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Nr. 21.
Mitte! deutsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 5.
antisemitischer Auffassung bis jetzt noch verfehlte Richtung des Verbandes dadurch zu verbessern, daß man sel b st anders steuern hilft? Man bedenke doch nur, welche Rolle alsbald eine Hand voll antisemitischer Genies neben„natlonalsozlalen Schwachköpfen“ und sonstigen minderwertigen Mitgliedern des Verbands spielen müßten! Welch treffliches Vortragsthema wäre doch z. B. der Aufsatz aus derselben oben zitierten Volkswachtsnummer über„Schiller als Bauernbefreier!“ Mit stolzer Ver⸗ achtung darf in der Tat dessen Verfasser von den„Litte⸗ raten“ sprechen, die Schiller nur als Philosophen, Aesthetiker, Geschichtsschreiber, Dramatiker und ähnlich behandelt haben. Er füllt gewiß eine längst schwer empfundene Lücke aus, wenn er den Tell als„Triumph⸗ gesang auf den Freiheitskampf unterdrückter Bauern“ behandelt. Wie neu ist da schon die Erkenntnis, daß nicht Wallenstein, wie man bisher allgemein glaubte, sond ern daß das in der Charakteristik der Personen so sehr viel gröbere Volksstück„Tell“, Schillers„Hauptwerk“ ist. Wie ungezwungen macht sich der Name Bauernbund für die Schweizer Eidgenossenschaft. Wie schön gewählt,„zu Nutz und Frommen“ der bäuerlichen Leser sind die an⸗ geführten Stellen! Zwar braucht einer kein Bauer zu sein, um von Vaterlandsliebe und Einigkeit zu sprechen, um sein Eigentum und die Ehre seines Weibes zu ver⸗ teldigen. Aber man braucht ja nur vor jeden Namen den Titel„Bauer“ zu setzen, der Bauer Baumgarten erzählt, der Bauer Walter Fürst erzählt, der Bauer Stauffacher erzählt usw., so sieht jeder, daß Schiller seinen Tell natürlich nur in prophetischer Vorausahnung des Bundes der Landwirte geschrieben, und unter den Vögten niemand anders als die bösen Liberaldemokraten verstanden hat. Und daß in dem Stück wirklich des öfteren von„Ochsen“ und„Korn“ die Rede ist, wer könnte das leugnen? Der feine Unterschied zwischen„Frei“ und „Überaldemokratisch“ wird freilich nicht jedem„gesunden“ — Verzeihung, nicht jedem„schwachköpfigen“ Verstande einleuchten. Aber den feinfühligen Lesern der Volkswacht braucht es freilich nicht erst auseinandergesetzt zu werden. Und so darf die Volkswacht es sich gestatten, in einem Atem das stolze Wort Stauffachers nachzusprechen:„Frei war der Bauer von uralters her“, und zugleich die liberaldemokratische Bestrebung zu bekämpfen, welche auch den einfachsten Bauern etwas teilnehmen lassen möchte an den höheren geistigen Gütern unseres Volkes. Schade nur, meine verehrten Herren Antisemiten, daß der Rhein⸗Mainverband auch ohne Ihre intellektuelle wie materielle Hülfe zu gedeihen verspricht. Es ist allerdings richtig, daß er nicht von der Luft leben kann. Zu unserem Troste aber ersehen wir— immer noch aus der gleichen Volkswachtnummer—, daß auch die herrlichen antisemitischen Ideeen diese gewöhnliche reale Grundlage nicht entbehren können, denn in einer Auf⸗ munterung„an eine Anzahl der Herren Agenten“, die „leider zu glauben scheinen, daß die deutsche Volkswacht kein Geld brauche“, werden diese säumigen Herren dar⸗ auf aufmerksam gemacht,„daß dem natürlich nicht so sei“, und sie werden gebeten,„die rückständigen Beträge gefl. umgehend einsenden zu wollen“. Also, meine ver⸗ ehrten Herren von der Volkswacht, gestatten Sie auch dem Rhein⸗Mainverband gütigst, daß er sein„Zoppen“ noch ein Weilchen fortsetzt. Der Bauer wird dann mit der Zeit ja schon einsehen, wer es ehrlicher mit ihm meint: Sie, die Sie ihn der weisen Führung der Herren Fideikommißbesitzer und Material⸗ wie Futterverteurer an⸗ vertrauen wolle, oder wir, die wir ihn gegen diese
Ignteressenten auf die eigenen Füße stellen möchten.
