und Thäler d wieder elten mit⸗ auf der ir Nieder⸗ wallt der wischen ein klarer ith dieser mmel und ur, welche, gezeichnet, lag, er⸗ in uns., heim, ein der An⸗ ein wird n Stunde wir uns if beyden nahe ans Ort im hönen Ge⸗ erreichten das Thal Kempten. mten sich sich quer luten ent⸗ n blickten n Spitzen
derte seine
nde Klip⸗ us seinem gegenüber res Städt⸗ 'oß, einem zu emp⸗ iser Nacht⸗ Forts folgt.
Trinit. ristenlehre
Markus⸗ fr. Mahr, atthäusge⸗
Christen⸗ aus det 172 inderkirche olsheimer. im Jo⸗
raße 50). nst: Pfr.
n. i Gemein⸗
Nachti⸗ n. 2 vom
teindruckerel
7
1 gruß
Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen
die Not
24
Gießen, 3. Sonnt. n. Trinitatis, den 20.
Juni 0
Abendͤfriede.
Evang. Matth. 14,23. Und da er das Volk von sich gelassen hatte, stieg er auf einen Berg allein, daß er daselbst betete. Und am Abend war er allein daselbst.
Die Sonne ist als ein feuriger Ball hinter
den westwärts gelegenen Bergen unter⸗ gesunken, aber ihr Widerschein ist an den
graf Ludwigs VIII. lebte
rosarot gefärbten Wolken noch wahrzuneh⸗ m
men. Hoch und ernst ragen Straßenrande und rings um die nahe ge⸗ legene Mühle auf. Die Luft ist still und unbewegt, kein noch so leiser Hauch geht über das grüne Getreide. Die Grillen zirpen, aus einem abseits liegenden Dorfe kommt Glocken⸗ klang, es ist die Glocke, die am Samstag⸗ abend den Sonntag einläutet. Fe rnher bellt ein Hund, über den grünen Feldern zirpen vereinzelte Lerchen. Irgendwo im Felde rauscht eine Sense, die ein fleißiger Mann jo spät noch schwingt. Noch ist es so hell,
Am Himmel steht der blasse 5 die Pappeln am
daß man die fernen Berge deutlich sieht, aber allmählich verblassen die Farben, und die Dunkelheit legt sich sacht auf das Land.
Frische und Wohlgeruch kommen von den Feldern her.
Das ist die Feierstunde der Seele, die Stunde, da die Seele sich auf sich selbst be⸗
jahrg. man muß Glauben haben. Von Dr. Karl Esselborn in Darmstadt.
In der ersten Hälfte der Regierung Land⸗ zu Darmstadt ein Hofprediger namens Berchelmann, aus Pots⸗ dam gebürtig, der im 1 175² Super⸗ intendent wurde und als solcher 1754 starb, ein sehr gelehrter, aber, was mehr sage! will, auch ein sehr frommer, gottesfürchtiger Mann, der die Lehre des Heils nicht bloß mit Worten verkündigte, sondern auch durch
Tat und Veispiel ihre beseligende Kraft be⸗ zeugte. Vorzügl ich war er, wie es dem wahren Christen gebührt, unerschütterlich im Glauben und Gottvertrauen, dabei äußerst wohltätig bis zur Selbstverleugnung gegen Arme und Notleidende, so daß er mit seiner Familie bei seiner geringen Einnahme oft selber Mangel litt.
So traf es sich auch einst, daß er um Weihnachten all sein Holz nebst dem letzten Laib Brot verschenkt hatte und nun zur Zeit des freudigen Festes, wo allenthalben so viel Wohlleben und Jubel he rrscht, statt den Seinigen eine ergötzliche Christbescherung geben zu können, im eiskalten Zimmer, die Hände vor Frost reibend, herumgehen und der niedergeschlagenen, tiefbetrübten Frau
und den klagenden Kindern Trost zusprechen
sinnt, den Tageslauf überdenkt, 25 treuen
Gott für seine Bewahrung dankt und seinen Schutz für die Weiterwanderung durch das Leben erbittet. Oft hat der Heiland die Abendstille gesucht. Wenn er den Tag über in lautem Volksgewühle gestanden hatte, wenn sich viele hilfesuchend zu ihm ge— drängt hatten, so ging er am Abend in die Einsamkeit, entweder 50 einen Berg oder an einen„wüsten“ d. einsam gelegenen Ort. Hier war er 11 a himmlischen Vater allein, hier strömten Friede und Freude auf ihn ein. Aus der Abendstille in Gethsemane ging er furchtlos seinen Fein⸗ den entgegen. Abendstille, Abendfrieden haben wir alle nötig, besonders in dieser Zeit. Unsere trostlose politische Lage, die Zerrissenheit im Innern unseres Landes, und die Teuerung machen
friedlos, eine Stunde aber, die wir am
uns
gesunkenen Mut aufzurichten suchen mußte. Dies tat er denn auch mit den oft wiederholten Worten:„Man muß Glau⸗ ben haben, Frau! Man muß das Vertrauen nicht verlieren, ihr Kinder! Der Herr weiß und kennt unfre Not, er ist allmächtig, er kann und wird uns helfen, daran zweifelt nur nicht.“
Und wirklich war die Hilfe und zugleich eine schöne Christbescherung bereits vor der Türe: denn auf einmal klopfte es zierlich und bescheiden an, und hereintrat ein Hof⸗ bedienter in Livre, der nebst einem Röllchen mit Dukaten im Namen des edeln Fürsten eine Danksagung für die schöne Weihnachts⸗
un megnung d. R. Ein Zweig der Familie Berchelmann ist nach Gießen ge⸗
und ihren
kommen. Im Jahre 1754 verheiratet sich der Arzt Dr. med. Johann Philipp B., ein
Sohn des Darmstädter Oberhofpredigers,
mit einer Tochter des Stadt⸗ und Burg⸗
Abend allein 8351 unserem Gott zubringen, zeitig lebende Fürstl. Amtskeller(Verwalter)
gibt unserer Seele Ruhe und neue Kraft. H. B.
———
Johann Matthias Jakob B.
pfarrers Schilling. Der in Gießen gleich⸗
scheint auch
ein Sohn des Genannten gewesen zu sein. Nachkommen sind in Hessen noch zu finden.


