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Sonnabend, den 8. Mai 1926.
gemeinschaft gegründet worden ist als Hüter, Wächter
und Verteidiger des evangelischen Glaubens? Wer ein
Herz hat für seine evangelische Sache, für Deutschtum
und Protestantismus, der schließe sich der neuen Be⸗
wegung an und werbe bei jeder Gelegenheit neue Mit⸗
glieder für die Evangelische Volksgemeinschaft! 1———
Versammlung des Sparerbundes in Darmstadt.
Im dichtbesetzten städtischen Saalbau sprach kürz⸗ lich Oberlandesgerichtspräsident Dr. Best über„Volks⸗ begehren für eine gerechte Aufwertung“. Der Redner führte etwa aus: Der Sparerbund habe vor kurzem be⸗ schlossen, in der Aufwertungsfrage den Weg des Volks⸗ begehrens zu beschreiten, da vom Reichstag und seiner derzeitigen Zusammensetzung nichts zu erhoffen sei. Bei dem dem Volksbegehren zu Grunde zu legenden Gesetz⸗ entwurf habe man sich nicht auf irgendwelche Abände⸗ rungsanträge zu der bestehenden Gesetzgebung be— schränkt, sondern eine vollständige Neuregelung der Ab⸗ lösung auf neuen Grundlagen aufgebaut. Im folgen⸗ den stellte der Redner in Leitsätzen die Bestimmungen des neuen Entwurfs den Gesetzen vom 25. Juli 192⁵ entgegen. 5
Er ging in seiner Darlegung von der These aus,
daß die Inflation künstlich großgezüchtet worden sei, um
Reich und Großkapital kostenlos zu entschulden. Dem⸗ entsprechend habe man sich dann auch bei der Aufwer⸗ tungsgesetzgebung einzig darum bemüht, die Werte, in denen das Großkapital sein Vermögen angelegt habe, sorgfältig zu schonen. Nach dem neuen Entwurf sollen alle Ansprüche, einschließlich der Industrieobligationen, auf 50 Prozent des Goldmarkbetrages aufgewertet wer⸗
den. Dabei soll der Berechnung der Tag der Ent⸗
stehung des Anspruchs, nicht der des Erwerbs durch den letzten Gläubiger zu Grunde gelegt werden. Der regel⸗ mäßige Umwertungsbetrag von 50 Prozent kann, falls er grob und unbillig erscheint, nicht nur zu Gunsten des Schuldners ermäßigt, sondern auch zu Gunsten des Gläubigers erhöht werden. Die persönlichen Forde⸗ rungen werden grundsätzlich nach den allgemeinen Vor⸗ schriften ev, bis zur vollen Höhe aufgewertet. Bei Grundstücksverkäufen der Inflationszeit gilt bis zum Beweise des Gegenteils der Vorkriegswert des Grund⸗ stücks als vereinbarter Kaufpreis. Für Ansprüche, die ohne Vorbehalt seitens des Gläubigers ganz oder zum Teil in entwertetem Papier getilgt wurden, wird die Rückwirkung bis zum 1. Januar 1919 erstreckt und auf Ansprüche jeder Art ausgedehnt, die zeitlich erweiterte Rückwirkung wirkt sich entsprechend bei Vergleichen aus. Bei öffentlichen Anleihen ist der grundsätzliche Unter⸗ schied zwischen Alt- und Neubesitz aufzugeben und nur auf eine Quote des Erwerbspreises abgestellt. Beim Erwerb bis 1. 6. 20 gilt der Nennwert als Erwerbs⸗ preis, dabei soll der Nachweis des Erwerbspreises durch geeignete Vorschriften erleichtert werden. Die Vorzugs⸗ rente für Bedürftige wird vom Entwurf auf Gemeinde⸗ anleihen erstreckt und ihr Höchstbetrag ebenso wie die 9051 für Bedürftigkeit von 800 auf 1600 Mark er⸗ öht.
