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sen gegründet.

Sonnabend, den 18. September 1926.

FIbei Jahre Evangelische Volksgemeinsthaft'

Als nach dem Umsturz im Jahre 1918 sich in Deutschland aus den alten Parteien die neuen bildeten, da legten diese in ihrem Programm zu allen wirtschaft lichen und kulturellen Fragen des Lebens ihre Stellung fest. Das Zentrum propagierte von Anfang an vor nehmlich seine christlich-römische Politik, die Sozial⸗ demokratie proklamierte die religiöse Freiheit eines jeden im Staate, machte auch aus ihrer kirchen- und religionsfeindlichen Einstellung kein Hehl, die Deutsche Volkspartei und die Deutschnationale Volkspartei for derten Erziehung in nationalem Sinne und im christ lichen Geist. So standen den religionsfeindlichen Par teien auch solche gegenüber, die den Wert des Christen tums erkannt und schätzen gelernt hatten. In den Schutz dieser letzteren Parteien stellten sich denn auch alle die, die das Evangelium als Richtschnur ihres Le bens hochhielten. Doch bald mußten sie erkennen, daß man in diesen Parteien die evangelischen Belange in den Parlamenten nicht vertrat. So kam es, daß der Evangelische in Deutschland, dem Lande der Reforma tion, immer mehr ins Hintertreffen geriet. Der Katho lik hatte ja im Zentrum seinen Beschützer. Doch wo war die Partei, die sich wahrhaft und ernstlich des Pro testantismus angenommen hätte? Da traten denn im Sommer 1924 in Hessen einige Männer, denen die evan gelische Sache am Herzen lag, und die nicht mitzusehen wollten und konnten, wie sie immer mehr zurückge drängt wurde, zu einer Besprechung in Gießen zusam men, zwecks Gründung einer evang. Partei. Die an deren Parteien hatten ja alle gezeigt, daß sie weder die evangelische Sache schützen konnten noch gewillt waren, wahrhaft christlichen, evangelischen Geist in den Fragen des öffentlichen Lebens zur Geltung kommen zu lassen. So wurde dieEvangelische Volksgemeinschaft in Hes Eine schwere Aufgabe war es, die diese Männer damals sich stellten! Ihre Kraft wuchs mit der wachsenden Aufgabe. In der Stille hatte sich die Gründung der Evangelischen Volksgemeinschaft voll zogen und still war auch die erste Arbeit, die dieses Gründungswerk fortzusetzen hatte. Nach einem Jahr war die Zahl der Freunde so groß, daß man im Juni 1925 die erste Reichstagung nach Gießen einberufen konnte. Wie sehr diese Zusammenkunft die Aufmerk samkeit in Deutschland erregte, zeigt der nachfolgende Bericht, den die BerlinerDeutsche Zeitung damals brachte.

Die Tatsache, daß auch bei uns in Hessen der Katholizismus im Vordringen begriffen ist, daß das Zentrum als eine der herrschenden Parteien mit Er folg bemüht ist, diese oder jene wichtige Beamtenstelle mit einem seiner Mitglieder Ju besetzen, daß die Gründung zweier Professuren für katholische Welt anschauung, je einer an der technischen Hochschule in Darmstadt und an der Universität Gießen, in Aus sich steht(die Gründung ist inzwischen erfolgt!), all das hat in evangelischen Kreisen lebhafte Beunrubi gung hervorgerufen. Unstreitig ist es darauf zurück zuführen, daß bei der Wahl zum Reichspräsidenten, namentlich im Odenwald und in der Amgegend von Darmstadt, sozialdemokratische Arbeiter, so weit sie evangelisch waren, nicht der Parole der Führer ge folgt sind, sondern für Hindenburg gestimmt haben. Aber damit nicht genug. Gewisse evangelisch-kirch liche Kreise werfen den Rechtsparteien vor, daß sie in der Vertretung evangelischer Belange zu lässig seien, und haben sich deshalb vor einiger Zeit zur Evangelischen Volksgemeinschaft zusammengeschlos sen. Diese Bewegung hat auch in anderen Teilen des Reiches Freunde gefunden, und so traten denn am 2. Juni die Anhänger dieser Richtung aus allen Gegenden Deutschlands zu einer Tagung in Gießen zusammen. Wie stark die Zahl der Teilnehmer ge wesen ist, darüber verlautet noch nichts Bestimmtes; es wird nur mitgeteilt, daß aus dem hessischen Pfar rerstand sich bis jetzt 40 Geistliche derEvangelischen Volksgemeinschaft angeschlossen haben.

