N II d t f u. nzent 1 hi5 nem cöng
Fe
dabib über
gn
f nach⸗ 10 for⸗ ssation u wk, delung
fl.
ball
Iried⸗ Partei
schrite
ihlteich
ir ihre
senden. kannt durch fördert
n Ein⸗ gendes
gigen ier die Mensch Abend galtung ing er⸗ Poltztt Ende statt⸗ liedern hatte Vor⸗ auch rden, d Be⸗
bischen b eine ht auch Tanz; natür⸗ einmil n ftoh/
rden.
J
rbach⸗ Konfe⸗ on 16 abb ut in ar be
aba 1.
lungen hurden. elueten en ul grelk⸗
IT
e ee ee
— 7
—
1
N
0 14 1 1 10 1
N 0 12
J
—
—
ir ba elbe
Nr. 31.
Mitteldeutsche Sonutags⸗Zeitung.
Seite 5.
durch Hinweise auf die Existenzverhältnisse der Lohnarbeiter und der kleinen Landwerte. Mit einem begeisterten Hoch auf die Sozialdemokratie fand die Konferenz ihren Ab⸗ schluß. Möge dieselbe ein Markstein sein, von dem ab ein neuer Aufschwung unserer Bewegung in diesem ab⸗ gelegensten Bezirk des Hessenlandes zu verzeichnen ist.
Aus dem Rreise Wetzlar.
* Das ganz gescheite Kreisblatt. Neulich war im„Wetzlarer Anzeiger“ folgende Notiz zu lesen: „In der russischen Reichs⸗Duma hatte einer der be⸗ kanntesten Abgeordneten, Petrunkewitsch, die falsche Be⸗ hauptung aufgestellt, Deutschland und Oesterreich seien bereit, zur Unterdrückung der Unruhen Truppen in Ruß⸗ land einrücken zu lassen. Zu dieser Aeußerung bemerkte die„Nordd. Allg. Ztg.“, daß daran auch nicht ein wahres Wort sei.— Daran hat in Deutschland wohl niemand gezweifelt, ausgenommen vielleicht der „Vorwärts“ und die—„Mitteldeutsche Sonntagszeitung“, welche auf jeden Humbug hin einfallen.“
Den letzten Satz fügt das Kreisblatt als eigenes Produkt hinzu. Wir glauben ja nun recht gerne, daß der Redakteur des Kreisblattes ein außergewöhnlich kluges Huhn ist, ein Politiker ersten Ranges. Dann sollte er aber auch wissen, daß nicht der Abg. Petrunkewitsch das Gerücht von einem eventuellen Eingreifen Deutschlands und Oesterreichs aufgebracht hat, sondern dieser nur wiederholte, was in dem russischen Regierungsblatte ge⸗ standen hatte!— Uebrigens ist bei unsern heutigen Zuständen möglich, daß die tollsten Pläne ausgeheckt werden, unbekümmert darum, ob ihre Verwirklichung möglich ist. Schließlich getrauen wir uns aber noch, die politischen Vorgänge und Verhältnisse richtiger zu beurteilen, als wie das Kreisblatt, daß die blödesten Pro⸗ dukte des Reichsverbands und der Schweinburger'schen Fabrik und was ihm sonst vor die Scheere kommt, nachdruckt, wenn's nur ein Anwurf gegen die Sozialdemokratie ist.
h. Ein schwerer Unglücksfall hat sich wtederum auf der Karolinenhütte im Walzwerk ereignet. Am Samstag früh wurde ein schwerer Maschinenteil, ein Rad von etwa 40—50 Zentnern, transportiert. Es schlug um und traf den Arbeiter Heinrich Gotthardt aus Ehringshausen so unglück⸗ lich, daß er kurz nach der Einlieferung in die Gießener Klinik starb. Gotthardt war ver⸗ heiratet und 24 Jahre alt. Dieser Unfall hätte bei zweckmäßigen Vorsichtsmaßregeln ver⸗ mieden werden können. In Bezug auf Schutz⸗ vorkehrungen bleibt in diesem Betriebe sehr viel zu wünschen übrig. Hier in diesem Falle mußte das schwere Rad auf einem sehr engen Wege zwischen zwei Feuern hindurch trans⸗ portiert werden, der Boden ist mit Eisen beschlagen, wodurch jedenfalls das Stück in's Rutschen kam. Die Organisation der Arbeiter sollte ihr Augenmerk mal auf die Zustände in diesem Betriebe richten.
