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Sonnabend, den 7. August 1926. 7
Ein Mifthehebrieswethjel.
Zwischen dem evangelischen Pfarramt Groß-Jenk⸗ witz in Schlesien und dem katholischen Pfarramt Her— zogswalde, Kreis Grottkau, hat folgender bezeichnender Briefwechsel stattgefunden:
Evang. Pfarramt Tgb. Nr. 93. Das katholische Pfarramt zu Herzogswalde bitte ich in nachstehend angeführter Angelegenheit er— gebenst um gefällige Auskunft:
In Herzogswalde wohnt seit etwa 1½ Jahren der Ackerkutscher H. F., katholischer Konfession, der am 29. 10. 22 in der evangelischen Kirche zu Groß-Jenkwitz mit J. E. W., evangelischer Konfession, getraut worden ist. Die Kinder aus dieser Ehe sind ebenfalls in der evangelischen Kirche zu Groß-Jenkwitz getauft und zwar: O. H. am 25. 2. 23, E. J. am 23. 8. 25. Nun wurde in diesen Tagen bekannt, daß das Ehepaar F. vor kurzer Zeit in der katholischen Kirche zu Herzogswalde noch einmal katholisch getraut, die Kinder aber nochmals katholisch getauft worden seien.
Obgleich die Nachricht von einer, dem Ehepaar F. sehr nahestehenden Seite stammt, möchte ich die Richtig⸗ keit doch nicht glauben, da in einem solchen Vorgehen eine Herabsetzung, ja Verächtlichmachung unserer evan— gelischen Trauung und Taufe erblickt werden müßte, Und dadurch eine schwere Gefährdung des konfessionellen Friedens heraufbeschworen würde.
Ich bitte darum das katholische Pfarramt ergebenst um baldgefällige Auskunft über diese Angelegenheit und gebe mich der angenehmen Hoffnung hin, eine rück— haltlose und völlig befriedigende Antwort erhalten zu können.
Mit vorzüglicher Hochachtung Evangelisches Pfarramt, M. Patrunky, Pfr. 71
Groß⸗Jenkwitz, d. 15. 5. 26.
Darauf die grobe Antwort: Herzogswalde, den 31. Mai 1926. Dem evangelischen Pfarramt in Groß⸗Jenkwit erwidere ich auf die gefällige Zuschrift vom 15. d. Mts. ergebenst, daß kein Anlaß besteht, über die Praxis der katholischen Kirche, welche sich genau nach dem çodex juris canoniei richtet und keine irgendwie geartete Be— leidigung Andersgläubiger intendiert, Rechenschast zu geben. Mit vorzüglicher Hochachtung ergebenst 4 Kuschel, Pfarrer.
Kirche und Sozialismus.
Ueber diese Frage äußerte sich in bemerkenswerter, den mannigfaltigen Verhältnissen umsichtig Rechnung tragender Weise der badische Kirchenpräsident D. Wurth. Er sagte u. a.:„Eine neue Wirtschaftsord⸗ nung hat die Kirche nicht zu schaffen, wohl aber die 90100 en und geistigen Waffen zu liefern, damit die
irtschaftsordnung nicht zum Würgengel wird. Was wir Deutsche in Stockholm lernen konnten, das war die
Wer mich bekennet.
Von Erwin Gros. 20. Fortsetzung.
„Ich aber gebe dich nicht auf, Hans! Mein Vater kann mich hindern, dich zu nehmen, aber er kann mich nicht zwingen, einen andern zu nehmen.“—
Es war eine seltsame Mischung von Freude und Schmerz in ihnen zu dieser Stunde, Freude darüber, daß ihre Seelen so im Gleichschritt gingen; ja, sie meinten, jetzt erst sich innerlich viel näher gekommen und ganz und gar eins geworden zu sein Schmerz darüber, daß nun die Scheidestunde vor der Türe tand.
