Sonnabend, den 12. Juni 1912.
Unsere persönliche Aufgabe im Volksdienste. Der englische Generalstreik und die Kirche.
(Dem„Aufwärts entnommen.)
An jedem der vielen Punkte, an denen mein Leben mit dem des Volkes in Berührung steht, will Gott durch mich umschaffend, reinigend in dies hineinwirken. Ich kann hier nur an einigen Punkten kurz andeuten, wie das geschehen kann, welche Aufgabe sich uns damit stellen könnte.
Das Stück des deutschen Volkes, das jedem von uns ganz persönlich anvertraut ist, ist unser eigenes leibliches Leben. Leib und Seele, körperliches und geistiges Leben uns unter der Zucht des Geistes Gottes frei und stark machen lassen, das ist das Größte, was wir unserem Vaterlande schenken können, denn damit schenken wir ihm ganze Männer und ganze Frauen, gerade das, was ihm am meisten fehlt und an dessen Mangel es heute zu Grunde geht. Uns frei machen lassen, von jeder Ge— bundenheit an Sünde und Laster, kämpfen bis aufs Blut, daß an unserm Teil die Ketten brechen, mit denen die Mächte der Finsternis unser Volk heute ganz anders knechten und entnerven, als alle menschlichen Gegner mit denen von Versailles es vermögen. Heuchelei und Lüge ist jede nationale Gesinnungsäußerung, wenn hier in der heiligsten nationalen Pflicht nicht ein ganzer Wille einsetzt und um Gottes Hilfe gerungen wird.— Und uns stark machen lassen an Körper und Geist in körperlicher Uebung, Sport und Spiel; zum mindesten eine gewissen— hafte Zimmergymnastik erlauben uns die Verhältnisse wohl stets, wo nur der Wille da ist, die Trägheit zu überwinden, meist aber mehr; und in straffer geistiger Arbeit, im Ringen nach Klarheit im Tiefen, auch wenn es sehr schmerzhaft wird, und nach Treue im Kleinen, auch wenn es sehr langweilig wird.—
Dieses Stück des deutschen Volkes, unser Ich, ist nun mit dem Ganzen durch mannigfache Ordnung und Ge— bilde hindurch zu einem lebendigen Organismus verbun⸗ den; durch kleine und große Gemeinschaften hindurch sind wir Glieder der Volksgemeinschaft. Allen diesen sozialen Gebilden gegenüber haben wir eine gemeinsame Pflicht. Hineintragen sollen wir in sie ein Leben in unbedingter Ehrlichkeit und unbedingter Dienstbereitschaft wie steter Bereitwilligkeit zum Vergeben bei aller Wahrung des eigenen Lebensrechts. Diese drei Dinge sind der Kitt aller Gemeinschaft, und ihr Fehlen, eben die Frucht des Fehlens ganzer Männer und Frauen, hat unser Volk zerstört.
Der Körper des Volkslebens, in dem wir zunächst stehen als Kinder, als Geschwister und Hausgenossen und später als Eltern, ist die Familie. Sie ist die Keimzelle des Volkes, der entscheidende Ansatzpunkt für seine soziale und sittliche Zerstörung oder Gesundung. Ansere Stellung zu Vater und Mutter sowie den übrigen Fami⸗ lien- und Hausgenossen ist der Prüfstein für unsere soziale Gesinnung wie die zum eigenen Körper und Geist der für die nationale und wie beide für unseren Gehor—
sam gegen Gott, Ehrfurcht, Dienst bis zum letzten ist
unsere Pflicht und dem jüngeren Geschlecht gegenüber wohl vor allem, daß wir ihm keinen Anstoß geben. Und doch kann uns der Gehorsam gegen Jesus von den Näch⸗ sten scheiden, und unsere schwerste Aufgabe, die uns Christen das Familienleben stellt, ist es, daß ein Nein, das wir um Gottes Willen zu verkehrten Wegen sagen müssen, die die Familiengenossen gehen, nicht zu einem Nein zu diesen selbst wird, nicht die Ehrfurcht gegen Eltern und die Liebe zu Geschwistern zerstört. Hier brauchen wir viel Vergebung und oft auch viel Hoffnung. P. Gerh. Noske.