Auch in der Sophienhütte ist wieder ein schwerer Unfall vorgekommen. Auf der Drehscheibe der Betriebsbahn wurde dem Ar⸗ beiter Hardt das Bein so schwer verletzt, daß er ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Zahlreich fallen die Opfer der Arbeit, obwohl bon dem Arbeiterschutz in Deutschland großes Rühmens gemacht wird.
n. Arbeiter Wetzlar's! Diesen Sonntag hält die Wetzlarer Zahlstelle des Deutschen Metallarbeiter⸗Verbandes ihr 1. Stiftungs⸗ fest in den vergrößerten Räumen des Gasthauses „Zur Glocke“ ab. Es beginnt nachmittags 3 Uhr. Kollege Ehrler aus Frankfurt wird die Festrede halten. Der Gesangverein„Vor- wärts“ aus Lollar wird das Fest durch einige Vorträge verschöneru, überhaupt wird alles getan werden, den Besuchern unserer Veran⸗ staltung den Aufenthalt so angenehm als mög⸗ lich zu machen. Deshalb ergeht an alle Partei⸗ und Gewerkschaftsgenossen von Wetzlar, Gießen und Lollar das Ersuchen, für zahlreichen Besuch Sorge zu tragen. Das Komitee.
Launsbach. Von Mitgliedern des Lahntal-Düns⸗ berg⸗Turnerbundes werden wir um Aufnahme des Fol⸗ genden ersucht: Dem Einsender der Zeilen in Nr. 29 betr. des Turnfestes zu Launsbach sei hiermit er⸗ widert, den Haß und die Quertreibereien in dieser Hin⸗ sicht zu unterlassen, da sie einem großen gemeinschaftlichen Vorgehen doch nur hindernd im Wege stehen. Daß wir politisch neutral sind, beweisen unsere Einladungen, die wir an sämtliche hiesige Vereine gehen ließen. Wenn der Wahlverein nun meint, daß seine Mitglieder nicht dem Turnverein angehören könnten, so wird er jedenfalls eine kleine Niederlage erhalten.(2 D. R.) Es ist ja
recht schön, daß der Wahlverein für die Freie Turner⸗ schaft agitiert, aber viel schöner wäre es, wenn seine Mitglieder selbst beitreten würden. Uebrigens kann bei dem Mitglied der Fr. T., der einmal einige Mädchen uater 16 Jahren dem Gendarm wegen Besuch des Tanzbodens anzeigte und so deren Bestrafung herbei⸗ führte, von echter Parteigesinnung keine Rede sein.(Die Launsbacher Genossen sollten sich doch nicht mit solchen kleinlichen Dingen herumzerren, sondern vielmehr auf Förderung der gemeinsamen Sache bedacht sein. D. R.)
— Gleiberg. Genosse Landwirt Heinrich Döring verstarb vorige Woche nach langem, schweren Leiden im Alter von 61 Jahren und wurde am Samstag zur letzten Ruhe bestattet. Der Verstorbene war ein treuer Anhänger unserer Sache, gehörte dem Wahlverein an, der einen Kranz mit roter Schleife nieder⸗ legte. Am Grabe sprach der Prediger der freireligiösen Gemeinde Herr Schneider aus Mannheim in zu Herzen gehender Weise. Döring hatte an den Feldzügen von 1866 und 1870 teilgenommen, doch gehörte er nie einem Kriegervereine an. Wir werden ihm ein gutes Andenken bewahren.
Aus dem Rreise Marburg⸗Kirchhain.
Einen langen Prozeß hat die Stadt⸗ gemeinde verloren. Die Polizeiverwaltung hatte dem Schnetdermeister Häuschen am Pil⸗ grimstein vor drei Jahren aufgegeben, die südliche Giebelwand seines Hauses verputzen zu lassen. Herr Hänschen, welcher der Metnung war, daß die mit besserem ausgefugtem Stein⸗ material hergestellte Wand als genügend ver⸗ putzt anzusehen sei, erhob hiergegen Einspruch beim Bezirksausschuß, der zur Folge hatte, daß, nachdem ein Regierungsrat von Kassel die Sache in Augenschein genommen, die Poltzeiverwaltung abgewiesen wurde. Diese legte hiergegen Be⸗ rufung ein beim Oberverwaltungsgericht. Doch wurde sie auch von diesem in den letzten Tagen abgewiesen. Die bedeutenden Kosten des Ver⸗ fahrens hat die Stadt zu tragen.
