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Sonnabend, den 6. März 1926. rern
Sonntagsgedanken.
Plagen und Drangsale folgen der Menschheit nach. Von der Wiege bis zum Grabe flicht sich Schmerz in unser Leben. Ungetrübten Glückes Gabe wurde keinem noch gegeben. Wenn jedes Menschen geheimes Weh ihm an der Stirne geschrieben wäre, wir wären oft zu Tränen bewegt für den, der heute Neid erregt. Aber viele, in deren Brust das Herz vor Leid will weinen, finden Trost darin, den andern glücklich zu scheinen. Für das leidenswunde Menschenherz ist die Zeit des Trostes ge kommen. Wohl steht ein Kreuz mächtig auf dem Wege, aber hinter demselben wartet strahlend der Sieger mit der Krone in der Hand.„Wer ausharret, wird gekrönt“ so steht es mit leuchtenden Lettern am Ende des Kreuzweges.
Geduld im Leid, das lehrt uns der Kreuzgang des Hei landes. Aber diese Geduld ist nicht die tatenlose Stille, die kraftlos trägt, was sie nicht ändern kann, sie ist nicht dies träge, müde Leben, dies Schleppen nur der Last von Tag zu Tag. Die hier auf dem Kreuzweg sich zeigende Geduld ist Kraft, Stärke, Siegeswille, der überwindet.
Geduld dringt durch, und sei's durch tausend Wunden;
Sie läßt sie heilen, denn sie trägt sie still.
Sie hat schon auf dem Weg ihr Ziel gefunden,
weil sie nichts and'res will, als was Gott will.
Sie hört nicht auf, zu glauben und zu lieben,
Wenn alles schwindet, alles bricht und weicht.
Dann aber ruht sie aus, wenn sie dort drüben
All ihrer Hoffnung ew'ges Ziel erreicht. in Hamburg ein katholischer Beamtenverein mit 45. Mitgliedern gegründet worden, in Bremen seien die Vorbereitungen soweit gediehen, daß die Gründung unmittelbar bevorstehe. Ebenso sei in Braunschweig, wo bis zur Revolution ein Katholik noch nicht einmal Rachtwächter werden konnte“, ein katholischer Beamten verein ins Leben getreten, von 23 anwesenden Beamten hätten sich 22 sofort 1 Verein angeschlossen. Das Blatt knüpft daran die Hoffnung, daß der Gedanke der lonfessionellen Standesvereine sich unter den katholi schen Beamten der Diaspora und Nichtdiaspora immer mehr ausbreiten werde.
Vom Kampf der Freidenker auf dem Gebiet der Wohlfahrtspflege.
Wie die Freidenker den Kampf aufnehmen gegen die Kirchen, zeigt eine Notiz der„Geistesfreiheit“ (1926 Nr. 1) über die Zusammenkunft dissidentischer Fürsorgevereine des rheinisch-westfälischen Industrie gebiets am 3. Januar 1926. Die dissidentischen Für sorgevereine, hervorgegangen aus dem Zusammenwir len der Freien Schulgesellschaften mit verschiedenen Frei denkerorganisationen, betreuen die Jugend der weltlichen Schulen und die dissidentischen Jugendlichen. Beson ders wollen sie verhindern, daß Kinder weltlicher Schulen in konfessionelle Waisenhäuser und Fürsorge anstalten gebracht und damit unter eine christliche Er ziehung gestellt werden. Sie unterhalten eigene Heime auf der Basis der Weltlichkeit, z. B. in Ohligs, er streben aber vor allem die Errichtung provinzigler und staatlicher Heime ohne konfessionellen Charakter, wo die Schwererziehbaren zu brauchbaren Gliedern der solidarischen, klassenlosen Gesellschaft erzogen werden sollen, wie es heißt, also die Errichtung sozialisti scher Heime auf Kosten des Staats. Man klagt, daß bisher die Behörden dafür noch unzugänglich sind. Da rum soll auf jener Zusammenkunft u. a. beraten werden über Eingaben an Provinziallandtag, Landeshaupl mann, Ministerium und Landtag betr. Errichtung von dissidentischen Fürsorgeheimen.— Das ist für uns christlich Gesinnte eine ernste Mahnung, auf dem Posten zu sein und unsere Interessen in der christlichen Erzie hung der Jugend zu wahren.
