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k. Sonnabend, den 15. Mai 1926.
„Evangelische Warte“
Nr. 20.
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fung, IJIgn Schaumburg⸗Lippe soll nach einem Gesetzent⸗ wurf, der von dem Landtag in Bückeburg in erster e d ö Lesung einstimmig angenommen wurde, am 6. Juni eine
bun, Volksabstimmung über den Anschluß an Preußen statt⸗ Mita finden. Der Anschluß wird aus wirtschaftlichen Grün⸗ den für notwendig gehalten. Es verdient jetzt besonders bemerkt zu werden, daß die Unmöglichkeit, sich wirt⸗ schaftlich und finanziell selbständig zu halten, besonders läge darauf beruht, daß die Unterstützung des ehemaligen 1 Landesherrn, der ein sehr erhebliches Privatvermögen kiel, besaß und dem Lande viel einbrachte, weggefallen ist. it nah Der deutschnationale und volksparteiliche Antrag, gerehh, die Wahldauer des Mecklenburgischen Landtages für
April beendet zu erklären, ist in der Landtagssitzung 1% am 29. April nach Schluß der Debatte einstimmig an⸗ genommen worden. Die Neuwahlen sind auf den 13. Juni angesetzt. Die bereits in der vorigen Woche — zurückgetretene Regierung wird bis zum Zusammentritt des neuen Landtags die Geschäfte weiterführen.
Die Zentrumsfraktion des Reichstages wählte ein⸗ der Ge stimmig den Reichsjustizminister Dr. Mar x zum Frak⸗ nicht) tionsvorsitzenden an Stelle des verstorbenen Abg. Feh⸗ werde renbach. Als stellvertretende Vorsitzende mit gleichen inigun Rechten wurden mit großer Mehrheit die Abgeordneten Cewel, b. Guͤérhard und Dr. Stegerwald gewählt. Die stützug Annahme des Postens als Fraktionsvorsitzender durch le wi Dr. Marx ist sicher; es steht jedoch noch nicht der Zeit⸗ sschast punkt fest, wann er seinen Ministerposten zur Ver⸗
fügung stellen wird. Als Nachfolger im Amt des Reichs⸗ sind ie justizministers wird von der Zentrumsfraktion der zusehe, Vizepräsident des Reichstages, Dr. Bell, präsentiert reit werden.
n. De Unter dem Kennwort„Sparer⸗Bund— Dr. Best“
n. ist dem Reichsministerium des Innern der Antrag auf
weit un Zulassung eines Volksbegehrens zur Abänderung der
nen M. Aufwertungsgesetze vom 16. Juli 1925 eingereicht worden.
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de, Whs jeder Evangelijche wijsen muß.
Nömisch⸗katholische Angst.
ete an Trotz aller lebhaft betriebenen Propaganda und dt Han, aller Angriffslust bricht im römischen Katholizismus
immer wieder eine geheime Herzensangst hervor, die huß d ein Zeichen innerer Unsicherheit und Schwäche ist. So zur ü, schreibt die„Allgemeine Rundschau“ vom 3. April 1926: demoln.„Wir Katholiken haben wahrhaftig keinen Anlaß, Bolte, Siegesfanfaren zu blasen, weder politische und kultu⸗ bgelehn relle.— Nur ein einziges Beispiel für sich Gibt es auch und he. fur irgendwo eine Landschaft in Deutschland, die noch okratsch geschlossen katholisch wäre, noch einen alten katholischen moktlase Landesteil— wenn man nicht gerade allerkleinste ien a Distrikte nimmt— wo die protestantische Durchsetzung ent ficht wenigstens schon einige Prozent erreicht hätte? ent Anderseits sind die meisten protestantischen Gegenden sehten trotz der katholischen Einwanderung noch genau so stock⸗ chstag, protestantisch wie vor 100 Jahren; der katholische Zu⸗ leichen zug ist spurlos wegassimiliert worden(gemischte Ehen).
