ie Mutter sprach;
goldenen, nach, m Ziele!“
allzu ge⸗ schwind, mmer; n Königs⸗
kind r.—
t ich ver⸗
sprach tunden. en Tag n.
Frech.
kuli.
9/ Uhr: zormittags Markusge⸗ inge
Mon⸗ Vereini⸗ n Jugend rstag den starkussaal Markusge⸗ ma„Wie
9½ Uhr; 11 Uhr: gemeinde: hr: Pfar⸗ 1/8 Uhr: tännlichen — Mon⸗ ihr: Ver⸗ ichen Ju⸗ twoch den ynsgottes⸗ eitag den reinigung gend der mmenden n Abend⸗ heiligen hannesge⸗ r erbitten
eindruckerei
S
onntagsgruß
emeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen
Nr II
Gießen, Lätare, den 14. März 1920
9. Jahrg.
Die Schmach des Kreuzes.
Evangelium des Matthäus 26, 67 und 68. Da spieen sie aus in sein Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten, etliche aber schlugen ihn ins Angesicht und sprachen: „Weissage uns, Christe, wer ist es, der dich schlug?“
In dem schönen Liede unseres Gesang⸗ buches, das mit den Worten beginnt„Es; glänzt der Christen inwendiges Leben“(Nr. 308), ist die Rede von der Schmach des Kreuzes. Jesus hat in seinem Todesleiden die Verachtung verwilderter Menschen tra⸗ gen müssen. Man hat ihm in das Angesicht gespieen, ihn mit Fäusten geschlagen, ihn höhnend einen König genannt und, grau⸗ samen Spott mit ihm treibend, ihm die Dornenkrone aufgesetzt, einen alten Sol⸗ datenmantel umgehängt und ein Rohr in die Hand gegeben. Er hat diese Schmach ruhig getragen im Gehorsam gegen seinen himmlischen Vater und im Vertrauen auf ihn. Dieses Vertrauen hatte eine große Belohnung. Der, den die Menschen so ge⸗ schmäht haben, gilt heute der Christenheit als„Siegesfürst und Ehrenkönig, höchstver— klärte Majestät“, und Gott hat ihm ge— geben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.
Noch heute geht mitunter Schmach über den, der sich zu Jesus bekennt. Christliche Frömmigkeit steht bei vielen nicht hoch im Kurse, man lächelt über den, der von dem Gefühle seiner Sündenschuld er üllt ist; ein Freigeist zu sein, erscheint vielen ehren⸗ voller als ein Gotteskind zu sein. Das Gebet wird als eines starken und freien Menschen unwürdig hingestellt.
Der Christ trägt diese Schmach mit aller Ruhe. Kennt er doch den, der weit größere Schmach getragen hat, nun aber zur Rech⸗ ten Gottes sitzt. Auch das weiß der Christ, daß der Heiland für ihn diese Schmach getragen hat, ihn erlöst hat von der Sünde und dem Tode.
Er, der ans Kreuz erhoben, Getragen meine Schmach,
Ruft er mir nicht von oben: Komm, folge du mir nach!
Urgroßtantens Raritätenschrank. Von Helma Esselborn. (Fortsetzung.) 6. Pascha Bum bum. Heute ist großes Reinmachen, und der Glasschrank steht geöffnet mit all seinen
Herrlichkeiten. Meine Freundinnen und ich dürfen helfen, jedes Stück fein säuberlich zu reinigen und wieder an seinen Platz zu stellen. Da finde ich ihn wieder, den Liebling meiner Kindheit, der die hehrsten und schmerzlichsten Gefühle schon bei mir hervorgerufen hatte, den Pascha Bumbum. Er war mir von Freundeshand aus Paris gesandt worden, aber ich durfte ihn nur ansehen, obgleich er seiner Natur nach für Höheres bestimmt war, nämlich aufgegessen zu werden. Aus Hustenleder bestand er, so wie wir es oft in der Apotheke erhielten. Fein säuberlich bemalt und appetitlich mit Zucker verziert, ein einziger großer Gummi bonbonmann, das war mein Pascha Bum bum.„Er ist zu schade zum Essen“, be⸗ stimmte der Mutter Machtwort, und so wanderte er in den Glasschrank, wo er seit Jahren stand und halbvergessen doch jedes mal beim Wiedersehen sowohl die süßesten als auch Gefühle gemischter Art bei mir hervorrief.
„Großtante, er ist jetzt ganz verstaubt“, so klagte ich heute bei seinem Anblick.„So gib mal her“, und ehe ich mich's versah, hatte ihn Tante Luise an sich gerissen. Sie stand mit hochaufgekrempelten Aermeln, eine
große blaue Schürze hatte sie umgebunden, die Haube war kriegerisch auf das eine Ohr gerutscht.
it Ihre Wasch chüssel, gefüllt mit Wasser, die Nagelbürste und ein großes
Stück Kernseife bildete ihr Handwerkszeug,
und damit wurde nun jedes Stück unbarm⸗
herzig der Generalreinigung unterzogen, und
eben zu meinem großen Schrecken auch mein Pascha Bumbum. „Aber Großtante, er schmilzt am Ende.“ „Ach, papperlapapp, rein muß er sein,“ und damit seifte die Tante den Gummi⸗ mann tüchtig ab und trocknete ihn dann
mit dem Handtuch.
„Jetzt aber schnell, Ihr Mädels, den Schrank wieder eingeräumt, es wird schon schummerig! Karlchen, geh mir von den
Füßen weg, du stellst hier nur Unheil an!“
Die letzten Worte galten meinem klei⸗
nen Bruder, der unnötigerweise dabei
herumkroch und naseweis alles betastete.
„So, ich glaube, jetzt ist es so weit, wir
können zuschließen,“ fuhr die Tante fort
und überschaute befriedigt ihr Werk. Wir
waren nicht wenig stolz darauf, wie alles
und warteten Aber das war
so hell blinkte und blitzte, auf ein Wort des Lobes. rar bei Tante Luise.