Aus einer römisch⸗katholischen Sonntagsbetrachtung.
Die„Schildwache“, in Zentrumskreisen wohl be lannt— trotz Herrn Heß— veröffentlicht in ihrer Ausgabe vom 23. Januar wieder einmal„Sonntags, Betrachtungen“. Darin heißt es sehr bezeichnend: 8 wie oft würde Jesu solchen Modernen, die mit ihren salbungsvollen Worten vom„allgemeinen Christen tum“, vom„konfessionellen Frieden“, vom„gemein samen Kampf aller positiv Gläubigen“ und dergl. da— herkommen heute gegenübertreten mit dem scharsab weisenden Worte:„Weiche, Satan!“ So manche aber unter uns Katholiken wollen in solchen Fällen nichts anders sagen als:„Komm heran, Bruderherz!“ Sie sehen in den Irrgläubigen nur den„getrennten Bru der“, vergessen aber, daß es ein den Pestbazillus der Irrlehre tragender Bruder ist, den man nicht ohne eigene und fremde Gefahr ans Herg drücken kann. Sie reden nur von den verirrten Schäflein, beachten aber nicht, daß es sich oft nur um Schafspelze handelt, in welchen der Wolf steckt. Und Jesu sagt in solchen Fäl len nicht„Weiche, Wolf!“ sondern„Weiche, Satan!“ Wir sollen uns daran gewöhnen, hinter den feinen For men der Kirchenfeinde sofort den höllischen Wolf, den
Dämon, die Pforten der 81e A merken.“. Aus Politik und Parlament.
Das Schankstättengesetz wieder vertagt!
Der Reichstag hat die Beratung über das Ge meindebestimmungsrecht abermals vertagt. Der An
„Evangelische Warte“
Nr. 10.
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wurde auf Antrag des Zentrums an den Haushaltaus schuß zurückverwiesen, da es einem Brauch des Reichs tages entspricht, solchem Wunsch einer Fraktion Rech nung zu tragen. Eine Anzahl Deutschnationaler, so D. Strathmann, Frau Behm, Behrens. Dr. von Dryan der, Hartwig, Koch-Düsseldorf und D. Mumm stimmten für sofortige Verhandlung. Niedersächsischer Kuhhandel. Unter dem Litel:„Unsaubere Politik“ beleuchtet das„Niedersächsische Wochenblatt“ vom 6. Februar 1926 Vorkommnisse im Hannoverschen Provinzialland tag. Hier wurde mit den den Ausschlag gebenden 11 Stimmen des Zentrums zunächst ein Sozialdemokrat zum Präsidenten des Provinziallandtages gewählt. Ein bürgerlicher Präsident wäre leicht möglich gewesen und hätte eine deutliche Mehrheit gehabt, wenn die Geheim räte, Landräte und dergl., die in den Reihen des Zen trums sitzen, sich nicht zu den Sozialdemokraten ge schlagen hätten. Warum taten sie das? Des Rätsels Lösung kam bei den Wahlen zum Reichsrat. Zum Ver treter der beinahe ½ evangelischen Provinz wurde mit Hilfe der Sozialdemokratie der katholische Landgerichts direktor Breitenstein aus Hildesheim und zum Stellver treter der katholische Geheimrat Recken, Vorsitzender der Zentrumspartei Hannover, gewählt. Vertretung und Stellvertretung der evangelischen Provinz liegen damit im Reichsrat in katholischen Händen! Das Gesicht dem Dorfe zu.
