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nns bedeutet. Dienerin des Mannes, aber keine Kameradin und Lebensge⸗
Sonnabend, den 17. April 1926.
sich an seiner Stelle mit den Rechten begnügen. die den Vereinigten Staaten an den Leistungen Deutsch— lands aus dem Dawesplan zustehen; 3. sieht es eine
Entschädigung für die deutschen Schiffe und Funkstatio⸗ nen vor, die von den Vereinigten Staaten im Kriege beschlagnahmt worden sind, sowie für diejenigen deut⸗
schen Patente, die die Vereinigten Staaten genommen
und benutzt haben, ohne sie an Privatpersonen oder Ge— sellschaften zu veräußern.
Unterstaatssekretär Win- ston vom Schatzamt erklärte, die Maßnahme habe die Billigung des Schatz⸗, des Staats- und des Justizdepar⸗ tements. Er rechtfertigte die Gesetzesvorlage als Mittel zur Heilung der Kriegswunden, ohne die Bezahlung der Ansprüche auf 80 Jahre auszudehnen.
Die tschechoslowakische Regierung hat nunmehr ihre Bereitschaft erklärt, in Verhandlungen über einen Han⸗ delsvertrag mit Deutschland einzutreten. Man erwar⸗ tet bereits für die erste Hälfte des Mai den Austausch der gegenseitigen„Wunschlisten“.
In Frankreich macht die Stabilisierung des Fran⸗ ken große Sorgen. Der neue Steuergesetzentwurf des Finanzministers Péret soll dieselbe herbeiführen. Von der Annahme dieser Steuergesetze hing das Weiterbe— stehen des Kabinetts Briand ab.— In der Frühe des Ostersonntags beendeten die französische Kammer und der Senat ihre Beratungen über die Steuergesetzont— würfe Pérets. Die Kammer hat das Gesetz mit 365 gegen 145, der Senat mit 220 gegen 16 Stimmen angenom⸗ men.
In Rumänien wurde vom König der General Avarescu mit der Bildung der neuen Regierung betraut. Das neue Kabinett besteht aus Ministerpräsi— dent Avarescu, Minister des Innern Goga, Minister des Aeußeren Mitileneu, Finanzminister Lepadatu, Kriegs- minister General Mircescu, Minister für Handel und Gewerbe Coanda, Verkehrsminister General Valeanu, Minister für öffentliche Arbeiten Petrovici, Justiz⸗ minister Cudalbu, Unterrichtsminister Negulescu, Kul⸗ tusminister Goldis, Ackerbauminister Garoflid, Arbeits⸗ minister Trancu⸗Jassy, Minister für Volksgesundheit Lupas, Minister für Bessarabien Nitzas, Minister für die Bukowina Dori Popovici. Minister für Siebenbürgen Groza.
Averescu erklärte Pressevertretern, das Kabinett werde die Außenpolitik der früheren Regierung fort— setzen. Im diplomatischen Korps würden keine Verände— rungen vorgenommen werden. Außerordentliche Be— deutung messe er einer Verbesserung der italienisch— rumänischen Beziehungen bei und werde darauf sein Hauptaugenmerk richten. Die Freundschaft Averescus init Mussolini sei die beste Grundlage dafür.
In Griechenland sind die Präsidentschaftswahlen gewesen, die einen überwältigenden Sieg des Generals Pangalos ergeben. Die Oppositionsparteien haben ihren Anhängern Wahlenthaltung empfohlen. Trotz⸗ dem war die Wahlbeteiligung um vieles stärker als bei den letzten Gemeindewahlen.
Die Sowjetregierung hat jetzt auf die Note des Generalsekretärs des Völkerbundes eine Antwort erteilt, in der sie sich weigert, an der Abrüstungskonferenz teilzunehmen. In der Antwortnote teilt Tschitscherin dem Generalsekretär des Völkerbundes mit, daß die Sowjetregierung die Weigerung, die Abrüstungskon⸗ ferenz nach einem anderen Ort zu verlegen, als eine eng⸗ lische Intrige auffasse, wodurch die Abrüstungskonferenz sabotiert werde. Die Sowjetregierung gedenke nicht, die Entwaffnung der Roten Armee und Flotte vorzu— nemen.