Noch an diesem Abend begab sich Hans Heeger in das Amts— haus und erklärte dem Herrn Stubenrauch, daß er um des Gewissens willen seinem Glauben treu bleiben müsse. Da geriet der Herr Amtmann in hellen Zorn; alle Leutseligteit fiel von ihm ab, wie welle Blätter vom Baum, das achtungsvolle„ihr“ wandelte sich wieder in das den weiten Abstand betonend„er“.
„Weiß er, daß er hier in Holzhausen überhaupt kein Recht hat? Ich kann ihn jeden Tag hinausjagen lassen, wie einen hertenlosen Hund. Gehe er doch dorthin, wohin er gehört!“
Ruhig erwiderte Hans Heeger:„Ich habe meinem Meister gekündigt und gehe heute in vierzehn Tagen. Ich möchte aber dem Herrn Amtmann raten, dies ruhig abzuwarten. Denn wenn ihr vorher Gewalt anwendet, mich zu entfernen, so liegt der Grund zu offen vor dem ganzen Dorfe da. Jeder weiß: Man faßt mich nur an, weil ich nicht latholisch werden will. Da werden die Protestanten die Ohren spitzen und mehr auf der Hut sein als bisher.“
„Mache er, daß er hinauslommt, ich brauche ihn nicht als Lonsiliatius(Ratgeber).“
Am Donnerstag kam Abraham Privat nicht selbst, er ließ die Stiefel durch einen Boten abholen. Dieser Bote erschien am Sonntag wieder und überbrachte einen Brief, der die Bitte an Haus enthielt, er möge am folgenden Vormittage, also am Mon
lag, um 10 Uhr, vor sdem langräflichen Schlosse im Homburg sich
einfinden. Und zwar solle er bestes Sonntagsgewand anziehen; der Grund werde ihm an Ort und Stelle offenbart werden,
Natürlich folgte Hans Heeger dieser Weisung und war pünktlich vor dem großen, schmiedeeisernen Tore des Schlosses. Abraham Privat war schon zugegen und begrüßte Hans mit, fröhlichem, ja übermütigem Gesicht. Natürlich konnte dieser nicht rasch genug erfahren, worum es sich handele
„Also, nun spitze die Ohren und höre“ in der Freude
„Evangelische Warte“
bewundernswerte Freudigkeit und Energie, unverdros⸗ sen von den Parlamenten und den Regierungen und von der Oeffentlichkeit zu verlangen, die Stimme der Kirche, der größten sittlichen Macht, ernstlich zu beachten, daß Abhalfe geschaffen werden muß. Die Kirchen haben weiterhin kein Recht mehr, zu schweigen, sondern die heilige Pflicht, zu reden, das Gewissen zu schärfen, den christlichen Mut zu heben, wo es gilt, Nöte zu entwur— zeln, die unserem Volke ans Lebensmark gehen. Hier enfsteht freilich eine nicht geringe Gefahr, die sich da auch innerhalb unserer Landeskirche zeigt;“) soziale, wirtschaftliche und politische Dinge werden da und dort in der Predigt nicht nur gestreift oder eingehend behan— delt, sondern der ganze Gottesdienst darauf eingestellt, wobei manchmal fraglich bleibt, ob die Kirche nicht Mittel zum politischen und sozialpolitischen Zweck wird und eine unzulässige Verkürzung in der Darbietung des Evangeliums eintritt. Die Grenzen im einzelnen zu ziehen, wird bei aller erforderlichen Weitherzigkeit nicht leicht sein, weil oft allgemeine und rein örtliche Mo— mente stark bei der Urteilsbildung mitspielen. Keines— falls geht es an, die Kirche in eine politische oder soziali— stische Gemeinschaft zu wandeln. Aber ebenso gewiß ist es, daß die Kirche alles daransetzen muß, die Gegensätze im sozialen und wirtschaftlichen Leben zu mildern und die Lage der Armen und Verarmten erträglich zu ge⸗ stalten. Ich berühre da zweifellos eine empfindliche Stelle im Leben der Kirche. Das Ringen um die Seele des Arbeiters und des Arbeiterstandes ist bislang noch in keiner Weise zu einem befriedigenden Ziele gelangt, weder in Betracht dessen, was die Kirche tut, noch in dem, was sie erreicht. Die Kirchenentfremdung großer