Mit uferlosen Versprechungen sucht ein Manifest der Kommunistischen Partei, das unter diesem Titel er scheint(„Rote Fahne“ 1926, 38), das werktätige Land volk an sich zu ziehen:
„Die Regierung der Arbeiter und Bauern wird das Land der Fürsten und Großgrundbesitzer entschädi gungslos enteignen und den Landarbeitern und Bauern zuweisen. Sie wird die Lasten vom Halse des kleinen Mannes nehmen und leistungsfähigen Schultern auf erlegen. Sie wird die Vergwerke, Düngermittelwerke und Großbanken verstaatlichen, um so auch billige Be triebsmittel und Kredite zuzuführen. Sie wird ein festes Bündnis mit der großen Arbeiter- und Bauern macht, mit Sowjetrußland, schließen und damit der deutschen Gesamtwirtschaft wiederaufhelfen. Dann wird der freie Bauer auf freier Scholle sitzen. Dann wird der Landarbeiter nicht mehr Sklave, sondern freier Mitarbeiter mit seinen Kollegen! Dann wird
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es Brot und Arbeit geben für alle!“
Die Gotteslästerung.
Die demokratische Fraktion des preußischen Land tags läßt mitteilen(„Frankfurter Itg.“ 1926, 93), daß sie gegen die Strafverfolgung der kommunistischen Ab geordneten Kellermann und Lademann wegen Gottes lästerung und Beleidigung der Kirche gestimmt habe, weil sie die Strasverfolgung für religionsschädlich halte. Die Kirche bedürfe wohl des gesetzlichen Schutzes ihrer Einrichtungen, z. B. der Gottesdienste, nicht aber des polizeilichen und richterlichen Schutzes ihrer Grund überzeugungen. Im Gegenteil könnte dadurch der Ein druck entstehen, als ob die religibsen Wahrheiten sich nicht auf dem Wege des freien geistigen Austausches der Meinungen aufrechterhalten ließen. Die demokratische Fraktion ist der Ansicht, daß Gotteslästerungen auf den zurückfallen, der sie ausspricht. In der Theorie schön, in der Praxis die Auslieferung der Oeffentlichkeit an den wütendsten Religionshaß. Warum soll nicht die Pflege der Ehrfurcht einen Platz in der Gesetzgebung haben?
Alls ber sozialen Tätigkeit des deulsthen Evangellsthen Kirthenausithusses.
Lage der Kriegerwitwen.
Eine lirchlicherseits vor einiger Zeit veranstaltete Umfrage über die Lage der Kriegerwitwen hat ein über aus brauriges Bild ihrer sittlichen Gefährdung ergeben. Gründe hierfür sind zweifellos neben dem allgemeinen sittlichen iesstand in weitestem Maße die äußeren sogta len Verhältnisse, insbesondere die Wohnungsnot. Sehr häufig wird von den Witwen geltend gemacht, daß eine Heirat sie in eine sehr viel schlechtere wirtschaftliche Lage bringen würde. Diesem Einwand kann, nur vom wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen, eine gewisse Berechtigung nicht abgesprochen werden; denn bei den heutigen gedrückten Löhnen und Einkommen stellen die Kriegsrentenbezüge einen Wirtschaftsfaktor dar, auf den, zumal in einfachen Verhältnissen, schwer verzichtet werden kann.
Die bisherigen, zur Minderung des Uebels getrof senen Maßnahmen haben sich als unzureichend erwlesen. Dem Deulschen Evangelischen Kirchenausschuß sind sol gende Abänderungen der Bestimmungen des Reichsver sorgungsgesetzes als dringlich bezeichnet worden, die dem Reichsarbeitsminister, dem Reichsminister des Innern und dem Reichstagspräsidenten übermittelt worden sind:
1. Eine wesentliche Erhöhung der Abfindung der Witwe bei Wiederverheiratung, mindestens um das
Dreifache. ö Dies würde eine Abänderung des 8 39 des Gesetzes dahingehend bedeuten, daß die bisherige„Abfindung in Höhe des dreifachen Jahresbetrageß der von ihr
trag des Haushaltausschusses Nr. 999 Ulf „die Reichsregierung zu ersuchen, das vom Reichstag schon am 18. Februar verlangte Schutz gesetz gegen den Alkoholismus unter Einbeziehung eines brauchbaren Gemeindebestimmungsrechtes nunmehr schleunigst vorzulegen“
(Kriegerwitwe) zuletzt bezogenen Rente“ auf das Drei fache, d. h. auf den neunfachen Jahresbetrag, erhöht
würde. l 5 2. Das volle Wiederaufleben der Rente beim Tode
des zweiten Ehemannes.
