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hatte den russischen Feldzug und den Rück⸗ erhält gleichfalls die Benennung dassil⸗ zug der großen Armee über die Beresina berne Roß. Gez. J. M. Renner.

mitgemacht und erreichte ein außergewöhnlich. Man konnte demnach in 9 Stunden von hohes Alter.(Adolf Bieler, geb den 17. Fe⸗ Gießen nach Frankfurt gelangen.

bruar 1491, starb, nahezu 93 Jahre alt. In früheren Zeiten, als es noch keine am 26. Januar 1884. Anm. d. Red.) Pfeil Eisenbahnen gab und die Landstraßen noch war im Hauptberuf Verwalter des städtischen nicht so gut ange legt und fest ausgebaut Hospitals, in welchem alte, erwerbsunfähige waren, soll es auf der Strecke zwischen und mittellose Bürger und Bürg rinnen un⸗ Frankfurt und hier Stellen gegeben haben, entgeltlich Aufnahme fand n. Das Pfand⸗ die nicht ganz ungefährlich waren, so daß haus gebäude stand am Seltersweg auf dem mitunter Fuhrwerke verunglückten und Rei⸗ zum Hause Nr. 9, dem früheren Hospital gehö⸗ sende schwere Verletzungen davontrugen. rigen Grundstück, letzt Depot der freiwilligen Wenn daher jemand 0 reisen wollte, Sanitätsko. onne. Die Oberaufsicht über das so nahm er in der Regel vor seiner Abreise bei der ärmere en Bevölkerung oft segensreich feierlichen Abschied von seiner Familie und wirkende Institut führte die Stadtverwal⸗ traf, wie man sich erzählte, letztwillige Be⸗ tung. Der Betrieb dieser Anstalt bestand stimmungen. An sehr verrufenen Stellen, noch in den sechziger Jahren, wurde aber besonders aber beim Uebergang über den eingestellt, weil zwei als Diener angenom⸗ Vilbeler Berg, sollen viele Reisende es vor⸗ mene Persönlichkeiten sich grobe Unterschleife g gezogen haben, auszusteigen und ein Stück

und schwere Ordnungsvergehen hatten zu⸗ zu gehen, als sich dem Fuhrwerk anzuver⸗

schulden kommen lassen. trauen.

In Gießen lag kein Militär, nur ein In der nächstfolgenden Nummer macht kleines Wande welches das Fried⸗ sich auf die vorstehe 858 Anzeige hin die berger Bataillon zum Bewachen des Arrest⸗ Konkurrenz bemerkbar Der Lohnkutscher und hauses nach hier abgab, war in der Kaserne Fuhrwerksbesitzer Wi lhelm Rühl in der Flü⸗

am Seltersweg(jetzt Meisters Wurstfabrik) gelsgasse(jetzt Dammstraße) zeigt an, daß

untergebracht. Dieses unterstand dem Major er in Kürze einen neuen Familienwagen Peppler, der als hessischer Offizier an den erhalten wird, welcher den Namen dasgol⸗ napoleonischen Feldzügen teilgenommen hatte dene Roß erhalten soll, und mit mehreren und dem auch die Versorgung der Mann⸗ Abtheilungen versehen ist, und bei welchem schaft oblag. Die Familie Peppler war hier auch verschiedene Preise stattfinden sollen, ansässig, die Söhne hatten den kaufmänni⸗ so mache er hierdurch einstweilen darauf schen Beruf ergriffen, erwarben die Getreide- aufmerksam, daß der geringste Preis von mühle an der oberen Lahn, wo jetzt die von Gießen nach Friedberg nur 30 Kreuzer be⸗ Ferdinand Burk erbaute Kunstmühle steht, tragen soll. Hierbei sei bemerkt, daß Appel verbanden damit unter Benutzung der Wasser⸗ bisher kein Fuhrwerksbesitzer war, wohl aber kraft eine Schneidmühle(Holzsägewerk) und ein rühriger und unternehmender Kauf⸗ errichteten außerdem eine Badeanstalt mit mann. Er hatte auf der Mäusburg in einem Wellenbädern und stillen Bädern. Zu der schmalen Häuschen zwischen der Dreihäuser⸗ damaligen Zeit war dieses ein großes Unter⸗ gasse und dem Kreuz ein Lebensmittel⸗ und nehmen, es hatte jedoch unter der umsichti⸗ Kolonialwarengeschäft angefangen, und ich gen Leitung der Besitzer guten Erfolg und erinnere mich noch sehr gut, daß ich, wenn 1995 Ansehen. Zu Anzeigen verschiedener ich als ganz kleiner Junge vom Seltersweg, Art wurden die Blätter von den Vorgenann⸗ wo wir wohnten, nach dem Marktplatz zu ten wiederholt in Anspruch genommen. meinen Großeltern stiefelte, auf der Mäus⸗ Die Zustände im Reiseverkehr vorgegen⸗ burg stets Halt machte, um mit Scheu und wärtigt uns eine Bekanntmachung vom Bewunderung ein großes Reklamebild mit 24. August 1840: einem schwarzen Kerl darauf zu betrachten,

1. Regelmäßige Fahrt zwischen Gießen das Appel neben seiner Eingangstür hatte und Friedberg. Mein Wagen dassilberne anbringen lassen. Es stellte nämlich einen Roß geht von heute ab jeden Tag nach Neger vor, der in buntem Kopfschmuck unter Friedberg und wieder zurück. Er geht mor⸗ einer Palme an Tabakballen gelehnt, seine

gens ums 6 Uhr hier ab und kommt um 10½¼ Pfeife schmauchte. Später erwarb Appel ein

Uhr in Friedberg an, mittags um ½4 Uhr Haus auf dem Neuenweg jetzt Nr. 15), geht er in Friedberg wieder ab und trifft worin er sein Geschäft. in größerem Umfang abends um 8 Uhr hier ein. An⸗ und Abfuhr⸗ betreiben konnte, aber das Unglück hatte, daß orte sind in Gießen im Rappen, 85 Friedberg ihm sein Wareninagazin in der Schäferei ein⸗ in den drei Schwertern. gez. G. Appel. mal abbrannte. Dieses Warenmaggzin lag

2. Regelmäßige Fahrt 9 Friedberg hinter dem Wohn⸗ und Geschä fte hense ne und Frankfurt. Abfahrt aus Friedberg mor⸗ und stieß an das schmale Gäßche en, welch gens um 11 Uhr, Ankunft in Frankfurt den Neuenweg mit der Semen mittags um 3 Uhr. Zur gleichen Zeit geht bindet. Den etwas breiteren Teild 8 ein Wagen von Frankfurt nach Friedberg Gäßchens hieß man dieSchäferei; af zurück. Abfahrort in Frankfurt an der Reichs- NameErlengasse taucht erst später auf, krone. Fahrkaxe 42 Kreuzer. Der Wagen(Schluß folgt.)

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