Stadt eindrang. Wie Herr Hochstätter mit⸗
teilt, so gehörte Beckers Garten zum Pro⸗
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dem Erlös die Das Bild ist
hatte und mit des Bildes bestritt.
anstaltet Kosten
menadehause; der Besitzer wurde zur Unter- eine Kopie des bekannten Lutherbildes in
scheidung von anderen Becker, wie Pumpe⸗ becker und Geißebecker der Promenadebecker genannt.)
Am 18. Juli hatten wir einen Sturm, der Bäume umriß und das Obst abschlug.
Am 18. November wurden in der Stadt⸗
kirche die Felddienstzeichen für den Kreis
Gießen ausgegeben.
(Diese Feier war augenscheinlich gedacht
als 25jährige Gedenkfeier der Befreiungs⸗ kriege, und allen, die an diesen sowie an den vorausgegangenen Napoleonischen Krie⸗ gen teilgenommen hatten, wurden durch die Großherzogliche Regierung Erinnerungs⸗ zeichen ausgehändigt. Frühmorgens war Reveille, ausgeführt von Trommlern und Musikanten. Aus 35 Gemeinden waren die Veteranen nach Gießen gekommen. Der von dem Rendanten Bieler geführte Zug stellte sich am„Russischen Hof“ auf. Am Re⸗
gierungsgebäude, das damals am Kanzlei⸗
berge stand, wurden die Felddienstzeichen in Empfang genommen und auf einem Kissen in die Stadtkirche getragen. Der Gesangverein„Liederkranz“ eröffnete mit einem Vortrage die Feier, worauf Kirchen⸗ rat Dr. Engel die Festpredigt hielt. Hierauf teilten Offiziere und Beamte die Erinne⸗ rungszeichen aus. Nach der Austeilung sprach Pfarrer Bonhard; ein Mittagessen in Buschs Garten beschloß die Feier.) Jahr 1842.
Am 16. August wurde die große Glocke vom Thurm herabgelassen, am 19. ge⸗ gossen und am 30. wieder auf den Thurm gezogen.
Am 3. Mai brach das Feuer in Hamburg aus und brannte bis den 9., wo über 1800 Häuser abbrannten.
Vom 14. auf den 15. Mai brannte es in Niedereisenhausen bei Biedenkopf.
(Dieser Brand zerstörte 16 Wohnhäuser und 30 weitere Gebäude.)
Vom 18. bis 19. Juni brannte es in Steinbach.
(Noch viel verheerender als in Nieder- eisenhausen wütete das Feuer in unserer Nachbargemeinde, 25 Wohnhäuser, 50 Scheu⸗ men, 113 Nebengebäude fielen dem Element zum Opfer; Kirche, Schul⸗ und Pfarrhaus wurden gerettet. Es soll herzzerreißend ge⸗ wesen sein, als die Obdachlosen mit Kindern, Vieh und Habseligkeiten unter freiem Himmel lagerten. Zum Glück war es an diesem Tage windstill, sonst wäre das Unheil noch viel größer gewesen. Die vielen Strohdächer waren dem Umsichgreifen der Flammen
sehr günstig. Aus Gießen wurden massen⸗
haft Lebensmittel nach Steinbach gebracht und in der Nähe der Brandstelle ausgeteilt.) Am 6. November wurde das Lutherbild in der Stadtkirche aufgehängt.
(Dieses Bild war ein Geschenk eines hie⸗ sigen Gesangvereins, der zwei Konzerte ver⸗
der Stadtkirche zu Weimar.) 1843.
Am 18. und 19. Januar gaben die Ge⸗ schwister Milanollo zwei Konzerte. (Die Geschwister Milanollo waren Kinder, die aus Italien stammten und damals als Violinvirtuosen sehr gefeiert wurden.)
Am 23. Januar kam der Georg Melchior Sack ins Leichenhaus und stand bis zum 4. Februar aufgestellt, es war der erste, der aufgestellt wurde.
gewöhnliches, daß man einen Verstorbenen vor der Bestattung im Leichenhause auf⸗ bahrte. Georg Melchior Sack,„Burger und Wirth“, starb im Alter von 56 Jahren infolge eines unglücklichen Sturzes. Auf⸗ fällig, daß, obwohl der Tod am 21 Ja⸗ nuar erfolgt war, die Beerdigung erst am 4. Februar stattfand.)
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Am 7. Februar wurde der Franz Wil⸗ helm Vahlberg, Maurergesell, aus Braun⸗ schweig durch das Fallbeil hingerichtet. (Vahlberg, geboren 1814, ein vielfach vorhestrafter Mensch, hatte in Nidda ein zweiundeinhalbjähriges Mädchen ermordet. Er war der erste Verbrecher, der im rechts⸗ rheinischen Deutschland mit dem Fallbeil hingerichtet wurde. Ein Zeitungsbericht mel⸗ dete, daß die Hinrichtung mit„Ruhe und größter Präzision“ ausgeführt worden sei. Damals hat man von Räubern und Mör⸗ dern ein weit größeres Aufsehen gemacht, als das heutzutage geschieht. Es erschien eine Schrift, betitelt„Kurze Darstellung des Lebens und Verbrechens des Franz Wilhelm Vahlberg aus Braunschweig“.— Diese Schrift war bei C. Schild am Linden⸗ platz, Balser auf der Mäusburg und Spengel am Markt zu haben.) 5 Am 1. Mai Abends brach in Frankfurt auf dem Zimmerhof des Herrn Koch Feuer
aus, welches man hier ganz deutlich sehen
konnte.
(Das Feuer war auf dem Zimmerplatze des Zimmermeisters Koch entstanden und hatte das Holzlager des Herrn Lejeune ergriffen. Natürlich hat man in Gießen nur den Feuerschein gesehen, vielleicht auch am Tage die Rauchwolken. Der Sommer 1843 war sehr trocken, deshalb hat auth das Feuer an Gebäuden und Holzbeständen reiche Nahrung gefunden. In Hessen ent⸗ stand Teuerung, Vieh konnte nicht mehr gemästet werden, man schaffte es vielfach ab, so daß großer Fleischmangel entstand.) Am 8. Mai wurde die Brücke gelegt ans Kühne Haus in der Wallthorstraße. Vor dem Hause des Buchbinders Kühn jetzt Walltorstraße 27— zog sich nat der Bekundung des Herrn Hochstätter ein sogenannter Flutgraben quer über die Straße, der mit einigen schlecht schließen⸗
(Nach dieser Notiz war es etwas Un⸗
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