f Hier würde der 2. Satz in§ 39 a. a. O.:„stirbt innerhalb 10 Jahren nach der Wiederverheiratung der Ehemann, so gelten die Vorschriften über die Witwen beihilfe(§ 40) entsprechend“ dahin zu ändern sein, daß bei dem Tode des Ehemannes die Rente im vollen Um fange wieder auflebt.
3. Weiterzahlung der Rente oder eines Teiles der selben für die Dauer der Wiederverheiratung oder für eine begrenzte Zeit, z. B. 50 Prozent auf fünf Jahre.
4. Fortbestehen der Rente und Zusatzrente für die Kinder aus Kriegsehen auch bei Wiederverheiratung. Ihr unvermindertes Fortbestehen muß gesetzlich gesichert werden.
Aus Nah und Fern.
Die Postautolinie von Alzey nach Wöllstein ver lehrt seit 24. Dezember v. Is Täglich laufen nach jeder Richtung drei Wagen. Die Linie Alzey Nieder-Wiesen, die schon seit einigen Wochen läuft, rentiert vollkommen. Die Zeichnungen der betelligten Gemeinden zum Garantiefonds brauchten daher nicht bezahlt zu werden.
Wendelsheim. Frau Marie Best Witwe von hier hat der evang. Kirche einen prachtvollen Kronleuchter gestiftet, vor allem zum Andenken an ihre in Afrita verstorbenen Enkelin. Es sei hier auch an dieser Stelle herzlicher Dank gesagt.
Allerlei.
Katholische Kirche und Sozialdemokratie.
Vei uns in Deutschland erleben wir es fortgesetzt, daß das Zentrum sich um die Gunst der Sozialdemokratie bemüht, daß Zentrum und Sozialdemokratie gerne Hand in Hand arbeiten zung wichtiger Posten. Andern Orts steht es an ders. Steyrer Tagblatt“, eine sozialdemokratische Zei tung Oest ichs, beklagt sich(Rr. 301 vom 31. Dez. 1925) bitter über einen Hirtenbrief der österreichischen Bischöse, in dem es heißt:„Hütet euch vor den sozialdemokratischen Vereinen und Organisationen, auch vor den sozialdemokratischen Gewerkschaf⸗ ten. Sie zwingen euch mit Terrorismus ein drückendes Joch auf. Das sollte im Zeitalter der vielgepriesenen Freiheit und Polksherrschaft erst recht unerträglich erscheinen. Arbeitet selbst daran, diesen Terrorismus zu brechen. Wir rufen aber auch alle anderen Kreise der Bevölkerung auf, euch hierin zu unterstützen. Wenn ihr diesen Gewerlschaften zugehört, unterstützt ihr einen Feind der katholischen Religion, euren eigenen Feind, liefert ihr mit eurem Gelde die Mittel für die glaubensfeindlichen Zei tungen, verstärkt ihr seine Macht und macht es euch selbst immer schwerer, aus dieser Sklaverei herauszukommen, Ihr macht euch aber auch selbst schuldig des Verderbens der Sozialdemokratie. Ihr werdet mitschuldig am Umsturz, den sie anstreben, mit schuldig an dem vielfältigen Verderben, das ihr Religionshaß verbreitet. Darum verscherzt ihr euch durch die Zugehörigkeit zu solchen Vereinen Gottes Segen und Gottes Hilse in dem gro ßen Elend der jetzigen Zeit. Wir können nicht umhin, euch Ar⸗ beitern zu sagen, daß ihr einmal vor dem Gericht Gottes die Zu⸗ gehörigteit zur Sozialdemokratie verantworten müßt. Was für ein irdischer Vorteil kann das Verderben aufwiegen, das durch die Zugehörigkeit zu soztaldemokratischen Gewerkschaften und Vereinen verbreitet wird? Für den Verkehr mit der Soglal demokratie gelten aber jene Worte, mit welchen einst der Apostel Paulus die Christen von Korinth vor dem Verkehr mit den Helden gewarnt hat!“ Was sagen die deutschen Zentrums⸗ leute und Sozialdemokraten dazu 2
Die überseeische Auswanderung Deutschlands im Jahre 1925.
