Ausgabe 
23.10.1841
 
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Bemerkung.

In Norwegen wird man nicht leicht einen er wachſenen Menſchen aus der Klaſſe der Landleute finden, der nicht leſen und ſchreiben könnte. Und doch leben die Leute ſo getrennt, daß man oft 7 bis 8 Stunden von einer Wohnung zur andern hat. Wie weit muß man nicht da zur Schule haben? Sind nun dieſe Leute begieriger, etwas zu lernen, als Viele der Unſrigen? Oder haben ſie mehr Anlagen? Oder ſollte man nicht gerade aus dem Umſtande, daß die Erwerbung der Schul kenntniſſe mit großen Schwierigkeiten und Aufopfer ungen verbunden iſt, zu ſchließen berechtigt ſeyn, daß die Menſchen gerade darum ſich mehr Muͤhe geben? Schon vor mehr als achtzehn Jahrhun⸗ derten ſagt ein römiſcher Dichter:Nach dem Ver botenen neige ſich der Menſch, ſtrebe nach dem, was ihm verſagt ſey Oder nöthigt die Einſamkeit den Menſchen, emſiger ſich nach geiſtiger Nahrung in Büchern umzuſehen, je weniger er den Geiſt durch den Umgang mit andern Menſchen auszubilden Ge legenheit hat? Wenigſtens ſoll man unter den Be wohnern der öden und verlaſſenen Inſel Island auch mehr Kenntniſſe finden, als bei unſern Landleuten.

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

N

Oeffentliche Aufforderung. (1127) Anſprüche an den Nachlaß der zu Okar⸗ ben verlebten Konrad Finks Eheleute ſind im Ter min, Mittwoch den 10. Nevember Vormittags 8 Uhr, ſo gewiß anzumelden, als ſonſt bei der Regu lirung des Nachlaſſes darauf keine Rückſicht genom men wird.

Groskarben am 22. September 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Muhl. Schmidt. Acker Verpachtung.

(1162) Montag den 25. Oktober, Vormittags um 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die ſoge nannten Schützen-Aecker, beſtehend in 9 Morgen, 2 Viertel und 30 Ruthen zehntfrei Ackerland, in verſchiedenen Abtheilungen öffentlich meiſtbietend auf

6 Jahre verpachtet werden.

Friedberg den 13. Oktober 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung.

(1132) Montag den 25. d. M. und bis zur Been⸗ digung die folgenden Tage, jedesmal von Vormit⸗ tags 8 Uhr und des Nachmittags von 2 Uhr an, werden in dem Zimmer des Küchenbaues der Klo ſtercaſerne dahier namhafte Quantitäten Militär Effecten, als: getragene Mäntel, Handſchuhe, Spen zer, Mützen, wollene nnd leinene Hoſen, nebſt der gleichen Gamaſchen, Hemden, Schuhe, Torniſter,

308 4. 1 Tzacos, Tzacofilze, ausrangirte Bett- Teppiche

Trommelfelle und andere im Gebranch geweſen Caſerne- und Compagnieſpiel⸗Requiſiten ꝛc. Stüc und Partieenweiſe gegen gleich baare Zahlung ver ſteigert. 0 Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend Fried, bergs werden erſucht, dieſe Verſteigerung bei ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 7. Oktober 1841. J. A. Gölz, Oberquartiermeiſter. Mobilien Verſteigerung. (1176) Donnerſtag den 28. d. M., von Mor⸗ gens 9 Uhr an, ſollen in der Behauſung der Heinrich Hanſtein I. Wittwe auf deren Anſuchen nachfolgende Gegenſtände öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, als: Tiſche, Stühle, Schränke, zwei Pferde, wovon das eine erſt 6 Jahre alt iſt, 2 neue Pferdegeſchirre,

1 zweiſpänniger Wagen mit eiſernen Achſen nebſt!

Ernte- und Holzleitern und Klötzkaſten, 1 eiſerne Egge, Ketten, Winde, 1 Kuh, Fäſſer, Bütten, Boh⸗ nen, eine Partie Kartoffeln und ſonſtige Gegenſtände.

Friedberg den 21. Oktober 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter

D. Fritz.

Mobilien Verſteige rung.

(1177) Montag den 1. November l. J., von Morgens 9 Uhr an, ſoll der Mobilien-Nachlaß des verlebten großh. Rabbiners Faibiſch Frankfurter, beſtehend in Gold, Silber, Kupfer, Meſſing, Zinn, Eiſen, Blech, Schränken, Kommoden, Bettladen, Tiſchen, Stühlen, Bettung, Weißgeräth und Klei dern, erbvertheilungshalber öffentlich meiſtbietend in der Behauſung des Verlebten verſteigert werden.

Friedberg den 21. Oktober 1841. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts:

Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Arbeits Verſteigerung.

(1178) Mittwoch den 27. Oktober, Vormittags 11 Uhr, wird das Beifüllen der Chauſſeeſtrecke zwi⸗

ſchen dem Ilbenſtädter Chauſſeehaus und Aſſenheim an Ort und Stelle an den Wenigſtfordernden in Accord gegeben.

Friedberg den 20. Oktober 1841. i Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter

Rhumbler.

Oeffentliche Aufforderung. (1179) Der Herr Graf Friedrich Eduard von Leiningen⸗Weſterburg zu Ilbenſtadt hat in der Ge⸗ markung Rendel eine Zehntgrundrente von 700 fl. und an Geldgrundzinſen 7 fl. 2 kr. zu beziehen. Beide ſollen nach dem Geſetze vom 27. Juni 1836 gegen ein Ablöſungskapital von 12,726 fl. 53 kr. abgelößt werden. Alle diejenigen, welche bei dieſer Ablöſung betheiligt ſind, werden hiermit aufgefor dert, ihre Rechtsanſprüche um ſo gewiſſer binnen 2

olzverſtei! Gemeinde (181) Mitt 108 10 Uhr/ Ehhneiderwalb, Holz, unter de nacht werdende verſtegen wee 1 6

10) 1 Die großb. dſolaͤrd geſalig bemerkt, daß rod iſt.

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Obli! 82) Ju Belooſung den Alen 100 fl. J de Na 71 g

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