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8.1.1905
 
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1 7 Nr. 2. 1

Seite 2. Nittelbentsche Senntags· gettang.

der preußische Städtetag nene Wege zur Ver rungen der folgenden von ihm vorgelegten in Bezug auf die Vorso de fend des. 8 besserung des Wohnungs wesens gewiesen. Nun Resolution. Luftraums sogar hinter denen 5 Preunges⸗ müssen wir scharf unterscheiden zwischen akuter Die kapitalistische Entwicklung der bürgerlichen Ge. heimer Gefängnisses a Weiter

Dre

14 Wohnungsnot, dem Mangel an Wohnun en sellschaft schafft auf dem Gebiet des Wohuungswesens meint er, daß die Frankfurter Wo gsreformen 0 1 für zahlungsfahige Mieter, und 7 Zustände, die für die breiten Volksmassen in Stadt und und die Tätigkeit des Oberbürgermeisters Adickes die darin besteht, daß die Wohnungen für die] Land die schwersten Schädigungen in gesund. nicht überschätzt werden dürften; die dort ein⸗ 1 unbemtttelte Bevölkerung vollkom⸗ beitlicher, sittlicher und materieller Hinsicht geführte Zuwachsstener werde auf die Mieter men unzulänglich und im Verhältnis zu 1 a Grund und Boden abgewälzt. Schü tz⸗Breslan berichtete don dem %%%% Diesen Uebelständen wirkt der Entwurf nur in den Städten die Rente aus Grund⸗ und Hausbesiz rung Arbeiterwohnungen zu bauen, mit dem

sehr schwach entgegen. Weder die Aenderung los in die 95 trieb d dadurch be⸗ Hinweis bekämpft, daß man den Hausbesitzern 1 der Baufluchtlinienfestsetzung noch einige Steuer⸗ 5 70 595 die Hirte 221 pie bis 5 nicht Konkurrenz machen könne. Eine vor erlässe für Häuser mit kleinen Wohnungen Teil ihres Einkommens für die Wohnungsmiele aus- Jahren eingesetzte Gesundheitskommission habe K werden mehr als eine Farce sein. Auch die geben muß. auch nichts geleistet, den Hausbesitzern zuliebe.

57 Baugenossenschaften werden in absehbarer Zeit Die unerschwinglich hohen Mieten zwingen entweder Obige Resolution findet hierauf einstimmige gegen das Privatkapital nicht aufkommen zur Aufnahme von Aftermietern und Schlafgängern in Annahme und der Parteitag geht zum zweiten können; aber für die bestgestellfen Arbeiter[die Familienwohnungen, wodurch eine mit schweren Punkt der Tagesordnung: leisten sie Nützliches und insoweit hat ihre gesundheitlichen und sittlichen Uebelständen verbundene

; 15 Ueberfüllung der Wohnungen herbeigeführt wird, oder Die Schulfrage⸗ f 270770 1. u wenn es weber ztüune für Wobnzwagt kennt. bl zur Be, über. Hierzu referiert Gen. Dr. Arons, die Baugenossenschaften billige Baugelder hätten, bausung von Menschen ungeeignet find. der zunächst einen geschichtlichen Rückblick über

5 Um eine durchgreifende Aenderung dieser Verhältnisse die twickelung der preußischen Volkeschule die ganze Wohnungsfrage gelöst ist. Deshalb zu bewirken, bedarf es der Loslösung des Grund und F 55 Ein 815 5 können wir auch nicht für den neuesten Vor⸗ und Bodens von allen kapftalisttschen In⸗ gesetz besteht überhaupt nicht, dafür laufen schlag des Or Freund eintreten durch Zwangs. teressen, da diese zunig und allein auf Auswuche⸗ eine Menge Ministerialverordnu igen Reskripvze da zuschläge zur Invalidenversicherung billige[rung des Grund und Bodens und möglichste Steigerung usw., einander kreuzend oder a hebend Die e Hypothekengel der für die Baugenossenschaften und der Grundrente abzielen. 0 3 8