Arbeiterschaft mitzukämpfen und mitzuhelfen.
Auf die Dauer ist vernünftige Einsicht doch stärker, als saftige Grobheiten, billige Verdächtigungen und schlechte Witze. Wir Sozialdemokraten schließen uns deshalb gern jeder Bestrebung an, welche vernünftige Einsicht fördern hilft. — Immer anständig. Das Hirschelblatt in Friedberg enthält folgende Briefkasten⸗Notiz: „Nattionalsoziale Mißgeburt, Marburg. Ihre sinn⸗ lose, lediglich in hundsgemeinen Schimpfworten sich äußernde Wut kann uns nur ehren. Da Sie übrigens soviel Geld für Porto an uns wenden, sollten Sie die Kosten einer Reise auch nicht scheuen, um uns hier einmal zu besuchen. Eine solide Hundspeitsche steht für Gelichter Ihrer Sorte stets bei uns bereit.“ Hiernach kann man den Bildungsgrad der antisemi⸗ tischen Führer beurteilen.
Aus dem Odenwald.
V. Maifeier in Michelstadt. Die von den Parteigenossen des Kreises Erbach am 7. Mai abge⸗ haltene Maifeier nahm einen würdigen Verlauf. Genosse Hasenzahl⸗Erbach als Festredner geißelte die russi⸗ schen Zustände in scharfer und treffender Weise und schilderte die im Odenwald herrschenden Lohn⸗ und Arbeitsverhältnisse und forderte auch die Frauen auf, weil sie unter den schlechten Lohnverhältnissen am meisten zu leiden haben, an dem großen ee e
em Redner wurde stürmischer Beifall zuteil. Die Arbeiter⸗ gesangvereine von Höchst, Neustadt. Erbach, Michelstadt ow ie besonders der gemischte Chor Erbachs unter Lei⸗
tung seines tüchtigen Dirigenten Flach trugen viel zur Verschönerung der Feier bei.
Aus dem Nreise Wetzlar.
h. Ueber die Tätigkeit des Drei⸗ klassenhauses will der Landtagsabg. für den Kreis Wetzlar am Sonntag, den 4. Juni im Hotel Kessel berichten. Etwas Gutes für das Volk wird der Herr Regierungsrat Stack⸗ mann von den Taten dieser famosen„Volks⸗ vertretung“ nicht berichten können.
h. Zum Verdursten verurteilt! Das Amtsblatt berichtet:„In mehreren Orten unseres Kreises sind Brunnen polizeilich ge⸗ schlossen. An demselben ist ein Täfelchen an⸗ gebracht mit den Worten: Kein Trinkwasser! Es ist sehr zu raten, gegen diese Anordnung nicht zu verstoßen, da der Genuß derartigen Wassers Krankheiten nach sich ziehen wird, wie überhaupt das Wasser oft der Träger von Bak⸗ terien ist.“— Ja, sollen sich denn die Leute ohne Wasser behelfen! Pflicht der Gemeinde ist es für ordentliches Wasser zu sorgen.
h. Die Maurer in Wetzlar befinden sich in einer Lohnbewegung und haben die Kündi⸗ gung eingereicht.
Westerwald und Anterlahn.
