Ausgabe 
15.11.1851
 
Einzelbild herunterladen

Stub Otube de al

Auttet ſaß in 1 n Mahle, Lank ardeitet ut wurde recht Und mit wel, aufgenommen. ter den fleinen einem ſaubem

zen, ſagte ich, d denke, Sie edrich Wilhelm

t ja auch der wir den nicht

erden wir noch e wichtige Ge⸗ baden mochte,

les war in der

eulich nit ihten Uagten mir mit t beute einen el Preis und

Pbthige zurichten. ſuſchen hinüber.

drdnung und Reinlichkeit. Ich ſagte nun der Mutter, kuß übermorgen die Kindtaufe, Mittags um ein Uhr, ſein ſile, und bemerkte, daß ſie ſich ja keine Beſchwerden und

4 1 machen dürfe, indem der Doctor und ich Alles 0

ſorgen und beſtreiten würden. 8

Ohne auf ihren Dank zu hören, eilte ich weg und Ieß durch meine brave Hausfrau Kuchen, Kaffee und alles Ich ſandte eine gehörige Anzahl Wein

Um die beſtimmte Stunde kam der Doctor. Wir ngen zu unſern glücklichen Gevattersleuten und im ſtolzen ge, den Vater zwiſchen uns, ſchritten wir zur Kirche. As wir aus der Kirche zurückkamen, war die Stube räumt und feſtlich aufgeputzt. Ein langer Tiſch ſtand i der Mitte und auf dieſem die köſtlichſten Kuchen, der uͤftige Kaffe, der goldene Wein. Der Pfarrer und mehrere achtbare Bürgerfamilien, Wrwandte und Nachbarn Dörfler's, waren eingeladen. Heiterkeit und Freude ſaßen mit uns zu Tiſche. Als ir Kaffee getrunken war, und der treffliche Wein in den läſern perlte, zog ich mein Königliches Schreiben heraus und nahm alſo das Wort: Meinen lieben Gevatterleuten und der ehrenwerthen Geſellſchaft bin ich nun noch das Dekenntniß eines kleinen Schelmenſtreiches ſchuldig, den ig geſpielt habe. Es iſt wohl bekannt, daß das Geſetz biſteht, daß, wenn eine Familie in ununterbrochener Reihe ſiben Knaben hat, der König bei dem ſiebenten Pathe . Da hab' ich denn ſo in der Stille an des Königs ett für meinen Gevatter Dörfler geſchrieben und der Honig hat willfahrt, er iſt Pathe des Kleinen und der Toctor und ich ſind nur die Stellvertreter. Der hohe Jathe hat aber auch zugleich ein Pathengeſchenk von hun⸗ urt Thalern beigefügt, das ich hiermit meiner Frau Cevatterin überreiche! Die beiden Eltern waren vor Erſtaunen und freu⸗ nigem Schrecken ganz ſtarr und bleich. Der Pfarrer aber ſtand auf und nahm das Glas: Pir wollen aus dankerfülltem Herzen dem hohen Pathen

363

ein Lebehoch bringen! ſagte er, und die Gläſer klangen hell und dasHoch ſchallte friſch und kräftig.

Aber, fuhr der Pfarrer fort, auch die beiden wackern Pathen⸗Stellvertreter ſollen hochleben!

Und abermals klangen die Gläſer und dasHoch luſtig auf.

Jetzt erhob ſich Meiſter Dörfler und ſagte: Niemand ſoll mich weis machen, daß es heutzutage keine Propheten mehr gäbe. Als ich hier zu dem Herrn* mit ſchwerem Herzen kam, um ihm die Stiefel anzumeſſen, und ihm erzählte, mein Siebenter ſei geboren, da tröſtete er mich und ſagte, der bringe mir gewiß Segen!

Das iſt herrlich wahr geworden, reichlicher, als ich es jemals zu hoffen würde gewagt haben. Nächſt Gott, danke ich es Ihnen, rief er aus und die hellen Thränen ſtanden in des Glücklichen Augen.

Daß aber auch wirklich der Siebente Segen brachte, erwies ſich augenſcheinlich; denn der Meiſter bekam einen weiten Kreis von Kunden, die er ſich durch vortreffliche Arbeit, durch unbeſtechliche Rechtſchaffenheit erhielt. Er arbeitete fortan immer mit zwei und drei Geſellen und als ſeine Knaben heranwuchſen, iſt er ein ſehr wohlhaben der, aber auch ſehr geachteter Mann geworden. Und das kam mit dem Siebenten!

Markt- Bericht. Friedberg, am 12. November 1851.

biber guclh Bekanntmachungen von Be⸗

hoͤrden.

