selber den Idealismus der⸗ jenigen nicht sehr hoch einzuschätzen, die seiner Ein⸗ ladung Folge leisten.
zwei Gesthithten.
Ein höchst bezeichnendes Vorkommnis wird uns zuverlässig aus dem Kreise Löwenberg in Schlesien be⸗ richtet: Für die Glocken einer katholischen Kirche eines Dorfes wird gesammelt, und den Hauptbeitrag leisten die beiden evangelischen Gutsbesitzer des Ortes aus wohlwollender Gesinnung heraus und mit der Begrün⸗ dung, man werde ja wohl auch ihnen, wenn sie einmal zur letzten Ruhe gebracht würden, das Ehrengeläute nicht versagen. Jetzt stirbt in dem Dorfe infolge eines Unglücksfalles ein junger evangelischer Mann. Kein Glockengeläut ertönt. Die Frau des einen der beiden spendebereiten Gutsbesitzer geht zum katholischen Küster, fragt, warum die Glocken denn nicht läuteten, und bittet ihn, doch sofort seines Dienstes als Glöckner zu walten. Was erhält sie zur Antwort?„Nein, hier wird nicht geläutet. Ich weiß ja gar nicht, wer da gestorben ist, es kann ja ein Evangelischer sein oder ein Hottentotte!
Ein zweites bezeichnendes Vorkommnis aus Par⸗ tenkirchen! Eine evangelische Dame aus Norddeutsch⸗ land besucht den dortigen Friedhof. Ein altes Mütter⸗ chen pflegt dort ein Grab, neben dem auf dem Nachbar⸗ grabe ein besonders schönes Denkmal sich erhebt. Die Fremde kommt mit der Alten ins Gespräch und fraat, wen sie dort liebend noch im Tode betreue.„Meine Tochter,“ erhält sie zur Antwort,„sie ist schon neun Jahre tot, aber jeden Tag gehe ich zum Friedhof, zu ihrem Grabe.“—„Und wer ist das, der neben ihrer Tochter ruht?“ Antwort:„Das weiß ich nicht, das war'ne Protestantsche!“ Dabei stand auf dem Denk— stein in goldenen Buchstaben der Name der dort beige⸗ setzten Frau zu lesen, aber die Augen der Katholikin hatten in 9 Jahren es nicht über sich vermocht, auch nur einmal einen Blick auf das Grab der„Ketzerin“ zu werfen.
Aus Politik und Parlament.
Stand der Kulturgesetzgebung.
Trotz der immer neuen Hemmung und Verzögerung durch die parlamentarischen Krisen schreitet das Werk der großen kul⸗ turellen Reformgesetzgebung langsam fort. Nachdem das Gesetz „zur Bewahrung der Jugend vor Schund- und Schmutzschriften“ schon vor einigen Wochen im Bildungsausschuß zum Abschluß ge⸗ kommen ist, so daß nach der Sommerpause in die Plenarberatun⸗
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nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folget mir nach, der ist meiner nicht wert.“—
Denn am Morgen, als wir erwachten, und uns rüsteten, un⸗ er Nachtasyl zu verlassen, da fiel hoch vom Turm her ein selt⸗ samer Gegenstand in unsre Mitte. Ich hob ihn auf, ein Taschen— tuch war es und darein gewickelt ein Dachziegel und ein Sechs⸗ frankenstück. Auf dem Dachziegel aber waren mit einem Kisel⸗ stein folgende Worte eingeritzt:„Meine lieben Kinder! Flieht aus Frankreich! Folgt der Richtung des Polarsternes! Dort in Deutschland gibt es Fürsten, die euch aufnehmen werden! Der Herr wird euch geleiten! Abraham Privat.“—
Er hatte mit Gott gesiegt und war seinem Glauben treu ge⸗ blieben.“
In diesem Augenblick machte Hans Heeger eine ungestüme Bewegung. Er warf sich auf die Knie, streckte die Hände gen Himmel und rief mit bebender Stimme:„Herr, mein Gott, ich danke dir, daß du mir ein deutliches Zeichen gegeben hast und ein Wort, das mir den rechten Weg weist. Auch ich will nicht von meinem Glauben weichen, sondern ihn treuer bekennen als bis⸗ her. Hilf mir durch Jesum Christum! Amen!“
Währenddessen hatte Abraham Privat sein Haupt entblößt und die Hände gefaltet. Deutlich stand auf seinem Gesicht ge⸗ schrieben, daß er gerne gewußt hätte, was dies bedeute.
Nach einer Weile setzte sich Hans Heeger wieder neben ihn und sagte:„Vollendet zuerst eure Erzählung, dann will ich euch von meinem Leben berichten, und ihr werdet erkennen, daß Gott euch als seinen Boten zu mir gesandt hat, um mir aus Not und Zweifel zu helfen.“
Der junge Privat fuhr fort:„Als wir die Worte unsres Vaters gelesen hatten, da riefen wir ihm zu:„Wir werden dir gehorchen, lebe wohl, teurer Vater, lebe wohl!“— 2
Ach, wir konnten uns kaum von dem alten, Gemäuer trennen; denn wir Großen wußten, wir werden ihn
niemals wiedersehen, den lieben Vater!— Er wird wohl jetzt in der Ewigkeit sein, und der Herr wird ihm um der Treue willen die Krone des Lebens gegeben haben.—
Vier Monate sind wir dann gewandert, immer nach Nor⸗
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