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Sonnabend, den 12. Jun 1912.

lassen. Stundenlang sitzen sie eben 110 nähen Knöpfe an oder ziehen Bänder durch Wäschestücke, oder besorgen die Geschwister und fast allein den Haushalt; die Mut- ter ist entweder auf Arbeit oder muß nähen. Hundert tausend Arbeitslose in einer Großstadt das bedeutet ebensoviel Kinderarbeit und Kindernot.

In einem der größten Berliner Arbeitsbezirke wurde ermittelt, daß von 285 erfaßten gewerblich täti gen Kindern mit Arbeitskarte 95 Kinder 30 Pro zent, ohne Arbeitskarte 190 Kinder 8 70 Prozent be⸗ schäftigt waren. Die Arbeitskarten waren: Angelernte Arbeit 57 Kinder, Botendienste 117 Kinder, Haushalts- arbeit 26, Zeitungstragen 46, Kegelaufsetzen 6, Tanzen 7. Heimarbeit 5, Blindenführer waren 4 Kinder.

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5 Wothenschau.

Bei der Gedenkfeier für die im Sezessionskrieg Ge⸗ sallenen auf dem Nationalfriedhof von Arlington hielt Präsident Coolidge eine Ansprache, in der er u. a. ausführte:

Der Friede hat wirtschaftliche Grundlagen, eine Tatsache, der bis jetzt zu wenig Beachtung geschenkt worden ist. Niemand, der die Tatsachen untersucht, kann daran zweifeln, daß es der wirtschaftliche Zustand Euro⸗ pas war, der die überlasteten europäischen Länder kopf über in den Weltkrieg gejagt hat. Sie waren an die Aufrechterhaltung des Systems des Wettrüstens ge bunden. Wenn ein Land ein neues Kriegsschiff auf Stapel legte, erachtete irgendein anderes Land es für nötig, zwei Kriegsschiffe auf Stapel zu legen. Wenn ein Land ein Regiment aufstellte, stellte irgendein anderes Land drei Regimenter auf. Die Völker wur⸗ den zum Schaden ihres industriellen Lebens bewaffnet, gedrillt und geübt, sie wurden mit Steuern und Ab gaben belastet, bis die Bürde nicht mehr länger zu tragen war. Die Völker drohten unter der Last zusam menzubrechen und suchten Befreiung von dem uner träglichen Druck, indem sie sich gegenseitig ausplünderten.

Zwischen Paris und Berlin ist nunmehr ein regel mäßiger Flugverkehr eingerichtet. Am 26. Mai, dem Tage der Eröffnung des deutsch-französischen Luftver kehrs, sind in Berlin und Paris die ersten Maschinen gelandet, die den regelmäßigen Luftverkehr zwischen den beiden Hauptstädten vermitteln. Das Junkers-Groß⸗ flugzeug traf pünktlich um 5 Uhr nachmittags im Flug⸗ hafen Le Bourget ein und wurde von der französischen Lufthafengesellschaft offiziell empfangen. Kurz nach 7 Uhr abends landete in Berlin der französische Doppel decker. Der Pilot und der erste Passagier wurden durch Regierungsrat Knüpfer vom Handelsministerium und Stadtbaurat Dr. Adler sowie durch die Flughafen- gesellschaft und die Deutsche Lufthansa herzlich will kommen geheißen.

In Marokko hat sich Abd el Krim vollständig den Franzosen ergeben. Er soll in Fez interniert werden. Die Spanier verlangen jedoch seine Auslieferung, um ihn vor ein Kriegsgericht zu stellen. Als lachender Dritter meldet sich nun Italien, das zwar keine Lust hatte, die Kastanien aus dem Feuer holen zu helfen, jetzt aber beim Teilen derselben umso lieber mitmachen will.

In Polen ist Pilsudski mit 18 Stimmen Mehrheit zum Staatspräsidenten gewählt worden. Er hat jedoch die Wahl abgelehnt. Bei einer zweiten Wahl wurde Woscicki mit 7 Stimmen Mehrheit gewählt, welcher die Wahl annahm.

