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Nr. 6.
Mitteitdentsche Sountags⸗Zeitung.
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7 zu Gunsten des Beklagten. Die weitaus größte Zahl der Fälle und zwar 45 wurden in einer Woche erledigt;
nur 2 dauerten länger als 14 Tage. Gerade darin liegt der Vorteil der Gewerbegerichte für den Arbeiter. h. Die Sophienhütte hatte kürzlich im Ruhr-
revier Koaks aufgekauft, es fand sich aber dort niemand
zum Verladen. Es rückten deshalb 16 Mann, meist aus Aßlar, von hier unter Führung des Jagdliebhabers Debus nach dort ab. Hoffentlich hat der Mann den Revolver nicht in Anwendung gebracht, den er nach seinen eigenen Worten stets bei sich zu führen für gut findet.
k. Herr Fabrikant Ohlenburger soll, wie wir hören, aus der Firma Hensoldt Söhne ausgetreten ein. Ganz freiwillig scheint er aber diesen Schritt nicht
getan zu haben, denn man spricht davon, daß er auf
eine Abfindung in der bescheidenen Höhe von 100000 Mk. klage. Die Arbeiter der Firma, dessen sind wir ganz sicher, werden ihm keine Träne nachweinen. Einstweilen widmet er sich noch dem Jag dpergnügen und bald wird wieder, wie schon öfters, im„Anzeiger“ zu lesen sein,
daß er die erste Schnepfe in diesem Jahre geschossen hat.
Westerwald und Anterlahn.
t. Christlich⸗soziale Sozialisten⸗Ver⸗ nicht ung. Es sind jetzt schon mehr als dreißig Jahre her, daß der Pfaffe Stöcker seinen Vernichtungs⸗ Feldzug gegen die Sozialdemokratie eröffnete. Trotz der schäbigen Waffen, die er führte und trotzdem während der 12 jährigen Dauer des Sozialistengesetzes— für das bekanntlich auch Stöcker stimmte— unter dessen Herrschaft unsere Parteigenossen in der niederträchtigsten Weise drangsaltiert wurden, hat der teure Gottes mann und seine vermuckerten Trabanten höllisch wenig Erfolg gehabl. Er mußte im Gegenteil zu seinem Schmerze sehen, wie die Sozialdemokratie mächtig anwuchs, von Wahl zu Wahl mit verdoppelten Heeresmassen ins Feld rückte. Und das, trotzdem die Stöckerei über unsere Partei und ihre Anhänger jahrein, jahraus Tausende von Schmutzkübeln ausschüttete. Wo blieben aber die Christlich⸗Sozialen? Sie stehen im Zeichen des Krebses
in jeder Beziehung. Die Bevölkerung, nicht zuletzt
auch die kleinbäuerliche, hat eben erkannt, wo das Recht und die Wahrheit ist! Das wird wohl auch fernerhin so bleiben; es wird den Stöckerschen nichts nützen und den Sozialdemokraten nichts schaden, wenn zum Beispiel das in Herborn erscheinende Stöcker⸗ blättchen, das sich heuchlerisch Nassauischer„Volksfreund“ nennt— Gott schütze das Volk vor solchen „Freunden“— die Sozialdemokratie in der Weise be⸗ schimpft und verleumdet, wie es ihm zur Gewohnheit geworden ist. Unser vor Kurzem verteilter Landkalender hat's dem Blättchen angetan und es zog in mehreren Artikeln gegen ihn und unsere Partei zu Felde. In bekannter Weise natürlich. Was da vorgebracht wird, ist dasselbe blöde Zeug, das schon seit Jahrzehnten von den„christlichen“ Verteidigern des Geldsackes gegen die sozialdemokratische Arbeiterbewegung vorgebracht wird. In jeder Zeile tritt die muckerische Verlogenheit und Verleumdungssucht zu tage, zugleich aber auch die pyramidale Un wissenheit des Verfassers. Der Grünspecht, den Burckhardts Gnade dort Redakteur spielen läßt, sucht seine mangelnden Kenntnisse durch Frechheit und Schnodderigkeit zu ersetzen. Auf die Dauer wird er damit nicht auskommen. Man wird selne Unwahrhaftigkeit und die Hohlheit seiner Phrasen bald erkennen und die Sozialistenvernichtung wird die⸗ selben Resultate zeitigen wie bisher. Lassen wir das Kerlchen also weiter schimpfen.
