entfernt war, sprang er auf einmal wie ein Hase übers Feld und machte bei jeder neuen Granate, die über ihn hinwegsauste, größere Sprünge.
Das feindliche Artilleriefeuer ließ bereits zeitweilig nach, namentlich kam es nicht mehr von Ste. Marie aux Chénes her, wo nus anfangs längs der Chaussee stehende Artillerie flankiert hatte. Oberleutnant Kiß⸗ ner war nicht mehr zu Pferde und stand am rechten Flügel des fünften Zuges. Ich begab mich mehrmals dorthin, da auch die an⸗
deren Zugführer auf dem 7 Flügel 11
ihrer Züge standen. Bei dieser Gelegenheit sprach ich auch meinen Vetter, den Haupt⸗ mann Reh), dessen Batterie gerade vor uns stand; wir trugen uns gegenseitig die letzten Grüße auf.
Ein verirrter Munitionswagen fuhr hin und her; sein Führer, ein Korporal, war in Verzweiflung, da seine Batterie den Standpunkt verändert hatte.
Prinz Ludwig von Hessen hielt mit dem Divisionsstab eine Zeitlang rechts vor uns am Waldrand. Oberleutnant Moeller.) vom 4. Infant.⸗Regt., Adjutant der Di⸗ vision, wurde daselbst durch eine in den Stab schlagende Granate zerrissen.
So überwältigend der fürchterliche Ka⸗ nonendonner, der ununterbrochen, wie sonst das Gewehrfeuer, rollte, anfangs auf die Nerven eingewirkt hatte, so sehr hatte man sich nach und nach daran gewöhnt. Nur Ungeduld, an den Feind zu kommen, war das einzig vorherrschende Gefühl. Man wollte endlich einmal die eigene Waffe ge⸗ brauchen und für die Verluste, die uns der unstchtbare Feind fortgesetzt zufügte, Rache nehmen. Dieses stundenlange Stilliegen im stärksten feindliche n Geschützfeuer— es schlu⸗ gen, abgesehen von unzähligen Splittern, zwei Granaten, von denen die eine platzte, in die Kompagnie ein— war die härteste Probe für die Standhaftigkeit unserer jungen Mannschaften.
(Fortsetzung folgt.)
Uleine Mitteilungen.
Der Ausflug der Kinderkirche der Lukas⸗ gemeinde findet Sonntag, den 19. September, statt; Zusammenkunft um 3 Uhr an der Johanneskirche.
*
Da die Schulferien in diesem Jahre in die Zeit vom 25. September bis 10. Oktober fallen und in dieser Zeit nicht wenige Kinder verreist sein werden, so sollen diesmal die Anmeldungen zum ie denunterricht schon Mittwoch, den
*) Theodor Reh, geboren 25. Juni 1826 zu Pema gestorben ebendaselbst als Major a. D. am 15. Januar 1884.
) Ludwig Moeller, geboren 115 Juli
1841 zu Darmstadt.
— 148—
und Donnerstag, den 23. September, jedes⸗ mal von 11—1 und von 4—6 Uhr erfolgen. Es wird gebeten, daß diejenigen Eltern, deren 1 in der Zeit von 11—1 schulfrei sind, diese Stunden zur Anmeldung wählen, da der Zudrang in den Nachmittagsstunden immer am stärksten ist. Auch wird darum gebeten, daß bei der Anmeldung der hierfür vorgesehene Fragebogen ausgefüllt mitge⸗ bracht wird. Formulare sind bei den Kirchen⸗ dienern und Schuldienern zu erhalten.
Der Konfirmandenunterricht soll am Oktober beginnen, die feierliche Eröff⸗ nung findet Sonntag, den 10. Oktober, statt.
Airchliche Anzeigen. Sonntag, den 19. Sept., 16. n. Trinitatis.
In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Ramge.— Vormittags 9½
Uhr: Pfarrer Mahr. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde: Pfarrer Mahr.
In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmier⸗ ten aus der Johannesgemeinde: Pfarrer Ausfeld. Vormittags 9¹77 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer Beichte und Feier des heil. Abendmahls für Lukas⸗ und Johannes⸗ gemeinde. Die Gemeindepfarrer erbitten vor⸗ herige Anmeldung.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde: Pfarrer
Bechtolsheimer.— Abends 8 Uhr: Bibel⸗ besprechung im Johannessaal: Pfarrer Mahr. 5
Evang. Arbeiter verein.
Sonntag, den 19., vorm. 9½: Kirchgang (Johanneskirche). Samstag, den 25., 8 ¼, bei Gastwirt Sauer, Neustadt, außerordentliche Hauptversammlung. Tagesordnung: 1. Be⸗ richt des Vorsitzenden über die Tätigkeit im Sommerhalbjahr. 2. Referat von Dr. Hans Werner, Geschäftsführer der Volks⸗ hochschule, über: 5 treiben wir Volks⸗ bildungsarbeit“. 3. Besprechung des Winter⸗ programms. 4. Werbe 153 3 315 denes. Anträge sind bis spätestens 21. l. M. beim 1. Vorsitzenden(Schiffenberger Weg 10 einzureichen. Angemeldet: Hermann Heu⸗ ßinger, Steinhauer, Licher Straße 5. Sonn⸗ tag, 26. l. M.: Sonntagvormittagsspazier⸗ gang(näheres nächste Nummer).
Wartburg verein.
Sonntag, den 19. Sept.: Bunde esfest des Hessenbundes in Darmstadt. Für diejenigen, welche nicht am Bundesfest teilnehmen, „machm. 2 Uhr(Abmarsch Universitätsbiblio⸗ thek): Waldwanderung. Abends 8 Uhr im Heim: Vortrag, Besprechung des Monats⸗ programms und Stiftungsfestes.— Sonntag, den 26. Sept.: Familienabend, jedoch nicht im Johannessaal, sondern im Gemeinde⸗ hause, Kirchstraße.
Verantwortlich: Pfarrer Bechtolsheimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Unive dafftzts· Buck und Steindruckeres
R. Lange, Gießen.
Geme
Nr. 38
Psalm 31 Händ
Dein g währen, von einze heißt jed wissenhaft Nicht soll Tag aus renne und die wahr Zeiteintei zwischen äußeren dessen, we und die des inner geudet ist Eine, noc Wert hat. aber das, andern R
In ein einst in d zigen Aus hauchen u In jeder dahinleber boren, sch irdischen
Und in bestimmen sei es, daß läßt.
5„Jeder sagt Goetl denn er i Ewigkeit.“ Wer mi in dem ber in seiner Augenblick gegensehen Geschenk v auch in vergeuden, Verpflicht! er auch ü geben ver zu scheuen
Wer so Augen sei ein wahrh wird ohne voll ausn:
0


