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Mitteldentsche Sonnags⸗Zeitung.
Ueber die Verhaftung RNosa Luxemburgs
berichtet die„Voss, Zig.“, daß ste sich nach ihrer Ankunft in Warschau in ein Penstonat einlogierte, wo sie sich mit schriftstellerischer Arbeit beschäf⸗ tigte. An der Propaganda der dortigen Sozial⸗ demokratie nahm sie keinen Anteil und besuchte keine einzige ihrer Versammlungen. Von ihrer Anwesenheit in Warschau wußten nur vier oder fünf Parteimitglieder. Die Polizei wurde erst später durch eine Denunziation aufmerksam auf ie gemacht. Am 1. März beabsichtigte Rosa Luxemburg mit dem 12 Uhr⸗Nachtzuge abzu⸗ reisen, aber schon um 8 UÜhr abends drang Polizei in ihre Wohnung ein. Die Polizisten hatten den Befehl, ste ohne Rücksicht auf das Ergebnis der Durchsuchung zu verhaften. Sie wurde sodann nach dem Polizeigefängnis ge⸗ bracht und von dort am nächsten Tage nach dem Untersuchungsgefängnis überführt. Der Partei⸗ vorstand wird natürlich Schritte tun, einen Justizmord an unserer tapferen Genossin zu verhüten.
Kleine politische Nachrichten.
— Zur Ersatzwahl für Eugen Richter im Wahlkreise Hagen⸗Schwelm stellt unsere Partei den Genossen König auf. Die Freisinnigen stellen einen Dr. Kollmann, die Nationalliberalen den Prof. Molden⸗ hauer auf. Am 16. Juni 1903 war das Stimmen⸗ verhältnis gewesen: Genosse Timm 13870, Richter 10572, der Nattonalliberale 5786, der Zentrumskandidat 4526, der Christlichsoziole 1855 Stimmen. In der Stichwahl siegte Richter mit 20987 Stimmen gegen Timm, der 15018 Stimmen bekam.
Im Wahlkreise Iserlohn, in dem infolge von Lenzmanns Tode eine Nachwahl stattfinden muß, kandidiert von unserer Seite Genosse Haberland⸗ Barmen; die Stöckerischen haben den Buchhändler Rüppel als Kandidaten aufgestellt. Hier wurden 1903 für die Sozialdemokratie 10146, für die gesamten Gegner über 23000 Stimmen abgegeben.
Maifeierumzüge sind bereits jetzt in verschiedenen Orten verboten worden, so z. B. in Leipzig. Der Magistrat in Fürth hat auch diesmal den Maifestzug genehmigt, obwohl alljährlich das Bezirksamt den Ge⸗ nehmigungsbeschluß des Magistrats aufhebt.
Das bayerische Wahlgesetz hat der Prinzregent unterzeichnet; es ist somit in Kraft getreten.
Revolution in Rußland.
Grausame Urteile wurden wieder in Chita(Sibirien) gefällt. Drei Jour na⸗ listen wurden wegen einiger Artikel zum Tode verurteilt. In Esthland wurde ein Redakteur, der in einem Artikel einen Bürger⸗ meister(deutschen Baron) beleidigt haben soll, zu 50 Knutenschlägen verurteilt. Er hat ste auch ausgehalten. Das sind Urteile, die wohl in der Justizgeschichte aller Völker als Unikum dastehen.
Die Wahlen zur Reichsduma hatten nach vorläufiger Feststellung folgendes Ergebnis: Von 178 in 27 Provinzen zu wählenden Mit⸗ gliedern der Duma sind bis jetzt 141 gewählt. Davon gehören 79 der Linken, 16 dem Zentrum, 4 der Rechten an; 42 Mitglieder nehmen keine bestimmte Parteistellung ein. In 37 Fällen findet eine engere Wahl statt. Die Liberalen haben überall bedeutende Stege zu verzeichnen.
Der Reichstag
hat sich am Freitag Osterferien gegeben. Kachdem er am Mittwoch die zurückgestellten Titel des Koloutaletats erledigte, bei welcher Gelegenheit ein Versuch des gescheitelten und geschorenen Pfaffentums, die Konfesslous⸗ schule in Afrika einzuführen, abgeschlagen worden war, ferner eine Resolution Annahme fand, die sofortige Lösung der Verträge mit der Firma Tippelskirch verlangt, ging er am Don ners⸗ tag zum Etat des auswärtigen Amtes und des Reichskanzlers über. Man hatte allgemein einen großen Tag erwartet und Haus und Tribünen waren demzufolge überfüllt. Aber die Erwartung wurde nur zum Teil erfüllt. Ein unvorhergesehener Zwischenfall gab der Sitzung einen ganz anderen Verlauf als er⸗ wartet wurde und zu erwarten stand.
