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ger Beimengung erdiger Theile,
Intelligenzblatt
ſür die
im Allgemeinen,
den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
WM 43.
Sonnabend, den 23. Oktober
1841.
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Die Braunkohlen in der Wetterau. (Schluß.)
Die Kohlen auf den genannten funf Gruben ſind m Durchſchnitt von ziemlich gleicher Güte, und wenn bei ihrer Anwendung kleine Unterſchiede vor⸗ ommen, ſo rühren ſolche theils von mehr oder weni⸗ ſtellenweiſe im Lager ſelbſt, theils von einer mehr und minder reinen Ge⸗ winnung und dem Grad der Trockenheit her.
Um einen möͤglichſt großen Nutzeneffekt für jedes Brennmaterial zu bewirken, gehort auch eine dem⸗ ſelben entſprechende Conſtruction der Feuerſtellen. Dieſe aber hier näher zu bezeichnen, iſt nicht der geeignete Ort, ſondern es wird deßhalb auf die in gegenwärtiger Zeit ſo häufig erſcheinenden Gewerbs— blätter aufmerkſam gemacht.
Die jährliche Braunkohlengewinnung und Con⸗ ſumtion von den Kohlenbergwerken zu Dorheim, Bauernheim, Weckesheim, Dornaſſenheim und Wölfersheim beträgt circa 850,000 Centner (Dorheim allein 325,000), ein Surrogat für 38,636 großh. heſſ. Stecken Buchenholz, das aber nach Er⸗ forderniß durch genannte Werke auf 1,200,000 Etr. erhöht werden kann.
Unter jener großen Wetterauer Braunkohlenab⸗ lagerung, die nach den bis jetzt bekannten Aufſchlüſſen 24 Millionen Stecken Buchenholz erſetzt, iſt auch das bedeutendſte der Kohlenlager in der Gemarkung von Bärſtadt mitbegriffen, auf das noch kein Berg⸗ bau eröffnet worden iſt, und welcher Bergwerks oder Staatsſchatz für unſere Nachkommen, oder ſo lange bis die im Betriebe befindlichen Gruben theil⸗ weiſe ausgebeutet ſeyn werden, oder der Bedarf an Kohlen von denſelben nicht mehr geliefert werden kaun, aufzubewahren ſeyn möchte, was auch die
geographiſche Lage von Bärſtadt nicht nur in Be⸗ ziehung auf die fünf vorhandenen Wetterauer Koh⸗ lenwerke, ſondern auch auf die zu Salzhauſen und Grünberg, ſodann die reichen Torflager im Horlofthale, in denen der Torf, nachdem ſolcher ab— geſtochen, wieder nach wächſt, erheiſchen möchte.
Bärſtadt könnte für die Zukunft, wenn die altern Kohlenwerke abgebauet ſeyn werden, was wohl ſo gar entfernt nicht liegt, ſolche vollſtändig erſetzen, wenn auf dem bis an die Wetter gün⸗ ſtigen Terrain ein Schienenweg zum Fortſchaffen großer Kohlenquantitäten(wie ſolche aus der Grube kommen) durch Pferdekraft oder elektromagnetiſche Maſchinen, hergeſtellt würde.
Da ſeit mehreren Jahren auch Steinkohlen von der Ruhr zur Deckung des Brennmaterial-Bedarfs herbeigeſchafft werden, ſo wird hier noch nachträglich bemerkt, daß 9 Pfd. gute Steinkohlen in trockenem Zuſtande 20 Pfd. lufttrockenes Buchenholz erſetzen, wegen der verſchiedenen Qualität derſelben, wird ihr Verhältniß zu letzterm aber angenommen, wie
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und es ſind daher 827 Pfund Steinkohlen in der Wirkung gleich einem großh. heſſ. Stecken Buchen holz. Die Verhältnißzahlen in Betreff der Heitzkraft der verſchiedenen hier in Anwendung kommenden Brennmaterialien, ſind alſo dem Gewichte nach fol— gende, nämlich
100 Pfd. Buchenholz ſind= 141 Pfd. Wetterauer
Braunkohlen,
100„„ oder 141 Pfd. Braunkohlen — 50 Pfd. Steinkohlen und 100„ 75= 110 Pfd. Main⸗Torf.


