Sonnabend, den 19. Juni 1926. 7
„Evangelische Warte“
ßen nach dem Sturz Steins die Einkommensteuer aufge⸗ hoben, ebenso, wie das beschlossene, aber nicht durch⸗ geführte Gesetz in Kurmark. Lange dauerte es, bis dann an die Stelle einer Einkommensteuer eine dürftige Klas⸗ sensteuer trat, die dem Millionär aber nicht mehr als monatlich 36 Mark abnahm und den Haushalt des Aerm⸗ sten mit 12 bis 37 Pfennig belastete. Ein Versuch, 1847 die Einkommensteuer durchzusetzen, scheiterte. Erst nach der Revolution, am 7. Dezember 1849, gelingt die Auf⸗ hebung der Steuerfreiheit der Standespersonen und Of⸗ fiziere. Dabei stellte sich heraus, daß 76 Prozent der bisher steuerfreien Standespersonen in die erste Klasse der Klassensteuer gehört. 1851 kam dann endlich eine Einkommensteuer, ihr fehlte aber die Progression und die gerechte Durchführung im einzelnen. Oft hat vor dem Kriege der Kutscher, sicher aber der Dorfschullehrer und die Bauern mehr an Einkommensteuer gezahlt als der gnädige Herr.
Die endgültig zu beseitigen war 1923 das Finanz⸗ ministerium auf bestem Wege, der Landbund hat noch einmal gesiegt. Es war ein Pyrrhussieg, dafür wird der deutsche Bauernstand sorgen, für seine Ziele kämpft der gewaltige Gedanke steuerlicher Gerechtigkeit.
Brief aus Gachsen.
Sieben Jahre lang schauen wir nun schon verge⸗ bens aus nach dem längst versprochenen Reich⸗schulgesetz. In keinem Lande aber sind die Zustände infolge des Ausbleibens dieses Gesetzes so ins Anerträgliche ge⸗ steigert, als bei uns, im ehemaligen Königreich Sachsen. Die Anhänger der weltlichen Schule haben entschieden die Oberhand, wenn sie auch zahlenmäßig gewiß nicht in der Mehrheit sind. Im vergangenen Jahre zwar hat sich von dem sächsischen Lehrerverein ein nicht unerheb⸗ licher Teil der sächsischen Lehrerschaft losgelöst und ein deutsch⸗christliches Schulprogramm aufgestellt. Aber vielleicht gerade infolge dieser Loslösung ist die übrig gebliebene Mehrheit des sächsischen Lehrervereins umso mehr auf ihrem Standpunkte der weltlichen Schule fest⸗ gehalten worden. Das zeigte sich besonders deutlich bei
der diesjährigen Vertretertagung des sächsischen Lehrer⸗
vereins in Plauen i. V., wo nach einem Vortrag des Lehrers Fröhlich aus Chemnitz über Staat und Kirche in ihrem Verhältnis zur Erziehung folgende Entschlie⸗ ßung angenommen wurde:
1. Die staats⸗ und kulturgeschichtliche Entwicklung zeigt eine fortschreitende Loslösung der staatlichen von der kirchlichen Rechtssphäre und, mit ihr Hand in Hand gehend, eine fortschreitende Verstaat⸗ lichung und Verweltlichung des Erziehungswesens.
2. Das kulturelle Leben der Gegenwart ist völlig ver⸗ weltlicht. Die aus den Bedürfnissen und Wer⸗ tungen dieser Zeit heraus erwasenden Bildungs⸗ und Erziehungsaufgaben können nur von einer Schule, die völlig von der Kirche befreit ist, erfüllt werden.
3. Die Zeit ist darum reif für eine völlige Verwelt⸗ lichung und Verstaatlichung des Schulwesens. Sie durchzuführen, ist eine Notwendigkeit, die sich eben⸗ sosehr aus dem Zwang der geschichtlichen Entwick⸗ lung als aus dem Gebot staatlicher Selbsterhal⸗ tung ergibt.
