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Nr. 40.
Mitteldentsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 3.
Disziplin, ohne daß die Folgen eintreten, die Heine vor⸗ aus sieht.
Und schließlich giebt es auch einen Punkt, wo man nicht mehr nach dem Schaden fragen darf. Schiller sagte:„Nichtswürdig ist die Nation, die nicht ihr Alles freudig setzt an ihre Ehre.“ Ja, nichts würdig, erbärmlich ist die Ar⸗ beiterklasse, die sich hundsföttisch be⸗ handeln ließe, die ihren Bedrängern nicht die Spitze zu bieten wagte.(Stür⸗ mischer Beifall.) Da ift Rußland, da ist die Jani⸗ schlacht, da ist die kommune! Bei den Manen dieser Märtyrer sollt Ihr nicht einm al ein paar Wochen hungern, um Eure höoͤchsten Menschenrechte zu verteidigen! Da kennt Ihr die deutschen Arbeiter schlecht, wenn Ihr ihnen das nicht zutraut! Was hätte denn Heine in Wyden gesagt, als ich den Antrag stellte, das Wort „gesetzlich“ aus unserem Programm zu streichen? Das ist damals einstimmig und ohne Debatte beschlossen worden.(Heine: Mit Recht!) Dann handeln auch wir recht, wenn wir es das nächste Mal ebenso machen. Wir provozieren nicht, wir verteidigen uns nur. Der politische Massenstreik ist nicht bloß eine theoretische, sondern auch eine eminent praktische Frage, nach einem Kampfmittel, das gegebenenfalls angewendet werden soll und muß. Mit keinem Worte sagt Heine, wie wir uns eigentlich verteidigen sollen, wenn man uns angreift. Er sagt nur dies Mittel taugt nichts, aber er bringt kein anderes in Vorschlag. Sollen wir uns etwa kalten Blutes die Haut über die Ohren ziehen lassen?
Man sagt, der Massenstreik sei eine unbrauchbare Waffe. Aber 1891 hat der Massenstreik, den die Bel⸗ gler anwandten, um das alltzemeine Wahlrecht zu er⸗ kämpfen, Erfolg, gehabt, relativ mehr Erfolg, als der Bergarbeiterstreik, der eine verpfuschte Bergarbeiternovelle brachte und auch ein politischer Streik war. In der Kammer haben unsere belgischen Genossen von 140 Man⸗ daten 33 erobert. 1903 griffen sie noch einmal zum Massen⸗ streil, um das allgemeine Wahlrecht ganz durchzusetzen. Da hatten sie allerdings keinen Erfolg. Redner zählt im Welteren eine Reihe Streiks auf, bei denen es sich zum Teil um politische Forderungen handelte und die erfolgreich für die Arbeiter verliefen, in Oesterreich, Schweden, Italien. Dann fährt er fort: Wir kämpfen nicht um Forderungen des Zukunftsstaates. Wir glauben nicht, daß wir die bürgerliche Gesellschaft nit dem Ge⸗ neralstreik aus den Angeln heben können, sondern wir kämpfen um ganz reale Rechte, die Lebensnotwendig⸗ keiten Für die Arbeiterklosse sind. Wenn die Frage der Beseltigung des allgemeinen Wahlrechts auf die Tagesordnung kommt, dann ist es ganz sicher, daß es auch in den bürgerlichen Kreisen, so korrupt sie sein mögen, ein ganzes Teil Leute gibt, die sagen, so geht es nicht, den Arbeitern darf nicht ein Recht genommen werden, daß sie nie gemißbraucht haben, und wir werden zweifellos auch in diesen Kreisen eine gewisse Sympathie haben. Außerdem habe ich eine gewaltigere Macht, wenn ich ein Recht, das ich Jahrzehnte lang besitze, verteidige, als wenn ich ein neues Recht erobern will. Wenn ich sagen kann: bei euch ist nichts weiter als brutale Gewalt, ihr wollt uns das Recht nehmen, ihr seid Gewaltmenschen, ihr seid Tyrannen— wenn ich all das sagen kann, was die Massen empören und auf⸗ peitschen muß, dann müßte es doch mit zehntausend Teufeln zugehen, wenn wir da nicht die Massen in hellen Haufen gewinnen würden, auch die christlichen Arbeiter.
Wenn das allgemeine Wahlrecht flöten ist, dann ist auch das Vereins⸗ und Bersammlungsrecht flöten, dann ist das Koalitionsrecht flöten, dann sind alle die Rechte flöten, die wir brauchen. Denn wenn unsere Feinde uns einmal das allgemeine Wahlrecht nehmen, dann wären sie ja geradezu Toren, weun sie uns die übrigen politischen Rechte, mögen sie noch so gering sein, ließen. Gesetzt einmal, es sei ein Kampf beim Raub des all⸗ gemeinen Stimmrechts geführt, bei dem wir schließlich unterlegen sind! Da versteht es sich doch ganz von selbst, daß wir unausgesetzt in unseren Vereinen, in Versammlungen, in der Presse kämpfen, daß wir die Massen aufrütteln und dadurch den Gegnern unbequem werden. Haben sie uns das Hauptrecht genommen, dann müssen sie auch die andern Rechte beseitigen. Da hängt eins am andern.