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Zu Anfang der Sitzung ehrte das Haus das Andenken des verstorbenen Genossen Meister durch Erheben von den Sitzen. Dann gab der Reichskanzler eine kurze, nüchterne, dürftige Darlegung der Konferenz in Algeciras. Er konnte nicht in Abrede stellen, daß sehr, sehr wenig erreicht worden ist, wenn er sich auch naturgemäß bemühte, das Erreichte möglichst wichtig und bedeutsam erscheinen zu lassen. Besonders interessant war die Feststellung, daß Deutschland gar keine politischen In⸗ teressen in Marroko hat, und die An⸗ erkennung, daß Spanien und Frankreich in ganz anderem Maße in jenem Maurenlande interesstert sind. Der Sprecher des Zentrums, Freiherr v. Hertling, gab die Zufriedenheit der Ultramontanen mit der deutschen Reichs⸗ politik zu Protokoll. Das demokratische Oel, mit dem einstmals der Ultramontanismus gesalbt erschien, hat sich spurlos verflüchtet, und die Papstpartei scheint Sehnsucht nach einem Römerzage des neudeutschen Kaisertums zu haben, um die verhaßten Kirchenfeinde Italiens unter das päpstliche Joch zurückzuzwingen. Nach dem Zentrumsredner ergriff Genosse Bebel das Wort. Er nagelte fest, daß es sich beim ganzen Marokkorummel um viel Ge⸗ schrei und wenig Wolle gehandelt habe. Das einzig greifbare Resultat der vlelbeschriebenen Konferenz ist die Offenbarung einer vollstän⸗ digen Isolierung Deutschlands. Die Hoff⸗ nungen der braunen Haremsmajestät in Ma⸗ rokko, die durch die Tangerreise erweckt wurden, sind eben sowenig erfüllt worden, wie die Hoff⸗ nungen, die bei früheren Gelegenheiten in den Chinesen, den Buren ꝛc. erweckt worden sind. Bebel kam dann auf die Fußtritte zu sprechen, mit denen der moskowitische Erbfreund für Jahrhunderte lange Speichelleckereien quittiert, und beleuchtet die Greuel, mit denen der Zaris⸗ mus die Schandtaten der Bourbonen und Obreno⸗ witsche zu überbieten versteht.
Als Bebels Rede sich dem Ende näherte, befiel den Reichskanzler ein plötzlicher Ohnmachtsanfall. So heißt es wenig⸗ stens offiziös, während ein sehr bestimmt auf⸗
tretendes Gerücht wissen will, daß es sich um einen durchaus nicht ungefährlichen Schlag ⸗
anfall handelt. Selbstverstäudilch unterbrach Bebel sofort seine Rede, wie auch die Sitzung auf eine Vlertelstunde unterbrochen wurde. In der wieder aufgenommenen Sitzung sprachen der Präsident und verschiedene Redner unter allseitigem Beifall die wärmsten Wünsche für die Genesung des Kanzlers aus. als es ohne den Zwischenfall geschehen wäre, wurde der Etat des Reichskanzlers zu Ende geführt. Die Sprecher der verschiedenen Frak⸗ tionen und Fraktiönchen beteten ihre gewohnten Sprüchlein her. So sprach Bassermann, der die Gestade des Neckars, der Saale und der Oder nach Wahlkreisen abgerast hat, über sein Lieblingsthema, den antisozialdemokratischen Block; so hetzte der abgetakelte Diplomat Graf Vimburg⸗Stirum mit seiner leisen Stimme gegen die Diäten, so rieß Liebermann von Sonnenberg die rohblutigen Clowuspäße, die den Pferdestallgeschmack der ostelbischen Kraut⸗ junker so überaus glücklich zu treffen wissen. Ihm wurde vom Genossen Bebel die gebüh⸗ rende Abfertigung zuteil. Lau und matt war, was Schrader von der weiblichen Freisinnslinie zu sagen hatte; noch lendenlahmer war, was Eugens sel. Erbe, Herr Müller aus Sagan, vorzubringen hatte.
Beim Etat des Auswärtigen Amtes brachte Bebel die unsinnige Ausweisung Domelar Nieuwenhuis und dessen Verhaftung in Köln zur Sprache und verlangte über diese ungeheuerliche Freiheitsberaubung und schwere Rechtsverletzung Auskunft von der Regierung. Ein Geheimrat Frantzius stellte sich, als ob ihm Nieuwenhuis nicht bekannt wäre und zeigte damit so recht den kleinlichen Bureaukratismus der deutschen Regierung. Bebel und Ledebour kennzeichneten gebührend das blamable Verhalten der deutschen Regierung. Hierauf wurde die Sitzung bis 24. April vertagt.
