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f schichte des Papsttums die

Sonnabend, den 21. August 1926.

In dem Teilvertrag über die Saar sind eine Anzahl der in vor einem Jahr abgeschlossenen, aber nicht in Kraft ge⸗ fretenen Saarabkommen geregelten Fragen des Warenverkehrs zwischen Deutschland und dem Saargebiet, die teilweise in einem besonderen Zusammenhang mit der für die entsprechenden Warengruppen im Handelsabkommen stehen, übernommen worden.

Große Befriedigung hat in Winzerkreisen der Abschluß dieses deutsch⸗französischen Handelsprovisoriums ausgelöst, da in dem neuen autonomen Zolltarif der Satz von 800 M. für das Fuder Wein durchgesetzt worden ist, was einem Zoll von 95 Pfennig pro Liter entspricht. Nach Ansicht des Winzerverbandes für Mosel, Saar und Ruwer ist durch den Abschluß des Abkommens mit Frankreich als dem bedeutendsten Weinlande der Welt die Gefahr beseitigt, daß in Zukunft mit anderen Ländern Weinbau schädigende Zollverträge abgeschlossen werden, dies mit Spanien und Italien geschah.

An den Präsidenten Coolidge hat Clemenceau einen offenen Brief gerichtet in der Absicht, Milderungen für die Zahlung der Kriegsschulden zu erlangen. Es wird jedoch durch die Zeitung aus Amerika gemeldet, daß Clemenceaus Schreiben dort kaum einen günstigen Eindruck gemacht habe. Man erinnere sich in Amerika noch zu lebhaft der Rolle, die Clemenceau beim Abschluß einesstrengen Friedens gespielt

den wie

habe, als daß seine Beweisgründe dort viel Sympathie erzeugen

konnten. Außerdem weise man auf die Beträge hin, die Frank reich seit Kriegsende für die Finanzierung der Militärausgaben einer militärischen Vasallen und für seine Feldzüge in Syrien und Marokko ausgegeben habe. Clemenceaus Einspruch werde daher in Amerika mit zynischem Lächeln aufgenommen werden

1 Kleine Nachrichten.

Streik. DasBerliner Tageblatt Nr. 330 vom 20. 7. 1926 meldet aus Rom:In der päpstlichen Residenz herrscht heute große Bestürzung, da zum ersten Male in der Ge im Vatikan beschäftigten Gärtner ihre Arbeit niedergelegt haben und in einen

ufd eintägigen Streik eingetreten sind, um höhere Löhne

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durchzusetzen. Sie wollen durch den Streik ihre Be

schwerden zu Ohren des Papstes Pius XI. bringen. Die % päpstliche Hofverwaltung hat, nachdem sie sich von dem

Schrecken über diesen einzigartigen Streik erholt hatte, den Streikenden eine Untersuchung der Angelegenheit bersprochen. Die Bestürzung, die der Gärtnerstreik in der päpstlichen Hoftverwaltung hervorgerufen hat, ist erklärlich: denn es handelt sich hierbei um ein Heer

von Gärtnern, die für die ausgedehnten Luxusgärten

erforderlich sind. K Grober Unfug und Polizei.

DerMärkischen Volkszeitung Nr. 207 vom 29. 7. 1926

entnehmen wir:Durch die Straßen von Leipzig jog am letzten Sonntag ein Demonstrationszug der Kir chenfeinde. Auf einem Wagen stellte man einen Geist lichen im vollen Ornat bei der Trauung eines alten Paares dar, wobei er in verächtlicher Weise nach rechts und links die Gebärden des Segenspendens nachmachte.

N e Dieser unglaubliche Unfug auf offener Straße rief 1

gaturgemäß den Protest jedes anständig Gesinnten her dor. Die Polizei stellte sich blind. *

Reichsbannerleute stören den Gottesdienst.

