„den 6.
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Sonnabend
März 1926.
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dene Christenheit zu frischer Gesundheit, zu notwendiger Freiheit, zu denkendem Leben genas. Wohl allen, die Gott durch Luther hat segnen können mit himmlischen Gütern!
Aber, ihr evangelischen Christen, wie viele An—
hänger Luthers stehen heute in den tausend und aber
tausend evangelischen Kirchen, Schulen und Häusern, die die Entschiedenheit, die Glaubenstiefe, Glaubens— weite und die geistliche Berufung eines Martin Luthers haben? Und— der mutige Doktor von Worms und Wittenberg, hat er es vermocht, im Drang und in den Wettern der reformatorischen Tage, den ganzen Gottes⸗ willen, den ganzen Wunderbau des göttlichen Rat— schlusses zu begreifen? Es wird sich einmal— von höherer Warte aus— herausstellen, daß das Werk der Reformation nur ein Schattenbild des Werkes vom ersten Pfingsten war. Es wird sich herausstellen, daß Luthers Tat auch nur ein Stück- Werk war und sein konnte, daß hervorragende Glieder im kirchlichen Or- mus ausgeschaltet wurden.(Schluß folgt.)
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Vorichtigung.
Der Druckfehlerteufel hat uns in Nr. 8 üble Streich
gespielt. Besonders schlimm ist es, wenn infolge eines Druckfehlers gerade das Gegenteil von dem dasteht, was allein gemeint sein kann. So ist der Satz auf Seite 2 Spalte 1 in der 9. und 10. Zeile von oben ganz sinn⸗ los. Er muß richtig heißen:„Und Manöver sind un—
erläßlich zur Schulung der Truppen.“
Wochenschau.
Bald segeln wir in den Völkerbund hinein. Das Programm für die Aufnahme Deutschlands ist festae⸗ legt. Das Reichskabinett hat am 24. Februar die Gen⸗ fer Tagung des Völkerbundes beraten. Es wird ge— meldet, daß Einmütigkeit in allen damit zusammen⸗ hängenden Fragen herrscht. Reichskanzler Dr. Luther und Reichsaußenminister Dr. Stresemann werden dch als Vertreter des Reiches nach Genf begeben. Der Streit um Vermehrung der Ratssitze hat zu vielen Er⸗ örterungen Anlaß gegeben. Sogar Brasilien hat in⸗ zwischen Anspruch auf einen Ratssitz gemacht. Warum auch nicht? Der Wochenschauer fürchtet, daß Deutsch⸗ land doch noch mit diesen Ratssitzen hineingelegt wer— den wird. Wenn Frankreich jetzt auf seine Forderung, daß auch Polen einen Ratssitz erhalten soll, verzichtet, so wird es im Herbste diesen Anspruch aufs neue er⸗ heben. Inzwischen hat der amerikanische Senator Bo⸗ rah in Chicago eine große Rede gehalten, in welcher er den Völkerbund nicht lobt. Vielmehr führt er u. a. aus:
Der Völkerbund sei ein Instrument des Versail⸗ ler Vertrages, durch den Millionen von Menschen in empörend grausamer Weise politisch geknechtet und ihrer natürlichen Hilfsquellen beraubt wor⸗ den seien. Zur Festigung der imperialistischen Grundsätze der Siegernationen beute man unbe⸗ waffnete Männer, Frauen und Kinder aus und verteile den Reichtum der unterlegenen Völker an die Siegernationen. Man wage es, Amerika auf⸗ zufordern, dem Völkerbund beizutreten, damit es an diesem Höllenspiel des Imperialismus teilneh⸗ men könne, damit es die Garantie für diese impe⸗ rialistische Politik der Siegermächte übernehme. Borah fordert für Amerika, daß es sich weigern müsse, seinen Namen für eine solche Politik her⸗ zugeben. Wenn man solche Worte liest, dann kann man das ge⸗ mischte Gefühl bei unserer Fahrt in den Völkerbund so schnell nicht los werden.