— E is, Maizena.
dq as Kraft mehl und gebacł
Wer mich belennel.
Von Erwin Gros. 12. Fortsetzung.
Da erschrak Peter Michel, der Schultheiß, in tiefster Seele und schaute die neben ihm stehenden zwei Gerichtsschöffen voll Bedenklichkeit an. Was würde das für ein Himmelgeldspiel kosten! Und die Last konnte nicht auf die Gemeinde abgewälzt werden; sie mußte von den paar Leuten hier getragen werden. Da war er schön dumm gewesen, als er konvertierte.
Doch alsbald fiel ihm ein Stein vom Herzen, als der Prie— ster nach einer Kunstpause fortfuhr, daß seine Exzellenz in An— sehung der bis dato noch schwachen Gemeinde das Gotteshaus auf eigene Kosten erbauen, auch zunächst die Hauptlast der neuen Pfarrei auf sich nehmen wolle, bis die Gemeinde, was zu er— hoffen, gewachsen und stark geworden wäre. Das tue Seine Exzellenz in majorem Dei gloriam, zur größeren Ehre Gottes und um den Gläubigen ein Exempel des Eifers für die allein— seligmachende Kirche zu geben, damit auch anhiero zu Holzhausen die Ketzerei dem rechten Glauben weiche, und viele verirrte Schafe wieder zur Herde des Heiligen Vaters, des von Jesus Christus verordneten Hirten und Stellvertreters auf Erden, zurückkehrten. Diesem Exempel müßten alle Gläubigen nach— streben. Alsdann wurde noch der Segen Gottes auf das Haupt des hohen Stifters erfleht, und zuletzt das Gemeindlein ent— lassen.
Am Montag reiste seine Exzellenz nach Frankfurt weiter und ließ ein ganz und gar verstörtes Dorf hinter sich.
„Paßt auf,“ hieß es,„ob nicht die ganze Gemeinde Fron— dienste tun muß, als da sind, das Fundament graben, die Steine und das Holz herbeifahren, den Handlanger beim Bau spielen.“
„Jawohl, gegen unsre eigene Konfession werden wir an dem Werk helfen müssen!“
„Aber, was will man machen, da heißt es wieder einmal für uns arme Bauern, leg dich krumm, dann wird dir Gott helfen.“
„Ihr Leute“, fuhr da Peter Kitz dazwischen,„es ist noch nicht aller Tage Abend. Wie ich gehört habe, kommt der Landgraf
„Evangelische Warte“
(Entnommen aus„Das Ev. Deutschland“.)
Man weiß, daß in England die Kirche und die Ar— beiterschaft nicht so abgrundtief auseinander gekommen sind wie auf dem Kontinent. Die Arbeiterschaft ist nicht so religiös-feindlich wie diejenigen des Kontinents und nimmt vielfach auch am kirchlichen Leben teil. Anderer⸗ seits hat die Kirche seit den Tagen von Carlyle, King— sley, Denis das soziale Problem mit Sorge und Teil⸗ nahme betrachtet und behandelt. Diese Verbindung wurde nun wirksam, als es sich bei dem ausgebrochenen Streik darum handelte, einen Weg zur Schlichtung des Konfliktes zu finden. In weiten kirchlichen Kreisen war man sich klar, daß die Kirche nicht gleichgültig oder un— tätig zuschauen dürfe. Schon als der Ausbruch des Streikes drohte, erging am 2. Mai ein gemeinsamer Aufruf zum Gebete, unterzeichnet von neununddreißig Bischöfen und Führern der Freikirche. Am 3. Mai ver⸗ langte die Generalversammlung der Presbyterianer, daß die Regierung die Verhandlungen fortsetze und daß unter allen Umständen für ein genügendes Auskommen des Arbeiters, besonders für den hart arbeitenden Berg⸗ mann, gesorgt werde. Als Carnegie Simpson, Professor am Westminster College in Cambridge, diese Erklärung vorbrachte, sagte ein Gewerkschaftler, der Mitglied der Versammlung war, daß er stolz sei, zu einer solchen Kirche zu gehören. Auch andere Kirchen traten für eine Verständigung ein.