Wenn es so weiter geht, wird ganz Deutschland zur Debole Diaspora. Von den Großstädten dürfte höchstens wischen Aachen noch zu 90 Prozent katholisch sein. Und in Oles Münster in Westfalen wirken sogar katholische oder schennt doch ganz aus Katholiken bestehende Gesangvereine an d goß l Wohltätigkeitskonzerten mit, die den dortigen Pro⸗ geordseh testanten, Nachkommen zugewanderter preußischer
Bürokraten, die Mittel zum Bau einer dritten pro⸗
spälhe Nel testantischen Kirche beschaffen sollen Kann man er fah, denn die verschlafenen Katholiken überhaupt nicht 1 gesth wachrütteln? Nicht kulturelles Mindest müßte die 4 Und dazu
Forderung sein, sondern kulturelles Best! bedarf es auch politischer Voraussetzungen.“
6 Da wich der Amtmann Stubenrauch mit dem Holzhäuser Schultheißen vom Platz, indem er immerfort rief:„Man nehme sich in acht! Man nehme sich in acht!“ Der Schultheiß Dorsch aber folgte ihm bis auf die Straße,
ac indem er schrie:„Ich fürchte mich nicht; wer sich in acht nehmen 15 muß, das wird schon ausgemacht werden.“
0 1 Dann gingen die beiden Parteien nach verschiedenen Seiten 1% euseinander.
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e Neues aus dem japanishen Leben altes 1. f
a, und der Fapan⸗Mission.
in 10 Von Missionsdirektor D. Dr. Witte.
10(Schluß.)
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1 Alle unsere Freunde sollten jede sich ihnen bietende Gelegen⸗ dug] beit benutzen, um mit den in Europa vorübergehend lebenden gellotel Japanern Fühlung zu suchen, sie in christliche Familien einzu⸗ lden in den engen Hauskreis, nichtzu Gastereien, und sie mit inserem christlichen, kirchlichen Leben bekannt zu machen. Das nuß natürlich mit Takt und Vorsicht geschehen. Jedes Drängen Schon die Pflege rein menschlicher, freund⸗
aber. ir zu vermeiden. N, freun von Hose, leher Beziehungen zu den Japanern macht Eindruck. Die meisten . bedefl Japaner, die bei uns leben, lernen nur die Fabriken und Univer⸗ stäten, die Theater und Konzertsäle und womöglich viele
bentuuß splechte Oertlichkeiten kennen und sogenannte„Gesellschaften“, Stun. 1 laßerliche Geselligkeiten in großem Kreis, aber nur sehr wenige 1 ud 0 hemmen mit unserem stillen, guten Familienleben in Verbin⸗ 1 55 lung und noch weniger mit unserem kirchlichen Leben. Viele von st, u. Fnen, sind schon aus Wißbegierde, sehr dankbar, wenn man
nen auch die Kenntnis dieser intimen Seiten unseres Lebens ermittelt, und viele fühlen sich in unserem Familienkreise sehr nohl, auch wenn sie es nicht so offen äußern, wie wir als Euro⸗
üer es gewohnt sind. Durch die Pflege des Verkehrs mit den lben 90 apanern hier in Europa können unsere Freunde direkt und Diele, sedirekt auch die Reichsgottesarbeit draußen in Japan fördern dg elfen. Aus meinen eigenen Erlebnissen möchte ich nur von drei
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Aus Polilik und Parlament.
Die Einleitung des Volksbegehrens auf Landtags⸗ auflösung in Hessen. Die Parteivorsitzenden und die Landtagsfraktionen
des Hessischen Landbundes, der Deutschen Volkspartei
und der Deutschnationalen Volkspartei haben auf Grund entsprechender Entschließungen ihrer Landes-
ausschüsse einmütig beschlossen, unverzüglich das Volks⸗ begehren auf Landtagsauflösung in Hessen durchzu-
führen. Die beteiligten Parteien sind übereingekom— men, bei der Neuwahl des Landtags einen gemeinschaft⸗ lichen Wahlvorschlag aufzustellen. Sämtliche Beschlüsse der drei Parteien wurden einstimmig gefaßt.
Evangelische Eltern geht zur Elternbeiratswahl 1926.
