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Balser, Dr. von Ritgen und Prof. Dr. Wil⸗ scher Sprache. Dieselbe eigne sich zu Ge⸗ brand. Sein Logis ist im Gasthof zum schenken jeder Art und koste in Dukat⸗Gold Rappen Nr. 3. Auf Verlangen kommt er in 10 Friedrichsdor, in Silber 6 Gulden, in die Wohnung der verehrlichen Liebhaber und Neugold 2 Gulden 42 Kr., in englisch

repariert schadhaft gewordene optische In⸗ Bronce einen Gulden 48 Kr., das Etui in

sch ken 1 5 5 5 1 1 bt Maroquin 36 Kreuzer. ießen, daß in unserer Universitätsstadt Ii 8 Zanzeigen sich noch kein tüchtiger Optiker niedergelassen f 0 2 e bean⸗ hatte, indem die drei Professoren ihren Mit⸗ 125 7 nur ene 9 bern e 8 zu empfehlen sich sich auf die notwendigsten Angaben. Eine n Familienwohnung in den alten Häusern Eine weitere Empfehlung ist noch bemer⸗ bestand zumeist aus 2 bis 4 Stuben mit kenswert. Jos. Galette, Sohn aus Mainz, Küche, Keller, Bodenraum und Holzplatz. gibt bekannt. er sei wieder angekommen und Da die frühere Bauweise sich den langen und gedenke 4 Wochen dahier zu verweilen. Er strengen Wintern und den schlechten Hei⸗ setzt alle Arten Zähne ein, unter anderem zungs mitteln anpassen mußte, waren die auch die sogenannten terro⸗metallique⸗ Stuben eng und niedrig. Von irgendwelchem Zähne, ganze und halbe Gebisse, sowie er die Schmuck oder Zierrat war allerdings keine zur Erhaltung der Zähne, üb igen Operatio⸗ Rede, und wenn eine der Stuben nur nen verrichtet. Auch fertigt er künstliche tapeziert war, so ward dieses in der Anzeige

Gaumen von Gold und Platina. Man findet bei ihm die zur Erha tung der Zähne nötigen Zahnmedikamente, als Zahnrulver, Zahn⸗ bürsten, Tinktur für krankhaftes Zahn⸗ floisch, sowie Essenz gegen die Zahnschmerzen. Diejenigen, die seiner Hilfe bedürfen, sind höflichst gebeten, ihn baldigst zu erfragen bei Witwe Schäfer in der Löwengasse. Arme bedient er unentgeltlich. Diese fliegenden Zahnheilkünstler waren sehr geschätzt und hatten stets guten Zuspruch, denn die Be⸗ handlung von Zahnkranken lag sonst ganz in den Händen der Barbiere, die nur mit dem Ausziehen der Zähne oder mit dem Anlegen

von Blutegeln zu operieren pflegten. In der RubrikVermischtes fordert Dr.

Braubach für den Gesellschaftsverein daher alle Diejenigen auf, die Bücher und Blätter aus der Bibliothek des Vereins entliehen, schon lange im Besitz und noch nicht zurück⸗ gegeben haben, da ein vollständiges Inven⸗ tarium über die Bibliothek aufgestellt werden soll. Man hat das Zutrauen zu allen diesen dermaligen Besitzern von solchen einzelnen Piecen, daß dieselben aus Achtung für dieses Institut obiger Anforderung alsbald ent⸗ sprechen werden.

In einem längeren Artikel wendet sich der Musiklehrer Magen an seine Mitbürger und sucht in rührenden Worten deren Mitgefühl zu erwecken für ein großes Brandunglück, das in seiner Geburtsstadt Greußen(in Schwarzburg⸗Sondershausen) ausgebrochen, wodurch die Bewohner in die größte Not⸗ lage versetzt s ien. Er bittet um Unter⸗ stützung für diese Unglücklichen, und es sollen die Namen der Geber in diesem Blatt später veröffentlicht werden. Daran an⸗ schließend wird von ihm ein gutgehaltenes und nichts zu wünschen übrig lassendes, oetaviges Clavier zu kaufen gesucht.

G. F. Heyer, Sohn, nimmt Bestellungen

an auf eine Jubel⸗Denkmünze zur Drei⸗ hundertjährigen Feier der Ueber etzung und

des Druckes der heiligen Schrift in deut⸗

als elegant besonders hervorgehoben. UnterKirchlichen Notizen wird mit⸗ geteilt, wer von den beiden Pfarrern, Ge⸗ heimer Kirchenrath Dr. Palmer oder Kirchen⸗ rath Dr. Engel, den Früh⸗ und wer den Nachmittagsgo tesdienst ab⸗-uhalten pflegt, daran anschließend die während der abge⸗ laufenen Woche stattgehabten Kopulationen,

Taufen und Beerdigungen, doch fällt es auf,

daß hierbei weder der Tag der Geburt noch der Sterbetag angegeben wird. Ferner wird mitgeteilt, wer von den beiden Pfarrern die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt. Zum Schluß folgt alsdann eine lange Liste von allen im Laufe der Woche hier ange⸗ kommenen, in Gast⸗ und Privathäusern ab⸗ gestiegenen und wieder abgereisten Fremden. Nach unseren heutigen Begriffen würde man diesen Raum wohl besser benutzt haben, wenn man über solche Geschehnisse berichtet hätte, die sich zunächst in der Stadt oder in ihrer Umgebung zugetragen hatten und die das allgemeine Interesse jedenfalls mehr in An⸗ spruch genommen hätten. So aber hat man sie, wenn sie in keiner Zeitung Aufnahme fanden, der mündlichen Weiterverbreitung überlassen, die bei dem bekannten Hang zum Uebertreiben und ohne von einer ver⸗ antwortlichen Presse im Zügel gehalten zu werden, mitunter viel Unheil angerichtet hat. Das Zeitungswesen und die Pres ezustände im allgemeinen lagen selbst bis in eine etwas spätere Zeit noch sehr im argen, aber auch das rechte Lesebedürfnis war no nicht vorhanden. Abgesehen vom Anzeige⸗ blatt, das in der Stadt schon einigermaßen Verbreitung besaß, wurden Zeitungen not wenig gehalten. Im Gesellschastsverein, in Lesezirkeln und in den besseren Gastwirt⸗ schaften lagen wohl einige auf, aber dazu hatte nicht jedermann Zutritt. Für einfache Leute hielt es darum recht schwer, sich zu⸗ verlässig über das zu unterrichten, was in der Welt vorging, und man war zumen auf sogenanntes Hörensagen angewiesen.

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