Den Einwand, daß das Kreditbedürfnis der Wirt⸗ schaft eine höhere Aufwertung ausschließe, bezeichnete der Redner als ungeheuerlich. Man schlage also den alten Gläubiger tot, um neue Schulden aufnehmen zu können. Reichsbankpräsident Schacht habe es abge⸗ lehnt, eine in der Inflationszeit zurückbezahlte Hypo⸗ thekenschuld aufzuwerten, mit der Begründung, daß er
„Evangelische Warte“
wirtschaftsminister Dr. Curtius habe vor einigen Tagen in Mannheim erklärt, daß die Regierung Dr. Luther sich gegen das Volksbegehren stellen werde. Wir wußten das ohne weiteres. Die Gründe sind ebenso wenig überraschend. Es sind die gleichen, wie sie bereits den ganzen Sommer über erklärt wurden. Die Wirtschaft könne es nicht tragen! Eine gerechte Aufwertung ist die Voraussetzung für ein Gedeihen unserer Wirtschaft. Der Kampf um unser Recht ist nicht nur Pflicht gegen uns selbst, sondern gegen die Allgemeinheit. Die Rechtsord⸗ nung ist erschüttert. Sie aber ist und bleibt die Grund⸗ lage eines jeden Rechtsstaates.(Lebhafter Beifall.) Vorsitzender Prof. Axt dankte dem Redner und brachte folgende Entschließung zur Kenntnis, die ein⸗ stimmige Annahme fand. Entschließung. Die Versammlung nimmt mit Genugtuung und Befriedigung von dem Vortrage des Herrn Ober⸗ landesgerichtspräsidenten Dr. Best Kenntnis und stimmt seinen Ausführungen zu. Sie dankt ihm für seine unermüdliche Tätigkeit im Dienste der gerech⸗ ten Sache und stellt sich auf den Boden der vom Sparerbunde aufgestellten Amwertungsgesetze. Sie erblickt in ihnen eine gerechte und wirtschaftlich trag⸗ bare Lösung der für unser ganzes Volk lebenswich⸗ tigen Umwertungsfrage und der damit im Zusam⸗ menhang stehenden sozialen Probleme der Rentner, Sparer, Kriegsbeschädigten, Mieter, Hausbesitzer, Reichsbankgläubiger usw.
Mit besonderer Genugtuung stellt sie fest, daß der Sparerbund den Beschluß gefaßt hat, unverzüg⸗ lich mit seinem Gesetzentwurf den Antrag auf das Volksbegehren bei der Reichsregierung einzureichen und ist gewillt, alle Kräfte einzusetzen, um demselben zum Siege zu verhelfen. Sie ist sich bewußt, daß sie damit nur für die in der Reichsverfassung veranker⸗ ten bürgerlichen Grundrechte der Unverletzlichkeit des Eigentums und des gleichen Rechtes für alle eintritt, und weist die in den letzten Tagen erfolgte Drohung eines Mitglieds der Regierung Luther als einen Ein⸗ griff in verfassungsmäßige Rechte zurück. Unbeirrt durch solche Versuche, den an dem sparenden Volke begangenen Vermögensraub zu verewigen, ruft sie das deutsche Volk zum Kampfe für Gerechtigkeit und Wirtschaftsehrlichkeit auf, damit„die Heiligkeit des Rechtes in deutschen Landen hochgehalten und die Ge⸗ rechtigkeit wieder die Grundlage und Seele unseres
Staates wird“. Wothensthau.
In Berlin ist mit einmütiger Zustimmung des Reichskabinetts vom deutschen Reichsaußenminister 2 Stresemann und dem russischen Gesandten Kre⸗ stinski der deutsch⸗russische Vertrag am 24. April unterzeichnet worden. Nach den Erfahrungen in Genf dürfte diese Orientierung unserer Reichsregierung die einzig richtige Politik gewesen sein.
Die Kommission zur Prüfung der Frage einer Am⸗ gestaltung des Völkerbundes tritt am 10. Mai in Genf zufammen. Der deutsche Botschafter in Paris, Herr von Hoesch ist zum Vertreter Deutschlands in dieser Kom⸗ mission durch die deutsche Regierung ernannt worden.