W. Christl.⸗soziale Denunztanten. Man schreibt uns aus Sinn: Im benachbarten Herborn traf sich's, doß in einer christl.⸗sozialen Versammlung unser Genosse Trott neben einem in Herborn beschäf⸗ tigten Drucker saß und sich mit ihm unterhielt. In der letzten Kriegervereinsversammlung brachte nun ein christlich⸗ soztialer„Vorgeschobener“,— der in der Hoffmann'schen Pumpenfabrik beschäftigte Schreiner Nickel— dies als Staatsverbrechen vor. Die„Krieger“ hielten sich aber für nicht„ordinär“ genug, auf den Fall e.nzugehen. Der schlechteste Kerl im ganzen Land ist stets der Donunziant.
Aus dem Nreise Marburg⸗Nirchhain.
r. Die Wahl vereinsversammlung am Samstag war gut besucht. Vor Elntritt in die Tages⸗ ordnung ehrte die Versammlung die Opfer des Zarismus in üblicher Weise. Genosse Dr. Quarck⸗Frankfurt sprach hierauf über„Sozialdemokratische Kommunalpolitik“ in klaren, von den Anwesenden mit großer Aufmerksam⸗ keit verfolgten Ausführungen. Er wies zunächst darauf hin, daß, wenn der Ruf zur Reichstagswahl ergehe, so⸗ sort Bewegung in die Genossen komme und jeder pficht⸗ eifrig zur Stelle sei. Bei den Gemeindewahlen jedoch sel, besonders in Arbeiterkreisen, eine fast unverständliche Teilnahmslosigkeit bemerkbar. Vielfach erkennen unsere Genossen die Wichtigkeit der Stadtverordnetenwahl nicht an und doch sind im Stadtparlament oft ebenso wichtige, mitunter noch wichtigere Fragen zu behandeln, als im
Reichstage. Für die Spießbürger ist dies umgekehrt. Diese betrachten die Gemeindevertretung in der Regel als ihre gemütliche Zusammenkunft, die sie durch Ar⸗ beitervertreter nicht gestört wissen wollen.— Für uns kommt bei den Gemeindewahlen die Art der Agitation in Betracht. Man redet immer so viel von einem An⸗ griff auf das Reichstagswahlrecht und von dem erbärm⸗ lichen Dreiklassenwahlrecht zum Landtage, doch denkt man viel weniger an das noch schlechtere Gemeinde⸗ wahlrecht! Hierauf müßte von unserer Seite mehr hin⸗ gewiesen werden.— Die Arbeiter haben das allergrößte Interesse daran, daß auf kommunalem Gebiete etwas Positives geleistet wird. Erfahrungsgemäß wird oft in den kleineren Orten mehr auf das Wohl der geringen Leute gesehen, als in den größeren und mittleren Städten. In einer ganzen Anzahl kleinerer Orte ist bereits die Unentgeltlichkeit der Lehrmittel, unentgeltliche Benutzung der Wasserleitung, gemeinsamer Backöfen ꝛc. eingeführt, während in vielen Städten für diese Institute schwere Abgaben entrichtet werden müssen. Redner besprach noch eine Reihe kommunalpolitischer Fragen sehr ein⸗ gehend und mit Sachverständnis. Er schloß mit der Aufforderung an die Marburger Genossen, alle diese Fragen, sowie die örtlichen Verhältnisse und Zustände genau zu studieren, damit sie bei der im Herbste statt⸗ findenden Neuwahl auf jede diesbezügliche Frage ant⸗ worten könnten und Erfolge erzielten.— Dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrage folgte eine Diskussion, in der sämtliche Redner speziell die Mar⸗ burger Verhältnisse zur Sprache brachten, wobei manche Dinge erwähnt wurden, die bisher keineswegs allgemein bekannt waren.— Nachdem noch eine Anzahl Genossen im Wahlverein aufgenommen worden waren, erstattete der Vertrauensmann Bericht über die Partelkonferenz in Frankfurt. Nach längerer Debatte wurde es abge⸗ lehnt, gegenwärtig ein Flugblatt gegen das Zentrum zu verbreiten. Es wurde jedoch den Genossen anheim gegeben, sich über die Bewegung der anderen Parteien so gut wie möglich zu informieren.— Zum Schluß wurde noch die Lokalfrage angeschnitten und die in der„Mitteld. Sonntags⸗Ztg.“ veröffentlichte Erklärung des Herrn Gastwirts Hildemann einer Kritik unterzogen. Eine Kommission wurde beauftragt, Mittel und Wege zu suchen, um womöglich die Errichtung eines eigenen Lokales in die Wege zu leiten.