Alle zwei Jahre finden in Preußen die gesetzlichen Elternbeiratswahlen für die Schulen statt. Der Ter⸗ min naht wieder heran. In der Provinz Sachsen wählt man bereits Mitte Mai, im übrigen Preußen, sowie Groß⸗Berlin erst am 6. Juni. Noch ist der große Erfolg vom Jahre 1924 in aller Erinnerung, wo die christlichen Elternlisten mit überwältigender Mehrheit siegten. In Groß-Berlin, um ein Beispiel zu nennen, gewannen sie 4197 Sitze gegen 884 sozialistische und 166 kommunistische, damit gewannen sie drei Viertel aller vorhandenen Sitze. Für die Wahlen dieses Jahres hat bereits— namentlich auf dem Lande— eine starke frei— denkerische Agitationsarbeit eingesetzt. Möchten die evangelischen Eltern überall zur Wahl gehen und nicht in fauler Wahlmüdigkeit oder Gleichgültigkeit, die schon so vielen Schaden in diesen Jahren taten, die Zu— kunft unserer Jugend gefährden dadurch, daß sie die Wahl versäumen. Die Entscheidung über das lange verheißene Reichsschulgesetz kommt! Verhetzung, Reli— gionsfeindschaft und Dummheit bedrohen die evange— lische Staatsschule! Eltern, tut eure Pflicht. Auf zur
Wahl! 3 Aus Nah und Fern.
Eröffnung eines Lehrlingsheims in Wiesbaden.
Ein lang empfundenes Bedürfnis hat man jetzt endlich behoben. Jungen Leuten jeden Berufes und jeden Standes, die in Wiesbaden in der Lehre sind oder dort ein Lehrstelle anzutreten gedenken, Gehilfen, die dort tätig sind, Schülern, welche die Schule in Wies⸗ baden besuchen, ist durch die Errichtung eines Lehrlings- heims in Wiesbaden, Lehrstraße 11, nunmehr eine Stätte geschaffen, wo sie freundliche Aufnahme(Woh— nung und Verpflegung) gegen ein billiges Entgelt fin⸗ den. Das Heim ist auf das behaglichste und freund— lichste, ganz der Neuzeit entsprechend, und auf gemein⸗ nütziger Grundlage eingerichtet. Es will seinen Be⸗ wohnern Heimat und Familienleben ersetzen und ins⸗ besondere die jungen Leute vor den Gefahren der Groß— stadt schützen. Das Heim wird von einer lange in der Jugendpflege tätig gewesenen und erfahrenen Kraft ge— leitet. Anfragen werden von der Leitung des Heims, Wiesbaden, Lehrstraße 11(Telephon Nr. 2241), bereit⸗ willigst und gerne beantwortet.
Darmstadt. Die diesjährige Superintendentur⸗ Konferenz der Geistlichen der Provinz Starkenburg fand am 28. April im großen Saale des Landeskirchen⸗ amtes statt. Sie war überfüllt besucht. Eröffnet wurde die Tagung mit Gesang von„Komm, heiliger Geist“. Schriftlesung und Gebet hatte Dekan Keil ⸗Spach⸗ brücken. In seiner Begrüßung und einleitenden An⸗ sprache richtete der Superintendent der Provinz, Ge⸗
heimrat D. Dr. Flöring, ernste Worte der Mahnung n
und der Aufmunterung an die Geistlichen, zugleich der
Heimgegangenen des letzten Jahres gedenkend. Den Vortrag hatte der Prälat der Landeskirche, D. Dr. Diehl, übernommen. Der Kenner der Hessischen Kirchengeschichte sprach in 1½stündigem Vortrag über „Die Reformation in Hessen“. Diese Reformation ist Zunächst evangelische Volksbewegung gewesen, nicht von
Fürsten, Standesherren und anderen Obrigkeiten ge—
macht, sondern spontan aus dem Volke entstanden. Zahl⸗ reiche geschichtliche Beispiele beweisen dies. Ober— Mörlen, Gießen, Hanau-Münzenberg, Hanau, Hanau— Lichtenberg, Pfalz und Alzey und andere Gebiete, auch das Wiedertäufertum war durchweht von einer gewal— tigen religiösen Bewegung, getragen von ganz hervor— ragenden Geistlichen und Laien. Es ist nirgends von Reformation zu reden ohne diese evangelische Bewegung. Die Reformation geht nicht von oben nach unten, son— dern von unten nach oben. Das zweite Moment der Re— formation, das sich auf dem ersten aufbaut und auf ihm erst möglich ist, war das jus reformandi, das Recht der Einführung der Reformation der Fürsten und anderen Obrigkeiten. Wo es in die Hand genommen wurde, wurde die gesamte Gemeinde und jeder einzelne, ob er wollte oder nicht, in die neue Konfession übergeführt. Es ist Geschichtsfälschung, zu sagen, daß bei der Ein⸗ führung der Reformation durch die Obrigkeit einzelne katholisch bleiben konnten. Wurde die Gemeinde evan⸗ gelisch, so wurden es all ihre Glieder, und der Katholi— zismus hörte auf. Die große Bedeutung der obrigkeit— lichen Einführung der Reformation, die stets nur kam