Inzwischen erhält man genaue Mitteilungen über
die Besatzungsstärke in den Rheinlanden. der Räumung betrug die Zahl der Besatzungstruppen 73 100 Franzosen, 12000 Engländer und 14600 Bel⸗
gier. Seit deim 1. Februar ist die Truppenzahl auf 59 000 Franzosen, 7600 Engländer und 7500 Begier reduziert worden. Wie man hört, soll die Gesamtzahl bis auf 60 000 Mann herabgesetzt werden. Wir müs⸗ sen abwarten, ob die Franzosen, wenigstens in diesem Fall treu sind.
In Amerika scheint man bemüht zu sein, vergange— nes Anrecht gegen die Deutschen wieder gut zu machen. Bemerkenswert ist jedenfalls folgende Meldung aus Newyork vom 20. Februar:
Der Abgeordnete Berger brachte heute im Reprä⸗ sentantenhaus eine Entschließung ein, in der Präsident Colidge ersucht wird, eine internationale Konferenz zur Revision des Versailler Vertrages einzuberufen. Die Vereinigten Staaten, so führte Berger aus, beherbergen nur einige Menschen, die des Glaubens seien, daß der Krieg für die demokratische Freiheit und die Aufgabe des Militarismus geführt worden sei. Die Regierungs⸗ freiheit habe seit dem sogenannten Versailler Frieden eine Lügenfabrikation unterhalten. Die größte Lüge sei Deutschlands Alleinschuld am Krieg. Der Versail⸗ ler Vertrag sei auf dieser ungeheuren Lüge aufgebaut worden.
Die Franzosen haben mit der Türkei ein Abkom⸗ men abgeschlossen. Zum Zeil freut man sich in Paris darüber, zum Teil hat man Angst vor England.„Ha⸗ vas“ berichtet über den Vertrag, daß er 16 Artikel ent⸗ halte. Im ersten Artikel wird festgelegt, daß beide ver⸗ tragschließenden Teile gute Nachbarschaft miteinander halten wollen. Ein weiterer Artikel behandelt die steckung der türkisch⸗syrischen Grenze, die übrigen be⸗ ziehen sich auf die Grenzpolizei, Bekämpfung von Ban den, den gegenseitigen Schutz der Untertanen, Bestim mungen über die Auslieferung von Staatsangehörigen, Optionsrecht, Bekämpfung der Konterbande, Verein⸗
Ab⸗
„Evangelische Warte“
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fachung der Zollformalitäten, Erleichterungen für Eisenbahntransitverkehr, Bestimmungen betreffend kleinen Grenzverkehr, Verteilung der Wasserläufe des Euphrat und des Koweik und Truppentransporte. Im letzten Artikel wird das Schiedsgerichtsverfahren für Streitfälle bestimmt.
In Eng
den den
Hand scheint man sich sich bei den vorhan⸗ denen englisch⸗türkischen Gegensätzen gar nicht darüber zu freuen.„Manchester Guardian“ weist darauf hin, daß man in politischen Kreisen den Vertrag als einen entscheidenden Schritt auf dem Wege zur französisch türkischen Verständigung und als eine neue diploma⸗ tische Niederlage Englands im nahen Osten ansehe.
Im Reichstag legte Reichsfinanzminister Dr. Rein⸗ d am 18. Februar die Finanzlage des Reiches dar. Er erkannte die wirtschaftliche Not der Berufsstände an und ist) klar, daß durch Steuersenkungen allein die Not nicht behoben werden kann. Die gegenwärtige beitskrisis sei die schlimmste, die Deutschland bis jetzt durchgemacht habe. Große Anforderungen sind in den letzten Monaten und Wochen an die Reichsregie⸗ f worden durch die Unte ung der Er⸗ welche monatlich eine Summe von 40 bis Millionen erforderte.
