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4 Zunabend, den 9. Januar 1926.

waere der un Ausdruck gebracht. Hoffentlich zeigt sich bald, daß unGeist von Locarno ein aufrichtiger Friedensgeist und 4 Er wird es, wenn er beeinflußt wird vomGeist von ag Stockholm, der zweifellos die Verständigung und

0 gung der Christenheit angebahnt hat. ide In der Wirtschaft leuchtet uns gerade auch kein

l 8 ger Stern. Wo wir hinschauen, sehen wir Not. Da

n keiall die Kredite fehlen, hat kein Wirtschaftszweig

insere da

28 zur Weiterführung der Betriebe nötige Geld. Geld ielängere Zeit ist überhaupt schwer zu bekommen. Da⸗ z sind die Zinssätze noch entschieden zu hoch. Dadurch grau- bat der Absotz auf allen Gebieten. Die Industrie lich ut ab. Große Arbeiterentlassungen sind die Folge Allo e das in diesem Maße wirklich nötig? Sollte an l In diesen Verhältnissen der Besitz das Kapital, so rden unschuldig sein? In der Landwirtschaft ist die ollen kohe Not an den Tag getreten. Die Verschuldung des

en aawirtschaftlichen Besitzes hat im vergangenen Jabre beit an bedeutenden Amfang angenommen. Was hat abe un doch für einen Unfug mit dem landwirtschaftlichen Jensch butzzoll getrieben. Auf der einen Seite hatte man uch ft, daß die Getreidepreise in die Höhe gingen, auf üb(anderen Seite hat man den Leuten gruselich ge⸗ 1 el gaht, als ob wir nun verhungern müßten. Beides ist 15 icht eingetreten. Die Bauersleute, denen durch den eine geholfen werden sollte, müssen jetzt auf andere Art

1100 ihrer Notlage befreit werden. n gilt. Auf dem Gebiete der Kultur dürfen wir die Be⸗

It iht kühungen des Ultramontanismus nennen, seine Macht kampf Deutschland weiter zu befestigen. Das Reichsschul⸗ undes ieß war so recht im Geiste des Zentrums geplant. e, und az Reichskonkordat wird eifrigst herbeigesehnt Hof⸗ gestan⸗wlich geht unserer Lehrerschaft allmählich die Augen Fiaslo lb was ihnen bevorsteht. Hoffentlich lernen sie aber eichen ach einsehen, wo ihre Interessen allein wirksam ver⸗ ien zu elen, werden. Es ist der Kampf unserer Evangeli⸗ treten Fel. Volksgemeinschaft, diesen ultramontanen Macht⸗ ls die Uisten entgegenzuarbeiten. Denn wer sollte ez auch j alle undsätzlich tun? Den anderen Parteien sind kultur⸗ pant! tische Dinge nur Schacherobjekte. So verstehe ich fil hal Ich auch den Ausdruck eines hessischen Bauernbündlers, minder 2 sagte:Wir brauchen das Zentrum zur Bildung ut von ner Rechts regierung!

Das vergangene Jahr ist das Geburtsjahr der ei, dec. L. Am 3. Pfingsttag konnten wir in Gießen die f, hoch Adgültige Gründung vollziehen. Am Ende des Jahres Herzes hloß sich die Christliche Volkspartei Deutschlands der ei des V. an. Wir stehen in Beziehung zu den christlich⸗ freund aalen Gesinnungsgemeinschaften, an deren Spitze Pater lator Jäger in Bethel steht, außerdem zu der evan⸗

lischen Partei in Sachsen. Die Wahlen in Oberhessen i noch zu neu, als daß ich dabei nochmals länger zu weilen brauchte. Ich will nur nochmals auf den Acsolg hinweisen, den wir nach halbjährigem Bestehen gleich zu verzeichnen hatten. Das neue Jahr gibt uns den. Nele Aufgaben. Es gilt, unseren Freunden in den 0 danmderen Provinzen zu helfen. Neuerdings hat sich deulsh fre Bewegung auch in Nassau ausgebreitet. n. I.In unserem staatlichen Leben war wohl die Reichs⸗ n loben risidentenwahl das Bedeutendste. Jetzt, am Ende vom mer gegahre, hören wir von der Evangelischen Volksgemein⸗ den sohaft, die wir mit aller Kraft für Hindenburg einge⸗ tun etelen sind, ganz gerne, daß auch Sozialdemokraten, g o gentrumsleute und Demokraten heutetreu zu Hin⸗ 5 hitelenburg stehen.

