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Sportabteilungen lächeln, hier wurde be⸗ wiesen, daß der Hessenbund eine straffe Organisation ist, daß, wenn die Jugend innerlich fest gestärkt ist, das Aeußere um so rascher und fester zustande bringt und den

Vereinen, die nur einseitige Jugend und Sportpflege treiben, in keiner Weise nach⸗

steht. Mancher Jüngling, der noch sonst einem andern Sportverein früher angehörte oder noch angehört und der schon manch Turnfest mitgemacht hatte, staunte über diesen Bundestag und seine Organisation. Schon bei der Ankunft in Darmstadt. Am Bahnhof standen Mitglieder der evangeli⸗ schen Jugendvereine Darmstadts mit Schil⸗ dern und empfingen mit Jubel die ankom⸗ menden Vereine. Diese wurden in ein Emp⸗ fangszimmer am Bahnhof geführt, wo Herr Pfarrer Lautenschläger die Freunde empfing und begrüßte. Quartierzettel wurden ver⸗ teilt, und Führer gingen mit den einzelnen Trupps zur Stadt. Alles war bis aufs genaueste festgelegt und lief programm⸗ mäßig nach der angesetzten Zeit ab.

Der 18. und der 20. September war den Versammlungen, Sitzungen und Aussprachen gewidmet, der 19. den Leibesübungen, dem Sport, und zwar der Leichtathletik. Er⸗ öffnet wurde der Bundestag am Samstag nachmittag 4 Uhr durch eine Vertreterver⸗ sammlung im Gemeindehause der Stadt⸗ gemeinde, wo nach einer religiösen Eröff⸗ nung durch Herrn Pfarrer Goethe-Darm⸗ stadt die geschäftlichen Sachen erledigt wur⸗ den. Abends 8 Uhr fanden sich die Teil⸗ nehmer zu einer großen öffentlichen Ver⸗ sammlung für die evangelische männliche Jugend aller Kreise imFeierabend in der Stiftstraße zusammen. Hier die Herren Pfarrer Lange-Frankfurt und Jugendpastor Benfey⸗Witten. Der erste Red⸗ ner behandelte das Thema:Wie gewinne ich in den Strömungen unserer Zeit einen festen Standpunkt? und legte in seiner Rede dar, daß ein junger Mann, wenn er innerlich nicht gefestigt ist, den Anforde⸗ rungen und Versuchungen unserer jetzigen Zeit nicht gewachsen ist. Nicht einseitige Körperpflege macht unsere Jugend stark, nein, der innere feste Kern, und den wollen

sprachen

digung

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Der 19. September war der Sporttag. Den Wettkämpfen voraus ging morgens 10 Uhr in der Stadtkirche ein Festgottes⸗ dienst, wo Herr Pfarrer Lautenschläger den Altardienst und Herr Jugendpastor Benfey⸗ Witten die Festpredigt übernommen hatten. Der Kirchengesangverein verschönte durch seine Lieder die Feier. Der Festpredigt lagen die WorteVolk Israel, stehe deinem Gotte gegenüber zugrunde. Auch hier wurden noch einmal die Gefahren der heutigen Zeit unserer Jugend vor Augen geführt und die Mahnung ausgesprochen: Haltet fest an Jesus Christus in allen Lagen eures Lebens, und ihr könnt Gott einst am kommenden jüngsten Tage gegenüberstehen.

Nachmittags 2 Uhr fingen die leichtathle⸗ tischen Kämpfe an. Auch hier mußte man wieder über die Organisation staunen. Das Programm enthielt nicht allein alle Ver⸗ anstaltungen, sondern auch die Namen der gemeldeten Turner les hatten sich 284 ge⸗ meldet und waren angetreten), die mit Num⸗ mern versehen waren, so daß auch der Fremde und Nichteingeweihte an Hand des⸗ selben die Kämpfe genau verfolgen konnte und wußte, was gespielt wurde und wer spielte. Die Kämpfe bestanden aus Einzel⸗ wettkämpfen um die Bundesmeisterschaften, Dreikämpfen und Stafetten. Auch unser Gießener Wartburgverein, dek mit 4 Ver⸗ tretern und 22 Turnern angetreten war, konnte eine große Anzahl Preise mit heim⸗ bringen. Alles wickelte sich rasch und ohne Unfall bei prächtigem Wetter ab. Am Abend vereinigte man sich beim Festabend der Darmstädter Jugendvereinigungen in der Turnhalle am Woogsplatz. Ein abwechse⸗ lungsreiches Programm mit Siegerverkün⸗

fahrtszeit; denn die meisten Turner ver⸗ ließen am Sonntag abend die gastlichen Darmstädter Freunde. Aber alle in dem Bewußtsein, etwas Großes mitgemacht zu haben, sie schauten mit Stolz auf diese Ver⸗

anstaltung des Bundes zurück, Der Abschied

wir ihnen geben. Der zweite Redner sprach

über:Das Erwachen der deutschen Ju⸗ gend. Er sprach über das Suchen der Jugend nach neuen Formen an Stelle der vielfach veralteten, oder soll ich sagen, ver⸗

greisten Form, auch besonders kirchlicher

Organisationen und Vereinigungen. Jugend, bewußte Jugend will nun einmal auch jugendgemäße Formen, und das ist ihr Recht. Sie will nicht tatenlos zusehen, sie will mitarbeiten und nicht nur gepflegt sein, sie will geführt und geholfen haben, und Führer und Helfer wollen wir gern mit unserem ganzen Herzen und unserer ganzen Person sein. Beide Redner hinterließen einen tiefen Eindruck auf die Teilnehmer.

war ebenso herzlich wie der Empfang, und manche Freundschaft wurde geschlossen.

Der 20. September war für die Führer und Helfer der Jugend, Führertagung, wo Herr Pastor Benfey über:Die Krisis der Jugendarbeit und ihre Ueberwindung sprach und gute Ratschläge und Auskunst aus den reichen Erfahrungen seiner Arbeit gab. Mit der Sitzung der Hessischen Ju⸗ gendhelfervereinigung, die sich auflöste und mit dem Hessenbund verschmolzen wurde, schloß der in allen Teilen mustergültig ver⸗ laufene Bundestag, er wird allen Teilne mern unvergeßlich bleiben. 5

Am Sonntag den 3. Oktober fanden die ersten Faustball⸗Wettspiele um die Kreis⸗ und Bundes meisterschaften der A=. und 5⸗ Abteilungen auf Einladung des Offenbacher Wartburgvereins auf dessen Sportplatz in

unterhielt die Gäste bis zur Ab⸗

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