Im Rechtsausschuß des Reichstages wurde am 18. Februar über den kommunistzschen Antrag auf entschã⸗
hol
di lose Enteignung der nicht mehr regierenden Fürstenhäuser abgestimmt. Der Antrag wurde mit 16
gegen 6 Stimmen abgelehnt. Nebenher betreiben die Sozialdemokraten und Kommunisten das von ihnen be⸗ antragte Volksbegehren„Enteignung der Fürstenver⸗ mögen“. Die Reichsregierung hat die Eintragungs⸗ frist auf die Zeit vom 4. März bis einschließlich 17. März 1926 festgesetzt. Nur diejenigen lassen sich eintragen, welche diese Methode nach Moskauer Rezept gutheißen. Wer solche Rezepte nicht liebt, der bleibe zu Hause.
Die Kommunisten in Rheinland⸗Westfalen halten die gegenwärtige wirtschaftliche Notzeit für geeignet, Unruhen in das Leben zu rufen. Wenigstens deutet ein in der„Bergischen Volksstimme“ abgedruckter offener Brief darauf hin, der folgende bemerkenswerte Stellen enthält: „Da in der jetzigen Krisenperiode Wirtschafts⸗ kämpfe größere Aussicht auf Erfolg haben, wenn sie auf breitester Basis und in enaster Verbindung mit den Er werbslosen geführt werden, muß mit allen Mitteln ver⸗ sucht werden, zu einem für die Arbeitersthaft günstigen Zeitpunkt die Kämpfe möglichst über ganz Rheinland⸗ Westfalen auszudehnen und so die Offensive der Kani⸗ talgewaltigen zum Stehen zu bringen. Ein solch gün⸗ stiger Zeitpunkt ist ganz unzweifelhaft am 1. April 1926 gegeben. Im Ruhrbergbau, in der Metall- industrie, in der Nordwestlichen Grunne im Hagener Bezirk des
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D. M. V.(Deutscher Metallarbeiter⸗Ver band), in den Zahlstellengebieten Solingen, Remscheid Barmen, Gevelsberg und in einer ganzen Reihe anderer Jahlstellen des D. M. V., sowie im Baugewerbe, Tex⸗ tilindustrie, Verkehrsgewerbe und in anderen Industrie⸗ zweigen laufen am 31. rz 1926 die Tarife ab. In einer Reihe anderer Bezirke des D. M. V. sowie auch in anderen Industriezweigen, z. B. bei den Malern, scht tarifloser Zustand. Diese, für die Arbeiter ergewöhnlich günstige Situation muß unter allen nständen ausgenutzt werden.
Wir schlagen deshalb den Bezirksvorständen der rkschaften des A. D. G. B. vor, zur leitung einer umfassenden Mobilisierung und der Vorbereitung der Kämpfe sofort eine gemeinsame B sprechung mit den einzelnen wirtschaftlichen und poli⸗ tischen vroletarischen Organisationen herbeizuführen, in der die notwendigen einzuleitenden Schritte beraten und festgelegt werden. Die Beratungen und Ent schließungen müssen sich erstrecken: 1. Auf die sofortige Organisierung einer umfassenden Werbekompagnie für die freien Gewerkschaften. 2. Auf die Frage der Kün⸗ digung der Tarifverträge zum 31. März in allen In⸗ triegruppen für ganz Rheinland und Westfalen. Auf die Herstellung eines engen Kampfbündnisses zwischen allen in Frage kommenden Gewerkschaften und den Erwerbslosen. 4. Auf die Einberufung und Orga⸗ nisierung einer Konferenz der Betriebsräte, der Ge⸗ werkschaftsvertrauensleute und der Vertrauensleute der Erwerbslosenausschüsse für Rheinland und West⸗ falen für Anfang März durch den A. D. G. B.“
Wer die Zähigkeit kennt, der die K. P. D. ihre Ziele verfolgt, wird nicht versäumen, die hier entwickel⸗ ten Pläne und Absichten ernst zu nehmen.
Abschließen will ich heute die Wochenschau mit einem Bericht einer echten deutschen Seemannstat. Am 1. Februar sank der bolländische Dampfer„Alkaid“. Der Dampfer der Hamburg⸗Amerika⸗Linie,„Westphalia“. rettete die gesamte Besatzung. Am 23. Februar lief das
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Retterschiff in Hamburg in den Heimathafen. Die Hamburg⸗Amerika⸗Linie veranstaltete zu Ehren der
einen festlichen Empfang. Der 1. Bürgermeister, Petersen, überreichte im Anschluß an eine An⸗ sprache Kapitän Graalfs die Ehrenurkunde des Senats, die den Leuten der„Westphalia“ den Dank der alten und freien Hansastadt ausspricht und sie begrüßt mit den Wünschen, daß der Geist, den sie bewiesen, fort⸗ zen möge auf allen deutschen Schiffen. Kapitän erwiderte mit wenigen schlichten Worten. spräisdent hat an Kapitän Graalfs fol⸗ ge ung gesandt:„Ihnen und der Besatzung der „Westyrhalia“ verdankt eine schwer gefährdete Schiffs⸗ besatzung ihre Rettung aus Seenot. Ich beglückwünsche Sie und Ihre Besatzung zu dem Gelingen des Rettungs⸗ werkes und spreche Ihnen allen für den Mut und die
Selbstaufopferung, die Sie hierbei bewiesen haben, im
nde Dr
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gemeinschaft aufgeklärt worden und mußten ihren Be⸗
Namen des Reichs Dank und Anerkennung aus. Di
deutsche Reichspräsidelkt. v. Hindenburg.
ö Die holländische Reederei, der die„Alkaid“ ge hörte, überwies dem Vorstand der Hamburg—Amerika⸗ Linie einen namhaften Betrag zur Verteilung an die Rettungsmannschaften der„Westphalia“. Außerdem teilte sie mit, daß sie beabsichtige, demnächst Kapitän
Graalfs, dem zweiten und dritten Offizier, sowie den beiden Funkoffizieren ein Geschenk anzubieten. Die
dholländische Gesellschaft zur Rettung Schif dem zweiten und dritte
eschloß, Kapitän Graalfs, f 8 Offizier die goldene Rettungsmedaille, den übrigen Rettungsmannschaften sowie den beiden Funkoffizieren
die große silberne Rettungsmedaille zu verleihen.
Aus unjerer Bewegung.
Kreisversammlung für den Kreis Gießen fand
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K am 18. Februar im Gasthof Hindenburg in Gießen statt.
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Ehe in die Berichterstattung eingetreten wurde, bei af. ian ß mit der Wahl eines Kreisvorstagdes.
zender ward Bürg ister Schäfer-Watzen⸗ born⸗Steinberg, Stellvertreter Pfarrer Sattler⸗ Wieseck, Schriftführer Oberbahnhofsvorsteher i. R. [Wah!-⸗Lich, Beisitzer Kreiskassenrechner Kauß⸗ Sießen, Studienassessor Kurz ⸗Gießen, Landwirt oder Schlag-Hausen, Bürgermeister Schmidt;
Lollar.
Alsdann berichtete der Schriftleiter der„Evangeli⸗ schen Warte“, Herr Hamburger, über den Rede kursus in Oberlais. Er stellte in beredten Worten und überzeugenden Beispielen dar, wie derselbe einen durch⸗ schlagenden Erfolg gehabt hat. Die Bewohner der gan⸗ zen Amgegend sind trotz der Gegenarbeit der dieser evan⸗ gelischen Bewegung feindlichen Seite über die wahre Art und die idealen Ziele der Evangelischen Volks⸗
heitliche Zustimmung zollen. Keine tze von einseitig materialistischen Orga⸗ die Dauer die Wahrheit ver⸗
strebungen Lügen, keine j 1 nisationen können auf
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bergen, die edle Reinheit unserer Bewegung für den 5
Wiederaufbau unseres gesamten Volkes und Vater, landes verdunkeln.