Massen— und nicht etwa bloß der unteren Schichten! — lastet auf uns wie ein böser Alp. Es werden da viele Heilmittel angepriesen, tausenderlei Versuche gemacht, ich erinnere nur an die Jugendbewegung, Evangelisation und Volksmission; im Grunde kommen wir immer auf das eine, von Luther sonderlich Betonte, zurück; Das Wort Gottes. Es hängt jedenfalls alles davon ab, daß das Wort Gottes rein und lauter, aber lebendig ver— kündigt und dargeboten wird mit herzlicher Liebe und großer Menschenfreundlichkeit; die Barmherzigkeit darf dabei nie fehlen.“
Stellungnahme des Vatikans zum Völkerbund,
Kardinal Frühwirth hat sich zu diesem Thema wie folgt geäußert(„Deutsche Reichszeitung“ 1926/94): „Der Heilige Stuhl hat nie Schritte unternommen, um im Völkerbund vertreten zu sein, da seine Zugehörig— keit zu demselben— wenigstens in seiner gegenwärtigen Form— nicht nur nicht in seinem Interesse läge, son— dern seinem Charakter und seiner hohen Mission nicht im mindesten entsprechen würde. Die Mission des Heiligen Stuhles ist in der Tat von der der übrigen Mächte grundverschieden. Diese haben materielle Inter— essen zu wahren und können sich über solche nicht hin— wegsetzen, ja sie sind sogar als Vertreter der jeweiligen Gemeinschaft gezwungen, selbst die moralischen Pro— bleme den materiellen Interessen ihres Landes unter— zuordnen, Der Heilige Stuhl hingegen hat, Kraft seines
10 In der badischen Landeskirche spielt der 25 religiöse So⸗ zlallsmus, eine Richtung, die wirischaftlichen arxismus und christliche Religion miteinander vereinigen will, eine große Rolle.
N Es 1. 32
— 2 Ursprungs und seines Amtes, eine rein geistige und berd moralische Aufgabe zu erfüllen, die von allen mate⸗ el riellen Interessen losgeschält ist. Selbst bei der Ver⸗ den. handlung von materiellen Fragen, die nun einmal in jeder Einrichtung der menschlichen Gesellschaft bestehen, gegel fußt er immer auf den geistigen Grundsätzen, die seine“ l Grundlage und Lebensbedingung bilden. So bildet b
sich im Vergleich zwischen dem Heiligen Stuhl und den hi
weltlichen Mächten ein ungleicher Standpunkt zur Be⸗ dete urteilung der auftauchenden Probleme: Der Heilige beat Stuhl geht nur vom Standpunkte des geistigen Wohles beule und der Moral aus. Hieraus folgt, daß die inter⸗ babe nationalen Fragen durch die weltlichen Staaten nie von 5 einem gleich hohen Punkt beurteilt wurden, wie durch find den Heiligen Stuhl. Kardinal Frühwirth erklärt wei⸗ Felb' ter, daß der Vatikan kein Interesse daran habe, Mit⸗ sup⸗ glied einer Versammlung zu werden, in der so delikate Spiel und verwickelte Probleme zur Lösung gebracht werden 1 poll wollen, wie im Völkerbund. Nur in einem einzigen bert
Fall wäre dies für den Vatikan möglich und denkbar, wenn nämlich dem Heiligen Stuhl eine seinem Cha⸗ rakter entsprechend höhere Stellung eingeräumt würde, nicht die Stellung einer Partei, sondern eine über⸗ ragende Autorität, die eben so hoch über den andern 0 stehen müßte, als geistige und moralische Interessen über materiellen stehen.“
g Auf der Warte. 0
In Frankreich hat Poincaré ein neues Kabi⸗ nett gebildet. Der Erfolg in der Kammer war sogleich sehr groß. Die Regierungsvorlagen wurden mit 358 gegen 131 Stimmen angenommen. Ebenso wurde den Antrag Poincarés, die Finanzprojekte nach dem be⸗ schleunigten Verfahren zu behandeln, mit 418 gegen 31 Stimmen angenommen. So ist der Mann, der die größte Schuld am Ausbruch des Weltkriegs hat, wie ein Retter Frankreichs begrüßt worden. Ob der neue Mi⸗ nisterpräsident die Hoffnungen seines Volkes erfüllen wird, ist sehr fraglich.