(O Kulturaufgaben leiden nicht! Herr Professor Opitz hatte an die hiesige Stadtverwaltung das Ersuchen gerichtet, ihm die sogenannte„Obere Sieche“ zur Verfügung zu überlassen, um dort ein Heim für Krebskranke zu errichten, in welchem solche sachgemäß gepflegt und gleichzeitig Studien gemacht werden sollten, um eine Heilung dieser schrecklichen Krankheit zu erzielen. Von Seiten der Stadt ist diesem Ersuchen stattgegeben worden. Die„Obere Sieche“ ist ein älteres Gebäude, am Waldrande gelegen, nur wenige hundert Meter ron der Abbdeckerei entfernt, in welchem bisher alte gebrechliche Personen Unterkunft fanden. Nun brachten die hiesigen Zeitungen in derselben Nummer, in welcher sie über die Festlichteiten am Kaisers Geburts⸗ tage berichteten, die Ankündigung einer Wohltätigkeits⸗ Vorstellung zum Besten des Heims für unbemittelte Krebskranke, veranstaltet von Damen und Herren der Gesellschaft. Für patriotische Veranstaltungen ist Geld denügend vorhanden, gemeinnützige Unternehmen sind trotz ihrer Unzulänglichkeit noch auf den besseren Bettel angewiesen!
O Arbeitslosigkeit ist eine der unangenehmen Begleiterscheinungen des Winters für einen sehr großen Teil der Arbeiterschaft. Während die besser gekleidete Gesellschaft von Vergnügen zu Vergnügen hüpft, Theater, Konzerte, Bälle u. dgl. besucht, ist der Arbeiter vielfach gezwungen, sich die größten Entbehrungen aufzuerlegen, um über die Not des Winters hinwegzukommen. Die Arbeit im Baugewerbe und bei den Erdarbeitern ruht gänzlich, aber auch andere Betriebe leiden unter Mangel an Beschäfligung. In der Metallwarenfabrik von Gebr. Seidel wurde vorige Woche den Arbeitern anheimgestellt, entweder in Entlassungen zu willigen, oder die Arbeits- zeit täglich 2 Stunden zu verkürzen. Die Arbeiter wählten das letztere und haben dadurch e nen entsprechend geringeren Verdienst. Auch andere Werkstellen haben den Betrieb eingeschränkt. Die Holzarbeiter haben eine Anzahl Arbeitslose, von denen einige in Bezug von Arbeitslosen⸗Unterstützung sind und dadurch den Wert derselben richtig kennen lernen. Kann die Arbeitslosen⸗ Unterstützung auch die Arbeitslosigkeit nicht beseitigen, so hilft sie doch über die größte Härte hinweg und sollte deshalb der Wert derselben wie auch der Gewerkschaften überhaupt in immer größere Kreise der Arbeiterschaft eindringen.
Der Acht⸗-Uhr⸗Ladenschluß macht in Marburg erfreuliche Fortschritte. Bei einem Gang durch die Hauptgeschäftsstraßen, nach 8 Uhr, findet man nur noch wenige Geschäfte geöffnet.
r. Das Gewerkschaftsfest am Sonntag er⸗ freute sich eines so starken Besuches, daß sämtliche Räume des Café Quentin überfüllt waren und viele Besucher keinen Platz finden konnten. Das Fest nahm
den besten Verlauf. Die einzelnen Programmnumm ern fanden beifällige Aufnahme. Mit gespannter Aufmerk⸗ samkeit lauschten die Festtellnehmer besonders der Fest⸗ rede des Gen. Dr. Quarck, der darin auch auf den Russenkurs und den Streik der Bergleute zu sprechen kam. Die Rede fand begeisterten Beifall. Eine für die Streikenden veranstaltete Sammlung lieferte einen recht ansehnlichen Ertrag. Erst spät trennte man sich in dem Bewußtsein, ein echtes und wirkliches Arbelter⸗ fest gefeiert zu haben. Berg arbeiter⸗Tod.