Wegen Streikbrecher⸗Belei⸗ digung hatte sich am Mittwoch der Schreiner Rösler vor dem Schöffengericht zu verant⸗ worten. Er soll dem Arbeitswilligen Otto aus Holzhausen auf der Straße, wo R. Streik⸗ posten stand, zugerufen haben: Du bist ein ganz erbärmlicher Kerl; du solltest dich schämen, daß du wortbrüchig geworden bist! Trotzdem ein Zeuge, der dabei stand bekundete, diese Worte nicht gehört zu haben, glaubte das Gericht dem Arbeitswilligen und es erfolgte die Verurteilung Röslers zu 9 Mk. Geldstrafe. Gegen den Zeugen stellte der Vorsitzende ein Verfahren wegen Meineid in Aussicht.
l. Eine allg. Gewerkschafts⸗Ver⸗ sammlung findet Dienstag abends 7 Uhr im Hildemannschen Saale stakt. Genosse Diß⸗ mann⸗ Frankfurt wird über Gewerbe⸗ gerichtswahlen sprechen. Die Gewerk⸗ schaftsmitglieder, überhaupt alle Arbeiter, die zum Gewerbegericht wahlberechtigt sind, werden ersucht, recht zahlreich am Platze zu sein.
„Das Schöffengericht veruteilte den Schreinermeister Textor zu 5 Tagen Gefängnis, weil er bei einem Eisenhändler 1 Dutzend Schlösser gestohlen hat. T. bestritt entschieden seine Schuld.
xy. Teure Zeiten sind nicht nur für das Brot und Fleisch konsumlerende Publikum gekommen, auch die Biertrinker müssen sich höhere Preise gefallen lassen, letztere allerdings vorderhand nur, soweit sie Konsum⸗ vereinsmitglieder sind. Die Einführung des Flaschen⸗ pfandes und Anschaffung neuer Flaschen hat der Vor⸗ stand des Konsumvereins zu einer Bierverteuerung be⸗ nutzt, welche die mancher Brauereibesitzer und Wirte noch in den Schatten stellt. Während früher die/ Ltter⸗ flasche 11 Pfg. kostete, ist der jetzige Preis für die / Literflasche 10 Pfg., was einer Verteuerung des Bieres um 3 Pfg. pro Liter gleichkommt oder 50„%% mehr als die meisten Brauereien aufgeschlagen sind. Nun würde sich über diese Verteuerung immer noch reden lassen, wenn das Bier wenigstens aus einer Brauerei stammte, in welcher in Bezug auf Organisation und Behandlung der Arbeiter geordnete Zustände vorhanden wären. Aber auch das ist nicht der Fall, wie dem Vorstande des Konsumvereins sehr gut bekannt sein wird. Zwar soll nach den Worten der Leiter des Konsum⸗ vereins dieser ein Mittel sein, um die gewerkschaftlichen Bestrebungen der Arbeiter zu fördern, hier versagt dieses Mittel durch die Schuld des Vorstandes jedoch vollständig. Und während in anderen Städten selbst der indifferente Bierphilister bockbeinig wird, zieht der politisch, gewerk⸗
schaftlich und genossenschaftlich organisierte Marburger
Arbeiter die Zipfelmütze über die Ohren und trinkt das verteuerte Bier eines millionenreichen Unternehmers, in dessen Betrieb noch vor kurzem die Arbeiter wegen un⸗ würdiger Behandlung die Arbeit niederlegten und wo auch jetzt noch Zustände herrschen, die das Gegenteil von dem sind, was ein organisierter Arbeiter als geordnet bezeichnet.
Arbeiterbewegung.