An Elsaß⸗Lothringen scheinen die Franzosen keine rechte Freude zu erleben. Die autonomistische Be— wegung, welche Elsaß-Lothringen selbständig machen will, hat sich stark ausgebreitet. Der Elsässische Hei— matbund kämpft trotz der starken französischen Gegen⸗ maßnahmen gegen die Verwelschung ihrer Heimat. So sieht es also in diesen befreiten Gebieten aus!
In Deutschland hat Dr. Wirth für den Herbst eine Offensive aller Linksparteien gegen Rechts ange⸗ kündigt. Nun wollen weder die Sozialdemokraten noch das Zentrum von einem solchen gemeinsamen Vor⸗ gehen etwas wissen.
Das thüringische Städtchen Eisenberg hat eine so⸗ zialistisch-kommunistische Mehrheit. Diese ist jetzt dazu übergegangen, durch Gemeinderatsbeschluß eine Gene— ralumtaufe von Straßen vorzunehmen. Die Wilhelm⸗ straße wurde in Adolf-Geyer-Straße, die Moritzstraße in August-Bebel-Straße umgetauft. Aus der Adelheid⸗ straße wurde eine Friedrich-Ebert⸗Straße, aus der Bis⸗ marckstraße eine Walther-Rathenau⸗Straße. Die Agnes⸗ straße heißt künftig Rosa⸗Luxemburg⸗Straße und die Ernststraße wird in Karl Liebknecht-Straße umbenannt. Nun wird man ja wohl erleben können, daß bei jeden Aenderung der Mehrheit die Straßenschilder gewechselt
seines Herzens gebrauchte Abraham Privat das„du“ der Freund⸗ schaft—„wir gehen zunächst zu dem Hofschuhmacher Schubert, das ist ein alter, kinderloser Mann, der sich gerne zur Ruhe setzen möchte. Er hat aber in diesen armen Zeiten noch keinen ge— funden, der ihm sein Haus hätte abkaufen können. Wir wollen letzt hingehen und alles besichtigen. Gefällt dir der Bau, so machen wir den Kauf sofort fertig.“
Ja, aber Abraham, wird mich denn die Zunft als Meister so ohne weiteres rezipieren(aufnehmen), fragte Hans voll Be— denklichkeit.
„Das lasse meine Sorge sein, auch dafür ist schon vorgesorgt; jetzt komme mit!“ rief voll Lustigkeit Abraham Privat. Heute spiele ich den Mann mit dem Zauberstab, der die schwersten Sachen spielend vollbringt; alles muß springen, wie ich will!“
„Den mußt du auch einmal beim Schultheiß in Holzhausen gebrauchen,“ warf Hans ein. 8
„Qui vivra, vera!“(Wer's Abraham Privat.
„Das verstehe ich nicht!“
„Ja, Hans, das ist ja gerade das Zauberwort.“
Sie gingen nun zum Meister Schubert; das Haus wurde vom Keller bis zum Speicher besichtigt, es war geräumig und in gutem Zustande. Man kam rasch zum Ziel, zumal Käufer wie Verkäufer Gefallen aneinander fanden. Schubert und seine Frau behielten sich das Einsitzrecht in zwei Stuben des ersten Stockes vor. In dem Kaufpreis von neunzehnhundert Gulden war noch das Gerät der Schuhmacherwerkstätte und der Hausrat eines Schlafzimmers einbegriffen. Man gab sich Wort und Handschlag und verabredete, wann der Kauf von der Obrigkeit getätigt werden sollte.
„Wohin gehen wir den jetzt?“ fragte Hans Heeger, als sie wieder auf der Straße standen. Dabei sah er an dem Haus empor und schüttelte unwillkürlich den Kopf darüber, daß es sein Eigen— tum sein sollte.