In Schweden hatte bei den Beratungen über die Regierungsvorlage, betreffend die Arbeitslosenunter⸗ stützung, im Reichstag der Ausschuß gegen die Stimmen der Sozialdemokraten Abänderungen des Regierungs⸗ entwurfes vorgenommen. Bei den Beratungen im Ple⸗ num wurde dann der Vorschlag des Ausschusses in der Ersten Kammer mit 84 gegen 50, in der 8 Kam⸗

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mer mit 114 gegen 104 Stimmen, angenommen. wohl der Ministerpräsident zu Beginn der Debatte in der zweiten Kammer ausdrücklich erklärt hatte, daß die Regierung den Vorschlag des Ausschusses nicht billigen könne. Das Kabinett hat dem König seine Demission überreicht. Der König ersuchte die Minister, vorläufig die Geschäfte weiterzuführen und beauftragte das Mit glied des Reichsbankdirektoriums, C. G. Ekman, die neue Regierung zu bilden.

Am 31. Mai waren es 10 Jahre, daß die deutsche Flotte eine über die englische Flotte siegreiche Schlacht vor dem Skagerrak lieferte. Von vielen Seiten wurde das Gedächtnis gefeiert.

In Ostpreußen wurde in Marienburg die 650⸗ Jahrfeier begangen. Da Meinungsverschiedenheiten darüber entstanden, ob der Weg vom Bahnhof zum Marktplatz mit schwarz⸗rot⸗goldenen oder schwarz⸗weiß⸗ roten oder schwarz-weißen Fahnen geflaggt werden soll, ist der Festkommers, ein Volkstrachtenfest und der Fest zug abgesagt worden. Was doch der unselige Flaggen streit für ein Störenfried ist!

In Bochum fand am 29. Mai eine deutsche Kolo⸗ nialtagung statt. Nach einer Abstimmung über Gau⸗ bildung, Propaganda, Literatur und Aufklärung in der Schule, wurde zur kolonialen Frage folgende Entschlie zung des Vorstandes angenommen:Die Hauptver- sammlung ersucht die deutsche Reichsregierung, die deut schen kolonialen Rechtsansprüche mit allem der hohen Bedeutung dieser Frage gebührenden Nachdruck und bei jeder sich bietenden Gelegenheit zur Geltung zu bringen, insbesondere nach amtlicher Zurückweisung der kolonia⸗ len Schuldlüge in erster Linie die Auslieferung der alten deutschen Kolonien zu verlangen. Sollte die deutsche Reichsregierung beabsichtigen, in den Völkerbund ein zutreten, so ist dies von der vorherigen Zusicherung der Rückgabe des deutschen Kolonialbesitzes abhängig zu machen. Weitere Entschließungen fordern wirtschaft liche Gleichberechtigung der Deutschen in allen Ländern und Bekämpfung der kolonialen Schuldlüge.

Was seder Edangesssche wiösen muß.

Der Zentrumsabgeordnete Dr. Linneborn zu der Kundgebung von Stockholm. Bei den Beratungen zum preußischen Kultusetat im preußischen Landtag führte der Zentrumsabgeord nete Dr. Linneborn nach derMärkischen Volkszeitung vom 7Wir wünschen, daß

7. Mai 1926 folgendes aus: die Konfessionen sich begegnen nicht nur in der Toleranz, sondern in Gerechtigkeit und darüber hinaus mit Liebe, daß sie anerkennen das Streben nach Wahrheit und das Leben nach den erkannten Sittengesetzen. Das Proto⸗ koll der Kirchenversammlung von Stockholm ist eins der schönsten und inhaltreichsten Dokumente über die Werte und Forderungen des Christentums. Das lautet wesentlich anders als die Ausführungen der Lama⸗ presse oder des Kardinals von München, Michael von Faulhaber, zum gleichen Gegenstand. Welches ist nun die Meinung des wirklichen römischen Katholizis

Aus Politik und Parlament.

Merkwürdiges von den Elternbeiratswahlen. Kommunistische Willkür.

