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kunft 1 aber nach längerem von Marmor und gewährt einen ehrfurchts⸗ b a Fee ee al de lesen au dee len de g e 3 85. 9 2 5 9855 ie lietzen wir diesen heiligen Ort, und streiften aden en 5 7 55 8 11 1 Straßen umher. Das Ninigem Regen über uns bin. Das Wasser n 1 5 0 ft 55 Men 9 5 5 11 1 1 Das 1 5 zumigen Platz, wo sich eine Menge Men⸗ 5 al 15 e 8 1 von unten her schen herumtrieb: wir erfuhren, daß es hier 25 N i e e ee 1 1 einem. e acht den. Dabe der Feind e, viereckten Gebäude waren rund herum unter vielleicht wird die Nacht alarmiert; es kommt den bedeckten Hallen viele Kaufläden auf⸗ morgen wohl zur Schlacht. geschlagen. Ich traf hier noch mehrere Han⸗ (Fortsetzung folgt.) dels⸗Freunde welche nach der Frankfurter
5. Messe gewöhnlich die hiesige besuchen. Die
Geschichten und Bilder aus Alt⸗Gießen. Ertegert 3 15 1 in e 1255 5 9 5 88 denen in der Frankfurter Messe unbedeutend.
28. 5 15 2 A in Wie gerne hätten wir noch das Theater N 5 besucht, das sehr sehenswerth seyn sollte,
. ee 1 80 1 5 910 Pal Am Ende des artens ist ein kleiner heute nicht gespielt. Wir beschlossen also See, den man mit niedlichen Nachen be- unser Nachtlager auf französischen Boden fahren kann. Am Ufer dieses Sees stehen aufzuschlagen. Gegen 5 Uhr passierten wir zwey kolossalische Bild⸗-Säulen, den Rhein den Grenz⸗Fluß unseres deutschen Vater⸗
und die Donau darstellend. Nachdem wir nun mehrere Stunden in den herrlichen Anlagen dieses Gartens umhergestreift, emp⸗ fahlen wir uns endlich unserem Führer und schlugen den Weg nach Mannheim hin ein. Das Wetter war äußerst angenehm. Der Weg führt durch eine schöne fruchtbare Ebene worin der arbeitsame Landmann mit der Kartoffel⸗Erndte beschäftigt war. Oefters ließ der Rhein durch das Gebüsch sich blicken. So nahten wir allmählich Mannheim, dessen
viele Thürme sich in der Ferne prächtig
ausnahmen. Gegen ein Uhr kamen wir da⸗ selbst an und fanden bey Herrn Wermers⸗ kirchen zu den 3 Königen ein gutes Mittags⸗ essen. Mannheim ist ganz regelmäßig ge⸗ baut, so daß man in der Mitte der Stadt, zu allen Thoren hinaus sehen kann, und hat fast durchgängig schöne Gebäude. Das Schloß, welches sehr groß ist, liegt nach der Rhein⸗ Seite hin. Der rechte Flügel hatte durch das Bombardement der Franzosen sehr ge⸗ litten, und die traurigen Folgen des un⸗ seligen Krieges waren noch deutlich zu sehsn. Man führte uns in mehrere große, anein⸗ ander stoßende Säle, worin ohngefähr tau⸗ send Stück Oehlgemählde von den besten italienischen, französischen und deutschen Mahler hingen, dann kamen wir in einen Saal, worin bloß Gipsabdrücke waren, worunter sich ein auf seine Keule sich stützen⸗ der Herkules und eine schlafende Venus be⸗ sonders auszeigneten. Für Kunstkenner übri⸗ gens merkwürdiger als für uns. Ohnferne dem Schloß liegt die Jesuiten⸗Kirche⸗ Dieses prachtvolle Gebäude muß den rohesten Menschen, der das Innere dieses, der Gott⸗ heit geweihten Tempel betritt, mit heiliger Ehrfurcht erfüllen. Das Gantze ist einfach, allein erhaben und nicht mit Heiligen⸗Bilder, wie in den meisten Kirchen, entstellt. Blos 58 Oel⸗Gemälde, welche von großem Werth eyn sollten, hingen an beiden Wänden. Der Altar mit den ihn umgebenden Säulen ist
landes auf der fliegenden Brücke. Kaum betraten wir das französische Ufer, als uns schon ein Schwarm von Douaniers(Zoll⸗ beamten) mit ihren gierichen Blicken ent⸗ gegeneilte, unsre Pässe abforderten, uns unsere Taschen durchwühlten. Der Himmel, der keinen Gefallen daran zu haben schien, stürzte einen starken Regen herunter, wo⸗ durch ihnen das genaue Nachsehen etwas unangenehm wurde, und so wurden wir baldigst entlassen. Mit starken Schritten eil⸗ ten wir dem nächsten Ort Ockersheim (Oggersheim) zu, wo wir denn auch ziem⸗ lich ermüdet ankamen. Hier wurde noch bey einer Flasche ächten Pfälzer, unserem lieben deutschen Vaterlande ein hochtönendes Lebe⸗ wohl gebracht, und dann gings zur Ruhe, die uns trefflich zu statten kam.
5. October.
Mit Anbruch des Tages wanderten wir mit frohem heitren Sinn auf französischem Boden weiter. Der Regen des gestrigen Abends hatte die Natur erfrischt und allen Gewächsen neues Leben gegeben; so kamen wir allmählich auf einer Anhöhe an, wo man eine freie Aussicht genoß, hinter uns lag Mannheim prachtvoll an dem majestäti⸗ schen Strohme, vor uns die große Gebürgs⸗ kette, das Vaterland des edlen Pfälzer Nek⸗ tars, wohin das Ziel unserer Wanderung ging. Ueber Tanzstedt kamen wir in Haß⸗ loch an, wo wir etwas ausruhten. Die Dörfer hiesiger Gegend sehn weit freund⸗ licher aus und sind auch viel regelmäßiger gebaut wie bey uns. Raps und Krapp wird hier viel erzielt. Wir nahten nun allmäh⸗ lich dem schönen Gebürge, eine zahllose Menge von Dörfern lagen im Schatten der grünen Rebenhügel, und gewährte einen äußerst angenehmen Anblick. Entkräftet von der äußerst schwülen Sonnenhitze kamen wir gegen 5 Uhr abends in Edikoben(Eden⸗ koben), einem beträchtlichen Ort, am Fuß