Mit der Reichsregierung steht es beim Jahres⸗ andtagtehsel nicht zum Besten. Die Regierung Luther hat Bestimbgedankt. Alle Bemühungen, im alten Jahre noch zu tretenzner neuen Regierung zu kommen, schlugen fehl. Nun (ßer detollen wir sehen, was das neue Jahr uns bringt. Es ng übelleht schon fast so aus, als ob Herr Marx wieder die Re⸗ Geblelgetungsbildung versucht.

Evangelische Warte

politischen Himmel nach allen Richtungen hin stark be⸗ wölkt. Eines hält aber unsere Sorgen ab, daß sie uns nicht hoffnungslos machen. Das ist die Pflicht zur Ar⸗ beit. Das neue Jahr ist ein Jahr mit vielen Aufgaben, die unser harren. Darum wollen wir unseren Freun⸗ den allen in Stadt und Land in Verbindung mit einem herzlichen Segensmunsch für 1926 eindringlich zurufen: Auf zur Tat für die Evangelische Volksgemeinschaft im neuen Jahr! Hr.

Nolljahrsausblick.

Der Jahresschluß hat uns gezeigt, daß unter die Vergangenheit Deutschlands, Europas, der Erde ein großer Strich gezogen ist. Ein Neues will werden. Welche Bedingungen sehen wir dazu? England ist wieder Herrin über Europa und Rom. Seit Jahr⸗ hunderten hat England die Beziehungen zu den nor⸗ dischen Reichen gepflegt, zu Dänemark; zu Norwegen und Schweden, zu Finnland und zu den Baltischen Staaten und auch zu Holland. Das tut es heute noch. Es ist ihr stillschweigender Bundesgenosse und Schutz⸗ herr. Und das Verhältnis wird auch von den nordi⸗ schen Reichen sorgfältig gepflegt. Den Norden Euro⸗ pas beherrscht England unbestritten. Nicht nur mili⸗ tärisch und politisch, auch wirtschaftlich, finanziell, kul⸗ turell, wie sich immer erneut zeigt. Damir nicht zu⸗ frieden, hat England nicht weniger große Anstrengug⸗ gen gemacht, auch den Süden Europas an sich zu ziehen und zu beherrschen. In Portugal gilt es schon längst nicht nur als Bundesgenosse, sondern als Schutzmacht. Spanien ist immer mehr, besonders seit dem Verlust seiner Kolonien in Amerika und Asien, in ein solches Verhältnis hineingeglitten und hat neuerdings aus⸗ drücklich bei England Zuflucht gesucht gegen Frankreich. Italien ist durch die schutzlose Lage seiner wichtigsten Städte auf den Anschluß an die Herrin der Meere an⸗ gewiesen und sucht seine eigenen, ehrgeizigen Mittel⸗ meerpläne im Anschluß an England zu fördern. Jeden⸗ falls im Gegensatz zu Frankreich. Griechenland dankt seine Existenz England und hat sich längst auf Gedeih und Verderb der herrschenden Seemacht unterworfen. Frankreich hatte demgegenüber in Belgien gegenüber Deutschland, in Jugoslawien gegenüber Italien, in Tschechien und Polen gegenüber Deutschland, in Ru⸗ mänien gegenüber Rußland Verbündete gesucht und ge⸗ funden. Durch den Locarnovertrag hat England die bisher gänzlich ausgeschaltete Gruppe Deutschland, Oesterreich und Ungarn, die letzteren stillschweigend, wieder hervorgezogen und arbeitet an einem mittel⸗ europäischen Block, der dem französischen das Gegen⸗ gewicht hält. Dabei hat es aber zwischen der französi⸗ schen und der deutschen Gruppe eine Entspannung geschaf⸗ fen, begünstigt durch den furchtbaren wirtschaftlichen Druck, der auf ganz Europa lastet. Sein Ziel ist, wie es scheint, gegenwärtig nicht etwa die Niederkämpfung Frankreichs, sondern die Bezwingung Rußlands. Das erfüllt in England augenblicklich das ganze Sinnen und Denken. Für solche europäische Kriegspläne sind weder die Dominien noch Amerika zu haben. Immer sicht⸗ barer wird das Abrücken der Dominien von England und hat im Locarnovertrag einen amtlichen, unmißver⸗ ständlichen Ausdruck gefunden indem die Dominien im Sicherheitspakt ihre Garantie verweigerten. Und immer deutlicher wird das Heranrücken der Dominien an Amerika. Damit steigt die Spannung zwischen Ame⸗ rika und England. Immer deutlicher werden die Richt⸗ linien der amerikanischen Politik. 1. Weiterentwicke⸗ lung der panamerikanischen Konferenz zu einem ame⸗ rikanischen Völkerbund. 2. Heranziehung der Dominien an Amerika, eventuell Eintritt Amerikas in den Bund freier britischer Nationen als Führer. 3. Pflege des