4. Die Unterhaltung des öffentlichen Erziehungs⸗ wesens, die Bestimmung seiner organisatorischen Form und seines Lehrinhaltes, die Ausbildung, Anstellung und Beaussichtigung der Lehrkräfte ist ausschließlich Sache des Staates und muß ohne jede Rücksichtnahme auf das kirchliche Bekenntnis
Trotzdem wurde auch in der einzigen Provinz Preu⸗
geschehen. Zu den Aufgaben der staatlichen Schule gehört die objektive Einführung in das religiöse Kulturgut. Die Unterweisung in einem Glaubens⸗ bekenntnisse dagegen ist Sache der religiösen Ge⸗ meinschaften.
5. Die Lehrerschaft ruft die Regierung und die Par⸗ teien, die sich für die Zukunft des deutschen Staates und der deutschen Kultur verantwortlich fühlen, auf, der offenen und versteckten Konkordatspolitik der letzten Jahre entgegenzutreten und bei aller Schulgesetzgebung den Grundsatz der völligen Tren⸗ nung von Kirche und Schule durchzuführen. Nicht die Erziehung zu Kirchenvölkern, die sich innerlich befehden, sondern die Erziehung zu dem deutschen Staats- und Kulturvolk soll höchstes Ziel jeder Schulpolitik sein.
6. Der sächsische Lehrerverein wird, seiner Geschichte treu und verpflichtet seinen alten Idealen, jeder⸗ zeit das Letzte und Höchste einzusetzen im Kampfe für die eine, allgemeine, staatliche, von der Kirche völlig befreite Schule des deutschen Volkes. Besonders eilig hat man es bei uns in Sachsen ge⸗
habt mit der Zerschlagung der früheren Lehrerseminare.
Sie sind nun alle bis auf ganz wenige Klassenreste ab⸗
gebaut. Was an ihre Stelle gesetzt worden ist, nämlich
die beiden pädagogischen Institute in Leipzig und Dres⸗ den, wird vorläufig noch in seinem Werte von weiten
Kreisen auch bei uns noch stark angezweifelt. In der
größten sächsischen Tageszeitung, den„Leipziger Neue⸗
sten Nachrichten“, erschien kürzlich ein geharnischter Ar⸗ tikel. Darin heißt es klipp und klar:„Bei dem Leip⸗ ziger Institut kostet jeder freie Student(es sind deren rd. 50) bei einem haushaltsplanmäßigen Staatszuschuß von 200 300 Mark, wie er für 1926 festgelegt ist, dem sächsischen Volke jährlich 4000 Mark. Da unter den 50 Studenten eine Anzahl Nichtsachsen, ja sogar Außer⸗ deutsche sich befinden, die sicherlich nicht die Absicht haben, sächsische Volksschullehrer auf irgend einem Land⸗ orte zu werden, so ist die vorhandene Verstimmung ge⸗ gen das pädagogische Institut wahrlich begründet Hinzu kommt noch, daß die pädagogischen Institute in Leipzig und Dresden ihre Aufgabe gar nicht erfüllen können.
Kein Student ist zum Bleiben verpflichtet. Viele lassen
sich nur der Form nach beim pädagogischen Institut nie⸗
der, um billig wohnen zu können, bereiten sich aber in
Wirklichkeit für den höheren Lehrberuf vor. Herr 1D
Seifert(der Leiter dieses Unterrichtswesens) weiß jetzt
selbst, daß in einigen Jahren für Sachsen ein starker
Mangel an Volksschullehrern eintreten muß, und daß
die rechtsstehenden Abgeordneten damals sehr recht hat⸗
ten, als sie ihre warnende Stimme erhoben, die Lehrer⸗ seminare nicht einzureißen, sondern eher auszubauen.
In der Tat sind jetzt schon vielen einsichtigen Köpfen
bis weit in die Kreise der linksstehenden Abgeordneten
hinein die Augen aufgegangen darüber, daß über kurz oder lang mit einem gründlichen Fiasko dieser neuen
Art von Volksschullehrerausbildung gerechnet werden
muß. Aber nur wenige haben den Mut, dies offen
einzugestehen.