An zweiter Stelle berichtete Bürgermeister Vol; ker⸗Lich über die Wahl zum Provinzialausschuß. Wie in den Kreisen Lauterbach und Büdingen es gelungen ist, unseren Vertreter in den Kreisausschuß zu bringen, so gelang dies ebenfalls unserem Vertreter als Stell⸗ vertreter in den Provinzialausschuß zu gelangen. Es scheint unseren Abgeordneten in der Politik zu gehen wie den Quäkern in Amerika. Sie sind für verant wortungsvolle Posten gesucht, weil sich jeder sagt, daß der Vertrauen genießt, der seine bewußte Zugehörig keit zum Evangelium so öffentlich zu vertreten sich nicht scheut. Die Versammlung billigte das Verhalten dez Bürgermeisters Völker bei dieser Ausschußwahl.
An Stelle des verhinderten Landwirts Seum;⸗ Fauerbach berichtete Pfarrer Weidner über die un gerechte Verteilung der Steuern in der Landwirtschaft An Beispielen weist er nach, daß die Einkommensteuet gerecht verteilt ist. Aber auch die landwirtschaft lichen Kredite sind in Hessen sehr eigentümlich verteil worden. Es kommen auf Hessen 1500 000 1 Kredit Diese Summe ist unter 128 Landwirtschaften verteill morden und zwar 51 zu je 3000, 29 zu je 35000 0 21 zu je 5—10 000, 12 zu je 10—20 000% 3 zu je 20 30 000 l, 5 je über 30 000. Der höchste Kredi, der in eine Hand ausgegeben worden ist, betrug 600 000 Mark. Wieviel Bauersleute suchten Kredite und dürf⸗ ten hier übergangen worden sein!
In der öffentlichen Versammlung, welche um 8 Uhr
nds angesetzt war, legte Bürgermeister Völker⸗ Lich das Programm der Evangelischen Volksgemein⸗ schaft dar, während Pfarrer Ide⸗Höchst a. M. über die Notwendigkeit der Evangelischen Volksgemeinschaft aus konfessionellen Gründen sprach. Eine Aussprache fand nicht statt, sodaß um 1211 Uhr die Versammlung geschlossen werden konnte.
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Was jeder Erangelische wissen muß. Rheinischer Kuhhandel.
Man schreibt uns:„In Duisburg⸗Ruhrort hat dos Zentrum nach langem Kampf einen Sieg errungeß,
Als vor einigen Jahrzehnten das dortige Realgym nasium errichtet werden soklte, kam es zustande mu durch eine Stiftung der Familie Haniel, die unter de Bedingung gemacht wurde, daß der Direktor der A stalt stets evangelisch sein sollte. Trotzdem die eva gelische Elternschaft darauf hinwies und geschlosse ihren Willen zu erkennen gab, daß wieder ein evange lischer Direktor an der überwiegend evangelische Schule gewählt werde, hat das Zentrum es durchgeseßz daß der neue Direktor der Schule katholisch sein muß Es machte die Erfüllung dieser Forderung zur
dingung für seine Justimmung zu der in voriger Wot erfolgten Wiederwahl des Oberbürgermeisters
Jarres, und die Parteien haben sich dieser Forderus gefügt! Es ist bedauerlich, daß ein Mann wie Di Jarres zum Objekt eines solchen Kuhhandels gema werden kann und die evangelische Elternschaft ein Schule so vergewaltigt wird.“ ö ö
Die Katholische Beamtenbewegung.
Mit Befriedigung berichtet die„Märkische Voll⸗ zeitung“ vom 10. Februar, daß in der letzten Zeit d katholische Beamtenbewegung, vor allem in der Di spora, immer festeren Fuß gefaßt habe. Es handele ft hier um Neuland. Dem Generalsekretär des Verbande klatholischer Beamtenvereine Deutschlands, Dr. Wißbo sei es gelungen, dies Samenkorn auszustreuen. So
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