Auf dieser Reichstagung der Evangelischen

1 sprachen lch nun die meisten Red⸗

Warte

ner für die Gründung einer evangelischen Partei, d. h. einer Art evangelischen Zentrums aus. Eine Entschließung der Versammlung fordert denn auch die Schaffungeiner besonderen Partei auf Grund der evangelisch-christlichen Weltanschauung.

Ob der jüngst gegründeten Partei eine Zukunft beschieden ist, steht dahin. Jedenfalls werden die Rechtsparteien gut tun, wenn sie dieser Bewegung ernste Beachtung schenken.

Schon der Herbst 1925 zeigte, daß viele Evangelische auf die Evangelische Volksgemeinschaft gewartet hatten. Bei den Kommunalwahlen in Hessen stellte die Evan gelische Volksgemeinschaft in der Provinz Oberhessen zum ersten Male eigene Listen auf. Fast ohne jede Werbearbeit erzielte sie damals den schönen Erfolg, daß 5 Kandidaten gewählt wurden. Nachweislich haben auch viele Arbeiter, die bisher zur Sozialdemokratischen Partei gehört hatten, die Liste der Evangelischen Volks gemeinschaft gewählt, ein Beweis, daß die neue Be⸗ wegung auch auf Zuzug von den Linksparteien rechnen kann. Das ist ja auch durchaus verständlich. Es war gerade in einer der letzten Versammlungen interessant

zu hören, wie ein Arbeiter erzählte, daß so mancher Evangelische des Arbeiterstandes nur unter den größten Bedenken und dem ärgsten Widerwillen zu

den Linksparteien gegangen sei, da ihm sein Gewissen Vorwürfe machte: Du darfst nicht als Evangelischer einer Partei angehören, die die heiligsten Dinge in den Schmutz zieht. Es ist für die Evangelische Volksgemein schaft selbstverständlich, daß sie von den Grundsätzen des Evangeliums aus auch gerade der sozialen Frage ihre besondere Beachtung schenkt und ihr eine wahrhaft christliche, von dem Geist der Nächstenliebe bedingte Regelung zuteil werden läßt. Der Kreis der Freunde der Evangelischen Volksgemeinschaft wird ständig größer. Seit Dezember 1925 gehört ihr an die christliche Volkspartei unter der Führung von Heinrich Mosel Hetzdorf. Im März 1926 erfolgte in Kassel der Ab schluß der Arbeitsgemeinschaft der m christlich-sozialen Ge sinnungsgemeinschaften unter dem Vorsitz von D. Jäger Bethel und der Evangelischen Volksgemeinschaft, die als wichtigste Vereinbarung die enthält: Bei Wahlen ist möglichst ein Zusammengehen zu erstreben. In den letzten Wochen hat die Evangelische Volksgemeinschaft in fast allen Gegenden unseres Vaterlandes viele neue Freunde gefunden. Es besteht die begründete Hoff nung, daß in kurzer Zeit in allen Reichstagswahl kreisen Obmänner bestellt sind. Die zweite Reichs tagung, die vom 2.4. Oktober in Frankfurt a. M. stattfindet, wird ein gewaltiges Bekenntnis zu unserer Sache werden.