Während das Ministerium in den letzten Jahren wiederholt darauf hingewiesen hat, daß die Wahlord⸗ nung für die Elternbeiratswahlen nicht formalistisch auszulegen sei, wird in diesem Jahr, wie wir derTägl. RNundschau entnehmen, sowohl von der sozialisten als auch von der kommunistischen Elternbeiratswahlzentrale die Parole ausgegeben:Kandidaten, von denen nicht eine schriftliche Bereitwilligkeitserklärung vorliegt, sind von der Liste zu 9 der.

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gentrale entsprechend haben sozialistische oder tommu⸗ nistische Wahlvorstandsmitglieder mehrere christlich unpolitische⸗ Listen für ungültig erklärt.

Der Protest gegen diese völlig willkürliche Fest setzung von amtlich nicht vorhandenen Bestimmungen durch Parteiorganisationen wird dazu führen, daß an manchen Schulen die Wahl wiederholt werden muß. Besonders eigenartig entwickelte sich der Fall an einer Schule, wo der kommunistische Vorsitzende trotz des Pro⸗ testes der drei anderen Mitglieder des Wahlvorstandes die christlich⸗unpolitischen Listen zurückwies und nur die kommunistische Liste aufhing. Daraufhin machten sich die drei anderen Mitglieder selbständig und hingen die von ihnen als gültig erklärten Listen aus. Zu den Kuriositäten ist wohl zu rechnen, daß auf einer kommu⸗ nistischen Liste an zweiter Stelle ein überzeugter Christ steht, der sich durch diese Liste in den Elternbeirat wäh⸗ len lassen möchte! Beachtlich ist auch eineListe der Mitte, die an einer Charlottenburger Schule auf tauchte, die nur von Juden aufgestellt wurde.

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Eine Entschließung des Verbandes evangelischer Lehrer⸗ und Lehrerinnenvereine.

Der Verband Deutscher evangelischer Lehrer- und Lehrerinnenvereine nahm gegen die Fürstenenteignung in folgender Entschließung Stellung:Der Verband Deutscher evangelischer Lehrer- und Lehrerinnenvereine, die Vertretung der auf dem Boden des Evangeliums stehenden deutschen Lehrerschaft, richtet an das deutsche evangelische Christenvolk den dringenden Ruf: Denkt an Gottes Gebot und wendet euch gegen alle parteipoli tischen Bestrebungen, die auf die völlige Enteignung der deutschen Fürsten abzielen; darum haltet euch vor allem von der Abstimmung am 20. Juli fern, da es sich um eine sittliche und nicht um eine parteipolitische Sache handelt.

Allerlei.

Sind die Eisenbahner überlastet?

Erklärung des Eisenbahnerverbandes.

An einige linksstehende Blätter hat der Einheits verband der Eisenbahner Deutschlands, Bezirk Süd bayern, eine Zuschrift gerichtet, in der es u. a. heißt:

Das Lokomotippersonal des Salzburger Zuges hatte nach den eigenen Angaben der Reichsbahndirektion von morgens ½5 Uhr an Dienst. Das Unglück ereignete sich 10 Uhr 15 abends, also nach 18 Stunden Dienst. Günstig gerechnet, ergibt sich bei der Station Freilas⸗ sing eine Dienstpause von sechs Stunden, so daß schon 12 Stunden wirklicher Arbeitszeit geleistet waren, als das Unglück sich ereignete. Nach der Publikation der Direktion München soll der Lokomotivführer das auf Halt stehende Blocksignal überfahren haben. Wie uns mitgeteilt wurde, soll aber die Blockstelle nur während der Pfingstfeiertage in Betrieb gewesen sein. Sonst ist das Blocksignal nicht bedient, es steht vielmehr immer auf Freie Fahrt. Hat man den Lokomotivführer darauf aufmerksam gemacht, daß der Block in Betrieb war? Und dann die weitere Frage: Warum ist die Blockstelle nicht immer in Betrieb? Doch nur der Personalein⸗ sparung wegen. Wäre das Blocksignal immer bedient, dann würde es vom Personal auch besser beachtet.