„Wohin gehen wir denn jetzt?“ fragte Hans Heeger, als sie wiedet auf der Straße standen. Dabei sah er an dem Haus empor und schüttelte unwillkürlich den Kopf darüber, daß es sein Eigentum sein sollte
„Wohin wir jetzt gehen?
erlebt, der schaut's) lachte
Ei nun, zu seiner hochfürstlichen
Durchlaucht, dem Herrn Landgraf Friedrich Jakob,“ erwiderte Abraham Privat so gleichmütig, als ob er dort jeden Tag ein— und ausgehe.
Hans Heeger trat einen Schritt zurück.
„Was soll ich denn bei dem Landgrafen?“
„Du sollst ihn alleruntertänigst bitten, daß du das Einzugs— geld geschenkt bekommst, und daß die Schuhmacherzunft dich willig
embrassiert(umarmt). Erzähle ihm nur alles, so, wie du es mir am Sonntag erzählt hast.“
„Aber, Abraham, ich kann doch mit einem Landgrafen nicht reden wie mit dir?“
„Ei, warum denn nicht?“, lachte Abraham Privat. doch ein Mensch und ein Christ wie wir.“
Ein reich betreßter Diener nahm die beiden Freunde in Empfang. Hans hielt ihn für einen hohen Herrn und mochte eine tiefe, ehrfurchtsvolle Verbeugung, die der also Begrüßte mit einem knappen Neigen des Hauptes huldvollst erwiderte. Ueber eine breite Treppe, über weite, mit Geweihen geschmückte Gänge wurden sie geführt! Dann in ein Prunkgemach, hier sollten sie warten.
Hans Heeger stand wie auf heißen Kohlen; die Pracht des Raumes überwältigte ihn; dergleichen hatte er noch nie gesehen; das Herz schlug ihm bis zum Halse herauf. 5
Nach einer kurzen Weile, die Hans wie eine Ewigkeit dünkte, trat der Landgraf ein. Er war von stattlicher Gestalt und gebie⸗ tendem Wesen; man sah ihm auf den ersten Blick den Soldaten an. Zugleich aber hatte er etwas außerordentlich Freundliches und Gewinnendes.
Beide Freunde verbeugten sich, und hier schon wie noch mehr in der nachfolgenden Unterredung kam die verschiedene Art des Franzosen und des Deutschen deutlich zum Vorschein.
Abraham Privat war von beweglicher Formengewandtheit und leichter, sicherer Höflichkeit. Dagegen erschien Hans Heeger doppelt steif und unbeholfen. Darnach aber erzählte Hans so treuherzig, daß der Landgraf mit sichtlichem Wohlwollen zu⸗ hörte. Zuweilen warf er eine kurze Frage ein, die seine gespannte Aufmerksamkeit bewies. Schließlich sagte er:„So ist er also dem römischen Netze echappieret(entronnen) und will sich nun in unserer Residenz niederlassen. Monsieur Privat hat mir ein Paar Schuhe gezeigt, die er gemacht hat. Die Arbeit hat mir sehr gefallen, auch mein alter Hofschuhmacher hat deklarieret (erklärt), daß er ein Meister in seinem Fache sei. Tüchtige Leute kann ich gebrauchen, zumal wenn es treue und charakterfeste Christenleute sind. Und weil Seine Exzellenz der Freiher von
„Er ist
wenn er katholisch geworden wäre, so soll er es auch hier in Homburg nicht bezahlen müssen. Und um als Landgraf dem Freiherrn vorauszukommen, will ich ihm, sobald die Zunft ihn
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rezipieret hat, das Prädikat„Hofschuhmachermeister“ erteilen, les das auch Meister Schubert gehabt hat.“——— Jon. a Hans Heeger war nach Homburg vor der Höhe überge— siedelt. Sein Name mit dem stolzen Titel prangte an seinem Cum Hause. Und die Kunden strömten in hellen Haufen zu. Denn 6