DerDeutschen Zeitung vom 17. 7. 1926 wird aus Unklam berichtet:Bei einem Reichsbannerfest am Sonntag, den 4. Juli, zogen mehrere Musikkapellen mit lautem Paukenschlag und Blasmusik mehrmals, so wohl während des Vormittags-Gottesdienstes, wie auch während des Nachmittags-Gottesdienstes an der Kirche

getroffenen Regelung

..

Evangelische Warte

Es bedurfte zweimaliger Beschwerde und mehrerer Zei tungsangriffe, um die Polizeiverwaltung zu der Ant wort zu veranlassen, daß das Reichsbanner bestraft worden sei. Jetzt stellt sich heraus, daß die Strafe auf ganze 5(1) bemessen war. Es müßte dem Zen- trum eigentlich höchst peinlich sein im Hinblick auf seine Reichsbannerfreundschaft, wenn jemand an es heran treten würde mit der Aufforderung: Sage mir, mit wem du umgehst, so will ich dir sagen, wer du bist.

Vom Rauchen.

In Europa werden jährlich verraucht: 32,4 Mil- liarden Zigarren im Werte von 3,24 Milliarden Mark; 81 Milliarden Zigaretten im Werte von 5,67 Milliar den Mark; 2,6 Milliarden Päckchen Tabak im Werte von 1,04 Milliarden Mark. 1

Die sozialistische Jugendinternationale.

Die Mitgliedschaft der sozialistischen Jugendinter⸗ nationale wird um 1925⸗26 auf ½ Million zu schätzen sein. Dem Bericht derSoz. Jugendinternationale in Amsterdam zu Pfingsten dieses Jahres ist zu entneh men, daß ebenso, wie bei Gewerkschaften und sozialistt schen Parteien, sich auch in der sozialistischen Jugendbe wegung ein merklicher Rückgang an Mitgliedern voll⸗ zogen hat. So ist die Zahl nach den neuesten Feststel lungen in Deutschland von 95000 auf 70000 zurück⸗ gegangen. Die Gesamtstärke der sozialistischen Jugend hat international eine Einbuße von 250 000 auf 200 000 erlitten.

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Aus Böhmen.

deutschen evangelischen Gemeinden in der Tschechei mußten sich schon mehrmals dagegen wehren, daß Bezirksbehörden ihnen ihr Recht auf die deutsche Amts- und Kirchensprache verkürzen wollten. Es ist ihnen auch bisher jederzeit gelungen, solche Angriffe abzuweisen. Jetzt ist ein derartiger Vorstoß zum ersten male von einer Landesbehörde ausgegangen, die dem deutschen evangelischen Pfarramt in Reichenberg(Böh men) den Auftrag erteilte, Nachträge in die Kirchen bücher in tschechischer Sprache aufzunehmen. Selbst verständlich sind die evangelischen Gemeinden fest ent schlossen, ihr Recht auf die deutsche Kirchensprache, das in den staatlich genehmigtenGrundbestimmungen der deutschen evangelischen Kirche verbrieft ist, gegen jeden Eingriff nachdrücklichst zu behaupten.

Allerlei.

Das Kirchengesetz in Mexiko.

Das nunmehr in Kraft getretene, leidenschaftlich umkämpfte Kirchengesetz enthält folgende wesentliche Punkte:

1. Die Zahl der dem Priesterstand angehörende Einwanderer wird herabgesetzt.

2. Die religiösen Orden und Schulen werden für ungesetzlich erklärt.

3. Nur Mexikaner haben das Recht zur Ausübung des Priesterberufs.

4. Alle kirchlichen Handlungen Kirche sind verboten.

5. Die religiösen Bekanntmachungen dürfen keine politischen Fragen behandeln.

6. Das Gesetz, das der Regierung die Enteignung des Kircheneigentums gestattet, wird verschärft.

7. Die Priester müssen eine behördliche Erlaubnis zur Ausübung ihres Berufes besitzen.

Die

außerhalb der

Der Kulturkampf in Mexiko.

sches Kircheneigentum ebenso angewendet werden, wie auf katholisches. Es sei keine Beschlagnahme beabsichtigt, wohl aber sei beabsichtigt, sich das Recht der Verstaat⸗ lichung vorzubehalten. Die protestantischen Kirchen Mexikos werden auf 100 bis 150 geschätzt. Die Kultus dekrete werden simultan angewendet. Präsident Calles erklärte, der wirtschaftliche Boykott sei nicht ernst zu nehmen.