5 8 6 Kirche hat in den Volksschulen noch tmner die für den Bau von Arbeiterwohnungen dur Erst auf dem im Allgemeinbestz ocfindlichen nicht j f f n nehmer oder andere ve 9 0 2 ü 5 dem Kapitalismus dienstbaren Grund und Boden können Herrschaft. Die Kreisschulinspektoren find meist die rnehmer o bertrauenswürdig 4 Geistliche beider K Von 1064 Kreis⸗ gesunde zweckentsprechende Wohnungsverhältnisse für die eistliche beider Konfesstonen. Von Kreis-. 1 Priwate zu gewinnen. Abgesehen von den Arbeiterklasse geschaffen werd schulinspektoren sind 971 Theologen und nut 0 Inpalidengaftalten müßte aber die Unterstützung ur Die bürger 15 Gef licht in weber geil noch O8 seminaristisch vorgebildete Beamte. Siebzig en f durch die Gemeinden erfolgen und da wäre es b e e e ü eee ge 5 30 r 0 ürlich viel wirk wie die bisher gemachten Mohnungsreform⸗Vorschläge Prozent der Volksschulen sind Halbtags⸗ 80 1 N e türlich viel wuksamer wenn die Gemeinden Aennclerabeföhigt, der infolge der kapttalistschen ch ulen, die noch dazu in hohem Maße über- b ü selbst den Bau k leiner Wohnungen Ausbeutung entstandenen Wohnungsnot der Arbeiterklasse füllt sind. In solchen Schulen wurden 1901 la 3 energisch in die Hand nähmen. Die nötigen durchgreifend entgegenzutreten. insgesamt 875 576 Kinder, also 15 Proz., unter⸗ bea 1 Mittel müßten mit Hilfe von Zweckverbänden Auch der von der preußischen Regierung veröffent⸗ richtet. Wie groß das Elend der eberfüllung ist n 55 oder mit Hilfe des Staates aufgebracht werden. lichte Wohnungsgesetz⸗Entwurf ist völlig unge⸗ kann man ermessen, wenn man bedenkt daß in 90 Aber freilich, kein Privatier kann sich beim nügend, den schweren auf dem Gebiet des Wohnungs⸗ weiklassigen Schulen 50 Kinde, in einklasst wu Grundstücksverkauf weniger um das Allgemein wesens vorhandenen Mißständen ernstlich zu begegnen. dul 980 Ander uterfüuk⸗ 1 15 . Wohl kümmern, als der preußtsche Staat, 5 1 0 5 e 1 eee Im Durchschnitt waren in diesen Schulen der 3 f f a ilitär⸗ aat un emeinde, dur e Fortdauer* 8 3.4 ö 113 12 1 Elsenbaht e. 4 deren Bevorrechtung der Hau sbesiter bei den[89 Kinder vorhanden. Der Kößg von Preußen N 55 Spekulant ist. Der Redner eht d f Gemeindewahlen erstickt der Entwurf jede gesunde und hat es aber als 10 erei bezeichnet, Fe 1 die Besti mu des Ent 9 8 über 155 wirksame Wohnungsreform im Keime. wenn ein Lehrer auch nur 70 inder zu unter⸗ 1 8 Erl 1 1e K utwurfs über den Von der alle kulturellen urd freiheitlichen Bedürfnisse richten hat. Redner schildert dann eingehend 1 N 15 von Wohngeorduungen und die Er⸗ des Volkes zurückdrängenden preußischen Regierung ist die Halbtagsschulen und die Mitteltagsschulen, her 7 rich ung von i ohnungsämtern ein und weist ebenso wenig eine ausreichende Wohnungsreform zu er⸗ ferner die Sommerschulen. Diese letzteren hei 1 5 auf die zahlreichen Beschränkungen hin, die in warten, wie von dem preußischen Landtag, der, das Kategorien sind die auf dem Bande vorherr⸗ die 15 den Bestimmungen enthalten sind, insbesondere Zerrbild einer Volksvertretung darstellend, nur kapita⸗ schenden Formen. Dritteltagz hulen existieren die Ausnahme des Landes und der kleinen listischen Interessen dient und in dem eine klerikal⸗abso⸗

8 N a g ogar noch drei vor den Toren Berlins, nämli Städte, die eine Kapitulation vor den Junkern lutistische Majorität ihr volks⸗ und arbeiterfeindliches 100 b don Ein L rer in der 1 75 sieh

15 f 1 j Wesen treibt.. 5 5 e wurfes als die denkbar geringsten Anforderungen Nahmen der heutigen Gzelscaftsordnung hat zur Vor zu unterrichten. Der Akan det nun a 5 mag 0 aussetzung einen maßgebenden Einfluß des Pro- des Näheren auf den Lehsplan zin den 13 1 bezeichnet. Aber trotzdem habe unter den Haus⸗ Volksschulen ein. Inden einklassigen. 5 N agrariern der Entwurf einen Sturm der Ent⸗ 0

. letariats auf Staat und Gemeinde, der nur durch Pre 3 8 5 8 Eroberung der polttischen Macht errungen werden kann.] Schulen werden bei 29 uden Unterricht f 1 rüstung entfesselt. In seiner Broschüre gegen Der Parteitag der preußischen Sozialdemokratie] 4 Stunden Religion geleh da egen keine f das Wohnungsgesetz erklärte bekanntlich der fordert daher unter Verwerfung des preußischen Gesetz⸗ einzige Stunde für Natur] antnisse, Physik, 1 Vorsitzende des Zentralverbandes deutscher entwurfes: Anthropologie uw. Bei in Mittelschulen, 1 5 Hausbesitzer, Justizrat Baumert, daß die gemein⸗ 1. Den Erlaß eines umfassenden Reichs wohnungs⸗ wo ein Schulgeld gezahlt 5 fällt die 1 ö same Benutzung des Aborts erzteherisch gesetzes unter anderem mit Bestimmungen für die in Zahl der Religionstunden Verhältnis zu 2

auf die Mieter wirke und daß die Forderung den einzelnen Gemeinden zu erlassenden Wohnungsord⸗ dem übrigen Unterricht. Hie