Die Kuo⸗Min⸗Tschung⸗Truppen haben in Peking die Leibgarde Tuan⸗schi⸗juis, die vor wenigen Wochen
auf demonstrierende Studenten geschossen hatte, hinter ran kann kein Zweifel bestehen, daß er glaubt— und
dem gelben Tempel umzingelt und mit Maschinenge⸗ wehren niedergeschossen. Von 400 Soldaten sollen nur fünf lebend aus diesem Blutbad herausgekommen sein.
weder rechtlich noch moralisch verpflichtet sei. Reichs⸗
Mor mich belennel
Von Erwin Gros. (7. Fortsetzung.)
Fabelhaft aber war es, mit welcher Schnelligkeit der Haufen der Zigeuner auseinanderstob. Zwar liefen sie denen, die im Hinterhalt gelegen hatten, in die Arme, und diese teilten man⸗ chen kräftigen Hieb aus. Aber gefangen wurde keiner; dreimal drehte sich der Zigeuner, ehe der Bauer sich einmal drehte. Wohl setzte eine kräftige Verfolgung ein, allen voraus ein junger Bauer und dann Hans Heeger; aber wie die Hasen stoben die Zigeuner dahin. Nur einer konnte nicht wie die andern laufen, er hinkt etwas, er hatte wohl einen gehörigen Schlag ausge— wischt bekommen, den packte der junge Bauer, der wie ein Wind⸗ hund lief.
„Haltet Heeger.
„Ah, du hast uns verpetzt!“, rief der Zigeuner voll Gift dem Heranstürmenden zu. Dann aber fauchte er den, der ihn fest— hielt, an:„Wenn ihr mich nicht loslaßt, wird euer Dorf an allen vier Enden angesteckt!“
Da gab der Bauer ihn frei, und als Hans Heeger dem Häuptling nacheilen wollte, trat der Bauer ihm in den Weg: „Wir wollen sie laufen lassen, die kommen nicht wieder;“
Peter Kitz aber, der jetzt mit dem Haufen herankam, war sehr unzufrieden:„Warum hast du den Galgenvogel fortfliegen lassen? Das gab für alle Zeiten Respekt, wenn er mit des Seilers Tochter Hochzeit halten mußte.“
Die Mehrzahl ober war der Ansicht, daß man nur Schere— reien gekriegt hätte und zuletzt noch ganz gewiß den roten Hahn auf die Dächer. Man beschloß, mit Hurrah und Hussasah die Verfolgung noch bis zum Wald fortzusetzen, damit der Schrecken das Diebesgesindel aus der Gegend vertreibe. Und also ge— schah es.
Hans Heger aber blieb zurück und nahm sich des verwundeten Meisters Vogelsberger an, der trotz des blutenden Armes mitge— rannt war. Ihn geleitete er heim.
Hui, was liegt da für ein feinziseliertes Faustrohr, das hat sicher dem Oberhallunken gehört, das nehmen wir als Andenken mit, hebt es auf, Hans.“
ihn fest, das ist der Hauptmann!“ schrie Hans
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Am Obertor war schier das halbe Dorf versammelt, aber fast nur Frauen und Kinder; die Männer arbeiteten auf der an⸗ deren Seite im Sommerfeld.
Welch ein Geschrei; Hans Vogelsberger hatte Recht gehabt, wenn er am Abend vorher von Gänsegeschrei ge redet hatte. Man umdrängte ihn mit furchtbarem Geschnatter, so daß er den verwundeten Arm in die Höhe halten und rufen mußte:„Hans helft mir!“
Doch als man sah, daß des Meisters Hand ganz blutig war, da gab man eine Gasse zu seinem Hause frei.
Zitternd an allen Gliedern saß Mutter Vogelsberger in der Stube. Sie war nicht fähig, sich zu erheben:„Ach Gott, ich kann kein Blut sehen!“
Zum Glück tat sich die Türe auf, und Sybille Michel er— schien.