„Evangelische Warte“
Nr. 16.
Ein gleichlautendes Memorantum ist an die Bot⸗ schafter Englands, Frankreichs, Italiens und Japans gerichtet worden.
Aus China wird gemeldet: Nur 16 Meilen von We⸗ king entfernt sind schwere Kämpfe zwischen den verbün⸗ deten Streitkräften Tschangsolins, Wupeifus und Lit⸗ schinglins und denen Fengyuhsiangs im Gange. Die Stadt ist noch immer von Truppenteilen Fengyuhsiangs besetzt. Das Geschützfeuer, das in der ganzen Stadt gehört wird, beunruhigt die Bevölkerung, die vom Lande in die Stadt hineinströmt.
Aus Marokko wird einerseits durch die französische Presse von Friedensvorbereitungen geschrieben, anderer⸗ seits wird von neuen Angriffen Abd el Krims und von seiner ungelähmten Angriffskraft berichtet.
Im Saargebiet ist der Franzose Rault durch den Kanadier Stephens in der Präsidentschaft der Re— gierungskommission abgelöst worden. Eine seiner ersten Amtshandlungen war die Wiederfreigabe der von Rault am 20. März auf vier Wochen verbotenen„Saar- Zeitung“ in Saarlouis.
Die Eisenbahnergewerkschaften haben beschlossen, in dem Prozeß gegen die Reichsbahn auf Anerkennung des Schiedsspruches des Reichsarbeitsministers das Kam⸗ mergericht anzurufen, das sich mit diesem grundsätzlich sehr wichtigen Fall demnächst zu beschäftigen haben wird. In der zweiten Instanz werden über die Frage, ob die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft der Schlichtungs— ordnung und damit deutschen Behörden untersteht oder nicht, sehr bekannte Wissenschaftler zu Worte kommen, deren Gutachten jetzt eingefordert werden sollen. Der Prozeß hat bisher bereits einen Kostenaufwand von über 50 000„ erfordert, und da zweifelsohne beide Parteien auch noch das Reichsgericht um eine endgültige Entscheidung angehen werden, ist zu erwarten, daß die— ser Streitfall mehrere 100 000, verschlingen wird.
Am Ostersonntag Morgen ist August Thyssen, fast 85jährig, gestorben. Im vergangenen Monat hatte sich Thyssen noch einer schweren Augenoperation unterziehen müssen, deren physischen Anforderungen er nicht mehr
Auf zur Tat!
Glückhaftes Schiff! Vor einem Jahre Verließest du das deutsche Land;
Du trugst den Ruhm von deutscher Arbeit In alle Welt, von Strand zu Strand.
Es schlugen höher unsere Herzen,
Die atemvolle Brust gespannt,
Mit tausend Wünschen, tausend Schmerzen, Dir, unser Zukunft Unterpfand.
Und heute tritt die harte Frage Erneut an ein verarmtes Volk:
Soll so die deutsche Luftfahrt enden, Verloren sein, was wir gewollt? Nein, niemals werden wir verzagen, In Not und Unglück nun erst recht! Wir wollen jedes Opfer tragen
Ein unerschütterlich Geschlecht.
Du leuchtend Bild im Flug der Sonne
Zeigst uns den neuen Weg empor!
Aus Unglück, Schicksalsschlag, Vernichtung Stiegst sieghaft du verjüngt hervor.
So sei's auch heut! Mit eurer Gabe
Schafft neu, was die Vergangenheit geraubt, Beweist mit euerm Opferwillen,
Daß ihr an Deutschlands Zukunft glaubt.
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und der Fapan⸗Misfion.
Von Missionsdirektor D. Dr. Witte. 6. Fortsetzung.
3. Sie sind fromm, aber ihr Leben bleibt arm an Liebe. Das gilt sowohl von der Familie, als auch vom öffentlichen Volks⸗ leben.