4 N a f raucht man den getrennter Schlafräum'e für Kinder verschiedenen[nungen und weitgehendem Enteignungsrecht zu Gunsten Kindern das Rückgrad nicht 5

u beugen wie in

der Gemeinden. N

e 45 15 5 10 5 2. Schaffung eines Reichs⸗Wohnungsamtes der Volksschule, denn aus diem Kreise gehen

zJamiliensinnschädige und die ch⸗ als Zentralinstanz für die in allen Gemeinden zu er] die Uunterofftziere der Induf he hervor. Redner

keit nicht fördere. Der Redner macht ferner richtenden komm unalen Wohnungsämter. behandelt nun den Lehrelsangel. Dieser

auf die Lücken im Entwurf aufmerksam. So 3. Einführung des allgemeinen, gleichen, geheimen] habe seinen Grund in der Ibhängigkeit vom

fehle eine Bestimmung über die Fenster über und direkten Wahlrechts für alle Einwohner der] Geistlichen und in den Cchaltsverhältnissen. 8 5 haupt. Und doch sage ein wahres italienisches Gemeinden. Aufhebung aller Vorrechte für die Während das Anfangsgehal der Lehrer 900, * Sprichwort:Wo die Sonne nicht eintritt, Hausbesitzer. das der Lehrerinnen 700 M. betrage, erhalte 4 tritt der Arzt ein. Auch könnten die 4. Völlige Selbst verwaltung der Gemeinden. der evangelische Geistliche 800 Mk. Anfangs⸗ N Wohnungsämter nicht direkt auf die Erst wenn diese politischen Vorbedingungen gegeben gehalt, der katholische 1500 Mk. Die Aus⸗

Wohnungsverhältnisse einwirken, sondern nur find, werden die Ge neinden die Wohnungsnot ernstlich p f[dung der Lehrer geh genau nach dem⸗ Sim i durch die Polizei, ebenso wie die Wohnungs⸗ bekämpfen können. Als hierfür geeignete Mittel kommen selben Grundsatz wie dle her Kinder: nicht eine ö ordnungen nur durch Poltzeistatut geschaffen in erster Linie in Betracht: a. Erhaltung und Vermeh⸗ zu viel lernen, dafür recht bescheiden. Habe

größ werden könnten. Trotzdem dies eine Beein. rung des Gemeinderigentums an Grund und Boden, erst die Sozialdemokratie di Macht im Staate trächtigung der Selbstverwaltung sei, dürfe nde ee Sa z be a e dann werden die Lehrer d 55 Stelle ein⸗ eint man sich nicht von den Hausagrariern mit Wohnungen, welche zu Mietsprelsen abzugeben sind, bei] nehmen, während sie heute anach getzen, mit hall diesem Schlagwort ins Schlepptau nehmen denen nur die Verzinsung und Amortisation des aufge-[den Subalternbeamten auf eine Stufe gestellt kön f 19175 ven 111 1 90 61 wendeten Kapitals sowie die aus der Instandhaltung 90 i bee Maur eische daß wischen dem rolelartat un nen. eder Gebäude entstehenden Kosten in Ansatz gebracht Ulregulative bespro en, ge er über zu g Arbeiterschaft sei bereit, auch heute an der werden. C. Besteuerung des unverdienten Wertzuwachses Kritik des gegenwärtigen Schulkompro⸗ 17 5 ul U b Verbesserung des Wohnungswesens mitzuwirken, an Grund und Boden. d. Aufstellung von umfassenden misses, das den alten Rumerschen Regula⸗- 1 solange noch das Privateigentum an Grund Stadterweiterungsplänen und Erlaß abgestufter Bauord⸗ tiven wieder zustrebt. Anstelle der Simul⸗ und Boden bestehe. Aber sie lasse sich nicht nungen. e. Uebernahme der Verkehrsmittel in kommu⸗ tanschule soll danach die fonfes fine; f 5. abspeisen mit Bestimmungen, die vollkommen 5 1 und planmäßige Aufschließung des Gemeinde⸗ 1 wie 15 auch im digt de Schulent⸗ f unfruchtbar auf dem Papier bleiben müßten. 5 wurf vorgesehen war. cht der liberalen 5 Sie sei sich aber auch vollkommen klar, daß Die Diskusston, welche dem Referat folgte,] Parteien wäre es gewest, statt dessen die g nur im Rahmen des großen Emanzipations⸗ war nur kurz. Es beteiligten sich daran Frau vollkommene Ausscheid u 8 der Religion 5 kampfes der Arbeit das Proletariat sich auch Dr. Weyl, Dr. Quarck⸗Frankfurt und Schütz[aus dem Lehrplan de Schule zu fordern. Au 5 gesunde Wohnungen erkämpfen könne. Redner Berlin. Quarck bemerkte, daß die Bestimm. Die Vertreter der Freisinnen haben sich aber. i begründet dann eingehend die einzelnen Forde- ungen des preußischen Wohnungsgesetzentwurfs im preußischen Landtag diegen verwahrt, die eine

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