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itschwundenen Rassen das gleiche Alter an Zivilisation gehabt, ren sie ebensowenig unterlegen, wie die Rassen in Europa. elßt: je älter die Rasse, um so kräftiger wird sie, um so mehr
sie sich. Beiter beschäftigte sich der französische Gelehrte mit dem Pro⸗ der Entvölkerung westlicher Länder, also der en des Abendlandes, und der Bevölkerungsstabilität der öst⸗ Völker, zum Beispiel der Chinas. Auch hier erklärt, nach M. „Beaulieu, das Alter der Zivilisation mit Altern der Rasse achfolgender Unfruchtbarkeit doch war dies eine aristokratische, ne dünne Oberschicht beschränkte Zivilisation, die der breiten nichts anhaben konnte, während die abendländische Zivili⸗ demokratisch wurde und das ganze Volk durchdrang. Dr. b hält diese ingeniöse Erklärung für vollkommen falsch.„Dieses lem verstehen wir erst seit den Arbeiten der Schule von big, die gegenwärtig nur den Naturwissenschaftern bekannt während 1 die Volkswirtschafter in deren Unkenntnis ge— Wir haben es hier mit einem Phänomen landwirt- tlicher Natur zu tun: das Düngen der Erde bedeutet eine kerungszunahme, die Erschöpfung der Erde bedeutet eine Be— rungsabnahme. Je weiter man nun, bis vor kurzer „nach Osten reiste, eine umso höhere Diingungskunst sand man und umgekehrt. Im äußersten Osten(China, Japan) wird der n durch die Landwirtschaft nicht erschöpft, im äußersten Mesten
findet eine rasche Erschöpfung statt. Die minderwertige lung des Bodens im Abendland ist die Ursache der Auswan⸗ s- und Kolonisierungswut: Nassen die düngen, sind dagegen ift.„Von jenem gewissen Unternehmunesgeist, wit dem die isterenden Völker prahlen, kann nicht die Rede sein“ diese minderwertige Bodenkultur setzen die Ausgewanderten r neuen Heimat fort und werden deshalb zu Nomaden: nach zwanzig Jahren ist die Farm erschöpft die Zelte wössen abge⸗ n werden. Vor allem aber wird der Boden durch die Pe⸗ kultur erschöpft, und deshalb weist Frankreich eine gröbere kerungsabnahꝛe auf. Nicht der Alkoßul enterßttel den Men⸗ sondern die Rebenkultur entkräftet den Roden Seit Nortygal Weinberg Englands wurde, nalen seine Reyßlkerung ob Ne⸗ erungsschwankungen sind mit den Schwankungen in der Frucht⸗ it des Bodens zu erklären, der sich allmählich von selhst mieder t. Wenn Ftalien sich mieder erholte, so deshalb, weil diesclogca ma zerstört ward: diese nämlich entzua dem ager romanus die n Kräfte, d. h. alle Düngemittel. Bodenwirtschaft: dort, wo man diese Mirescheft berolgt, sten, asch eine Bevölkerungszunohwe ein. Niet die Men; olk wird senil, sondern der Grund und Boden Pötter, die zu, n wissen nehmen an Zohl e nicht ab: Nöster die wicht n dengen u. entvölkern sich. f dr. Effertz(deßen Temperament sibrigens start en erinnert) schließt seine Arbeit folgendermaßen: Y! Nationen ist von der Liste der natßosogischen roy
Hen oder
*
En, an die vergangene Jahrhunderte glaubten, und die nen der nen Missenschaft verscheucht wurden.“([Fraikf Ztg)
Alkohol und Kunst.
.(Schluß.)
Da ist zunächst der geniale Naturforscher H. v. Selm aus der Beobachtung seiner selbst über die Um ht, die das Auftauchen schöpferischer Ideen beg hemmen und dabei ein unmißverständliches Urteil über Rolle des Alkohols beim Schöpfungsprozeß ausspricht:
ihre Bedeutung erkennt plötzlich ein, ohne Anstrengung, it meine Erfahrung reicht, kamen sie nie dem ermüt
i gemächlichem Steigen über waldige Berge in sonnigem r(auch Nietzsche pries die„ergangenen Gedanken“ als m und höchsten!). Die kleinsten Mengen alkoholischer e aber schienen sie zu verscheuchen.“ Eine zweite, ich noch mehr bezeichnende Aeußerung hat Johannes üller getan, der Begründer der Physiologie, in seiner ft über Schlummerbilder. Schlummerbilder: das ist usgezeichnete Ausdruck v. Müllers für das, was wir pferische Idee“ nennen, und was der verstorbene Philo Wilhelm Dilthey in seiner Schrift die Einbildungskraft dichters als„Urphänomene des dichterischen Schaffens“ net. Von diesen Schlummerbildern sagt nun v. Müller: hab sie bemerkt, wenn ich vorher Wein getrunken die kleinsten Mengen Weins verscheuchen jene Schlum⸗ der. leichtesten treten sie hervor, wenn ich ganz
nders wenn ich gefastet habe. Vom Weine kann
des Fut Den f
Ste ist eine eingebildete Krankßeft, wie jene zahlreichen!