So treten wir ins neue Jahr ein und sehen unseren

Mitteilungen der Reichsgeschäftsstelle.

Wir freuen uns, heute folgenden Aufruf veröffent⸗ lichen zu können:

An die Mitglieder der Christlichen Volkspartei Deutsch⸗ lands!

Unseren Mitgliedern bringen wir hierdurch zur Kenntnis, daß wir uns nach reiflicher Exrwägung des Für und Wider entschlossen haben. unsere Eigenorgani⸗ sation aufzugeben und den Anschluß an die Evangelische Volksgemeinschaft zu vollziehen, von der wir eine ziel⸗ bewußte und erfolgreiche Weiterführung unserer Be⸗ strebungen erwarten dürfen.

Wir bitten alle unsere Mitglieder, uns hierin zu folgen und auch ihrerseits der Evangelischen Volksge⸗ meinschaft sich anzuschließen, DieEvangelische Warte, das Organ der EV, wird das Band sein, welches uns, die wir uns einst unter der LosungChristentum! Vaterland! Volksgemeinschaft! zusammengeschlossen haben, auch weiterhin miteinander verbindet.

Hetzdorf U, M., 15. Dezember 1925. Der Vorstand der C. V. D.: i. A.: Heinrich W. Mosel.

Im Anschluß hieran geben wir bekannt, daß Pfar⸗ 858. Obmann der EW für Deutschland östlich der e ist.

Am 19. und 20. Januar 1926 findet in Ober⸗Lais ein Rednerkursus statt. Die Teilnehmer werden kosten⸗ los in Fauerbach und Ober⸗Lais einquartiert. Anmel⸗ dungen erbitten wir nach Ober⸗Lais bis zum 15. Januar.

Ober⸗Lais, 23. Dezember 1925.

Pfarrer Weidner. GT Verhältnisses zu China und womöglich auch zu Ruß⸗ land. 4. Finanzielle Beherrschung Europas aus der Ferne, eingeschlossen England. Sollte der Kampf zwi⸗ schen Kapitalismus und Kommunismus unvermeidlich werden, so hofft Amerika in dem von England geleiteten Europa den Vortrupp gegen das unter Rußlands Füh⸗ rung heranrückende Asien zu haben.

Während so die beiden angelsächsischen Weltreiche die Herrschaft der weißen Rasse über Meere und Länder aufrecht zu erhalten bestrebt sind, im Rahmen der kapi⸗ talistischen Wirtschafts⸗ und Gesellschaftsordnung bildet sich unter Rußlands Führung eine ganz neue Mächte⸗ gruppierung. Rußland den Russen und Juden, das ist das unausgesprochene Schlagwort. Den Bauern und Arbeitern, so lautet die öffentliche Losung. Fieberhaft arbeitet die Sowjetunion an ihrer organisatorischen und technischen Wiederherstellung. Im Verkehrswesen und in gewissen Produktionszweigen ist der Vorkriegsstand nahezu wieder erreicht. Nach englischen Angaben ist die russische Luftflotte heute die stärkste der Erde. Dazu kommt eine doppelte Propaganda.