— In der Notiz in voriger Nummer über die christlich⸗soziale Versammlung in Langen aubach ist durch Weglassung des Wortes„ christlich⸗soziale“ ein Fehler entstanden. Der betreffende Satz muß richtig heißen:„Genosse Vetters ergriff das Wort, um die Angriffe auf die Sozialdemokratie zurückzuweisen und die angebliche christlich⸗soziale Arbeiterfreundlichkeit zu schildern.“ Hinzugefügt sei noch, daß Vetters auf das Verhalten Stöckers im Reichstage hinwies, der für das Sozialistengesetz(das der Referent verurteilte) und die Unterdrückung der Arbeiter stets eingetreten sei. Wir sind auch der Meinung, daß Stöcker von dem im Leitartikel besprochenen Wahlrechtsraub⸗ und Staats⸗ streich⸗Plänen des sauberen Hammerstein, dessen dicker Freund Stöcker war, Kenntnis gehabt hat.— In der Langenaubacher Versammlung betonte Vetters weiter, daß die christlich⸗soziale sogenannte Gewerkschaftsbewegung nur die Arbeiterbewegung zersplittere. Das erscheint beinahe als der Zweck der christlichen Gewerkschaften. Vielfach spielen deren Mitglieder Streikbrecher. Und der Verein in Langenaubach hat sich noch nie bemüht, die auf den dortigen Betrieben herrschenden Mißstände zu beseitigen
Aus dem Rreise Marburg⸗Rirchhain.
r. Auf die Flugblattverbreitung, welche Liesen Sonntag vorgenommen werden soll, sei nochmals aufmerksam gemacht. Es wird erwartet, daß sich unsere Parteifreunde recht zahlreich daran beteiligen und am Samstag das Material bei Jesberg in Empfang nehmen.
O Zwei Sünder gegen die gewerblichen Schutzvorschriften hatten sich am Freitag vor der hiesigen Strafkammer zu verantworten. Ein Ziegelei⸗ besitzer aus Biedenkopf erhielt wegen fahrlässiger Körper⸗ verletzung 30 Mk. Geldstrafe, nachdem die Berufs penossen⸗ schaft ihm bereits 20 Mk. zudiktiert hatte. Der Unter⸗ nehmer hatte auf seiner Ziegelei die Lehmgrube nicht mit einem Schutzgeländer versehen, ein Arbeiter war in dieselbe gefallen und hatte si eine Verletzung zugezogen.— In dem Steinbruch der Hessischen Hartsteinwerke bei Friedensdorf wurden die Arbeiter länger als 10 Stunden beschäftigt, ferner waren die Schutzbestimmungen außer Acht gelassen. Der hiesige Betriebsleiter dieser Werke führte als Enischuldigung an, daß die Arbeiter nicht ständig mit Steinebrechen, sondern auch mit Schuttaufräumen und dergleichen beschäftigt würden. Die Strafkammer trat der Ansicht des Ge⸗ werbe⸗Inspektors bei, daß solche Arbeiten zu den Stein⸗ brucharbeiten gehören und verurteilte den Betriebsleiter zu 20 Mk. Geldstrafe. Ueber allzu große Härte der strafenden Gerechrigkeit können sich die beiden Unternehmer nicht beklagen. Sowohl in Ziegeleien wie in Stein⸗ brüchen sind in unserer Gegend die Arbeiter noch zu schlecht organisiert, um die Schutzvorschriften besser zur Geltung bringen zu können, sodaß es hier nur dem Eingreifen des Gewerbe-Inspektors zuzuschreiben war, daß den nachlässigen Unternehmern ein kleiner Rippenstoß versetzt wurde, um ihnen das Gesetz in Erinnerung zu bringen.
O Wegen Vergehens gegen das Dynamit⸗ gesetz wurden ebenfalls am Freitag von der Straf⸗ kammer ein Unternehwer aus Rauschenberg und ein Arbeiter aus Günterod jeder zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Der Arbeiter hatte eine Dynamitpatrone zu Hause aufbewahrt, der Unternehmer hatte ohne polizei⸗
und Himmelsberg im Kresse Kirchhan Sprengungen vornehmen lassen.
Heiligkeit des Eides.
