—
men. Aber die Klage über mangelhafte Wasserversorgung kehrt immer wieder, in
Mannschafts⸗ wie Ofsizierslagern, in Frank⸗
reich, England und Rußland. Ich glaube nicht, daß in einem deutschen Lager solche Klagen mit Berechtigung erhoben werden konnten, hier in Gießen war jedenfalls das Wasser in unbegrenzten Mengen den Ge⸗ fangenen zugänglich.
Unterkunft fanden sie in den Baracken des Lagers; es sind nach einheitlichem Schema ausgeführte Holzbauten, die je für 250—300 Mann berechnet waren, wobei von vornherein für jeden Gefangenen ein ganz bestimmter Boden- und Lustraum in Aussicht genommen wurde. Vier bis fünf solcher Baracken zusammen bildeten das Ge⸗ biet einer Kompagnie, natürlich gehören zu jedem Kompagnierevier noch bestimmte
Räumlichkeiten hinzu, Küche, Kammern
Aborte, Handwerkerstuben usw., dann
Aufenthaltsräume für das deutsche Be⸗
wachungspersonal, Schreibstuben u. dergl.,
also ein ziemlich umfangreicher Apparat. (Fortsetzung folgt.)
Der Weg zur heimat. Ob uns auch Kummer an die Seele rührt, Wir wissen, daß der Weg zur Helle führt. Wenn ich die Schar der aus schwerer
Gefangenschaft Befreiten an meinen Fen⸗
stern vorüberziehen sehe, in ihrer zum Teil
fremdartigen Bekleidung, so frage ich mich
oft, was ihre Seelen nun wohl empfinden mögen, nun ihr Sehnen erfüllt und sie der Heimat wiedergegeben sind. Schon die Hei⸗ matsprache wieder zu hören, den Pulsschlag warmer Herzen zu spüren, in freundlichen Gesichtern das Bemühen zu sehen, ihnen Freude zu bereiten, muß sie tief bewegen. Dennoch kommen mir stets Tränen in die Augen, so bewegt mich der Gedanke, ob sie wohl alle ihre Erwartungen in der Heimat erfüllt sehen werden?— Auch habe ich dann so fühlbar den Eindruck, daß das Leben dieser Heimkehrenden das Bild viel- fach unseres eigenen Lebens ist Wir alle müssen durch viel Trübsal hindurch, und das Sehnen aus der Fremde nach unserer großen, schönen, ewigen Heimat zehrt an den Herzen der meisten unter uns. Es mahnt uns, nie zu vergessen, unser Leben so zu leben, daß wir dereinst vor Gottes Thron treten können, um uns in das Frie⸗ densreich einreihen zu lassen, in die Schar derer, die unser himmlischer Vater schon um sich gesammelt hat.
Und da kommt mir stets der dringende Wunsch, daß wir diese Lebenswanderer, die wir auf dem Wege zu ihrer Heimat hier durchziehen sehen, in unsere Herzen ein⸗ schließen möchten, um sie im Gebet dem
32
auch sie auf ihrer Wanderschaft den Weg zur wahren Heimat suchen und finden mögen, damit auch ihre Seelen dereinst vor Gottes Thron sagen können: wir wa⸗ ren in der Fremde, in der Irre, du aber, o Heiland unser aller, hast uns gesucht, geführt und gefunden, dein sind wir nun in alle Ewigkeit!
Wenn rings die Glocken hallen,
Geht es mir durch den Sinn,
Daß wir noch alle wallen
Zur ew'gen Heimat hin.
Glücklich, wer allezeit
Der Erde sich entringet,
Und Himmelslieder singet
Von jener Herrlichkeit.
Baronin R.
Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 22. Februar. Invokavit. In der Stadtkirche. Vormittags 9½ Uhr:
Pfarrer Becker.— Vorm. 11. Uhr: Kinder⸗ kirche für die Markusgemeinde: Pfarrer Becker.— Abends 6 Uhr: Pfarrer Mahr.
— Montag den 23. Februar abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Markusgemeinde.— Mittwoch den 25. Februar abends 6 Uhr: Passions⸗ gottesdienst: Pfarrer Mahr.— Am Sonn⸗ tag den 29. Februar findet im Abendgottes⸗ dienst Beichte und Feier des heiligen Abend⸗ mahls für Matthäus⸗ und Markusgemeinde statt. Die Gemeindepfarrer erbitten vor⸗ herige Anmeldung.— Sonntag den 22. Februar abends 8 Uhr in der Stadtkirche Familienabend des Evang. Bundes. Redner Pfarrer Sattler⸗Wieseck:„Die soziale Sen⸗ dung unserer Kirche“. Musikalische Dar⸗ bietungen..
In der Johanneskirche. Vorm. 9 Uhr: zugl. Milgsd.: Pfarrer Ausfeld.— Vor⸗ mittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Jo⸗ hannesgemeinde: Pfarrer Ausfeld.— Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Dr. Bingel. — Abends ¼d8 Uhr: Vereinigung der kon⸗ firmierten männlichen Jugend der Jo⸗ hannesgemeinde.— Montag den 23. Febr. abends ½'8 Uhr: Vereinigung der konfir⸗ mierten weiblichen Jugend der Lukasge⸗ meinde.— Freitag den 27. Februar abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannesgemeinde.
Wartburg, evgl. Jünglings⸗ und männer⸗ Verein, A. Diezstr. 15. Jeden Montag und Mittwoch von 8-9) Uhr Turnen. Jeden Dienstag Uebungsstunde von 8-9/ Uhr: Blaschor. Jeden Donnerstag von 8—9½ Uhr Spiel- und Unterhaltungsabend. Jeden Samstag Zusammenkunft der älteren Abtlg. — B. Sonntag den 22. Februar abends 8 Uhr Im Heim, Diezstr. 15, Vor⸗ trag: Herr Pfarrassistent Dr. Bingel wird über seine Erlebnisse in französischer
himmlischen Vater anzuempfehlen, so daß
Gefangenschaft und Flucht nach Deutschland sprechen. Gäste herzlich willkommen.
Verantwortlich: Pfarrer Bechtolsheimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts⸗Buch⸗ und Steindruckerel R. Lange, Gießen.
Gemei
2 D
Unsere gegen un Presse he guten Na ganze Lit vor aller sere Fein daten als serem V wollen, s Schlag se vor aller Volk.
Wir kö Haß eine nur ein gutes Gel Wir mü strengen und Auf bei unse uns auch sind eine Wunder; Aus unf Wahrhaft vergehn müssen ft dankenwe und Unr müssen a rer Gesin danken e reine Ta „Schaffe
Wie de zeit und gleiten se ter zum und Pfa gängen. kehrt. E Mond se Seine f den Sch aufgeschl⸗ darauf hat der Arbeit! „Und es Kind, m Herz, me
Mensch,