Weltbund deutscher Kolonisten.

DerWeltbund deutscher Kolonisten versendet die Mitteilung seiner Gründung. Als seinen Zweck bezeich net er den Zusammenschluß aller deutschen Kolonisten im Ausland zur Vertretung ihrer ideellen und materiel len Interessen. Zur Förderung des Kolonialverständ nisses in breiten Volksschichten will der Weltbund Film und Lichtbildervorträge namhafter Fachleute veran stalten. Vorsitzender ist Hans Schomburgk.

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Der Essener Bekehrungsskandal.

Alle Tagesereignisse auf politischem, wirtschaftlichem und anderem Gebiet konnten den Bekehrungsskandal in Essen nicht in Vergessenheit bringen Es handelt sich da um den 16jährigen Sohn des evangelischen Herrn Kampf, der im Frühjahr 1925 im Essener Stadtgarten auf einer Bank den ultramontanen Landgerichtsdirektor Bruckner kennen lernte, welcher den Jun gen in ein Religionsgespräch verwickelte, das Anlaß zu regem mündlichen und schriftlichen Gedankenaustausch wurde. Landgerichtsdirektor warf sich zumgeistigen Papa auf, trat dabei in unerquickliche Konkurrenz zum leiblichen Vater, Bruckner korrespondierte mit dem 16jährigen Kampf trotz des Verbotes der Eltern. Deckadressen ermöglichten den weiteren Verkehr, der schließlich den Unmündigen so verwirrte, daß er den Entschluß faßte, Priester zu werden und in den Jesuiten orden einzutreten. Der Superior des Essener Jesuitenklosters Seidler S. J. nahm sich seiner an und erteilte ihm Konvertiten unterricht. kam so weit, daß man ihn auf mehrere Tage den Eltern entzog und dem Vater, als er den Sohn nach tage langem Suchen auf dem Klosterhofe der Jesuiten entdeckte, er⸗ öffnete, er habe über sein Kind kein Verfügungsrecht mehr, das sei den Jesuiten übertragen. Als Beweis las der Jesuit einen Brief des Landgerichtsdirektors Bruckner vor, auf seine Ver⸗ anlassung hätte der Amtsgerichtsrat für Vormundschaftssachen in Mühlheim-Ruhr den Beschluß erlassen, daß dem Vater das Verfügungsrecht zunächst auf drei Tage entzogen wäre. Als der Vater nun mit dem zuständigen evangelischen Geistlichen der Sache nachging, erließ der Amtsgerichtsrat den nachstehen den Beschluß:Es wird die vorläufige anderweitige Unter bringung des minderjährigen Heinz Kampf im Waldsanatorium in Essen angeordnet. Ueber Besuch, Lesestoff, und Briefwechsel entscheidet der leitende Arzt. Damals nahmen die Zweig vereine des Evangelischen Bundes in Essen einstimmig eine Entschließung an, in der mit Recht gesagt wurde:Die Tatsache, daß ein an exponierter Stelle stehender Jurist sich in solcher Weise mit den in Frage stehenden Dingen verquickt, hat die allergrößte Befremdung und Erregung hervorgerufen. Unsere Justiz lebt vom Vertrauen aller ohne Unterschied der Konses⸗ sion. Wehe uns, wenn das zerstört wird! Wir haben die Zu⸗ versicht, daß da alles getan wird, was möglich ist, um es unbe dingt und ungetrübt zu erhalten. Was ist getan worden? Erst auf parlamentarische Anregung hin hat das Justizmini⸗ sterium Bericht eingefordert. Gegen Landgerichtsdirektor Bruck ner wurde das Disziplinarverfahren eingeleitet mit dem Er gebnis: Strafversetzung und 50 Mark Geldstrase. Das aber schreckt die Jesuiten nicht ab, den Jungen Kampf, der evangelisch geblieben ist, weiterhin mit Bekehrungsversuchen zu verfolgen und zu belästigen. Der jetzt Siebzehnjährige ist seelisch total zerrüttet und mußte Aufnahme in einem Sanatorium suchen, Damit hat diese Angelegenheit einen fragwürdigen Abschluß