Man spart wieder.

Trotz der Ungunst der Zeiten steigen die Einlagen bei den Sparkassen von Monat zu Monat weiter. So betrug bei der Berliner städtischen Sparkasse der Ge⸗ samtbestand der Spareinlagen Ende April wieder 3 916 000 Reichsmark mehr als am Ende des Vormonats und belief sich auf rund 86 500 000 Mark. Auch die Zahl der Sparkonten ist um 7255 auf 207 200 Stück an⸗ gewachsen. Man soll demnach nicht nur grau in grau

malen; auch die Hoffnungszeichen sind da.

bild stand die junge Zigeunerin, an den Stamm einer Eiche ge lehnt.

Aus der Tiefe ein Rascheln! Ein brauner Bursche hastete den Hang empor. Das Mädchen machte ihm ein Zeichen, vorsichtig zu sein und jedes Geräusch zu vermeiden. Jetzt war der schwarze Kopf neben der Eiche. 5

Wenn er zurückkommt und am Wege umkehrt und uns den Rücken zukehrt, schießt du, hast du verstanden, zischelte die Schlange.

Ist mir zu gefährlich, sagte der Bursche.Fehle ich ihn, so springt er mich an, wie der Fuchs den Hasen, und es ist vorbei mit mir.

Da zog die Dirne einen Dolch aus dem Hüfttuch:Fällt er dich an, so helfe ich dir. Bist du zu feig, deinen Hauptmann zu rächen, so wirst du nie der Mann der Häuptlingstochter.

Der Bursche warf sich ins Gras, legte einen Stein zurecht, der für sein Gewehr der Stützpunkt wurde, und wartete.

In langsam wiegendem Schritt, die Augen auf den Boden gerichtet, kommt der Pflüger dem Hinterhalt näher und näher. Jetzt ist er am Wege und dreht sein Gespann um.

Ein Schuß zerreißt die Stille.

Hans Heeger läßt den Pflug los und greift mit beiden Händen nach der Brust. Entgeistert starrt er nach dem Gebüsch, woher das Mordgeschoß kam, wo noch ein graues Wölklein am Fuße einer dicken Eiche emporkräuselt, und wo am Boden eine fliehende Schlange sich windet.

Da löst sich von dem Stamm des Baumes eine Frauenge⸗ stalt. Die Fäuste hebt sie wieder das Opfer und stößt einen Schrei aus, der nichts Menschliches mehr an sich hat.

Höllische Rachgier, satanischer Triumph!

Mariuschka, Teufelin! ruft Hans Heeger und stürzt be⸗ wußtlos auf sein Angesicht. Im nächsten Augenblick ist der Platz an der Eiche leer. Die beiden Zugtiere schreiten noch eine Weile weiter; wie ein führerloses Schiff schwankt der Pflug hin und her, dann steht das Gespann still und rupft das spärliche Futter des Ackers.

Ich weiß nicht, sagte der Freimundsmüller zu Sybille Michel, die gekommen war, um zu fragen, ob ihr Korn gemahlen

sei,was der Nero 1 ganzen Mittag T Er 1 an der Kette und macht einen Lärm, daß, man's nicht aushalten kann. Zweimal habe ich ihn schon verprügelt, aber die Kreatur ist rein verrückt und gibt keine Ruhe. Wäre es Nachtzeit, so könnte zan an Spitzbuben denken, die in der Nähe sind.

Im selben Augenblick erscholl oben von der Burg ein Schuß. Der Freimundsmüller fuhr zusammen:Mein Gott im Himmel, was soll das bedeuten?

Sybille aber sprach, am ganzen Leibe zitternd:Der Ge selle von meinem Paten ackert, wie mir von Kitzens Peter gesagt worden ist, oben an der Burg. Ob ihm der Schuß gegolten hat?

Wir müssen mal sogleich vigilieren, aber den Nero machen wir von der Kette los und nehmen ihn mit.