Ein schreckliches Grubenunglück er⸗ eignete sich am Donnerstag in dem Kohlen- werk zu Trifail(Steiermark). Durch Stick⸗ luft wurden dort vierzig Arbeiter getötet.
Ein Zwischenruf 2 Wochen Gefängnis.
Ein Nachspiel zur 200jährigen Jubelfeier des Bestehens der Werderschen Schützengilde fand vor dem Schöffengericht in Werder a. H. statt. Am Jubtläumstage, am 31. Juli v. J., hielt auf dem Marktplatz beim Kriegerdenkmal in Werder der Landrat des Kreises Zauch-Belzig, v. Tschirschky, die Festrede, wobei er von der Treue zu Kaiser und Reich sprach. Plötzlich ertönte aus der Menge der Ruf:„Mensch, das glaubst Du doch selber nicht!“ Der Landrat stutzte, setzte dann aber seine Rede mit der Be⸗ merkung:„Der Zwischruf soll uns nicht stören“ fort. Der Rufer wurde inzwischen als der Konditor Otto Rodenbeck aus Berlin festgestellt. Wegen öffentlicher Beleidigung des Landrates wurde ihm der Prozeß gemacht. Das Schöffen gericht verurteilte ihn zu zwei Wochen Gefängnis.
Ein offenherziger Arbeiterverächter.
„Es ift keine große Annehmlichkeit, wenn man fast nur Arbettern auf den Straßen be⸗ gegnet.“ Also sprach ein Justtzrat namens Röder in der Stadtverordnetenversammlung zu Zülltchau, als es sich um die Bewilligung einer Summe handelte, welche dazu verwandt werden sollte, um Industrielle zur Aulage von Fabriken in Züllichau zu animieren. Der Herr Bürger⸗ meister entgegnete auf diese skandalöse Herab⸗ würdigung des weitaus größten Teiles des berufstätigen Deutschland nur mit der schüch⸗ ternen Einwendung:„Der Arbeiter ist doch auch ein Mensch!“ Wenn es aber gilt, die Arbeiter als Stimmvieh einzufangen, dann steigen Leute wie Röder nicht nur von ihrem Kothurne herab, sondern schmeißen sich dem „Bruder Arbeiter“ förmlich an den Hals. Und leider fallen noch viele Arbeiter darauf herein und wählen dann wie die Kälber.
Der saararabische Prozeß. Das Reichsgericht hob das Urteil der Straf- kammer in Saarbrücken im Prozeß Hilger⸗ Krämer(betreffend oie Wahlvorgänge im Saarrevier) auf und verwies die Sache an das Trierer Landgericht.— Aus Petersburg wird gemeldet, daß Maxim Gorki wieder in Freiheit gesetzt wurde.
Partei-Uachrichten.
Ein Parteisekretär soll für Hessen⸗Nassau angestellt werden, und die Frankfurter Agitatlonskommls⸗ ston hat die Stelle bereits ausgeschrieben. Für diesen Bezirk ist ein solcher sehr notwendig.
Versammlungskalender. Samstag, den 4. Februar,
Gießen. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Versamm⸗ lung bei Löb(Wiener Hof). Metallarbeit er. Abends 6 ñ Uhr Versammlung bei Orbig.
Sonntag, den 5. Februar. Gießen. Gesangverein„Eintracht“. Abends 8 Uhr Generalversammlung bei Orbig. Gießen. Freie Turnerschaft. Nachmittags 3½ Uhr Monats⸗Versammlung bel Mitglied Orbig. Erscheinen aller Mitglieder dringend notwendig. Niedershausen bei Weilburg. Wahlvereln. Nach⸗ mittags 4 Uhr Zusammenkunft der Mitglieder bei Gastwirt Bender. Dienstag, den 7. Februar. Gießen. Gewerkschaftskartell. Abends 9 Uhr Sitzung bei Orbig.
Mehrere Einsendungen mußten wir zurück⸗ stellen und bitten die Betroffenen, dies zu entschuldige n. r.⸗Stbg. Wenn im lokalen Teil auf eine Versamm⸗ lung hingewiesen ist, erübrigt sich dies im Versammlungs⸗ kalender.