Der vor Kurzem vor dem Schwurgerichte in Hanau verhandelte große Meineidsprozeß gegen sieben Männer und Frauen aus der Gersfelder und Fuldaer Gegend wird noch ein Nachspiel haben. Der Hauptanführer dieser Meineidsgesellschaft, Landwirt Johann Rehm vom Hofe Diesgraben bei Maiersbach(Kreis Gersfeld), bezichtigt jetzt auch noch andere Personen des Meineids. In Folge dessen wurde u. A. der Spengler L. Brinkmann aus Poppen⸗ hausen auf Veranlassung der Staatsanwaltschaf verhaftet und in das Landgerichtsgefängnis nach Hanau gebracht. Wie diese frommen Bauern sich ehemals gegenseitig herausgeschworen haben, so legen ste sich jetzt gegenseitig hinein. Die Leute sind aber keine Sozialdemokraten, denen von verleumderischen Ordnungshelden vorgeworfen wird, sie nähmen es mit dem Eide nicht genau.
Der Bankrott des Pfarres.
In dem Konkursverfahren über das Ver⸗ mögen des im verflossenen Winter nach Unter. schlagung von Kirchengeldern geflüchteten katholischen Pfarrers Goldbach aus Hauswurz im Kreise Fulda soll jetzt eine Ab⸗ schlagsverteilung erfolgen. Dazu sind 4788 Mark verfügbar, zu berücksichtigen sind 45 957 Mark. Bei der Teilerei kommt also recht wenig heraus. Aber daran siad sicher die Sozialdemokraten nicht schuld.
Alles geht doch nicht.
Kürzlich wurde in Dresden gegen einen Betrüger namens Dornig verhandelt. Der gute Mann gab vor, aus menschlichen Exkre⸗ menten, aus dem Inhalte der Abortgruben — Spiritus— fabrizieren zu können. Er legte ein Laboratorium au und gründete eine Spiritus⸗Gesellschaft, System Dornig, obwohl das Kaiserliche Patentamt seine wiederholten Versuche, auf sein Fabrikat„Dorneol“ das Patent zu erhalten, zurückwies. Durch schwindel⸗ hafte Angaben über den Wert seiner„Erfindung“ täuschte er verschiedene Kaufleute derart, daß für Geschäftsanteile das Sechszigfache ge⸗ boten wurde, und belam von sechs Vertrauens⸗ seligen die Summe von 140000 Mk. in seinen Besitz. Dornig hatte sich jetzt wegen Betruges vor dem Landgericht zu verantworten. Nach der Aussage der Sachverständigen kann man nur 0,5 v. H. Alkohol aus Fäkalien gewinnen, während Dornig 6,7 v. H. erzielt haben will. Das Landgericht verurteilte ihn zu 2 Jahren Gefängnis und 1500 Mk. Geldstrafe und 5 Jahren Ehrenrechtsverlust.— Die Sucht nach mühelosem Gewinn läßt die Menschen doch auf den plumpesten Schwindel hereinfallen.
Versammlungskalender. g
Samstag, den 20. Mai.
Gießen. Sozialdem. Wahlverein. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig.
Steinberg. Wahlverein. sammlung im Lokale„Zur Stadt Gießen“. tige Tagesordnung!
Sonntag, den 21. Mai.
Gießen. Oeffentliche Tabakarbeiter⸗ Versammlung, Nachmittags 3 Uhr bei Lö b (Wiener Hof). T.⸗O.: Die Lage der Tabakarbeiter; Vorstandswahl und Vorschiedenes.
Großen⸗Buseck. Volksversammlung, Nach⸗ mittags 4 Uhr bei Wirt Größer.
Montag, den 22. Mai.
Gießen. Freie Turnerschaft. Abends 9 Uhr Versammlung bei Mis ler.
Marburg. Maler, Weißbinder und Lackierer. Abends 6 Uhr öffentliche Versammlung bei Hil d⸗ mann.
Samstag, den 27. Mai.
Marburg. Wahlverein. Abends 9 Uhr Ver⸗
sammlung im Lokale D. Jesberg.
Briefkasten.
Mehrere Einsendungen mußten zurückgestellt werden. Wir bitten, die Zuschriften möglichst bis
Abends 9 Uhr Ver⸗ Wich⸗
liche Genehmigung beim Wegebau zwischen Rauschenberg! Mittwoch an uns gelangen zu lassen.
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