auf Grund einer vorhergehenden evangelischen Be—
wegung, liegt darin, daß an Stelle des Untergeordneten das Geordnete trat, und daß von der Kirche ein ganz neues Bildungsideal aufgestellt und— man vergleiche die großartige Gründung der Universität Marburg— mit kirchlichen Mitteln durchgeführt wurde. Die Sti— pendiateneinrichtungen waren vom sozialen Landgrafen und von der sozialen Kirche hervorragende Werke. In dem Vermögen des Hofheimer Hospitals, das aus über⸗ schüssigen Kirchengeldern noch besonders gespeist wurde, waren Summen von ungeheurem Ausmaß vereinigt. Dafür wurden Hunderte von Kranken im Hospital frei unterhalten, Blinde, Epileptische, Gebrechliche, Krüp— pel, Taubstumme, Sieche, Bankrotte— eine riesige Sammelanstalt der Inneren Mission, glänzend fundiert und glänzend verwaltet. Die Reformation hat also ein ganz neues soziales Wesen und Leben gebracht. Eine gänzliche Umgestaltung des sozialen Lebens bis ins Kleinste. Kaum ist also die Reformation in Hessen eingeführt, da beginnt man zwei große soziale Werke, die Gründung der Universität Marburg nebst ihrer Stipendiatenanstalt, und das riesige soziale Werk des hohen Hospitals in Hofheim. Diese Umgestaltung der Kirche in eine neue Bildungs⸗Sozial⸗Anstalt ist das Werk der Reformation durch die Fürsten und anderen Obrigkeiten.
Das dritte Moment der Reformation bilden zahl⸗ reiche Einzelreformationen. Sie sind hervorgerufen durch die Gegenreformation der wiedererstarkenden katholischen Kirche, von ihr kurz genannt„Reformation“ und durch das Eindringen der kalvinistischen Gedanken, das auch eine Gegenreformation gegen die lutherische Reformation darstellt. Diese Gesamtreformation wurde von der Lutherischen auf das entschiedenste und mit un⸗ geheueren Opfern und Martyrien abgewehrt. Aber viele, viele erlagen, obschon sie die Bibel und das Evan⸗ gelium besaßen, weil die Kirche, die religiöse Volks⸗ gemeinschaft, nicht mehr da war. Hier sagt uns die Geschichte der Reformation in Hessen, was wir an un⸗ serer Kirche haben, und daß wir heimatlos werden, wenn
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1. Vor einigen Jahren, nach dem Kriege, sandte die japanische Regierung einen Regierungsrat des Erziehungsministeriums nach Europa zum Studium unserer christlichen, kirchlichen Ein⸗ richtungen und Zustände. Herr T. K. wurde durch unsere oberste Kirchenbehörde mir zugewiesen zur Einführung in das praktische, kirchliche Leben. Ich besuchte mit Herrn T. K. einige Gottes⸗ dienste in unseren schönen Kirchen. Ich ließ ihn teilnehmen an einem Fest des Jungmännervereins„Wartburg“ in Berlin⸗ Steglitz, dessen Aufführung und Musikdarbietungen sein großes Interesse erregten, ich brachte ihn in einen Kindergottesdienst unseres Freundes, Pfarrers Lic. Moldaencke. Und gerade diesen Kindergottesdienst hat er dann auch ohne mich noch mehrfach besucht. Auch an einer Tagung des Verbandes unseres Missions⸗ vereins und einem Missionskursus für Pfarrer in Eisenach nahm Herr T. K. teil und bezeugte lebhafte Teilnahme an unseren Bestrebungen. Als ich im Sommer 1924 in Japan war, hat Herr T. K. mir in jeder erdenklichsten Weise geholfen, mich in meinen Reiseplänen zu unterstützen. Ihm danke ich es z. B., daß ich mit den leitenden Priestern der großen schintoistischen und budd— histischen Tempel in nahe Berührung kam. Er hat unserer Mis⸗ sion ein warmes Herz bewahrt und erklärte sich bereit, uns in jeder Weise zu helfen. Und er vermag heute viel. Denn er ist heute der Leiter der Religionsabteilung des Erziehungsmini— steriums, also der entscheidende Mann für alle offiziellen Be⸗ ziehungen des Christentums und des Buddhismus zum japa⸗ nischen Staat. Die Freundschaft dieses Mannes ist für uns von großem Wert.