A. Die Familie. Natürlich gibt es auch in Japan Liebe der Mütter und Väter zu ihren Kindern und auch zwischen anderen Verwandten. Aber es gibt gewisse entscheidende Punkte, an denen sieht man, wie dort die Liebe nicht die so tief wie bei uns herrschende Macht ist. Nun wollen wir hier keine besonders sraurigen Einzelfälle aufführen, denn solche Einzelfälle, wenn buch vielleicht nicht so zahlreich wie in Japan, gibt es auch bei uns. Viel schlimmer sind die Dinge, die das ganze Leben in Japan in dieser Hinsicht kennzeichnen, und die bei uns, gottlob, durch das Christentum anders geworden sind.
1. Das Familienleben kann sich nicht gedeihlich entwickeln, po man die Frau so sehr niedrig einschätzt und entrechtet, wie das in Japan noch heute der Fall ist. Alice Schalek, eine öster⸗ eichische Schriftstellerin, die zweimal in Japan war, sagt in ihrem Buch„Japan, das Land des Nebeneinander“(Breslau 1925, Verlag von Ferdinand Hirt) mit Recht:„In dieser Rodernen Großmacht, die im Rat der Völker gehört werden will, it in Wahrheit die Frau auch heute noch nichts anders als eine Ert Sklavin. Schon das kleine Mädchen muß hinter dem Brü⸗ berchen, das im Hause alles bedeutet, zurückstehen, auf das Spiel⸗ eug verzichten, sich tyrannisieren lassen und es darf die bei jenem bewunderten Unarten nicht nachmachen. Wird es nicht früh⸗ seitig an„Geschaschulen“ verkauft, so bekommt es, ohne gefragt u werden, den vom Vater ausgewählten Gatten“.(S. 143.) 0 ei solcher Unterdrückung können die tiefsten Gemütswerte der Frau, die für die Familie und auch für die Veredlung der Männerwelt so wichtig sind, nicht zur Entfaltung kommen, und sie Frau kann für die Volksseele das nicht leisten, was sie bei So ist die Frau in Japan eine musterhafte
ihrtin. Alice Schalek schreibt:„In den wenigen Monaten, die
ich hier weile,
„Glauben Sie nicht, daß wir glücklich sind. Wir sind von Kind⸗
heit an darauf gedrillt, glücklich auszusehen, in Wirklichkeit sind wir alle, alle sterbensunglücklich.“
2. Die Einrichtung des Dirnenwesens und der Geschahge— schäfte, die in der feineren Form der Tänzerinnen und Sänger⸗ innen in Wahrheit nichts anderes sind als die anderen Dirnen, wirkt deshalb so verheerend, weil diese Dinge öffentlich aner⸗ kannt sind, und weil dieser unsittliche Verkehr auch für die ver— heirateten Männer nicht als tadelnswert gilt. So fehlt dort vollständig das öffentliche Gewissen. Daher sind denn auch die wirklichen Zustände des sexuellen Lebens viel, viel schlimmer als bei uns, selbst wenn man alles Traurige, was in dieser Hin⸗ sicht auch das christliche Europa aufweist, ohne Vertuschung an— erkennt.
3. Damit hängt der bereits erwähnte traurige Zustand des Verkaufs der Mädchen an Fabriken, Geschaschulen und Bordelle zusammen. Das ist der klarste Beweis für den Mangel an Liebe in den Familien. Oft werden die Mädchen, auch ohne Not, aus bloßer Geldgier verkauft. Ein Vergleich: Es gibt in Japan im ganzen 395 Schulen für höhere Mädchenbildung mit 109 857 Schülerinnen und zugleich 535 anerkannte Bordelle mit 173 837 öffentlichen Mädchen!