Viel Aufsehen erregte auch ein anderer Vorstoß eines bekannten sächsischen Schulmannes in demselben Blatte. Er schreibt u. a.:„Die irreführende Behaup⸗ tung, daß die Schulpädagogik eine Wissenschaft schlecht⸗ hin sei, ist von außerordentlich praktischer Bedeutung geworden. Die radikale Volkslehrerschaft verficht und verbreitet diese Behauptung mit größtem Nachdruck, und sie weiß, warum sie dies tut. Eines ihrer beliebtesten Mittel zur Stimmungsmache ist die virtuos ausposaunte Behauptung, daß die Schulpädagogik eine Wissenschaft schlechthin sei, daß jeder Volksschullehrer studieren müsse.
Sonntagsgedanken.
Das Leben des Menschenherzens ist ein beständiges Spinnen von Wünschen und Sorgen. Heute mehr als je. Es gibt Men⸗ schen, welche aufgehen in Sorgen um die Dinge der Außenwelt und keine Ruhe finden und keine Zeit, an sich selbst zu denken. Mache, du hastender Mensch, wenigstens am Sonntag eine kurze
dich mit dir selbst! In diese Mahnung faßte ein Weiser des Altertums alle Lehren der Weisheit zusammen.
Es gibt in diesem Leben kein geschaffenes Ding, um das sich der verständige Mensch soviel Sorge machen soll, wie um seine Seele, seinen inneren Lebensgrund. Im Innern des Menschen liegt ein Kleinod verborgen, das von vielen so sorglos getragen, von so wenigen treu bewacht wird. Kostbarer, als die Welt um uns, ist die in unserem Innern. Wie heute vor den irdischen Gütern lauernd eine Meute habgieriger Menschen wartet, um des nächsten Gut an sich zu reißen, so umschleichen böse Geister heute deines Herzens Kammer, um das Kleinod zu rauben, das dorthin der Himmel legte. Der Wächter bist du allein. Wenn du sorglos bist, wenn du schläfst, können höllische Räuber den himmlischen Schatz dir rauben.
Das sei die Sorge, die dir der Sonntag bringt. Doch wisse, daß dein Herr und Schöpfer dir eine Schutzwehr gab, um streiten und fechten zu können, daß er dir die Kraft der Riesen gab, um eine ganze Hölle zu besiegen. Rette deine Seele! Der Sonntag gibt dir Zeit zum Waffengang. Mögen der Feinde noch so viele vor deiner Seele Walstatt fechten, denk an deine Himmelskraft
stimmt, sondern den Sieg und deiner Seele Leben. Wenn
gemacht hat, dann werden die Kämpfe und Sorgen des Wochen⸗ tags dir klein erscheinen und du wirst stark genug sein, auch diese Mühen und Plagen standhaft zu tragen. Alle Mühe und Arbeit wird dir dann vergänglich erscheinen, du hast gesiegt, das schein⸗ bar Unmögliche des Lebens— hier ist's getan.—
Waldfried.
richtsräten, Studienräten gleichzustellen seien, und
Wissenschaft steckt den Deutschen tief in den Knochen.
lehrten hüllen und ex kathedra seine standes⸗ und par⸗ teipolitische Forderungen als angebliche Forderungen der Wissenschaft vortragen darf. Die radikalen Führer der Volkslehrerschaft haben noch einen anderen Haupt⸗ werbestoff, mit dem sie die Massenstimmung für ihren Plan zu gewinnen suchen. Es ist das Trugbild von „neuen Lehrer“, dessen täuschender Glanz in die Irre lockt. Es ist eine schöne und richtige Forderung, daß der„neue Lehrer“ jedem seiner Zöglinge Güte, fröh⸗ lichen Sinn und persönliche Anteilnahme schenken soll. Aber diese Forderung ist alt.
und Land haben sie seit Generationen erfüllt. aber veraltet ist nur die eigentliche Hauptforderung vom Wesen des„neuen Lehrers“ aufgestellt hat, daß das
gen verlangen dürfe, wenn es den meisten Kindern not sei, sich zu bewegen oder zu reden. Der„neue Lehrer“
Wer mich bekennet.