Wenn wir zurückschauen auf die zwei Jahre des Bestehens der Evangelischen Volksgemeinschaft, auf die Arbeit, die in diesen beiden Jahren geleistet wor den ist, und auf die Erfolge, die uns diese Arbeit gebracht hat, dann dürfen wir voll Vertrauen in die Zukunft blicken und hoffen, daß unsere Evangelische Volksge meinschaft weiterhin wachsen wird, daß es ihr gelingen wird, unsere evangelische Sache in Deutschland zu schützen, daß die Evangelische Volksgemeinschaft ein wirksamer Faktor im öffentlichen Leben wird, ein gut Teil zur Gesundung unseres Volkes beitragen wird, umso mehr je stärker sie ist. Aus den gemachten Er fahrungen heraus dürfen wir sagen: Das evangelische Volk Deutschlands will die Evangelische Volksgemein⸗ schaft, es wartet auf die Evangelische Volksgemeinschaft. Wir sind uns selbstverständlich darüber klar, daß unser Ziel ein großes ist, daß wir einen schweren Kampf gegen alle Parteien führen müssen.

Wir sind zu diesem Kampf gezwungen. Deshalb gilt uns das Lutherwort:Darum laßt euch sagen, hütet euch vor Krieg. Es sei denn, daß ihr wehren und schützen müßt und euer aufgelegtes Amt euch zwingt zu kriegen. Alsdann so laßts gehen und haut drein, seid dann Männer und beweist euern Harnisch.

Wir bitten um örtliche Nachrichten für die

Warte. Diese Berichte sind direkt an den Verlag derEv. Warte(Gießen, Südanlage 21) bis

spätestens Donnerstag Morgen einzusenden. .

Gollesherrschaft im össenslchen Leben

Von Dr. Jaeger

1. Die Souveränität Gottes.

Alles ist zusammengebrochen und alle Parteien

stehen vor einem Trümmerhaufen. Nur die Christen nicht! Denn Gott ist nicht zusammengebrochen. Er steht wie der Fels im Meer. Zu ihm müssen wir unsere Zuflucht nehmen, eine andere gibt es nicht.

Ihm danken wir alles, was wir sind. Er ist unser Schöpfer. Ihm danken wir Christen, was wir wieder sind. Er ist unser Neuschöpfer. Von ihm sind wir schlechthin abhängig. Von ihm wollen wir abhängig sein. Gerade dann sind wir frei von uns, frei von den Menschen, frei von der Welt. und Frauen lechzt unser Volk, schreit unser öffentliches Leben. Nur solche Männer und Frauen können wir brauchen. Zahl gibt Gott, so groß, wie er will. Wir glauben an seine Souveränität, wir trauen seiner Souveränität, wir fügen uns seiner Souveränität.

Die Entscheidung fällt im Herzenskämmerlein. Nicht wie ich will, sondern wie du. Das ist der Sieg, der erstritten werden muß, ehe irgendwie die Arbeit und der Kampf draußen aufgenommen werden kann. Der Beter von Gethsemane ist der Herr über Hohe priester und e

Da rug ihr Mitchristen und Mitchristinnen, die ihr helfen möch 15 91 der christlichen und sozialen Rettung unseres Volkes, prüft euch in diesem Punkte, und habt ihr euer Gethsemane hinter euch, dann scheut auch nicht den Hohn der Hohen und die Wut der Massen. Ihr kommt nicht mehr im eigenen, ihr kommt in Gottes Namen und in seiner Sache. Ihr müßt aber auch be⸗ reit sein, euer Kreuz auf euch zu nehmen. Der Weg von Gethsemane geht nach Golgatha. Judas, dessen Hand den Beutel umklammert, verrät, Petrus, der mit dem Schwert dreinschlägt, verleugnet, unter dem Kreuz hal⸗ ten nur aus Johannes und Maria. Sie allein dürfen hören das Wort: Es ist vollbracht, und erleben, daß es nur zwei Tage dauert von Karfreitag bis Ostern; denn sie glauben an den Gott, der Herr ist über Leben und

Nach solchen Männern ö

Nicht viele wollen wir sein, aber Ganze. Die

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Tod, der seinen eigenen Sohn ans Kreuz schlägt, aber

auch neben sich auf den Thron setzt. uns not, nur durch solche Leute wird Gott uns retten.