J. Den Zustand des Familienlebens kennzeichnet, ganz gewiß nicht zu düster malend, Missionar D. H. W. Meyers(im Japan⸗ Evangelist, 1920, S. 263 f.) mit den Worten:„Ich glaube, auch heute noch wird der Durchschnittssohn auf Befehl seines Vaters seine Frau entlassen und die Durchschnittstochter wird ihre Ehre verkaufen. Tatsache ist, daß viele Tausende von Häuslichkeiten durch die Laune der Schwiegermutter zerstört werden, und daß Zehntausende von Bewohnerinnen der liederlichen Viertel sich dort aufhalten, weil sie von den Eltern in die Sklaverei verkauft worden sind. Leider kann ich keine genaue Ehescheidungsstatistit geben, aber es steht ungefähr so, daß auf fünf Eheschließungen etwa zwei Ehescheidungen kommen“.„Die wirkliche Zahl der Ehescheidungen ist viel größer als sie in den Statistiken ange⸗ geben wird, wegen des Vorherrschens der Versuchsheiraten, die nicht gebucht werden.“ es sich gefallen lassen, irgend einmal entfernt zu werden. Ich erinnere mich, daß die kinderlose Frau eines christlichen Pre— digers von dem Schicksal des Fortgeschicktwerdens(durch die
ommt Frau auf Frau zu mir und beteuert:
„Eine kinderlose oder kranke Frau muß
gewachsen war. August Thyssen war Gründer des be⸗ 1 0 Thyssen-Konzerns und Mitglied der Zentrums⸗ partei.
Was jeder Evangelijche wijsen muß.
Ein Katholik vermacht sein Vermögen einer evangeli⸗ schen Gemeinde.
Der zu Ende Februar in Wien verstorbene Hof⸗ rat i. R. Mauritius Wasserburger vermachte letztwillig sein Vermögen der evangelischen Gemeinde Wien zur Errichtung eines Heims für Hochschüler evangelischen Bekenntnisses, soweit sie nicht dem Studium der Theo⸗ logie obliegen(für evangelische Theologen besteht in Wien bereits ein, derzeit allerdings notleidendes, Theo⸗ logenheim). Hofrat Wasserburger, Sproß einer alten Wiener Bürgerfamilie, gab seinem Vermächtnis fol⸗ gende Begründung:„Obwohl selbst mich zum römisch⸗ katholischen Glauben bekennend, muß ich in Erkennt⸗ nis, daß das evangelische Bekenntnis dem deutschen Wesen näher verwandt ist als das römisch⸗katholische, jenem auch deshalb meine volle Förderung über das Grab hinaus angedeihen lassen, weil es schon entspre⸗ chend seiner Gliederung den Deutschen in der Diaspora einen ungleich größeren Halt bietet und damit auch eine wirksamere Bürgschaft für deren Bestand gewährt.“ Mit der Durchführung wurden fünf Herren betraut, an ihrer Spitze die Universitätsprofessoren Dr. Wilke und Dr. Völker, beide von der Wiener evangelisch— theologischen Kakultät. Die Wiener evangelische Ge— meinde verwaltet schon eine andere Studienstiftung, die sie dem Vermächtnis eines Katholiken verdankt.
Auch die evangelische Gemeinde Salzburg besitzt
eine Stiftung aus dem Nachlaß einer katholischen Grä⸗ find Recoagni-Firmian, die damit„das Unrecht sühnen wollte, das einer ihres Geschlechts, der Erzbischof Graf Firmian, den Protestanten, zugefügt.“
Die Religion in der Ehe.
