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in unfern Großstädten, weitergeben möchten: „Diejenigen, die glauben, um 11 Uhr nachts noch nicht schlafen zu können, und ihr Vergnügen im Wirtshaus suchen zu sollen, werden darauf aufmerksam gemacht, daß es männlicher wäre, sich für den Schützengraben zu melden, !vo andere seit drei Jahren Wache halten müssen, statt unnütze Wirtschaftspolitik zu treiben."
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Schickt denen, die jetzt für die Heimat kämpfen und arbeiten, guten Lesestoff zu! Vermeidet dabei. Seichtes und Unedles den Sendungen beizufügen! Auch für Gemeindeblätter sind unsere Feldgrauen sehr dankbar. Daß sie guten Lesestoff schätzen, geht daraus hervor, daß beinahe alle Nummern der „Wiesbadener Volksbücher" in hohen Auf^ lagezifsern ausverkauft sind.
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Unser Gemeindeblatt kann nur Einsen-
Wir Deutsche werden, wofern wir nicht ein neues Leben anfangen, als Nation, trotz aller Siege, und trotz alles im Augenblicke vorhandenen, aber sich nicht ergänzenden Reichtums an individuellem Vermögen, dem Tode in dem Maße verfallen, in wcl- chcni das Kapital geistiger Lebenskraft,, welches wir von der Natur mitbekommen haben, allmählich, und zwar von Jahr zu Jahr schneller, sich auszchrt.
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Deutsche haben, wie andere Tugenden, so andere Fehler, als andere Völker. Es ist tratürlich, daß, wenn eine größere Anzahl Deutscher sich ernstlich daran gibt, in stetem Aufblicke zu Gott das Gute zu tun, ihre Fehler zu bekämpfen, sie allerdings
eine Reihe von Mißständen abstellen, aber auch eine nicht kleinere Reihe solcher Tugenden zu Pflegen und solcher Sünden abzutun sichbemühen werden, welcheaus der nationalen
düngen aufnehmen, deren Verfasser seinen Anlage hervorgehen. Und so wird das Eva»
- -, c - - gelium, welches bei seinem ersten Auftreten
ganz allgemein menschlich erscheint, allmählich sozusagen zu einer deutschen Ausgabe kommen. Jeder Deutsche, der es will, kann mehr und mehr dahin kommen, das Evan gelium in sich fleischgeworden erblicken zu lassen.
Namen nennt. Ein dem Herausgeber anonym zugegangenes Gedicht ist nun durch die Ereignisse überholt worden.
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Nach längerem, schwerem Leiden entschlief am vorigen Sonntag zu Tarmstadt Generalarzt a. D. Dr. Otto Kappesser im 88 . Lebensjahre. Unser Gemeindeblatt hat an dem Tahingeschiedenen einen warmen Freund gehabt, der viele originelle Artikel beisteuerte, zumeist schrieb er für den Sonntagsgrub Erinnerungen aus seinem Leben, die humo
ttirchliche Anzeigen.
Sonntag den 10. März, L ä t a r e. Gottesdien st.
In der^Stadtkirche. Vormittags 9ps Uhr
werden in einer der nächsten Nummern eine ausführliche Würdigung des Entschlafenen bringen.
Worte von Paul de Lagar-e.
Mitgeteilt von K. E. Knodtf.)
Wie oft hat man nicht Anstalt gemacht, die Religion wieder zu erwecken!
Aber die Religion wird nicht erweckt, sie erwacht. