wer wird mir armen Manne dieſen
agte er Ach, ſagte er, Ich werde ihn wohl ſelber üder die
Liebesdienſt leiſten?
eben müſſen. 8. een cher eine Muthloſigkeit, Meiſter Dörfler,
te ich, die nicht recht iſt. Erſt zweifeln Sie an Gottes Hilfe 12 jetzt an der Menſchen Liebe! Ich wollte mich Ihnen anbieten, wenn ich Ihnen recht bin? 115
Er ſah mich zweifelnd an. Ach Gott, Sie? ſagte
lblaut. 0.
5 Warum denn nicht? fragte ich. Es iſt mein voller
wenn ich Ihnen recht bin.—
. 112755 0 zwei Thränen in des armen Man⸗ nes Augen und er konnte nichts ſagen, ſo unerwartet kam ihm dies Anerbieten. Endlich ſammelte er ſich und nahm mit vielem Danke dieſe Ehre, wie er ſagte, an. Ich drückte ihm zwei Thaler in die Hand, ließ meine künftige Gevatterin grüßen und entließ frohen Herzens den Vater, deſſen Herz auch wieder um Vieles leichter ſchlug.
Mir gingen eine Menge Gedanken durch den Kopf, wie ich die arme Familie unterſtützen wollte; allein, wie es gewöhnlich geht, der beſte kam zuletzt. Ich erinnerte mich nämlich, daß ein Geſetz vorhanden ſei, nach welchem der König bei dem ſiebenten Knaben eines Ehepaares, wenn die Reihe der Sieben durch kein Mädchen unter⸗ brochen iſt, Pathenſtelle annimmt und gewöhnlich ein an⸗ ehnliches Geſchenk gibt. 2 5 200 Berlin 25 weit. Der König hat auch mehr zu thun, als auf jeden Brief gleich friſchweg zu antwor⸗ ten. Das berechnete ich und eilte, mich anzukleiden, um auf die Bürgermeiſterei und zu dem Geiſtlichen zu gehen, und mir die Zeugniſſe zu holen, die ich nöthig hatte.
Der Buͤrgermeiſter und Pfarrer beſcheinigten mir, daß der neugeborne Knabe der ſiebente in ununterbrochener Reihe deſſelben Vaters und derſelben Mutter ſei und Beide gaben mir bereitwillig die allerlöblichſten Zeugniſſe für Meiſter Dörfler's Wohlverhalten. Damit eilte ich heim. Unterwegs begegnete mir der Doctor, ein guter, wohlthä⸗ tiger Mann, und reich dabei. Er hieß Wilhelm, ich Fried⸗ rich, das waren die beiden Namen des Königs.
Doctor, ſagte ich, du mußt mein Mitgevatter wer⸗ den und wir Beide die Stellvertreter unſres Königs.
Biſt du toll? fragte er erſtaunt. 5 a
Bin völlig bei Verſtande, ſagte ich und erzählte ihm die Geſchichte. Er kannte den ehrlichen Schuſter genau und freute ſich deſſen, was ich thun wollte, nahm auch die Gevatterſchaft an und verſprach, wacker die arme Familie zu unterſtützen. i
Das Herz in der Bruſt hüpfte mir vor Freuden. Ich eilte nach Hauſe und ſchrieb ſogleich eine Bittſchrift im Namen Dörfler's. Erzählte dem milden Könige die Umſtände der Familie, legte die Atteſte bei und bat um die Gnade, daß Seine Majeſtät Pathe des Neugebornen werden moge.— Die Bittſchrift ging mit meinen beſten Wuünſchen ab. Mittlerweile bewog ich mir befreundete, wohlthätige Familien zur Unterſtützung der Wöchnerin und der Familie, was mir über Erwarten glücklich gelang.
Nach einigen Tagen kam Dörfler zu mir. Sein Geſicht ſtrahlte von Freude. Er faßte meine Hand, aber reden konnte er nicht, bis er ſich geſammelt hatte.—
Sie haben wahr prophezeihet, ſagte er. Der Sie— bente iſt ein reicher Segen geworden; aber wir wiſſen, wo des Segens Anfang iſt, und unſere Dankgebete geden⸗ ken Ihrer vor Gott.