Drei Tage nach Ausbruch des Streikes beriet sich eine Gruppe von Anglikanern und Freikirchlichen mit dem Erzbischof von Canterbury wegen einer gemein— samen Aeußerung der Kirchen. Man einigte sich auf eine Botschaft, die schließlich in ihren wesentlichen Punkten folgende Form erhielt:
Kirchliche Vertreter von ganz England sind über— zeugt, daß eine Lösung nur aus einer Verständigung und nicht aus einem Klassenkampf heraus erreicht wer— den kann. Je länger der Kampf dauert, um so mehr werden alle leiden müssen. Sie ersuchen daher die be— teiligten Parteien, ernstlich die Verhandlungen wieder aufzunehmen und sich nicht durch Hindernisse abschrecken zu lassen, die in den letzten Tagen aufgetaucht sind. Wenn wir einen Vorschlag machen dürfen, so würden wir den Status quo von Freitag Nacht als Unterhand— lungsbasis vorschlagen. Wir glauben unbedingt an eine mögliche Schlichtung und schlagen vor
1. daß der Streik abgebrochen werde,
2. daß die Regierung die Kohlenindustrie weiterhin für eine kurze Zeit unterstütze,
3. daß die neue Lohnskala von den Grubenbesitzern zurückgezogen werde.
Aber diese versöhnende Haltung war nicht allen Elementen der Regierung genehm, und sie verhinderten wahrscheinlich gegen den Willen des Premier die so— fortige Bekanntgabe dieses Aufrufs durch das Radio. Churchill verbot jedenfalls die Aufnahme in dem Re— gierungsorgan„der„British Gazette“. Diese Stellung— nahme der Regierung gegenüber einem versöhnlichen Vorschlag der Kirchen ist schwer kritisiert worden und wird wohl weitere Folgen haben. Auch im Parlament protestierte Lloyd George gegen diesen Versuch, den Erz⸗ bischof zu knebeln. Es ist bemerkenswert, bei dieser Ge⸗ legenheit zu beachten, daß auch die freien Kirchen den Erzbischof als gemeinsamen Sprecher der englischen Kirche anerkannt haben.
Die Botschaft wurde dem Streikkomitee in einem kritischen Augenblick überbracht. Man weiß, daß nicht alle Mitglieder mit dem Streik einverstanden waren und Meinungsverschiedenheiten im Komitee selber bestanden über die Wünschbarkeit der Fortsetzung. Die Stimme der Kirche bedeutet in England wie auch in Amerika
Friedrich Jakob aus den Niederlanden in Bälde heim. Wir wollen mal abwarten, was er zu diesem neuen Bauwerk sagt!“ Es war kurz vor Johanni; das alte Bauernsprichwort hatte sich nicht bewahrheitet:„Vor Johanni muß die ganze Gemeinde um Regen bitten, nach Johanni zwingt's ein altes Weib allein.“ Um Pfingsten hatte eine ununterbrochene Regenzeit eingesetzt, so daß es eine Unmöglichkeit war, auf dem Feld zu arbeiten. Jetzt aber hatte die Sonne sich auf ihr Königtum wieder be— sonnen, in lichter Herrlichkeit wandelte sie durch den blauen Himmelssaal und lachte strahlend über Berg und Tal.—
„Wohin willst du denn fahren?“ fragte Peter Kitz. Hans Heeger fuhr zum Obertor hinaus. Zwei Kühe waren vor einen Pflug gespannt, der mit dem Hinterteil auf einer Schleife stand.
„Ich will bei der Burg das Krautstück umackern und Pflan⸗ zen darauf setzen!“
„Halte einmal still, Hans;— hast du schon gehört,— auf der Saalburg soll eine große Zigeunerbande hausen. Man meint, es wäre die Horde, die damals von uns abgeschmiert worden ist. Sie sollen über die ganze Gegend schwärmen.“
„Na, nach Holzhausen werden sie sich nicht wagen, dann brennt ihnen der Buckel,“ erwiderte Hans Heeger lachend.