Von Erwin Gros. 13. Fortsetzung.
Vorab das ist den Frauen sehr bedenklich:„Habt ihr's nicht gesehen,— sie haben ihn auf der Bahre getragen, auf der der Schreinerfritz die Särge in die Häuser bringt. Ihr Leut', ihr Leut', das bedeutet nichts Gutes. Ihr sollt mal sehen, der arme Mensch muß sterben.“
„Schwätze doch so kein Häcksel, man meint ja gerade, du wärst der Totenvogel!“—
Hans Heeger lag in der unteren Stube im Bett seines Meisters, der hinaufzog in die Kammer seines Gesellen. Der Hofmedikus war herbeigeritten und hatte eben die Kugel ent⸗ fernt.
„Es ist noch gut abgegangen, hart am Herzen vorbei, aber immerhin— der linke Lungenflügel ist übel lädiert, er muß maxima cum diligentia soigniert, will sagen, mit größter Sorg⸗ falt gepflegt werden, wenn er davon kommen soll. Er spricht mir kein überflüssiges Wort! Komme übermorgen wieder und renopiere den Verband. Kopf oben, junger Mann, habt euch bravement prästieret. Werde übrigens dafür Sorge tragen, daß dem Mordgesindel nachgespürt und es hinter Schloß und Riegel gelegt wird. Wollen sie dann nichts manifestieren, so kann man sie ja peinlich befragen.“(Folter anwenden.) 8
Doch, um es gleich vorweg zu nehmen,— als die beordneten Landjäger auf die Saalburg kamen, war das Nest leer; eilig war die ganze Horde lahnwärts gezogen.—
Nach dem Weggang des Arztes zog sich die Menge enger um das Schuhmacherhaus zusammen. Man mußte doch Näheres er⸗ fahren. Da trat Vogelsberger vor die Haustüre:„Also, Ge⸗ vatter und Gevatterinnen, es ist ein linker Lungenschuß, aber der Hans kann noch davonkommen, wenn er die nötige Pflege und vor allem Ruhe hat. Darum geht still nach Haus, damit er end⸗ lich einmal schlafen kann.“
In die Stube zurückgekehrt, sagte der biedere Meister zu Sybille:„Es kommt mir niemand über die Schwelle, nur du und deine Mutter und der Nachbar Kitz und seine Frau. Wenn
ihr mir helfen wollt, so soll mir es recht sein, meine Mutter ist doch schon zu alt und krachig.“
Darüber aber erboste sich Mutter Vogelsberger:„Du dum⸗ mer Junge“, redete sie flüsternd auf den rotbärtigen Fünfziger ein,„du schläfst doch wie ein Dachs wie im Winter; ob ich aber wach in meinem Bett liege oder an dem Hans seinem Bett sitze, das ist doch eins.“
„Pft, pst, ist schon gut, Mutter, du darfst auch einmal mit uns wachen.“—
Es folgten schlimme Tage und Nächte. Ein schweres Wund⸗ feber setzte ein, oft„fabelte“ der Kranke und war ohne Bewußt⸗ sein.
In einer solchen Nacht war es, daß Sybille an seinem Bette saß und Wache hatte.
„Mariuschka, Mariuschka, wie kann man so schön und so schlecht sein! Rücke nicht so nahe zu mir her, ich will nichts mit dir zu tun haben. Sybille, jage das freche Mensch doch weg, Hilfe, sie erschießt mich! Ach, Sybille, gehe nicht fort, du bist doch meine Herzallerliebste.“
Wiederum nach einer Weile begann er im Fieber zu singen; die leisen heiseren Töne zerrissen fast das Herz:
Ja, ja, von Herzen krank,
Der Doktor wollt' mir helfen, Gab mir'nen bittern Trank. „Mein Schätzchen, ich sein krank,
Ach, Doktor, her und hin, Mir hilft kein' Medizin, Mein Schatz, du kannst mir helfen, Durch dich gesund ich bin.
O lach mich einmal an,
Mit deinen Augen an,
Mein Herz, das geht schon leichter, Weil ich geseh'n dich han.