Nun erzählte er, wie ihnen von allen Seiten Kin— derkleidungsſtuͤcke, naͤhrende Speiſen, Geldunterſtützungen und eine Menge Schuſterarbeit zuflöſſen. Er müſſe nun, ſobald ſeine Frau geneſen ſei, einen oder zwei Geſellen
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nehmen, um alle die neuen Kunden zu bedienen. Der Mann konnte der Dankbarkeit gar nicht genug Worte geben. Er bat mich, nun doch auch ihn einmal zu beſuchen, um mei⸗ nen Pathen und die glückliche Mutter zu ſehen. Das ver⸗ ſprach ich uud ſagte ihm, auch der Doctor habe ſich zum Pathen angeboten, wenn er nichts dagegen habe. Mann war ganz außer ſich vor Freude und eilte heim.
Bald folgte ich ihm und trat in die Stube der ar⸗ men Leute. Reinlichkeit. Zwar ſah man überall Armuth, aber Ordnung war in Allem und kein Stäubchen ſichtbar. Die jüngeren Knaben ſpielten ſtille für ſich. Die älteren waren in der
Der 1
Zu meinem Erſtaunen fand ich die größte
Schule. Einer wiegte das Kleine und die Mutter ſaß im
reinlichen Kleide da und bereitete Kartoffeln zum Mahle, während der Vater eifrig an ſeiner Werkbank arbeitete. Heiterkeit lachte von allen Geſichtern. wohl in dem kleinen, reinlichen Stübchen.
Mir wurde recht uf Und mit wel.
cher Freude und Dankbarkeit wurde ich aufgenommen.
Mit welchem Glücke zeigte mir die Mutter den kleinen Pathen, der ſo anmuthig und appetitlich in ſeinem ſaubern Bettchen lag. Ueber den Namen des kleinen Burſchen, ſagte ich, bin ich mit dem Doctor einig geworden; ich denke, Sie haben Nichts dagegen, wenn wir ihn Friedrich Wilhelm heißen? a N
Lächelnd ſagte die Mutter: Das iſt ja auch der Name unſres lieben Königs, warum ſollten wir den nicht gerne nehmen? 5 i
Mit der Taufe aber, verſetzte ich, werden wir noch etwas verziehen. ſchäfte abzuthun, die ich gerne hinter mir haben möchte, wenn wir die Taufe feiern..
Sie ſtimmten vollkommen bei und Alles war in der beſten Ordnung.
Die befreundeten Familien fuhren getreulich mit ihren
Unterſtützungen fort und meine Hausleute ſagten mir mit großer Freude, der ehrliche Dörfler habe heute einen Geſellen angenommen. Die Familie ſei voll Preis und Dank über die Wendung ihres Schickſals.
Ich kann wohl ſagen, daß ich mich ſelber glücklich fühlte im Glücke der braven Familie.
a Endlich brachte mir der Poſtbote einen Brief mit dem Königlichen Inſiegel. Ich erbrach ihn mit Beben der Freude. Richtig! Der König hatte die Pathenſchaft angenommen und, in Berückſichtigung der Armuth des Vaters und ſei—
ner vorzüglichen Zeugniſſe, einen Kaſſenſchein von hundert
Thalern als Pathengeſchenk beigelegt.
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ſerwandte und 9 Heiterkeit u. T Kaffee getrun 112 perlte, ze ud nahm alſo de ind der ehrenwe
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Ich habe jetzt noch einige wichtige Ge-
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Gott ſegne den König! rief ich frohlockend aus, ſchloß f
aber für's Erſte die Freude in meine Bruſt ein und lief
zum Doctor. Der König hat angenommen! rief ich ihm
zu. Nun muß aber bis übermorgen eine ordentliche Kind-
taufe gehalten werden.
Verſteht ſich, entgegnete der Doctor; aber ich ver— ſtehe mich auf dergleichen Dinge nicht. Weißt du was, richte du Alles her und hinterdrein ſagſt du mir, was ich zu zahlen habe. Auch mit dem Pathengeſchenk dürfen wir uns nicht lumpen laſſen!
Verſteht ſich, entgegnete ich ihm. Wievi 2 Ich dachte, ſprach der Doctor, wir wollten dur unſer Pathengeſchenk den Mann in den Stand ſetzen, ſei—
nem Geſchäfte einen kleinen Aufſchwung zu geben. Sind dir zwanzig Thaler für dein Theil nicht zufiel?
Nein! rief ich.
So bleibt's dabei, fuhr der Doctor fort. Für Kund— ſchaft will ich ſchon ſo treulich ſorgen, wie du es gethan haſt.
Nach dieſer Verabredung ging ich weg und gradezu in Dörfler's Wohnung. Wieder fand ich die muſterhafteſte
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