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dem Bureau untersucht und dann unter⸗ eine Rebenflur. Anmuthige Hügel und Th schrieben werden müßten, welches nicht eher zwischen welche versteckt hin und wiede als 9 Uhr geschehen könne. Alle unsere eine alte Burg hervorblickte, wechselten mit- Bitten und unsere Gründe dagegen waren einander ab. Majestätisch erhebt auf der
umsonst, wir mußten unsern schönen Plan äufersten Spitze des Gebürges der Nieder⸗
aufgeben und mit Leidwesen die Diligence wald sein Haupt, mahlerisch wallt der Gemein ohne uns abfahren sehen. Nachdem wir auf schönste der deutschen Ströhme(zwischen... Borns Caffee Hauß einige Tassen assel diesen Rebengefilden hin, und sein klarer( Fr. 24 geschlürft, so suchten wir unsern kurzen Wasserspiegel erhebt die Anmuth dieser
Aufenthalt so gut als möglich zu benutzen. Wir bestrichen die Stadt durch viele enge krumme Gassen, kamen indessen auf einen schönen breiten Platz, worauf das Militär in militärischen Uebungen unterrichtet wurde. (Dieser Platz war der Schloßveg; auf dem das neue e steht. D. Red.) Die große Bleiche, die schönste Straße in Maintz zeignet sich durch eine Menge von ansehn⸗ lichen im modernen Geschmack gebauten Ge⸗ bäude aus. Das Ohngefähr brachte uns in die Nähe des Gebäudes, worin eine große Vergantung von Kolonial Waaren statt⸗ fand, welche für Rechnung der französischen Regierung gehalten wurde. In einem großen, sehr schönen Saal befanden sich eine Menge Kaufleute aus allen Theilen von Frankreich und Deutschland. Auf einer Erhöhung im Saal standen die französischen Commissaires, wo denn zwey Gensdarmes die Gebote der Kaufleute deutsch und fran⸗ zösisch ausriefen. Caffee wurde in Por⸗ tionen à 2 bis 3000 Pfund für 3 Fr. 60 Ct. p. Cilogram vergantet, wovon indeß noch der Continental Import gegeben wer⸗ den mußte. Von hier begaben wir uns auf die Schiffsbrücke. Diese schöne Brücke ruht auf Pontons, welche in gleicher Entfernung voneinander liegen, sie ist so breit, daß zwey Wagen gemächlich nebeneinander her fahren können, und doch noch Platz genug für die Fußgänger bleibt, außerdem ist sie mit einem hölzernen Geländer versehen. Kommt ein Schiff, welches durchfahren will, so wer⸗ den auf französischer 8105 mehrere Pon⸗ tons weggenommen, und dadurch eine Durch⸗ fahrt geöffnet, welches mit unglaublicher Schnelligkeit hergehet. Mit Vergnügen weil⸗ ten wir eine halbe Stunde am Ufer und sahen der geschäftigen Thätigkeit der Schiffer zu, machten nachdem eine Promenade nach Kastel hin und eilten dann zurück aufs Bureau, wo man uns ohne weitere Um⸗ stände die Pässe unterschrieb. Eiligst ver⸗ ließen wir diesen Ort, wo so mancher edle Deutsche sein theures Blut vergossen hat. Als wir eine Stunde hinter Maintz die Anhöhe erstiegen, welch ein herrlicher An⸗ blick begrüßte uns, das schöne Rheingau lag in seiner ganzen Pracht vor uns. Eine große Kette von Gebürgen wälzte sich am rechten Rheinufer hin, eine zahllose Menge von Dörfern, und einzelnen Höfen prangten im dunklen Grün der Reben, welche in terrassen⸗ ähnlichen Abstufungen allmählich vom Ufer hin in die äußersten Spitzen der Berge sich wanden. Der ganze Rhein Gau schien nur
gegen zu stämmen.
schönen Landschaft. Der heitere Himmel und
der Anblick di er mahlerischen Natur, welch, wie von einem Zauberpinsel dahingez eichnet,* in ihrer ganzen Anmuth vor uns lag, er⸗ 1 regte die angenehmste Stimmung in uns. Wir erreichten jetzt ee ein!
schönes Dorf, welches am Abhang der An-
Evang. Me von si einen? Und a
U
höhe liegt, ein trefflicher rother Wein wird
daselbst erziehlt. Nach einer halben Stunde
Ruhe in diesem Ort näherten wir uns allmählich dem Rhein⸗Thal. Auf
schließt, an seinem Fuß liegt Kempten.
Fürchterliche Felsen Massen türmten sich jetzt auf einander, und schienen sich quer durch den Strohm hin seinen Fluten ent: Wüste Burgen blickten düster von den äußersten Felsen Spitzen herab, und selbst der Rhein veränderte seine
lachende Eylande in Gefahr drohende Klip ⸗ pen, welche allenthalben kühn aus seinem Rüdesheim gegenüber schlängelte sich Bingen, ein munteres Städt⸗ chen, am Ufer hin. Im weißen Roß, einem wegen seiner schönen Bewirthung zu emp⸗
fehlenden Gasthauß schlugen wir unser Nacht- Forts folgt.
Bette hervorragten.
lager auf. 5 l Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 13. Juni, 2. nach Trinit.
In der Stadtzirche. 8, zugl. Chrisfeniehe 4
für die Neukonfirmierten aus der Markus⸗ gemeinde: Pfr. Becker.— 9½: Pfr. Mahr, — 11: Kinderkirche für die Matthäusge⸗ meinde: Pfr. Mahr.
In der Johanneskirche. 8, zugl. lehre für die Neukonfirmierten Johannesgemeinde: Pfr. Ausfeld. Pfr. Bechtolsheimer. 11585 für die Lukasgemeinde: Pfr. Bechtolsheimer. Abends 8: Bibelbesprechung hannessaal: Pfr. Ausfeld.
aus der
Im Kontemanpen fal(Liebigstraße 1 1 .
Nachm. 2 Taubstummengottesdienst: Bechtolsheimer. ee Arbeiterverein. Sonntag den 13. Juni, 9½: samer Kirchgang Jozanneskirthe
Gemein⸗
Wartburg⸗verein. Waldwanderung. Führer: Eckel, gall, W. Schön. Abmarsch nachm. 2 vom Heim. Abends 8 Vortrag: Pfr. Becker.
beyden. N Seiten drängten sich die Gebürge nahe ans Ufer; und Rüdesheim, der schönste Ort in Rheingau, prangte mit seinen schönen Ge⸗ bäuden am rechten Gestade. Jetzt erreichten
wir den Rochus Berg, welcher das Thal
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Verantwortlich: Pfarrer Bechtols heimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Universttäts⸗Buck und Steindruckerel 1 9
R. Lange,
Gießen.