2. In Berlin lernte ich auf einem Missionstee einen Japaner, Herrn Iteda, kennnen, der hier Berichterstatter für die größte Tageszeitung Tokyos, die Hochi-Schinchun, war. Diese Zeitung hat mehr als 900 000 Leser. Herr Ikeda kam dann auf meine Einladung oft in mein Haus, und wir wurden gut miteinander befreundet. Als Herr Ikeda im Januar 1924 hörte, daß ich im Begriff sei, nach Japan zu reisen, schrieb er an seine Zeitung wohl allerlei Gutes über mich. Genug, kaum war ich in Tokyo angelangt, erhielt ich von der Zeitung eine Einladung, ich möchte doch in dem großen Saal ihres imposanten Gebäudes einen Vor⸗ trag halten über das deutsche Geistesleben nach dem Kriege. Ich habe dabei sehr ausführlich über die Bedeutung des Christen⸗ tums für die innere Wiedergeburt und die äußere Gesundung
Deutschlands gesprochen. Und reichlich tausend Japaner und
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e Japanerinnen haben gespannt mehr als zwei Stunden zugehört. So hatte ich dort in Tokyo Gelegenheit, vor tausend Menschen vom Christentum zu reden. Das war die Wirkung meines Ver⸗ kehrs mit Herrn Ikeda in Berlin.
3. Im Jahre 1913 war ständiger Gast in meinem Hause in Berlin— er verlebte bei uns auch das Weihnachtsfest— ein junger japanischer Regierungsrat aus Tokyo Herr K. Nach Japan heimgekehrt, stieg er sehr schnell empor und wurde Prä— sident des Eisenbahndirektionsbezirks Tokyo. Als solcher hat er 44000 Beamte unter sich. Nun hat die japanische Regierung für die Eisenbahnbeamten ein Vortragswesen eingerichtet. An bestimmten Sammelpunkten des Verkehrslebens werden vor kleineren und größeren Gruppen von dienstfreien Beamten Vor⸗ träge gehalten über alle möglichen Gebiete des Lebens, auch über die Fragen der Religion. Herr K. hat nun unserem Pfarrer Akaschi Vorträge über das Christentum übertragen in seinem ganzen Direktionsbezirk. Auch in den Schulen, in denen die Eisenbahnbeamten ausgebildet werden, redet Pfarrer Akaschi an festgesetzten Tagen. Pfarrer Akaschi hat freie Fahrt in dem ganzen Direktionsbezirk und kann nun in einem großen Kreis von Menschen dauernd evangelisieren. Als ich mit Pfarrer Akaschi in diesem Bezirk Reisen machte, wurde er überall von vielen Beamten mit großer Freude als„Sensei“(Lehrer) be— grüßt. Auf Herrn K.'s Einladung hielt ich auch vor 500 Eisen— bahnbeamten einen Vortrag in Tokyo. So wirken sich in Japan draußen die Freundlichkeiten aus, die man hier in der Heimat den Japanern erweist.
Eine Bitte zum Schluß.
1. Gottes Wille ist, daß durch das in Christus uns geschenkte Heil die ganze Menschheit gerettet werde.
2. Gottes Wille ist, daß wir Christen, die wir dies Heil besitzen, die Rettung der Welt verwirklichen sollen, in seinem Auftrag und durch seine Kraft.
3. Gottes Segen ruht sichtlich Japan. Aber es leidet unter den Folgen der bösen Jahre.
4. Helfen Sie durch eigene Opfer und dadurch, daß Sie bei vielen anderen um reichliche Opfer für unsere Mission bitten, daß wir unser Werk in Japan mit den nötigen Mitteln unter⸗ stützen können.
auf unserem Missionswerk in letzten zehn
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