Brief mit den ben der Freud. ft angenommen Vaters und seh in von hunden

i 1 ιν 9 Jain ⸗Weſer⸗ Eiſen bahn Section Gießen. 380) Bei den Erdarbeiten in der Lindner ark konnen fleißige Arbeiter gegen guten Lohn Leſchäftigung erhalten. Gießen den 12. Auguſt 1851. 5 Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur Eickemeyer.

Immobiliar-⸗Verſteigerung.

1729) Montag den 1. Dezember d. IN 75 um 10 Uhr, werden in hieſigem

1 rief ich ih

b; aber ich van Jathbauſe die nachbeſchriebenen Immobilien des

Veißt du wah geſigen Bürgers Eduard Ruths, nämlich:

1 6 10 P. No

Air, was 0 J P. No. 5 5

een%% 60,5[-Klafter 30% Ruthen Hof

dent nürfen! 1 r e 2 Wohnhaus und Stall 14 mit Waſchküche an Ant. Schwalm,

ene)%, 61, UIKlafter 31 Ruthen Garten an

aogten dul der Uſavorſtadt an Jakob Heß,

2% ſleilunghalber öffentlich meiſtbietend verſteigert. 8 Friedberg den 16. Oktober 1851.

205 In Auftrag i

* Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter

n Bender.

Markt Verlegung zu Friedberg. 1863) Es wird hiermit zur allgemeinen

fal

Kenntniß gebracht, daß der in dem Großh. Heſ⸗ ſiſchen Landkalender auf den 24. December d. J. angeſetzte Viehmarkt in hieſiger Stadt nicht an dieſem Tage, ſondern den 17. December d. J. dahier abgehalten wird.

Die Gr. Bürgermeiſter der Umgegend wer⸗ den erſucht dies in ihren Gemeinden noch beſon⸗ ders bekannt machen zu laſſen.

Friedberg den 13. November 1851.

Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Be n deer

Holz ⸗Verſteigerung. (1864) Mittwoch den 19. November, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in dem Büdesheimer Gemeindewalde, Diſtriet Raubloh:

128 Stämme eichen Bau-, Werk- und

Nutzholz, zuſammen 6267 Cubikfuß, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden und wird bemerkt, daß das Holz gegen gehörige Bürgſcheine bis zum 1. Oktober 1852 ver⸗ borgt wird.

Büdeshe im den 11. November 1851. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Heep.

⏑πτιτ⏑ιοονιιιννι

Privat- Bekanntmachungen.

Ein junger Menſch, (1836) welcher die Handlung erlernen will, findet, wenn er mit den nöthigen Vorkenntniſſen verſehen iſt, in einem gemiſchten Waarenge ſchäft alsbald mit oder ohne Lehrgeld Unter kommen. Bei wem? ſagt die Redaktion.

Aufgefahren] Verkauft g g

Gattung wurden wurden iet ee

(Mltr.)(Mltr.). t. Waizen 2 2 11 A Gerſte 6 6 7 40 Hafer 6 6 3 4⁵ Kartoffeln. 3 3 2 50 Erbſen 3 Mohnſamen. 2

Zu verkaufen.

(1846) Ein ſtarkes militärfrommes Reit⸗ pferd, das ſich auch zum Fahren eignen dürfte, ſteht in Butzbach zu verkaufen. Bei wem? ſagt die Expedition dieſes Blattes, ſowie auch Herr Gaſtwirth Seulburger im Löwen zu Butzbach.

Geſchaͤfts-Empfehlung.

(1857) Einem geehrten Publicum mache ich die ergebene Anzeige, daß ich dahier ein Schweinen⸗ Metzgergeſchäft errichtet habe und bitte unter der Verſicherung reeller und prompter Bedie⸗ nung um zahlreichen Zuſpruch. Friedberg im November 1851. Heinrich Müller II. Wittwe.

Wohnungs veränderung.

(1865) Einem verehrten Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meine ſeitherige Wohnung bei Hrn. Thomas Becker ver⸗ laſſen habe und nun bei Herrn Schuhmacher Wagner in der Engelſtraße wohne.. Friedberg. Karl Schmidt, Schneidermeiſter. Verſteigerung eines Flügels. (1866) Montag den 17. d. M., Vormit⸗ tags 11 Ühr, wird in hieſigem Rathhauſe der dem aufgelößten Geſangverein dahier gehörende Flügel nochmals meistbietend mit dem Anfügen verſteigert, daß bei annehmbarem Gebot dem Letztbietenden die Genehmigung ertheilt m den ſoll. Friedberg den 13. November 1851.