Ein Kuß von deinem Munde, Von deinem Rosenmund,
Mein Schatz, laß ich erbitten, Mein Herz ist gleich gesund.“
Da stand Sybille leise auf, neigte sich über den Kranken und küßte ihn voll Zärtlichkeit auf den Mund. Daß dabei eine Träne auf Hansens Angesichts fiel,— das merkte sie nicht.
Merkwürdig aber, von diesem Augenblick an wurde der Kranke ruhiger, nur daß er hie und da im Schlafe leise vor sich hinmurmelte.
Der Herr Hofmedikus von Homburg war viele Tage hin⸗ durch recht unzufrieden. Die Wage schwankte bedenklich nach der Seite des Grabes hin. Doch endlich bekam das Leben das Uebergewicht. Das Fieber wich, der eiterige Ausfluß der Wunde
blick, und sie sah anscheinend nicht, wie Hans mit flehenden Blik⸗ ken um ein längeres Verweilen bettelte.
Vogelsberger aber hielt in ihrer Kammer ein Schläfchen; sie wollte das zwar nicht Wort haben, hatte sie doch das offene Ge⸗ betbuch auf den Knieen liegen und die Brille vor den geschlos⸗ senen Augen.— Da öffnete sich leise die Türe, und Sybille trat ein. Sie fuhr wahrhaftig zurück, als sie Hans allein vor sich sah. Er aber streckte die Hände nach ihr aus, da mußte sie wohl oder übel eintreten und ihn begrüßen. Und als sie nun vor ihm stand und die abgezehrte Gestalt und das bleiche Antlitz und die weißen, schier durchsichtigen Hände sah,— alles das war iht, als er noch zu Bett lag, gar nicht so aufgefallen,— und dann doch zugleich dachte,— er bleibt am Leben, er wird wieder ge⸗ sund,— da war es mit ihrer Fassung vorbei; aus Leid und Freude gespeist, begann der Tränenquell überzuströmen.
dersamen Zustande der Genesung: man hört fern die Schritte des Sensenmannes verhallen, die Türen des Lebens sind wieder weit
gibt man sich ihnen hin!
Sanft zog Hans das weinende Mädchen zu sich nieder: „Hätte es dir denn so leid getan, wenn ich gestorben wäre, hast du mich denn so gern, Sybille?“ 2
Das ist gut und richtig. Aber nicht gut und richtig ist es, daß sich jeder Lehrerpolitiker in die Würde des Ge⸗
und an den, der sie dir gab. Nicht den Tod hat er für dich be⸗ 1
Har eine größere Anzahl studtert, dann folgert man 1 weiter, daß sie den Studierten gleich„eingestuft“ wer⸗ den müßten, d. h. im Gehalt den Regierungsräten, Ge⸗
Zahlreiche treffliche Lehrerpersönlichkeiten in 0 9 eu,
Katheder,„der Thron im Reich der Schule“ gestürzt wer⸗ den müsse, daß der Lehrer nicht Stillsitzen oder Schwei⸗
ließ nach, langsam begann sie sich zu schließen. Von da an aber N kam Sybille immer seltener und nur auf einen kurzen Augen⸗
Es war an einem Sonntag nachmittag; Hans saß im Sor⸗ genstuhl seines Meisters, der war über Feld gegangen, Mutten
Auch Hans wurden die Augen naß. Er war in jenem wun⸗ 9
offen, seine Kräfte strömen ein wie warme Wogen, wie gerne
Rast und laß die Welt liegen und kehre ein bei Dir. Beschäftige
der Sonntag dich zum Sieger über dich und deiner Seele Feinde
nebenbei leitet man daraus die Forderung ab, daß alle Schulfragen„wissenschaftlich“ entschieden werden müsß⸗ sen, daß die Träger dieser Wissenschaft in der Organi⸗ sation der Fachwissenschaftler, d. h. der Volksschullehrer zu suchen seien und daß diese daher in allen Schul⸗ und Kulturfragen das entscheidende Wort zu sagen haben. Hut ab vor der Wissenschaft! Die Achtung vor deutscher
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