gelischen Volksgemeinschaft bei. Es ist zu erwarten, daß diese Bewegung in Höchst und Umgegend genau so stark sich entwickelt wie in den übrigen Landesteilen, wo sie Fuß gefaßt hat.
In der am 15. 4. in Friedberg stattgehabten Kreis⸗ sizung wurden in den Kreisvorstand gewählt: Pfarrer Ramge“⸗RNendel, 1. Vorsitzender, Landwirt Störckel⸗ Stammheim, 2. Vorsitzender, Frau Eichelmann Ww.⸗ Münzenberg, Schriftführerin, Bürgermeister Hensel⸗ Rödgen und Gemeinderechner van Bashuisen⸗ Schwalheim, Beisitzer.
Allerlei.
Neuzeitliches Jugendheim im hohen Vogelsberg.
Das große Jugendheim, das der Vogelsberger Höhen⸗Club auf der Herchenhainer Höhe errichtet, ist im Nohbau fertig. Es enthält 2 Tagesräume, 12 Schlafzimmer mit 50 Betten und einen 40 Betten fas⸗ senden Schlafraum im Dachgeschoß, eine Wohnung für den Hausverwalter, 2 Waschräume mit Dusche, einen Baderaum(auch warm), sowie im Anbau einen Stall und einen Raum zum Einstellen der Fahrräder, Schnee⸗ schuhe usw. Fließendes Wasser kommt von einer höher gefaßten Quelle. Dadurch wird das Heim nicht nur für die wandernde Jugend eine schöne Herberge sein, son⸗ dern es kann auch von allen Schulen aus hiesiger Gegend als Landheim für längeren Aufenthalt benutzt werden. Es liegt auf weitschauender Höhe in herrlicher Natur nahe dem Ehrenmal für die Gefallenen des Vogelsberger Höhen⸗Clubs. Die Enthüllung dieses Denkmals und die Einweihung des Heimes soll am Himmelfahrtstage stattfinden. Sonderzüge fahren dann auch von Frankfurt, Gießen und Lauterbach nach dem schönen Berge hinauf.
„Evangelische Warte“
Nr. J
Sieben Schäden des öffentlichen Lebens. . 5 ohne Grundsätze, Reichtum ohne Arbeit, Vergnügen ohne Gewissen, Wissen ohne Charakter, Handel und Industrie ohne Moral, Wissenschaft ohne Humanität, Gottesdienst ohne Opfer.
Aus Nah und Fern.
In Gießen tagte am 28. April im Gemeindesaale der Johanniskirche die diesjährige Provinzialkonferenz der evangelischen Geistlichen für Oberhessen. Nach dem Gesang des Liedes„Herz und Herz vereint zusammen“ eröffnete Dekan Vogel-Bruchenbrücken mit Schrift⸗ lesung und Gebet. Alsdann begrüßte der Superinden⸗ dent für Oberhessen, Herr Oberkirchenrat D. Wagner, die Erschienenen mit warmherzigen Worten und ge⸗ dachte zum Schlusse der verstorbenen Geistlichen der Provinz, des Kirchenrats D. Wahl⸗Beienheim und des Pfarrer Dittmar⸗Hausen und Loos Butzbach. Alsdann begannen die Vorträge. Pfarrer Allwohn sprach über:„Die Bedeutung der deutschen Messe Luthers vom Jahre 1526 für unsere gottesdienstliche Praxis“, Pfarrer Schorlemer-⸗Lich über:„Die deutsche Messe 1525 ist ein verhängnisvoller Mißgriff Luthers“. Den Vorträgen folgte eine sehr lebhafte Aussprache, wobei von den einzelnen Rednern teilweise für den Referenten und teilweise für den Korreferenten Stellung genommen wurde. Gegen 1½2 Uhr wurde die Konferenz mit dem Liede„Ach bleib mit deiner Gnade“ abgeschlossen. Ein gemeinsames Essen vereinte noch⸗ mals die Teilnehmer im Gasthaus„Zum Hindenburg“.
Neue Büther.
Ein neues Lutherbuch. Unsere Zeit hat wieder einmal für ein großes Buch, das ein Gelehrter und
tor Luther“
Mensch ihr geschenkt hat, zu danken. Von Gu st a v
Freytag haben wir in dem prächtigen Kapitel„d
in den„Bildern aus der deutschen 5 gangenheit“ die letzte volkstümliche Lutherdarstels bekommen, die zugleich eine literarische Leistung griß Stiles war. Aber jede Generation muß ihr Lutheih selbst schreiben. Diesen Dienst hat der Freiburger 5 fessor für neuere Geschichte, Gerhard Ritte seiner Zeit getan:„Luther, Gestalt und Symbol“, N 1925. Verlag P. Bruckmann. 146 In Pappbo 4,.—(, in Ganzleinen 5— l. Es ist kein geleh Werk, sondern ein Buch für die breite, gebildete We
Mitteilung der Reichsgefthäftsstelle
Die bereits vor Ostern an die Ortsgruppen; sandten Mitgliederverzeichnisse sind bis heute e von den wenigsten Ortsgruppen zurückgeschickt w den. Auch fehlen von vielen Ortsgruppen noch ersten Beiträge. Bereits am 15. April war Hälfte der Jahresbeiträge fällig. Die Anweisu auf dem Mitgliederverzeichnis muß unbedingt folgt werden. Unsere Freunde wissen doch, daß lediglich auf die Beiträge angewiesen sind. hoffen sehr, daß diese Mitteilung genügt, um Ortsgruppen zur Einsendung der Verzeichnisse n der Beiträge sogleich zu veranlassen. Auch Einzelmitglieder bitten wir um baldigste Eins⸗ dung des Mindestbeitrages von 3 Mark auf Ko 593 bei der Bezirkssparkasse in Nidda(Postst konto 8907 Frankfurt a. M.).
Ober⸗Lais, den 27. April 1926.
D.
V
Weidne
bundes haben beschlossen, das
SSG
olksbegehren auf Landtagsauflösung in Hessen
durchzuführen. So bedauerlich es ist, daß dadurch dem hessischen Volk neue schwere politische Kämpfe von mehrmonatiger Dauer bevorstehen, so darf doch auch die Evangelische Volksgemeinschaft diesen Kämpfen nicht untätig zusehen. Ohne daß wir uns die Gründe der obigen Parteien für das Volksbegehren zu eigen machen, werden wir unsererseits alles Notwendige zur Auflösung des Landtags tun, weil wir der Meinung find, daß gerade die Evangelische Volksgemeinschaft in den bevorstehenden politischen Kämpfen dazu berufen ist, durch die Beseitigung der derzeitigen Regierung, die wenig sozialen Sinn gezeigt hat, die völlig unter der Herrschaft des Zentrums steht, der evangelischen Sache in Hessen einen großen Dienst zu tun. Wir richten darum schon heute an unsere Mitglieder und Freunde in Stadt und Land die dringende Bitte, ihren
Namen in die offen liegenden Listen
einzutragen. Näheres später!
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