Lohnkämpfe. Im Frankfurter Dach⸗ deckerstreik ist es zu einer Einigung zwischen Arbeitern und Unternehmern gekommen. Es wurde ein Minimal⸗Stundenlohn von 58 Pfg. vereinbart, außerdem soll jeder Dachdecker und Hilfsarbeiter eine Zulage von 5 Pfg. erhalten. Der Minimalstundenlohn war seither 55 Pfg. Die Arbeitszeit soll im Sommer 9½ Stunden, im Winter 8 Stunden betragen. In einer Versammlung der Streikenden wurden die Ab⸗ machungen nach langer Debatte gegen eine Stimme angenommen.— In Butzbach waren die Gerber in eine Lohnbewegung eingetreten, die damit endete, daß die Arbeitgeber die 10⸗ stündige Arbeitszeit an Stelle der bisher 11⸗ stündigen und für gelernte Gerber 19 Mark Wochenlohn zugestanden. Bisher wurden nur 17 Mark bezahlt.— Der Kampf im Buch⸗ bindergewerbe beendet. Die Verhand⸗ lungen in Leipzig zwischen dem Verbande deut⸗ scher Buchbindereibesitzer, dem Verbands vorstand des Buchbinderverbandes und den Streikleitungen von Berlin, Leipzig und Stuttgart haben am Freitag zu einem für die Gehilfen günstigen Resultat geführt. Der Tarif mit Ausbesserungen läuft bis 1911 weiter. Außerdem ziehen die Prinzipale ihre Schadenersatztlagen gegen die ohne Kündigung in den Streik getretenen Buch⸗ binder zurück. Der Minimalstundenlohn wird um 2 Pfennig erhöht und beträgt für Leipzig 48 Pfg., für Berlin 50 Pfg. und für Stuttgart 47 Pfg. Die Erhöhung tritt bereits am 1. Nobember 1906 in Kraft, eine weitere Er⸗ höhung um 2 Pfennig erfolgt am 1. Januar 1908. In Berlin und Stuttgart abgehaltene große Buchbinderversammlungen hat bereits den Vereinbarungen zugestimmt. In verschiedenen Orten wurden jedoch bei der Wiedereinstellung Schwierigkeiten gemacht und es kam erneut zu Differenzen.
Jersammlungskalender.
Samstag, den 4. August.
Alten⸗Buseck. Volksverein. Abends 9 Uhr Versammlung bei Wirt Becker. Wichtige Tages⸗ ordnung!
Gießen. Brauer. Abends 8¼ Uhr General⸗ Versammlung bei Löb(Wiener Hof).— Holz⸗ arbeiter. Abends 5/9 Uhr Versammlung bet Löb(Wiener Hof).— Metallarbeiter. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig.
Rödgen. Wahlverein. Abends ¼9 Uhr Ver⸗ sammlung bei Wirt Balßer.
Steinberg. Wahlverein. Abends 9 Uhr Ver⸗ sammlung im Lokale„Zur Wetterau“. Tages⸗ ordnung: 1. Bericht von der Kreiskonferegz. 2. Die Landeskonferenz. 3. Unsere Presse. 4. Verschiedenes.
Sonntag, den 5. August.
Krofdorf⸗Gleiberg. Wahlverein. Nachmittags 3 Uhr Versammlung bei Gastwirt Feu ser⸗Gleiberg. Zahlreich erscheinen!
Dienstag, den 7. August.
Gießen. Gewerkschaftskartell. Abends 9 Uhr Sitzung bei Orbig.
Samstag, den 11. August.
Lauterb ich Wahlverein. Abends 8 ¼ Uhr Mitglieder⸗Versammlung bei Gast oirt Schwarz, „Zum Johannisberg“.
Sonntag, den 12. August.
Gießen. Allgemeine Gewerkschafts⸗ Versammlung. Nachmittags 3 Uhr bei Orbig. Tagesordunng: 1. Abänderung des
Regulativs; Antrag der Metallarbeiter. 2. Saal⸗
frage.
Ober Ohmen. Arbeiter⸗Wahl⸗Verein. Nachmittags 4 Uhr außerordentliche General⸗Ver⸗ sammlung. T.⸗O.: 1. Vortrag des Genossen Be ck⸗ mann⸗Gießen; 2. Zahlung der Beiträge; 3. Vor⸗ standswahl; 4. Vereins⸗ und Kreis⸗Angelegenheiten. Die Mitglieder wollen zahlreich und pünktlich er⸗ scheinen. Der Vorstand.
—
Briefkasten. 2 Mk. für Tabakarbeiter und 1.50 Mk.
ck.⸗Btzbch. 8 Wird weiter befördert.
für Buchbinder erhalten.