Nach der vorläufigen Zusammenstellung, die das Slatistische Reichsamt in„Wirtschaft und Statistik“ veröffentlicht, haben im vorigen Jahre 62013 Deutsche die Heimat verlassen. Diese Zahl ist etwas höher als die des Vorjahres(58 328), aber er heblich niedriger als die von 1923 mit 115 416, nachdem die Aus wanderung in den Jahren 195 und 1921 rund 36 000 bezw. rund 23 000 betragen hatte. Gegenwärtig bewegt sich die Aus wanderung auf mehr als der doppelten Höhe der Vorkriegsaus⸗ wanderung, die seit 1895(mit rund 120 000 Auswanderern) fast ohne Unterbrechung gesunken war.
Auf 100 000 Einwohner entfallen an Auswanderern: in Preußen 75, in Bayern 401, in Sachsen 75, in Württemberg 190, in Baden 201, in Thüringen 84, in Hessen 72, in Ham burg 298, in Oldenburg 163, in Braunschweig 74, in Anhalt 42, in Bremen 435, in Lippe 44, in Lübeck 154, in Mecklen burg Schwerin 62, in Mecklenburg Strelitz 38, in Waldeck 69, in Schaumburg-Lippe 43. Was die preußischen Provinzen au betrifft, so entfielen auf 1400 000 Einwohner an Auswan derern: in Ostpreußen 63, in Berlin 103, in Brandenburg 61, in Pommern 75, in Posen Westpreußen 175, in Nieder schlesien 37, in Oberschlesten 28, in Sachsen, 42, in Schleswig Holstein 182, in Hannover 163, in Westfalen 58, in Hessen Nassau 69, in der Rheinprovinz 57, in Hohenzollern 88.
Von Hamburg und Bremen, als den Haupt-Auswanderer häfen, abgesehen ist also im Jahre 1929, die Auswanderung in Baden, Württemberg, Schleswig⸗-Holstein, Posen-Westpreußen, Hannover und Oldenburg besonders groß gewesen. Für das Reich beträgt die Auswandererzahl auf 400 000 Einwohner 93.
Jugendsoziologie.
Der Evangelisch-soziale Kongreß, der unter seiner neuen Führung Porsitzender ist Reichsgerichtsprästdent Dr. Simons, die Geschäfte führt Pfarrer Herz in Leipzig zu starker Reg samkeit erwacht ist, veranstaltet zur Vorberektung selner dies jährigen Tagung in Saarbrücken eine umfassende Erhebung über die Lebens- und Arbeitsverhältnisse der in Industrie, Handwerk, Handel und Verkehrswesen beschäftigten männlichen und weiblichen Jugend. Er versendet zu diesem Zweck einen Fragebogen mit gegen vierzig Fragepunkten, die sich u. a. auch auf die religtöse, sittliche Haltung, den Einfluß der sozialen Um welt, Jugendbewegung, der Politik usw. erstrecken, und appelliert für ihre Beantwortung an die Mithilse der staatlichen und städ tischen Behörden, der gewerlschaftlichen und freien Verbände, um
Alzey.
bei der
ein möglichst sicheres und vollständiges Material zu erlangen.