Nach längeren gegen Friedeberg gerichteten Aus⸗ führungen schlleßt Bebel mit der Aufforderung an die Genossen, energischer als bisher an der Schulung und Aufklärung der Partel zu ar beiten. Wenn dann gleich⸗ zeitig auch die Parteipresse mehr als bisher den Organisationsfragen sich widmet, wenn überall im Sinne meiner Resolution gearbeitet wird, dann wird es kein Meisterstück sein, im Laufe eines Jahres die Mitglieder- zahl unserer Vereine zu verdoppeln, die der Gewerk⸗ schaften um mindestens 25 Proz. zu steigern und die Leser unserer Organe um 50 bis 100 Proz. zu heben. Dadurch werden wir ein Maß von Mitteln zur Auf— klärung der Parteigenossen und zur Vorbereitung auf die schweren Kämpfe, die kommen werden, erhalten,
wie es großartiger aber auch eigentlich selbstverständ⸗ licher nicht gedacht werden kann. In diesem Sinne wollen wir kämpfen, bis der Sieg voll und ganz unser ist.
Bebels mit stürmischem Beifall aufgenom⸗ mene Rede war ein rhetorisches Meisterstück. Wir haben nur Bruchstücke daraus wiedergeben können; wir müssen uns auch versagen, auf die Diskusston und das Schlußwort einzugehen. Dazu gibt es gewiß später noch Gelegenheit. Beiläufig sei nur bemerkt, daß von einzelnen Rednern in der Debatte Ausführungen gemacht wurden, die durchaus unzutreffend und nicht zu billigen sind. Diese wird uns auch die bürgerliche Presse noch oft vorreiten! Doch das tut nichts! Maßgebend ist, was der Partei⸗ tag beschlossen hat. Und in dieser Frage fand die Resolution Bebels in namentlicher Ab⸗ stimmung mit allen gegen 15 Stimmen und 2 Enthaltungen an
Von den weiteren Verhandlungen und Be⸗ schlüssen sei noch erwähnt, daß die alte Partei⸗ leitung wiedergewählt und zum Orte des une Parteitages Mannheim bestimmt wurde.
Tolitische Nundschau.
Gießen, den 28. September 1905.
Eine Wehrsteuer⸗Vorlage
soll nach Zeitungsmitteilungen bereits im Reichs⸗ schatzamte ausgearbeitet sein. Für diese Steuer sollen, wie die agrarische„Deutsche Tagesztg.“ kürzlich glauben machen wollte, in weiten Volks⸗ kreisen Sympathien vorhanden sein; der Krieger⸗ vereinsbund habe sich dafür ausgesprochen und betrachte die Einführung einer Steuer, welche den wegen geringer körperlicher Fehler von militärischer Dienstpflicht befreiten Männern auferlegt werden sollte, einen Akt„ausgleichender W Jawohl, ausgleichender Ge— rechtigkest! Wenn davon die Rede ist, muß stets der Arme bezahlen! Es wäre doch viel gerechter und vernünftiger, erst einmal die besitzenden Klassen, die in den Einzel⸗ staaten nur sehr wenig zu direkten Steuer⸗ leistungen herangezogen werden, für das Deutsche Reich aber nicht einen roten Pfennig direkter Steuern zahlen, durch eine Reichs-Ein⸗ kommensteuer zu den Reichslasten heranzu⸗ ziehen. Selßst wenn die eigentlichen Krüppel von der Wehrsteuer ausgenommen werden, und selbst wenn nach dem Vermögen die Wehrsteuer progressiv abgestuft werden sollte, so bliebe immer noch eine schwere und durchaus ungerechte Belastung solcher proletarischen Elemente übrig, die schon durch ihre minder kräftige Konstitution in ihrem Erwerb bedauerlicherweise geschädigt sind. Und gerade jetzt, wo durch die Fleisch⸗ teuerung die arbeitende Bevölkerung in skandalöser Weise belastet wird, wo die Lebens⸗ haltung des arbeitenden Volkes durch die neuen Handelsverträge noch elender gestaltet werden wird, als es ohnehin der Fall ist, gerade jetzt sollte man so viel Scham bestitzen, nicht zu einer neuen, die Volksmasse treffenden Steuer zu greifen. Die Reichen wären dagegen sehr leicht in der Lage, eine Reichs⸗Einkommen⸗ steuer zahlen zu können, ohne sich irgend welche Einschränkung nicht nur der Lebenshaltung, sondern auch ihrer Lebensgenüsse auferlegen zu müssen. Wenn man bedenkt, daß in Preußen allein 1½ Millionen Steuer pflichtige ein Vermögen von 76 Milliardenversteuern, daßalso auf jeden Zenstten ein Vermögen von 60000 Mk. entfällt, so beweist schon diese Tatsache, wo mit Leichtigkeit der Steuerhebel eingesetzt werden könnte. Wenn also die Regierung und die besitzenden Klassen der soztaldemokratischen Agitation ein neues Propagandamittel von großer Wirksamkeit in die Hände spielen wollen, so brauchen sie nur die Wehrsteuervorlage an den Reichstag ge— langen zu lassen!