Der

damit Ernst gemacht würde, daß wir Ihm gleich werden woll en an Gottinnigkeit und Gehorsam, in Liebe und Geduld, in ger Weitherzigkeit, die uns denungläubigen Samariter

1 im Gleichnis als Vorbild aufstellte und in dem heldischen Glau 1 ben, der in der trägen Masse einegroße Ernte sah.

Mir fällt immer die schwere Verantwortung aufs Herz, benn ich im Geist Jesum sehe im Kreise der Engel und Seligen, unglänzt von der Strahlenfülle der Ewigkeit, und er will mich auch bekennen, will meinen Namen nennen und die Bedin gung lautet:Wer mich bekennet!

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Einen tiefen Eindruck

on den reformierten Gottesdiensten der Schweiz hat eine ge ildete deutsche Dame bekommen, die, nach einem arbeitsvollen Leben in der Heimat, durch die Geldentwertung verarmt, in benf eine Art zweite Heimat gefunden hat. Sie schreibt an ane deutsche Freundin:..Obwohl hier eine deutsch uütherische Kirche ist, bin ich doch Mitglied der franz-reformier en Gemeinde meines Stadtteils, weil die erstere weit entfernt von meiner Wohnung und die letztere(Kirche) ganz nahe. Die Gottesdienstordnung ist nahezu dieselbe(wie daheim) und ele deutsche Lieder singen wir hier in französischer Ueber ezung. Aber ein Brauch besteht hier, welchen die lutherische Jirche nicht aufweist. Nämlich: Nach dem Eingangslied liest ar Kirchenältester entweder die 10 Gebote vor oder einen Ab ünitt aus der Bergpredigt oder Ermahnungen des Apsostels Fiulus an irgendeine Gemeinde, aber immer zum Schluß:Die N sisammenfassung des Gesetzes ist: Du sollst lieben Gott, deinen 5 Arn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Ge⸗ te... das ist das erste und größte Gebot; das andere ist nn gleich: Du sollst lieben deinen Nächsten, wie dich selbst. diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Prophe bi. And im vorher verlesenen Abschnitt bekommt man häufig hören:Sammelt euch nicht Schätze auf Erden, welche die Jotten und der Rost fressen und denen die Diebe nachgraben

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Motten noch Rost fressen und da die Diebe nicht nachgraben noch stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein. Jedesmal, wenn ich diesen Abschnitt höre, muß ich denken, wie töricht man doch war, indem man sich abmühte, irdische Güter zu sammeln anstatt dem Herrn zu vertrauen, der einem doch gibt, was man braucht, und wie recht einem geschieht, wenn man nur aufNahrung und Kleidung gesetzt ist, da man das Gebot doch ganz und gar übersehen hat. Dieses allsonntägliche Verlesen dessen, was man tun oder lassen soll, gefällt mir außerordentlich gut, weil es einen dadurch immer wieder ins Gedächtnis zurückgerufen wird. Ich erinnere mich dagegen nicht, daß ich nur einmal in unserer Landeskirche die 10 Gebote im Gottesdienst zu hören bekommen hätte.

Man sieht: Es gibt fromme Seelen, die im Gottesdienst mehr suchen als Stimmung und Schönheit, denen es eine Wohl tat ist, wenn ihr im Lebenskampf ermüdeter Wille durch die alten und doch nie veraltenden Mahnrufe aus der Heiligen Schrift zu neuem Ringen aufgemuntert wird. Heutzutage ver sucht man dem evangelischen Gottesdienst aufzuhelfen durch reichere Liturgie, Wechselgesang, Musik und überhaupt durch edle Kunst. Das soll nicht getadelt werden. Aber der obige Brief zeigt, daß es auch noch andere, sogar einfachere Mittel und Wege gibt, um im Gotteshaus die hungernde Seele zu speisen.