„Gut, daß du kommst, Gothchen, du kannst mir mal einen Verband anlegen. Das verstehst du doch sicher besser als der Hans.“
Hans Heeger besorgte rasch Wasser aus der Küche, Sybille öffnete die große Eichentruhe und holte Leinwand heraus. Die Wunde wurde ausgewaschen und verbunden, es war zum Glück nur ein Streifschuß gewesen, Hans hielt den verletzten Arm und bewunderte die zarte und geschickte Weise, mit der Sybille ihr Samariterwerk vollzog. Zuletzt band sie den Arm hoch und sagte lächelnd:„Nun, Herr Pate, was meinst du jetzt von uns Frauensleuten? Sind wir wirklich so unnütz in der Welt, wie du immer behauptet hast?“
„Ach was, Gothchen, die Sache ist gerade umkehrt; ich bin bloß darum Junggeselle geblieben, weil ihr jungen Mädchen so fein und kostbar seid wie Marzipan, und für meinen groben Magen taugt nur Schwarzbrot.“
Sybille lachte:„Du bist ein Spottvogel, Pate;— aber wie wird es jetzt mit eurer Arbeit?“
„Ja, da haben wir die Bescherung, vor zwei Monaten werde ich den Arm nicht recht gebrauchen können. Wie ist's denn nun, Hans, wollt ihr's hier mit der„Dorfschusterei“ versuchen? Ihr müßt mir allerdings auch die Bauernarbeit tun.“
Sybille schaute erwartungsvoll zu Hans Heeger hinüber. Dieser warf ihr einen frohen Blick zurück, so daß das Mädchen die Augen zu Boden schlug; dann sagte er zu. Rasch waren die
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Unter dem Kennwort„Sparerbund Dr. Best“ ist am 27. April dem Reichsministerium des Innern der Antrag auf Zulassung eines Volksbegehrens zur Ab⸗ änderung der Aufwertungsgesetze vom 16. Juli 1925 eingereicht worden.
Generaloberst von Seeckt beging am 22. April seinen 60. Geburtstag. Der Reichspräsident von Hindenburg, der Reichskanzler Dr. Luther und Reichsminister Dr. Külz, der zurzeit den Reichswehr⸗ minister vertritt, sandten herzliche Glückwünsche.
Der Fürstenentschädigungs⸗Kompromiß ist zurzeit ernstlich gefährdet. Der Volksentscheid scheint uns nicht erspart zu bleiben.
Was jeder Evangelische wissen muß.
Ein gemaßregelter Priester.
Der„Frankfurter Zeitung“ wird aus München ge⸗ schrieben: Ein katholischer Priester, der frühere Abt des Prager Klosters Emaus, P. Alban Schachtleitner, hat kürzlich von der Kanzel einer Münchener Kirche seine Zuhörer gebeten, um des religiösen Friedens willen auf die Gefühle der protestantischen Bevölkerung am Kar⸗ freitag mehr Rücksicht zu nehmen. Wenn es auch katho⸗ lischer Auffassung entspreche, den Karfreitag nicht als höchsten Feiertag, sondern als höchsten Trauertag still zu
begehen, so gäbe es doch manches, was unterbleiben
könne, z. B. das vorösterliche Teppichklopfen, das viele katholische Hausfrauen gerade auf den Karfreitag leg⸗ ten. Diese Predigt wurde im„Bayerischen Kurier“ mit einer entrüsteten Zuschrift beantwortet, in der die
Darstellung Abt Schachtleitners als eine die bayerische
katholische Bevölkerung schwer verletzende unzutreffende Verallgemeinerung zurückgewiesen wurde. Es wurde mitgeteilt, daß die Münchener Katholiken sich davor schützen würden, daß ihnen in Zukunft ein nichtbaye⸗ rischer Abt auf die Finger klopfte und ein Gast der Erz⸗ diöse Instruktionen gebe in Fragen, deren Entscheidung bei den einheimischen kirchlichen Behörden liege. Der Prediger habe nicht zum erstenmal das katholische Emp⸗ finden auf die Probe gestellt— eine Anspielung auf die Beziehungen des Abtes zu den Völkischen. Jetzt haben, wie der„Völkische Beobachter“ meldet, die Proteste gegen den Abt Erfolg gehabt. Denn am letzten Sonn⸗ tag teilte er nach Beendigung der Messe von den Stu⸗ fen des Altars aus seiner Gemeinde mit, daß seine üb⸗ liche Predigt nicht mehr stattfinden werde, da sie ihm von höherer Stelle nicht mehr gestattet sei.