Alle Nachrichten aus den sogenannten Randstaaten stimmen darin überein, daß der Bolschewismus dort reißende Fortschritte macht, besonders auch in den Ar⸗ meen. Die furchtbare Wirtschaftslage in Europa, der Zusammenbruch der Industrie und vielfach auch der Landwirtschaft, das wachsende Heer der Arbeitslosen zeigt, daß das Barometer rasend auf Sturm fällt. Die kommunistische Propaganda ergießt sich durch ganz Europa, durch Deutschland wie durch Frankreich, durch England wie durch Italien. Der Pakt von Locarno ist ein Angstprodukt der kapitalistischen Staatsmänner angesichts des wachsenden kommunistischen Sturms.

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nifsion illihe können nicht gelöst werden, bis die Frage der Wiederkehr Außerderd n früheren Missionare gelöst ist, so schreibt ein englischer Mis⸗ loständisspnar. Die Ausschlußfrist sollte erst im Herbst 1926 erlöschen.

. Von den 49 Missionaren der Breklamer Mission im Madras⸗ den Eissseftikt konnten 2, die durch den Ausgang des Krieges fremde er eigenegmertanen geworden waren, im Herbst letzten Jahres auf ihre ßere chigten Posten wieder zurückkehren. Missionar Andersen hofft mit st doch dehuo an einem Sonntag mehrere Stationen besuchen zu können. nlichleiteghe Missionsstationen stellen z. T. ein trauriges Bild dar, Mis⸗ 6 der bospyshäuser und Kirchen sind stark verfallen. Auch die Arbeit itrecle. Ir Brudergemeinde im Panjab und Kaschmir hat stark not ge⸗ über. Giltten. uns Del. Abschließend ist zu bemerken, daß die deutsche Mission in dem tehen. Aldschen Missionsgebiet einen schweren Verlust erlitten hat und te deulshes die verheerenden Folgen des Krieges dort unübersehbar sind. en Indien wollen aber auch der Hoffnung Ausdruck geben, daß uns zu ien die Aesem wertvollen Missionsgebiet wieder uneingeschränkter Zu⸗ feenonmeag gewährt wird, damit wir mit dazu beitragen können, daß solche, one tiefe Sehnsucht der Hindu nach Erlösung durch das Heil in zuhelasasspästo gestillt wird. er Mil. Auf dem afrikanischen Missionsfelde war die deutsche Mislion auftteleq insgesamt 1045 Missionaren verhältnismäßig am stärksten Misionofteligt. Den günstigsten und vielleicht den dankbarsten Mis⸗ enen allesesboden finden wir unter den kulturarmen Völkern des dunk⸗ Det geaß n Erdteils. Von den 120 Millionen Bewohnern des afrika⸗ ng il. oͤssshen Kontinents sind 10 Millionen Christen.Es ist ein Feld Hi zur Ernte; die Bewegung zum Christentum ist allgemein.

A In mancher Hinsicht ist es ein neues Missionsfeld, in das wir chhlssun eche wieder berufen werden, es beginnt sich der deutschen 1 Aislonsarbeit wieder zu öffnen. Neu auch in der Beziehung, enden, t sich die wirtschaftlichen, politischen, sozialen und religiösen

ane Angungen gründlich verändert haben. Die Bedeutung Mittel⸗ Mist ae, Tas für die Weltwirtschaft ist in früher nicht geglaubter a bie gewachsen. Die Produkte Afrikas an Kakao, Baumwolle, zu den salleltn einen bedeutenden Faktor auf dem Weltmarkt dar, dabei che Ehe den Kohle, Zinn, Kupfer, Mangan und Diamanten in großer und age gewonnen.

Im Zusammenhang damit ist ein wachsender Wohlstand zu beobachten. Die Einfuhr leichter Amerikanischer Automobile nach West⸗Afrika hat überraschend zugenommen. Verbunden damit ist aber auch ein Erwachen des Rassen- u. Nationalitätsgefühls. Der Afrikaner verlangt Anteil an eigenen Grund und Boden, von dem ihm nur 4 Prozent belassen sind, Anteil an der Ver⸗ waltung seines Landes und zeigt ein großes Verlangen nach Bildung. Diesem Wunsche Rechnung tragend ist man daran ge⸗ gangen, auf der Goldküste die Gründung einer Regierungs⸗Hoch⸗ schule für Eingeborene, auf der Sprache und Kultur der Einge⸗ borenen weitgehend zu ihrem Recht kommen sollen, in Angriff zu nehmen. Daß in Afrika große Kämpfe und harte Auseinan⸗ dersetzungen bevorstehen, davon wissen die Missionare heute schon viel zu berichten.