Die Ehe wird nicht mehr in ihrer religiösen Be⸗ deutung verstanden, weil die Wertung der Religion selbst so tief gesunken ist. Sie ist nicht, was sie sein sollte: die alles beherrschende Lebensmacht und darum tiefstes Lebensbedürfnis. Die allgemeine religiöse Gleichgültigkeit drückt die Höhenlage der Ehe herab. Es gibt nur wenige Brautleute, die sich religiös nähren und in der Ehe Glaubenseinheit suchen. Die meisten Ehe⸗ schließenden erwarten von der Ehe gar nicht solche tiefe Gemeinschaft, weil schon in ihrem persönlichen Leben die Religion gar keine Rolle spielt. Sie kennen dieses Ideal nicht, weil sie es auch bei den Eltern nicht sehen. Dabei mag die Familie eine gewisse Kirchlichkeit bei⸗ behalten; Trauung, Taufe und Konfirmation mögen noch selbstverständliche Sitten sein, aber die Familie ist nicht mehr Hausgemeinde. Wenn Kinder solcher Fami⸗ lien in die Ehe treten, mag Gleichheit der Konfession er⸗ wünscht sein, aber sie wird nicht für notwendig gehalten. Es kommt bisweilen vor, daß, wenn zwei Kinder einer Familie gleichzeitig heiraten, das eine in der evange⸗ lischen, das andere gleichzeitig in der katholischen Kirche getraut wird. Das ist nur möglich, wenn bei äußerlich aufrecht erhaltener Kirchlichkeit eine vollständige Ver⸗ flachung des religiösen Lebens eingetreten ist. Diese Verflachung ist so allgemein, daß die Anormität der Mischehe weithin gar nicht mehr empfunden wird.(Aus: von der Heydt, Die Mischehe. Praktisches Handbuch für evangelische Mischehenarbeit. Berlin 1926. Verlag des Evangelischen Bundes E. V.)
Familie) nur gerettt wurde durch den starken Einspruch von zwei Amtsbrüdern des Gatten.“
B. Das öffentliche Volksleben. 1. Eine Kultur wie die japanische, in der das einzelne Menschenleben so wenig gilt, konnte natürlich keinen Sinn haben für die Hochschätzung auch des ärmsten Menschen und des jammervollsten Kindes, wie das bei uns der Fall ist. Auch wir ringen ja immer noch um die Durchführung unserer aus dem Christentum erwachsenen, im vorchristlichen Europa auch unbekannten, sozialen Ideen. Es gibt heute noch in Japan Zustände an brutaler, an Sklaverei erinnernder Ausnutzung auch männlicher Arbeiter, die bei uns heute völlig unmöglich sind. Im Hokkaido, im Norden Japans, gibt es Arbeiterlager, die in Ausbeutung und unmenschlicher Behandlung dieser Sklaven das Furchtbarste zeigen. Aber sehen wir einmal von diesen Einzelfällen wieder ab, so fehlt eben Japan die Grundvoraussetzung für die soziale Liebe und Hilfs⸗ tätigkeit, auch den Religionen fehlt sie. Die junge christliche Be⸗ wegung leistet heute darin viel mehr als die großen, alten Reli⸗ gionen. Nach einer amtlichen Statistik vom Jahre 1920 hatte der gesamte Schintoismus an Liebeswerken: 2 Kindergärten mit 73 Kindern, 1 Volksschule mit 117 Kindern, 2 Mittelschulen mit 1093 Schülern, 1 Waisenhaus mit 53 Kindern, 1 Gefangenenheim, 1 Säuglingsheim, 43 Sonntagsschulen mit 137 Lehrern und 4577 Schülern. Der Buddhismus gab im gleichen Jahre 1920 den Bestand seiner Liebeswerke mit folgenden Zahlen an: 24 Heime für Verwahrloste, 11 Altersheime, 16 Krankenhäuser, 70 Kinderheime, 21 Reformschulen, 12 Volksschulen, 7 Schulen für Taubstumme, 2 Schulen für Blinde, 18 Säuglingsheime, 9 Arbeitsvermittlungsbüros, 8 Arbeiterlogierhäuser, 462 Vereine für entlassene Gefangene, 1 Aussätzigenheim, 6 Waisenhäuser, 43 andere Vereine.(Die Angaben über die Zahl der Schüler und Insassen dieser Anstalten fehlen.) Außerdem gibt die amt⸗ liche Statistik an: 1901 Sonntagsschulen mit 4283 Lehrern und 290 574 Kindern.
Man kann die alten Religionen und ihre Anhänger nicht so scharf scheiden wie bei uns. Denn die Japaner sind vielfach Schintoisten und Buddhisten zugleich. Aber man rechnet zum Schintoismus als besondere Anhängerschaft rund 16 Millionen mit 70537 Priestern. Zum Buddhismus rechnet man 45 Mil⸗ lionen mit 123 000 Priestern.
(Fortsetzung folgt.)