Was ist das Wesen der Sünde, die unser Volk in die Tiefe des Abgrundes hinuntergestürzt hat, der Sünde in allen Parteien und allen Ständen? Die Ich⸗ sucht, die habsüchtige Ichsucht, wie ein großer Theologe sie genannt hat. Das bedarf heute weder einer Erklä rung, noch eines Beweises. Darum ist der erste Schritt zur Wiedergeburt, daß der Götze Ich zertrümmert werde, damit Gott herrsche!.

Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen! Man muß überhaupt nicht gehorchen, man muß

tun, was einen gelüstet, man muß seine Persönlichkeit durchsetzen, seine Partei auf Biegen und Brechen. So umbrüllt uns ein tausendstimmiger Chor täglich von rechts und links. Demgegenüber haben wir Christen den Mut zu bekennen: Man muß gehorchen! Wir müs⸗ sen gehorchen und wir wollen gehorchen, dem der allein ein Recht hat und der allein die Weisheit hat zu be⸗ fehlen, unserem Gott und Herrn. Ihm gehorchen wir mit Lust: denn wir vertrauen ihm und wir ver⸗ trauen ihm ganz allein. Wir glauben es und wir wis sen es aus tausendfältiger Erfahrung, daß er unser Bestes will und daß er allein die Macht hat und uns die Kraft gibt, das durchzusetzen. will, daß wir seine Ebenbilder werden, daß ähnlich seien, ebenso gerecht, ebenso liebevoll, ebenso heilig und darum ebenso selig. Wo sehen wir für uns Menschen anschau⸗ lich dieses Ziel, den Vater? Im Sohn! wir uns neu gestalten lassen in das Bild seines Sohnes. Er will ein zweites, daß wir leben aus ihm, in ihm, mit ihm, für ihn. Er will uns Gottes Gemeinschaft schenken, indem er uns seinen Geist gibt. Dieser Geist ist aber nicht ein Werkzeug, das wir brauchen könnten, nicht eine Kraft über die wir verfügen, nicht unser, Knecht, dem wir befehlen, es ist der Herr, dem wir ge horchen. Und dieser Dienst macht nicht Alaris, son⸗

ihm

Das soziale ellalter.

Von Paul Rüffer. Vorsitzender des Verbandes Ev. Arbeiter- von Groß-Berlin.

In der geschichtlichen Entwicklung der Kulturmenschheit scheiden sich die verschiedenen Zeitalter mit ihren mannigfachen Aufgaben voneinander. Die besonders hervorragenden Zeit perioden erscheinen entweder an einzelne schöpferische Persönlich keiten oder an bestimmte Ideen, die der Zeit oder den Verhält nissen ihr Gepräge geben, geknüpft zu sein. Wenn wir den Ein fluß einer geschichtsbildenden Persönlichkeit kennzeichnen wollen, vann sprechen wir z. B. in der Literatur vom Zeitalter Goethes, in der Geschichte vom Zeitalter Friedrichs des Großen, Napoleons oder Bismarcks. Wenn wir aber dagegen die schöpferischen Ideen und Kräfte in einer Epoche meinen, dann sprechen wir vom Zeitalter der Reformation, der großen Revolution, vom Zeit alter des Merkantilismus, der Liberalismus, oder vom Zeitalter des Industrialismus, Kapitalismus oder Rationalismus.