Damit wollen wir den Rundgang in Afrika vom Westen aus⸗ gehend antreten.

In Togo sind als die ersten deutschen Missionare vor zwei Jahren 3 Boten der Bremer Mission wieder eingezogen und haben dort einen königlichen Empfang erlebt.

Das Hinterland der Goldküste mit der Zentrale Karmase wird noch in diesem Jahre von 5 Basler Missionaren bezogen werden.

Im britischen Teil von Kamerun haben sich schon im letzten Jahre wieder Bafler Missionare niedergelassen, es wurden aller⸗ dings nur solche, die Schweizer Nationalität waren, zugelassen.

Auch Deutsche werden ihnen noch in diesem Jahre folgen.

In Südwestafrila wurde die Missionsarbeit, nur die von der Rheinischen Mission getrieben wird, nur wenig durch den Krieg gestört. 13 Stationen sind besetzt. Unter den Herero macht sich allerdings eine tiefgehende Abneigung gegen die Missionare und das Evangelium geltend. Besser verhalten sich dagegen die Ovambo. Auch unter den Berg Damara kann die Arbeit durch den Missionar D. Vedder weitergeführt werden.

Verhältnismäßig unberührt durch den Krieg blieb die Ar⸗ beit der hier reichlich vertretenen deutschen Missionen in Süd⸗ afrika. Wir finden die Rheinische, Berliner und Hermannsburger Mission, ebenso die Brudergemeinde in ziemlicher Stärke. Er⸗ schwert wurde auch hier die Arbeit nicht nur durch den Mangel

an Mitteln, sondern auch durch Beschränkungen anderer Art, die jetzt erst aufgehoben find. D. Schlormann kann berichten:Wir dürfen unsere Arbeit, wieder in voller Freiheit tun. Dafür dan⸗ ken wir dem Herrn, der während all der Wirren und der Be⸗ drängnis der letzten 10 Jahre so gnädig über uns gewaltet hat. Nicht daß nun alles ruhig wäre, unter den Eingeborenen des Landes ist eine ziemliche Gärung, mit verursacht durch die Nach⸗ wirkungen des Krieges. Es geht durch die schwarze Bevölkerung von Afrika eine Bewegung gleich den Bewegungen und Regun⸗ gen vor einem ausbrechenden Vulkan, die ausklingt in den Worten:Der Tag des schwarzen Mannes bricht an. Doch trotz all der Schwierigkeiten sind auch Zeichen reich gesegneter Arbeit vorhanden.

Ein neues kann im früheren Deutsch⸗Ostafrika im jetzigen Tanganyita Territory gepflügt werden. Mit fliegenden Fahnen sind dort die Missionare der Leipziger Mission, der Betheler Mission, der Berliner Mission wieder eingezogen und auch die Brudergemeinde kann sich anschicken, trotz geldlicher Bedrängnis, dem Rufe nach Unjawest zu folgen. Ein verheißungs volles, dankbares Arbeitsfeld tut sich den neu eingetretenen Missio⸗ naren auf. Die Leipziger Missionare dürfen von einem geist⸗ lichen Erwachen am Meruberge berichten. Ebenso erhält die Neulirchener Mission günstige Nachrichten von den Pokomos in Britisch⸗Ostafrika.

Nehmen wir hierzu noch die Arbeit, die im Norden Afrikas, in Syrien und Persten von verschiedenen Missionsgesellschaften, der Orient⸗Mission, der Sudan Pioniermission u. a. unter den Mohammedanern neu aufgenommen werden konnte, welch wei⸗ tes Feld der Betätigung tut sich uns hier auf. Dazu kommen noch kleine Missionsgebiete in Nord⸗, Mittel⸗ und Südamerika, die hauptsächlich von der Brudergemeinde bearbeitet werden. In der Tat steht uns die ganze Welt wieder offen.

Möge sich die deutsche Christenheit ihrer großen Verant⸗ wortung bewußt werden, die wir mit den uns anvertrauten Missionsgebieten haben. Es gilt in noch ganz anderer Weise als bisher uns unseres großen Berufes würdig zu zeigen und alle Kräfte daranzusetzen zur Erfüllung unserer heiligen Mis⸗ sionspflicht.