Darum: das eine tun und das andere nicht lassen! * 2

Auswandererlos.

Wir erhalten folgenden Brief aus Brasilien:X., den... Wir, eine große Anzahl von Familien, befinden uns hier auf einer Kaffeeplantage in sehr schwerer Lage. Einmal sind wir die Arbeit nicht gewohnt, und dann können wir auch das Klima nicht vertragen. Wir erhalten einen sehr geringen Lohn, und die Lebensmittel sind sehr teuer. Wir wenden uns darum an Sie mit der Bitte um Rat und Auskunft, ob wir keine bessere Stelle mit einem gesunderen Klima erhalten können. Wir wol len gern arbeiten, aber wir möchten auch in eine solche Gegend, wo das Klima erträglich ist und wir auch die gewohnten Lebens

vorbei, um den Gottesdienst zu stören und zu verhöh Wie aus Mexiko gemeldet wird, hat die Regierung gefunden. Hinter ihr stand die Tätigkeit des Jesuitenordens sien, ohne von der Polizei daran gehindert zu werden. bekanntgegeben, daß die Kultusdekrete auf protestanti-[bezw. dessen Essener Vertreter. Es wäre deshalb angebracht

5* e 0- 55 Wer mir nachfolgt, wer mich bekennet, ach, wenn und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, die weder mittel erhalten können. Kartoffeln kosten hier 7080 Milkeis

der Zentner, und das können wir nicht bezahlen. Wir sind noch nicht lange hier und haben schon eine Reihe von Toten; die an deren sind fast alle krank, und wenn wir nicht bald von hier wegkommen, gehen wir alle zugrunde.

Wir bitten Sie nochmals um Ihren Rat und Hilfe und sen den Ihnen schon unseren besten Dank im voraus. Mit herzlichem Deutschen Gruß und im Namen der ganzen Gruppe... Ihy

Wieder einer der Briefe, wie wir sie oft erhalten und ge⸗ lesen haben. Das alte Lied! Man verläßt die Heimat in der Annahme, daß es nirgends schlechter sein könne als in Deutsch land; man wandert aus in gänzlich unbekannte Länder, ohne sich in irgend einer Weise über deren Verhältnisse zu orientieren und ist dann nachher erstaunt und überrascht, wenn dort alles so ganz anders ist, als man es sich gedacht hatte. Dann beginnt das Klagen und Jammern und Schimpfen auf das Land, das man sich selber in völligster Unkenntnis seiner Verhältnisse ge wählt hatte. Sicherlich hat Brasilien noch unendlich viel Raum und Möglichkeiten für große Scharen von Einwanderern, aber, das ist die Frage, ob sich alle, die dorthin auswandern wollen, für dies Land eignen, ob sie die dortigen Verhältnisse meistern, die ungeahnten Schwierigkeiten überwinden und sich, was auch kommen mag, durchsetzen werden. Also erst genaueste Kenntnis der Verhältnisse des Ziellandes, und dann mit allem Ernst die Frage immer wieder prüfen, ob die Kräfte und Mittel reichen, diesen Kampf aufzunehmen, um ihn auch zu bestehen. Und wo erhält man die gewünschte Aufklärung und Auskunft über das Land, nach dem die Auswanderung gehen soll? Der Evangelische Hauptverein für deutsche Ansiedler und Aus⸗ wanderer in Witzenhausen a. d. Werra ist auf Grund seiner fast 30 jährigen Tätigkeit in der Lage, in allen die Auswanderung betreffenden Fragen Rat und Auskunft zu erteilen. Jede Aus kunft erfolgt kostenlos. Man wende sich vertrauensvoll an ihn.

Seine MonatszeitschriftDer deutsche Auswanderer unter richtet über alle Fragen der Auswanderung und Siedlung.

Probenummern kostenlos. **