Partei⸗Ruinen.
Am Samstag und Sonntag hielten die beiden linksliberalen Parteien, die Demokraten und Freisinnigen ihre Parteitage ab. Erstere in Frankfurt, die Freisinnigen in Wiesbaden. Die
Oeffentlichkeit kümmert sich wenig darum, kaum daß ein Bericht in den Blättern über die Ver⸗ handlungen erscheint. Sie sind halt bankrott und zwar nicht bloß finanziell, sondern auch, was noch schlimmer ist, politisch.
Wahlerfolge.
In Sachsen haben unsere Parteigenossen trotz des elenden Wahlrechts ein Mandat erobert und zwar haben sie im 37. Kreise die Mehrheit der Wahlmänner. Danach wurde Gen. Gol d⸗ stein gewählt. Auch in Oldenburg eroberten unsere Parteigenossen zwei Mandate.
Sozialdemokratische Wahlerfolge in Schweden.
Die in den letzten Wochen stattgefundenen Reichstagswahlen in Schweden— es wird nicht an einem bestimmten Tage im ganzen Lande gewählt, sondern es sind die Wahltermine für die einzelnen Wahlkreise verschieden— haben unseren Parteigenossen gute Erfolge gebracht. Bisher wurden acht Sozialdemokraten als ge⸗ wählt gemeldet. Ebenso haben die liberalen Anhänger einer demokratischen Wahlreform an Mandaten gewonnen; im ganzen eroberte die Linke 16—18 Sitze.
Soziale, Gewerkschastliches.
Christliche Streikbrecher. EinSchreiner⸗ meister in Sprendlingen im Kreise Offenbach a. M. schrieb kürzlich an die Zahlstelle des christlichen Holzarbeiterverbandes in Offenbach um Zuweisung von Gesellen, die er in Arbeit nehmen wollte. Das Vorstandsmitglied Spahn antwortete dem Meister, daß augenblicklich niemand verfügbar set, da sämtliche verfügbaren Arbeitskräfte nach Köln abgeschoben werden, weil dort die freien Holzarbeiter im Streik stünden. Das„Offenb. Abend⸗ blatt“ nagelte diesen Arbeiterverrat nach Ge⸗ bühr fest. Daraufhin rühmten sich in dem Offenbacher Amtsblatt die Christlichen noch ihrer Verräterei, setzten aber hinzu, nicht Streik⸗ brecher, sondern Schreinergesellen schickten ste nach Köln.„Wir werden nach wie vor Schreiner nach Köln schicken, denn wir haben beschlossen: es existiert kein Streik, also sind unsere Leute keine Streikbrecher.“ Eine gentale Methode, unbequeme Wahrheiten aus der Welt zu schaffen. Die Wahrheit wird festgestellt durch— Abstimmung!
von Nah und Fern.
Hessisches.
— Hessische Dorfbürgermeister machten wiederholt den Versuch, sozialdemo⸗ kratischen Gemeindevertretern die Ausübung ihres Amtes zu erschweren. Zu diesem Zwecke werden die Sitzungen der Gemeindevertreter zu so ungünstiger Zeit einberufen, daß die meist auswärts arbeitenden Arbeitervertreter einen ganzen Arbeitstag verlieren. So war es in Vilbel und so verfuhr auch der Bürger⸗ meister von Urberach trotz entgegenstehenden Beschlusses der Gemeindevertretung. Als dann die sozialdemokratischen Vertreter der Sitzung fernblieben, die dadurch beschlußunfähig wurde, verhängte der Bürgermeister über sie eine Ord- nungsstrafe, die allerdings auf Berufung vom Kreisamt wieder aufgehoben wurde. Auch sonst verfuhr der Bürgermeister sehr selbstherrlich und es herrscht infolgedessen ein gespanntes Verhältnis, das kürzlich im„Offenbacher Abend⸗ blatt“ scharf kritisiert wurde. Die Kritik ver⸗ schnupfte und es folgte die übliche Beleidigungs⸗ klage, aber nicht vom Bürgermeister, sondern von einem seiner Schützlinge. In dem Arttkel war nämlich gesagt, daß der Bürgermeister einen Mann, der wegen schwerer Körperver⸗ letzung und Sachbeschädigung mit Gefängnis bestraft und der Erfinder des„heiligen Knüppels“ sei, nicht nur als Stellvertreter des früheren Polizeidieners benutzte und sich dafür vom Kreis⸗ amt auf Beschwerde hin die Anweisung gefallen lassen mußte, für diesen Posten einen Mann mit„ungetrübten Leumund“ zu nehmen, sondern