Der Hund war ein mächtiges Tier; ihn von der Kette frei zu machen, kostete einige Mühe, weil er voller Hast und Unrast war. Kaum aber war der Fessel gefallen, so lief er bachauf wärts dem Gebirge zu, Sein wütendes Gekläff erfüllte das ganze Tal. Dann verstummte es, statt dessen hörte man wildes Wehgeschrei einer Männerstimme.

Da ließ der Müller einen lauten Pfiff auf den Fingern er tönen, gehorsam kehrte der Hund zurück, im Maul einen Ge wandfetzen.

Er umsprang seinen Herrn und bellte, als wollte er sagen: Warum hast du mich zurückgerufen, mein Herr? Ich hatte ja eben erst angefangen, den Halunken zu rütteln und zu reißen.

Hastig stieg der Müller und das Mädchen den steilen Pfad empor, der zur Burg führte. Der Hund lief voraus. Plötzlich stieß er ein Klagegeheul aus. Jetzt waren die beiden auf der Höhe angekommen, sahen ein herrenloses Gespann und neben dem heulenden Hund am Boden eine Mannesgestalt.

ö Einen gellen Schrei stieß Sybille aus und flog dem Müller voraus. Sie kniete neben dem Verwundeten nieder:Hans, um Gottes willen, lebst du noch, ach, stirb mir nicht!

Der Müller kam heran, behutsam wurde der Verwundete umgedreht und auf den Rücken gelegt. Dabei stöhnte er, daß es dem Mädchen durch Mark und Bein ging. Nach einer Weile öffnete er die Augen, und als er Sybille sah, lächelte er und streckte ihr mit einer schwachen Bewegung die Hand entgegen.

Sybille ergriff sie drückte sie krampfhaft und fragte: Hans, hast du Schmerzen?

Sie merkte es gar nicht, daß sie von dem fremdenIhr zu dem vertrautenDu übergegangen war.

Hans schüttelte leise das Haupt.

Der Müller aber, ein umsichtiger Mann, sagte jetzt:Am besten bleibt er ganz ruhig liegen und regt sich nicht. Du aber, Sybille, läufst ins Dorf; du hast flinkere Beine als ich, und schickhst vier Männer mit einer Tragbahre heraus. Wenn aber der Schreinerfritz keine hat, so nehmt ihr eine Wagenleiter, legt aber Bettzeug drauf, damit er nicht so hart liegt. Und ein geschwinder Bote muß nach Homburg; nein, das brauchst du nicht zu bestellen, ich laufe zur Mühle hinunter und schicke den Knecht zu Pferde zum Herrn Hofmedikus. Der kann in knapp zwei Stunden da sein. Ich bringe dem Hans dann sogleich eine

Decke mit und einen Schluck Wein. Du aber richtest beim Meister

Vogelsberger die Bettstatt.

Sybille warf Hans einen flehenden Blick zu, als wollte sie sagen,gelt, du bleibst mir am Leben, dann flog sie wie ein Pfeil davon.

Als die Männer mit der Tragbahre kamen, saßen der Müller und seine Frau neben Hans. Mit großer Geschicklichteit hatten sie eine Pferdedecke unter ihm hergezogen, damit er nicht mehr auf dem feuchten Boden lag. So konnte man ihn nun mittels dieser Decke auf die Tragbahre heben.

Behutsam schritten die Männer dem Dorfe zu. Dort hatte die Kunde des Mordanfalls wie mit Windeseile sich verbreitet. Eine beträchtliche Menschenmenge umstand das Haus Vogels bergers. Neugier war es, gewiß aber auch herzliche Teil⸗ nahme.

Ihr könnt mir glauben, sagte der Feldschütz Jakob Faatze, das hat niemand anders denn ein Zigeuner getan.

Ja, ja, pflichtete seine Frau bei,er muß nun büßen dafür leiden, daß er Holzhausen damals gewarnt hat.

Jetzt tiefe Stille, nur flüsternde Aeußerungen des dauerns, bis der Zug im Hause des Schuhmachermeisters ver schwunden ist. Dann aver geht ein lebhafter Austausch der ver⸗ schiedenartigsten Beobachtungen los.(Fortsetzung folgt.)

und

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