7 oltz,
fir die Menschheit,
schöpferischen Ideen“, sagt er,„schleichen oft genug stil 5 en Gedankenkreis ein, ohne daß man gleich von Anfang In andern Fällen treten wie eine Inspiration.
ehirn und nicht am Schreibtisch. Besonders gern kamen
aussagen, daß selbst geringer Genuß das Hell.
sehen vor dem Schlafengehen beschränkt.“ Man könnte in diesem Zusammenhang endlich noch eine Auslassung von Goethe in den Gesprächen mit Eckermann anführen, wo sich der Alte von Weimar entschieden gegen den Alkohol als„An— reger“ zur künstlerischen Produktion ausspricht und dabei an Schiller exemplifiziert, in dessen Werken sich genau zu be— zeichnende„pathologische Stellen“ fänden, die auf künstliche Anregung durch„Spirituoses“ zurückzuführen seien.(Das Thema Goethe und der Alkohol ist im übrigen interessant— genug, um für sich behandelt zu werden.)
Hält man diese Erzeugnisse mit den Ergebnissen der oben berührten Rundfragen zusammen, so kann die Antwort auf unsere Frage, was der Alkoholgenuß auf den künstlerischen Schaffensprozeß bedeutet, nicht zweifelhaft sein. Der Alkohol ist ein Hemmnis für den gestaltenden Künstler, und er tut der Entfaltung der Kunst im einzelnen wie im ganzen Ab— bruch. Dies Ergebnis unserer Betrachtung kann durch die zugegebene Tatsache, daß es große Künstler gegeben hat, die dem Trunke, ja dem Suff ergeben waren oder die sich alko— holische Getränke mit Maß zuführten, keineswegs erschüttert werden. Oer sagt uns denn, daß jene Unglücksmenschen, die, die Stlavenketten ihrer Leidenschaft schwer genug getragen haben mögen, als freie und starke Söhne der Natur nicht be— deutend Höherwertiges geschaffen hätten? Oder wer darf sich erdreisten, den Gedanken ohne weiteres von der Hand zu weisen, daß Goethe— um den Stärksten zu nennen— jeden- falls nicht zuweilen geschlafen hätte, wenn er sich die Flasche Wein bei Tische hätte versagen können, die er im Alter zu trinken gewohnt war? Nicht danach muß man fragen, ob unsere bisherigen Künstler Wein und dergleichen getrunken haben, sondern zusehen, ob und was sie unter dem Einflusse des Alkohols geschaffen haben. Und dann ist es wohl der
eee e Nühe wert, einmal zu ermessen, was der Kunst durch den
Alkohol verloren gegangen ist. Welch eine Zahl von künst⸗ erischen Begabungen ist durch das Gift des Alkohols ver— nichtet worden oder hat nicht zur vollen Ausreife gelangen können! Man denke an Chr. Günther, dem Goethe die be— dauernden Worte nachgerufen hat, daß er sich nicht zu be— zähmen gewußt habe, und daß so sein Leben wie sein Dichten abe zerrinnen müssen. Man denke an E. T. A. Hoffmann, Grabbe, an Fritz Reuter, an Viktor v. Scheffel und an so kläglich und früh ums Leben gekommenen Otto Erich nn; ferner an den Engländer Robert Burns, an den neui ner Edgar Allan Poe, an die dem Absinth verfallenen Franzosen Paul Verlaine und Alfred de Musset, an die weden Bellmann und Tegner usw. Welch eine Reihe von glänzenden Namen, welch eine Summe von Begabung, die da verkleinert und begraben worden ist, welch ein Verlust die das frühe Erlöschen dieser Sterne Hbodeutet! Man setze diesen Verlust dem Dämon Alkohol un- it auf sein Schuldkonto, man nagle es an die Wand, nit» Menschenopfer, sondern auch Opfer an Kurwerten unerhört gefallen sind. A. T.(Dresd. Volkszeitung.)
d
s eutstehen Druckfehler?
Von Kalau v. Hofe.
Wie entstehen die ärgerlichen, unausrottbaren Druckfehler? Ueber diese Frage sollten sich Nichtfachleute, insbesondere solche, die für den Druck schreiben, klar werden, ehe sie über„gedankenlose“ Setzer und„nachlässige“ Korrektoren das übliche Verdammungs⸗ urteil ohne Zubilligung mildernder Umstände fällen. Der häufigste Erzeuger von Druckfehlern ist der„Zwiebelfisch“, das Kreuz und die Pein eines jeden Setzers Was ist der Zwiebelfisch? Der Setzer nennt so eine jede Letter, die sich an einem Orte, wo sie nicht hin⸗ gehört, befindet. Wie leicht sie da hineingerät, davon kann jeder Besucher der Leipziger Buchgewerbeausstellung mühelos über⸗ zeugen, wenn er einen Setzer beim„Ablegen“ beobachtet. Die Ausstellung wird, gemäß ihrem Programm, alles lebensvoll und in Tätigkeit zu zeigen, auch die Setzabteilung einer Druckerei im Betrieb vorführen: hier wird man u. a. sehen können, wie der, Setzer die einzelnen Buchstaben zu Zeilen und diese wieder ö Seiten zusammenseßzt und für den Druck fertig macht(„ausbindet“), und wie er dann nach dem Druck den gebrauchten Sch 1 12* auseinandernimmt und die Buchstaben auf die betreffenden Fächer des Setzkastens verteilt(„den Satz ablegt“). 5 5
Wenn der Laie diese mit blitzartiger Geschwindigkeit ausge


