Oestreicher, der Buchstab iß holts gar mitt zu entbehren, dann wie wollt mer sonsten xegentmahl—
zeit schreiben?
Michels Neujahrsbetrachtung. (Verspätet.)
Man wünscht sich oft ein gutes Jahr Und nehm' einander gern beim Haar, Der Mund sagt: Gott erhalte dich Doch störbest du, das freute mich, So denkt das Herz,
Der Wunsch ist Scherz;
Doch muß das Gratuliren sein, Wer's überging, wär' ja nicht fein.
Zum Vater mit dem grauen Haar Sagt: Geb euch Gott ein gutes Jabr Der Sohn, und leis' sagt er zu sich Ach holte doch der Sand.... dich, Der Mund spricht recht,
Das Herz denkt schlecht,
Doch muß das Gratuliren sein
Kein Mensch sieht la in's Herz hinein.
Gott geb' euch Heil im neuen Jahr, Mach jeden Wunsch an euch heut wahr; Spricht dort die Tochter süß und warm Zur Mutter, doch daß Gott erbarm— Schön spricht das Kind,
Doch nur in Wind,
Das Gratultren muß mal sein
Und war es auch nur blos zum Schein.
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Beglückt sei dir das neue Jahr Sagt dort sich selbst ein Ehepaar, Doch jedes denkt ir seinem Sinn Gingst du doch bald zum Grabe hin; Die Frau liebt nicht,
Der Ehemann spricht:
Das Gratuliren muß doch sein,
Wär es mir auch die größte Pein.
Dem Freunde streckt im neuen Jahr
Der Freund zwar seine Hände dar; Erhalt' dich Gott gesund und froh,
Doch ach, das Herz denkt nicht also, Selbst Freundschaft sinkt,
Wenn Vortheil winkt,
Doch muß das Gratuliren sein,
Man muß den Tag den Wünschen weih'n.
Geschwister herzen inniglich
Am ersten Tag des Jahres sich,
Gott reich dir Bruder, Schester dar
Was immer lieb und theuer dir war, a
Wie schön klingt das, 9 Doch wißt ihr was, ö Das Gratuliren muß halt sein
Sei auch die Liebe winzig klein.
Käm doch die Mode aus der Welt Die sich so lange schon erhält Zu wünschen Andern Glück und Heil Nimmt selten doch das Herz d'ran Theih, Was nützt auch das Sagt mir ach was! Laßt doch das Gratuliren sein, Das Ding ist jämmerlich gemein! N.
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— 5—.—* Allgemeiner Anzeiger. Kleider neue und alte, zum Verkaufen und 10 fl.— kr., Hafer 4 fl. 48 kr.— Lauter⸗ Austauschen, habe ich in stets be- bach den 7. Januar 1854: Waizen 18 fl. 30 kr.,
deutendem Vorrath. Korn 13 fl. 25 kr., Gerste 10 fl.— kr., Hafer Hr. Frech, 4 fl. 30 kr.— 5 Schneidermeister, wohnhaft in der Caplaneigasse an der Engel-Apotheke. Geld 8 ger teen 20 Hühneraugenpflaster, nach dem Frankf. Cours vom 12. Januar 1854. ein vorzügliches Mittel, diese unnöthigen Gewächse Neue Louisd'oerr fl. 10 50 ganz auszurotten, mit Gebrauchsanweisung billig Pistolen„ zu haben auf der Exped. d. Bl. ditto Preuß. 943758 ö
1 Holl. 10 fl. Stücke„ 9 41½—42½ 7
Frucht; Preise Rand⸗Dutaten„ 5 34.35 5 3
Friedberg den 12. Januar 1854: Waizen 20 Frankenstücke.„ 9 19—20 5
19 fl. 30 kr., Korn 14 fl. 20 kr., Gerste 11 fl. Engl. Souverei ns..„ 11 43 k. 1 — kr., Hafer 5 fl.— kr.— Frankfurt den Gold al Mareooo„% 374376 0 11. Januar 1854: Waizen 17 fl. 26 kr., Korn Preuß. Thaler„ 1 45½.—% ö ö 13 fl. 10 kr., Gerste 11 fl. 2 kr., Hafer 5 fl. 5 Franken Thaler.„ 2 20—.½ 25 kr.— Alsfeld den 7. Januar 1854: Hochhaltig Silber.„ 24: 30—32 Waizen 16 fl. 40 kr., Korn 13 fl. 10 kr., Gerste Preuß. Cass.⸗Scheine..„ 1 45½—55
Nedaction und Verlag von C. Schild in Giseßen.— Druck von H.
Scriba in Friedberg.