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Weit schneller
Se ite 3. Karl Marx. Ein Vortrag von Karl Kaut sky. 3(Fortsetzung).
Am wichtigsten wurde die Verbindung Marx
und Engels mit dem Bunde der Kon aunisten in England. Der Bund hieß ursyrünglich „Bund der Gerechten“ und wir dem Blanquismus augeschlossen. Als die Blanquisten 1839 einen Putsch versuchten und niederge⸗ schlagen wurden, da mußte der Bund sein Haupt nach England verlegen. Dort kam er in nähere Beziehungen zum Chartismus, und damit nahm auch das Denken und die theoretische Auffassung der Führer des Bundes einen ganz anderen Charakter an. Sie bequemten sich nunmehr dem chartistischen Gedankengang an, lernten den Klassenkampf verstehen, und so kamen sie zu Engels und Marx, die ja die gleichen Ge⸗ dankeugänge in ihren Schriften entwickelten. Sie fragten bei ihnen an, ob sie dem„Bunde der Gerechten“ beizutreten geneigt seien und teilten mit, daß der Bund sich auf denselben Standpunkt stellen würde wie Marx und Engels. Ein Kongreß 1847 in London begründete eine nähere Verbindung mit ihnen, und im Novem⸗ ber 1847 fand ein zweiter Kongreß statt, wo diese Verbindung dauernd wurde. Er nannte sich nun Bund der Kommunisten; er gab sich eine andere Organisation; er wurde eine Propa⸗ gandagesellschaft und hört auf, ein Verschwörer⸗ bund zu sein. Marx und Engels wurden auf⸗ gefordert, das Manifest zur Darlegung der Grundsätze aufzustellen, die der Bund vertreten würde. Es erschien im Jahre 1848, es ist das „Kommunistische Manifest“.
Es war eine Zusammenfassung aller Ele⸗ mente, die von den Vorgängern von Marx und Engels zu der Arbeiterbewegung geliefert waren. Vor dem Kommunistischen Manifest waren diese Elemente getrennt gewesen, hatten sie keine Kraft erlangt und sich gegenseitig eher noch gestört und gehindert: auf der einen Seite der uto⸗ pistische Sozialismus, auf der anderen Seite die Arbeiterbewegung. Bis dahin war die Arbeiterbewegung von den Philanthropen ge⸗ tragen, die keine Verbindung mit den eigentlichen Arbeitern besaßen, die hofften, daß sie wohl⸗ tätige Fürsten und einsichtige Regierungen finden würden, die hofften, daß sie eine Gesellschafts⸗ ordnung gründen könnten, die das Proletariat befreien würde. Diese Utopisten wollten von der Arbeiterbewegung nichts wissen, weil sie fürchteten, daß diese Bewegung die Fürsten und die Bourgeoisie erschrecken und ihnen die Lust zu Reformen verleiden würde. Auf der anderen Seite hatten die Arbeiter selber ein großes Mißtrauen dagegen. Sie trauten den Philan⸗ thropen nicht, sie trauten ihrem guten Willen nicht, uud wo sie ihn anerkannten, mißtrauten ste der Kraft, ihn durchzusetzen. Aber die Arbeiterbewegung selber besaß kein Ziel, das sie erstreben konnte, tappte im Blinden herum und besaß nicht die Kraft, über die nächsten Ziele hinaus etwas zu erstreben und große Massen um sich zu vereinigen. Auf der einen Seite hatten wir den Gegensatz zwischen der politischen und der ökonomischen Bewegung, wie ste der Gegensatz zwischen Blanquismus und Proudhonismus gekennzeichnet. Diese Ein⸗ seitigkeit mußte überwunden werden. Weder der einseitige politische Kampf noch allein die gewerkschaflliche Organisation kann die Eman⸗ zipation des Proletariats bewirken. Nur weun diese sich vereinigen, erhalten sie die Kraft zur dauernden Befrei⸗ ung der Arbeiterklasse. Im Kom⸗ munistishen Manifest sind die Elemente zu einer Einheit vereinigt. Es ist sozialistisch, aber nicht philanthropisch bürgerlich. Es gibt der Arbeiterbewegung ein weiteres Ziel als das der Arbeiterschutzgesetzgebung und der Erobe⸗ rung des Wahlrechts. Es gibt nicht nur eine Einheit dem Sozialismus und der Arbeiterbe⸗ wegung, sondern begründet auch die Einheit von politischer und ökonomischer Bewegung, und dadurch verlieh es der Arbeiterbewegung ihre Kraft, die ihr bis heute immer erlaubt hat, immer siegreich vorwärts zu gehen. Damals freilich ward das Kommunistische Manifest nur
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