„Wir wollen uns nicht einfangen lassen!“
Zu der päpstlichen Enzyklika betr. Einführung des „Festes Jesu Christi als König“ hat der Lutherische Nationalrat(National Lutheran Council) soeben auf einer Vollsitzung in Cikago in einer längeren Erklä— rung Stellung genommen. Es heißt darin:
„Die Verschlagenheit(designing spirit) und die
feindliche Absicht des Papstes treten unverkennbar her⸗ 0
vor in der Wahl des Tages, an dem alljährlich dies Fest begangen werden soll. Die Hammerschläge, die am 31. Oktober 1517 durch Europa tönten und den Tag der Freiheit für die Christenheit e er nicht vergessen. Auf nichts anderes als auf die Reformation hat er es mit dieser Enzyklika abgesehen. Wir behaup⸗ ten keineswegs, daß der Papst es nicht ernst meint mit seinem Wunsche, daß Jesus Christus allgemein als Kö⸗ nig aller Völker auf Erden anerkannt werde; aber da⸗
vielleicht sogar ernstlich glaubt, daß der beste Weg, der dazu führt, darin besteht, die Reformation und die be⸗
Bedingungen vereinbart; Hans Vogelsberger erwies sich nicht karg.
Jetzt schwoll auf der Straße der Lärm und das Geschnattet an. Die Verfolgenden waren zurückgekehrt und riefen nach Mei ster Vogelsberger und Hans Heeger. Beide traten auf die Straße und wurden mit hellem Jauchzen begrüßt.
„Seht, Schultheiß, das ist der Mann, dem wir's verdanken, daß Holzhausen nicht ausgeplündert und womöglich noch ange⸗ steckt worden ist! Wenn ich nun gerade so ein ungläubigen Thomas gewesen wäre, wie ihr? Was dann?“ Also Peter Kitz.
Der Schultheiß, Peter Michel, machte eine abwehrende Handbewegung; ihm war diese Geschichte höchst ungemütlich; er wollte nicht davon gesprochen haben. Denn wenn es ruchbar ward, wie leichtfertig er die Meldung Heegers abgetan. dann war sein Ansehen sehr gefährdet. Darum beschloß er, allen Weiterungen zuvorzukommen. Er warf sich in die Brust und winkte mit der Hand:
„Pst, Ruhe, der Schultheiß will was schwätzen!“
„Also, ihr Männer, ihr habt der Gemeinde einen großen Dienst getan. Das verdient eine Renumeration, wie man's vor⸗ nehm auszudrücken pflegt. Dir, Hans Vogelsberger, wird die Gemeinde ersetzen, was du für die Heilung deines Armes nötig hast. Euch allen aber, die ihr das Diebsvolk verjagt habt, gibt sie einen Frühtrunk beim Johann Kilian Kitz in der„Krone“,
„Wein oder Apfelwein? Jetzt gleich?“ erscholl's fragend aus der Mitte der stolzgeschwellten Kampfgenossenschaft.
„Natürlich doch Wein“, erwiderte der Schultheiß.„Meint
ihr, Holzhausen lasse sich lumpen! Alleh, marsch zum Kronewirt!“
Lauter Heilruf war die Antwort; fröhlich setzte sich der Zug in Bewegung, hoch wurden die Waffen geschwungen, dröhnend klang der Siegerschritt der Männer, und alles kleine Volk lief 6 hinterdrein, bildete um die„Krone“ einen ehrfürchtig staunenden Ring und lauschte. Denn drin ging's hoch her; was sollte man den Gemeindesäckel schonen! Der kannte ja auch keine Rücksicht. 0 Manch Liedlein ward„geschmettert“; übervoll ist, so muß sie sich im Gesang entladen.
„Zu Klingenberg am Maine, 0 Zu Würzburg an dem Steine, ü
Zu Bacharach am Rhein, 1
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1 denn wenn die Freude 110
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