Wenn wir unser Zeitalter unter dem wirtschaftlichen Ge sichtspunkte mit einem Kennwort versehen wollen, dann be zeichnen wir es als das soziale Zeitalter, im Gegensatz zum liberalen der Vergangenheit. Mit dieser Unterscheidung wollen wir zum Ausdruck bringen, daß das bestimmende Kennzeichen des liberalen Zeitalters das der wirtschaftlichen Freiheit war Im Bilde gesprochen: Das liberale Zeitalter hat die Organisa tionsformen, die eine große Vergangenheit geschaffen hat, zer⸗

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und Volksvereine

brochen und die Nele Persönlichkeit aus 5 Gebundenheit gelöst und das Prinzip der Freiheit auf allen Ge⸗ bieten zum absoluten Herrscher erhoben. Das soziale Zeitalter hingegen sucht die Einzelwesen zu neuen Gestaltungen und Organisationsformen zusammenzufügen, zum Heile der Gesamt heit und zum Segen des einzelnen. Das soziale Zeitalter ist das des Kollektivismus im Gegensatz zu dem des Individualismus, Im liberalen Zeitalter sagte der Unternehmer: Der Betrieb bin ich. Ich bin der Herr im Hause. Ich allein habe zu bestimmen. Im sozialen Zeitalter aber sagt der Unternehmer: sind wir alle. Ich stelle mein Kapital und die Idee, ihr Arbeiter eure Körper- und Geisteskräfte dem Unternehmen zur Verfügung Wir beide vereint, stellen eine Betriebsgemeinschaft auf der Grundlage der Gleichberechtigung dar. Indem wir gemeinsam für das Werk arbeiten, schaffen wir zum Segen der Allgemein- heit. Gewiß, daß ist eine ideale Auffassung, und wir sind noch himmelweit von der praktischen Verwirklichung dieser Auffassung im wirtschaftlichen Leben entfernt, aber den sittlichen Gehalt der sozialen Zeitepoche drückt diese Formulierung richtig aus, denn

sozial bedeutet soviel wie Teilhaberschaft aller schaffenden Stände

auf der Grundlage der Gleichberechtigung an den Gaben der Kultur, am Ertrage der Wirtschaft und der Mitarbeit an der politischen Gewalt in unserem Vaterlande. In diesem Sinne aufgefaßt, kann sich die praktische Auswirkung des sozialen Geistes unter jeder Staatsform vollziehen. Dieser Geist bindet sich an keine Parteiform, sondern er kann sowohl in den nationalen als auch in den sozialistischen Parteien sich auswirken.

Der besondere Charakter des sozialen Zeitalters ist aber mit

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Der Betrieb

em Arbeiterstande verknüpft. Nachdem ü 755 der Ent⸗ vicklung der Industrie die freie Lohnarbeiterschaft in die Er scheinung trat, beginnt allmählich für den Staat, für die Ge⸗ sellschaft und die Kirche die Frage brennend zu werden: wie schützen wir die Arbeiterschaft vor Ausbeutung, wie schützen wir sie in ihrer Gesundheit und in ihrer Sittlichkeit? Wie schaffen wir die zweckmäßigsten Einrichtungen für den Krankheits-, In⸗ validitäts- und Altersfall? Es entstehen weiter die Fragen nach dem Arbeitsrecht, nach den Wohnverhältnissen der Arbeitermasse usw. In ihrer Gesamtheit bilden diese Einzelfragen den In⸗

halt der sozialen Frage, und unser Zeitalter ist berufen, diese

Fragen zu lösen. Von da ab, willen, diesen Fragen sein

wo der Staat, um seiner selbst Interesse zuwendet, sprechen wir von

der staatlichen Sozialpolitit, und wir verstehen darunter die vom

sozialen Geiste geleitete Fürsorgepolitik für die Arbeiterschaft unter dem Gesichtspunkte der Gleichberechtigung.

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Das soziale Zeitalter reicht mit seinen Wurzeln bis in die Zeit des Absolutismus des preußischen Staates zurück. Zur bes⸗ seren Orientierung unterscheiden wir in der Vergangenheit eine Vorperiode, eine Hauptperiode, eine Versicherungsperiode, eine revolutionäre Uebergangsperiode und die nachrevolutionäte Periode. 1

Die Vorperiode reicht vom Hubertusberger Frieden 1763 bis zum Tilsiter Frieden von 1807. Friedrich der Große versuchte in seinem durch die Kriegsnöte verarmten Volke mit Hilfe des Merkantilsystems, künstlich eine Industrie zu schaffen. Seine B

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