Peter Kitz machte mit der Hand eine verneinende Handbe— wegung:„Der Flurschütz hat mir vorhin erzählt, bei der Burg hätte er gestern Mittag und heute früh ein abscheulich schönes Zigeunermensch gesehen. Gestern wäre sie allein gewesen, heute hätte sie einen Mannskerl bei sich gehabt. Wie der Schütz näher herzugegangen ist, war der aber auf einmal wie vom Erdboden eingeschluckt. Das Weibsbild aber hätte gesagt, sie suche seltene Kräuter, die man in der Johannisnacht pflücken müsse. Dem Feldschütz aber war das sehr sonderbar, daß sie von keinem Mannskerl, der doch bei ihr gewesen war, nichts wissen wollte. Und der Schütz hätte ihn doch mit eigenen Augen gesehen, ja, er meint sogar, der Kerl hätte ein Schießgewehr gehabt. Was soll man davon denken? Ich meine, du solltest ein wenig die Augen offen halten, weil doch der Häuptling damals dich er— kannt und voll Gift dir Rache getürmt hat.“
Hans Heeger lachte:„Im Gebüsch auf der Burg habe ich auch schon Blumen und Kräuter gefunden, wie ich sie mein Leb—
mehr als hierzulande. des Versöhnungsvorschlages Entscheidung beschleuniget. In Amerika ist es nicht selten, daß die Kirche auf diese Weise schlichtend in solche Streitigkeiten eingreift,
in diesem Augenblick die
nicht, um sich damit in das politische Getriebe zu verirren, sondern, um in einer ungerechten und haßerfüllten Welt die Stimme des Evangeliums zu erheben. So wurde im großen Stahlstreik ein mutiger Bericht durch ein inter⸗ kirchliches Komitee veröffentlicht. In andern Fällen hat schon das Federal Council oder seine Kommission teils versöhnend gewirkt, teils für offen ungerechte Zustände, die den Streik herbeiführten, angegriffen. In Europa ist es wohl das erstemal, daß das gesamte Kirchentum eines Landes im Geiste von Stockholm mitten im Kampf seine Stimme erhebt und zwar nicht nur, um eine allge— meine nichtssagende Proklamation zu erlassen, sondern konkrete praktische Mittel vorzuschlagen, um im Geiste des Evangeliums eine Schlichtung des Streiks zu er⸗ wirken. Adolf Keller.
zwei Bilder.
Im Norden Berlins. Ein blasser Junge schleppt ein Pack Zeitungen. Er rennt in das nächste Haus. Es dauert eine Weile und keuchend kommt er zurück. Wahr⸗ scheinlich wohnte der Abonnent vier Treppen. Die Trep⸗ pen sind dunkel, hoch und eng. Nun in das nächste Haus. Dasselbe. Ich spreche ihn an. Er hört kaum hin, er hat keine Zeit. mag bei einem Kinde viel.„Wieviel Zeitungen trägst du?“—„Ick weeß nicht, die Hälfte von Muttern. Ick bin aber immer schneller fertig, Mutter kann nich so die Treppen loofen.“—„Wann machst du deine Schul— arbeiten?“—„Morgens, bevor ick in die Schule gehe.“ —„Warum nicht nach dem Zeitungsaustragen?“— „Dann habe ick zu tun.“—„Was denn?“—„Erst hol ick die Kleene aus'm Hort, dann schäl ick Kartoffeln, dann is sonst noch allerlei.— Nee, Murter hat keene Zeit, die muß morgens weg un een Bureau reinmachen, dann geht sie plätten.“—„Und dein Vater?“—„Vater hat keene Arbeit, seit'm Krieg is er krank.“—„Was fehlt ihm?“—„Det weeß ick nich.“
Meine Wäsche bringt regelmäßig ein kleines blon⸗ des Mädel. Ich halte sie für höchstens zwölf Jahre, sie ist aber bereits 14. Ich gebe ihr eine Leckerei, die gerade da ist. Es fällt mir auf, daß sie sie immer mit nach Hause nimmt.„Wie lange trägst du jeden Tag Wäsche aus?“ frage ich.„So lange welche da ist..„ abholen tu ich sie auch,“ sagte sie hinzu, wohl, um mir den Weg als Dank für meine kleinen Näschereien zu ersparen. „Wann machst du deine Schulaufgaben, wann spielst du?“— Ein wehmütiges Kinderlächeln:„Die mache ich zwischendurch, und spielen tu ich Sonntags. Aber dann sind die meisten Kinder weg.“— Was machst du mit dem Geld, das du als Trinkgeld bestommst?“—„Das darf ich behalten und dafür ins Kino gehen.“„Die Mutter ist Witwe, sie hat eine gutgehende Wasch- und Plättanstalt, aber vier Kinder durchbringen, ist zu schwer für eine Frau. Da müssen die Kinder mithelfen.“ So schreibt Elfriede Lerche im Berliner Tageblatt Nr. 238 vom 22. 5.).
Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben unterliegt dann einem gesetzlichen Schutz, wenn es sich um fremde Kinder handelt. Aber die Heimarbeit! Für den Ge⸗ setzgeber beinahe unmöglich, sie einfach ganz zu ver⸗ bieten. Das Elend ist oft so groß, irgend jemand in der Familie ist immer entweder krank oder arbeitslos, der Verdienst so anstrengend und mühsam, daß auch der so⸗ zial empfindende Mensch nicht entscheiden mag zwischen der Möglichkeit, die Kinder arbeiten oder hungern zu
tag noch nicht gesehen habe. Und die Zigeuner brauchen doch dergleichen zu ihren Quacksalbereien. Deswegen braucht man nichts Schlimmes zu denken.“
„Sm, ja, was soll man da sagen?“ erwiderte Peter Kitz. „Wie ich jung war, war ich genau so. Da meint man, man hätte zwei Leben zu verleben und könnte eins schon einmal riskieren.“—
Hans Heeger fuhr mit seinem Gespann weiter zur„Burg“.
Die„Burg“ war eine starke Erhöhung, wohl zehn Minuten vom Dorf entfernt. In der Tiefe floß der Erlenbach und trieb etliche Mühlen. Hier sah man so recht, daß Holzhausen aus der Ebene hervorragte. Von der Burg aber überschaute man erst recht die herrliche Linienführung des Taunus, wie alle Dörfer der Landschaft bis nach Homburg hin, das mit seinen Türmen den Gesichtskreis nach Südwesten begrenzte.
Ehe Hans Heeger an seine Arbeit ging, stand er eine Weile still und trank das schöne, stille, sonnbeglänzte Bild in sich hinein. Es erinnerte ihn an die Heimat.
„Das könnte die Sickinger Höhe sein. Genau so, wie der Erlenbach bei Köppern, schneidet der Bliesbach bei unserm Dorf eine Kerbe in den Gebirgszug.“
Und dann gedachte er der Jungfrau, die er von ganzer Seele liebgewonnen hatte:„Wo sie ist, da ist meine Heimat Wenn wir einmal verheiratet sind und etwas vor uns gebracht haben, dann reisen wir beide heim in die Pfalz. Sie muß mit mir zusammen mal an den Gräbern von Vater und Mutter und der Schwester stehen.“
Und seine Seele wurde weich in zwiefacher Sehnsucht.
1 Doch Hans war kein gefühlsmäßiger Träumer; fast unwillig schüttelte er die Stimmung der Stunde als unmännlich von sich ab und begab sich an seine Arbeit. Er mußte sich tummeln, nach zwei Stunden wollte die Mutter Vogelsberger herauskommen, und die Pflanzen bringen. In dem geduldigen Schritt des
Pflügers ging er hinter dem langsamen Gespann her, den einen Fuß unten in der Furche, den andern oben auf dem noch nicht umgestürzten Acker, ganz vertieft in sein mühsames Werk.
Er sah nicht, wie zwei haßerfüllte Augen aus dem Gebüsch nach ihm starrten.— Gibt es einen rachsüchtigeren Haß als den, der aus verschmähter Liebe aufsteigt?— Wie ein ehernes Stand⸗
Doch eine Tafel Schokolade ver⸗
Es sickert durch, daß die Ankunft
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