Zufrieden⸗
en umsonst regeleiteten deimweg zu m Wirrsal ndung, die ite Schich⸗ önnen wir an unser hron brin⸗
aus dem ihn vielen hte, es ist laß leuch⸗ wir. Viel ich denke, „dessen er
liebst, ng gibst
ronin R.
gate. Gemeinden
gs 8 Uhr, konfirmier⸗
Pfarrer yr: Pfarrer Kinderkirche rret Mahr. tags 8 Uhr, ikonfirmier⸗ e: Pfarrer hr: Pfarcer 11 Uhr: de: Pfarrer Ihr: Vibel⸗
Uhr: Vor⸗ euburg übet in Steier⸗ vang. Bund. elfahrtstag). 5 9½ Uhr:
. 9½ Uhr: Nachmittags 455
—
Steindrucheres
n ist? Wir
.
onntagsgruß
Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen
Nr. 19 Gießen, Exauti, den 16. Mai 1920
9. Jahrg.
Dankbare Menschen.
Psalm 103, 2. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat.
Es gibt so viele Menschen, die allezeit mürrisch, unzufrieden und verdrossenen Blickes einhergehen. Alles ist ihnen zu⸗ wider, über alles ärgern sie sich. Die Ur⸗ sache liegt daran, daß sie nicht dankbar find, und daß sie nicht dankbar sind, ist daraus zu erklären, daß sie keine offenen Augen für die Wohltaten Gottes haben. Sie meinen immer, ein großes gewaltiges Glück, etwa ein Millionengewinn oder eine ganz außergewöhnliche Ehrung müsse ihnen zuteil werden, und wenn das, wie es natürlich ist, ausbleibt, so verharren sie in finsterer Unzufriedenheit.
Wer Augen hat, zu sehen, der sieht in seinem ganzen Leben die Gnade und Treue Gottes. Eine Nacht, die er in ruhigem Schlafe verbringt, ein Tag, der ihm in Pflichttreue und gesegneter Arbeit vergeht, treibt einen solchen Menschen zur Dankbar⸗ keit. Wenn er in dieser Frühlingszeit in das Freie geht, den dunkelgrünen Wald und die Blüten bäume sieht und den Gesang der Vögel vernimmt, so preist er die Güte seines Schöpfers. Jede Förderung seines Geistes⸗ und Gemütslebens, jeder freundliche Zu⸗ spruch eines ernsten und treuen Menschen, ein erhebender Gottesdienst, dem er bei⸗ wohnt, stimmt sein Herz zur Dankbarkeit. Die Gewißheit, daß einer in die Welt ge⸗ kommen ist, der unsere Not und Schuld auf sich genommen hat, die Gewißheit, von Gottes Liebe getragen, von Gott auf rechter Straße geführt zu werden, stimmt das Herz des Christen fröhlich. Ein glücklicher Mensch ist der dankbare Mensch, er vergißt nicht, was sein Gott Gutes an ihm getan hat, und gern eignet er sich das Wort an, mit dem der Psalter ausklingt: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn. H. B.
Geschichten und Bilder aus Alt⸗Gießen. 23. Gießener Familienleben in drei Generationen. (Fortsetzung.)
Zte October.
Der Wirth bey dem wir die Nacht zu⸗ gebracht, war ein sehr gefälliger Mann, er hohlte uns am Morgen mehrere Proben von seinem neuen Wein, besonders wird viel rother hier gezogen, in der Güte muß er indessen dem Lautenbacher(Laudenbacher)
nachstehen. Weinheim liegt am Abhang eines Berges, hat reinliche Straßen und mit⸗ unter schöne Gebäude. Obgleich der gestrige starke Marsch uns etwas ermüdet hatte, so waren wir doch wieder fröhlich und mit frohem Muthe sehnten wir uns nach dem 4 Stunden entfernten Heidelberg. Als wir eine kleine Strecke hinter Weinheim waren, so hohlten wir einen Schumacher ein, der Leder in der Stadt eingekauft hatte. Wir fragten ihn nach dem nächsten Weg nach Heidelberg, er bat uns freundlich ihm zu folgen, indem er denselben Weg zu gehen willens sey. Auf einem Nebenweg, der etwas näher seyn sollte als auf der Landstraße, kamen wir steets zwischen Weinbergen hin. Wir wurden unterwegs immer vertrauter mit unserm Schuster. Auf seine Anfrage, was eigentlich der Zweck unserer Reise sey, sagten wir ihm, daß wir drey schöne, reiche Mädchen in hiesiger Gegend aufzusuchen uns bemühten. Ey, versetzte er, im nächsten Ort, wo wir jetzt gleich hinkommen, ist wenigstens eine im Gasthaus zur Krone, welche diese Eigenschaften besitzt. Unsre Neugierde wurde dadurch gereitzt, diese angeblich reiche Schön⸗ heit zu sehen, wir beschlossen eine Flasche Wein daselbst einzunehmen, welches denn auch geschah, allein zu unserem Mißver⸗ gnügen war gerade der Gegenstand unsrer Wünsche ausgegangen, und die Spekulation war mißglückt. Unser Schuster, der nun einen anderen Weg zu gehen hatte, rieth uns die Chausse wieder zu verfolgen, die sich dann stets am Fuß des schönen Gebürges hinschlängelte, dessen mannigfaltige Ab⸗ wechselungen, bald dem Auge niedliche Re⸗ benhügel darbot, bald türmten sich die Berge aufeinander, und ein alter verwüsteter Turm oder eine verfallene Burg aus den Zeiten des Faustrechts blickte düster von der äußersten Spitze herunter; und contrastierte sehr an⸗ genehm mit den lachenden Dörfern, welche in Mengen am Fuß der Berge hingen. Jetzt bog der Weg um einen Berg⸗Rücken herum, und welch ein überraschender Anblick. Wir befanden uns am Ufer des Neckars, gegen uns über lag Heidelberg, prachtvoll am schönen Gestade, ganz umgeben von Bergen. Das über ihm liegende alte Schloß und die schönen mit Reben beflanzten Berge gaben ihm eine äußerst romantische Ansicht. Wir mußten noch eine Strecke am Ufer gehen, bis wir endlich die schöne Carlsbrücke er⸗ reichten, die uns auf das andere Ufer führte. Im Gasthaus zum Hecht suchten wir uns durch einen gutes Mittags⸗Essen und einige
3
—


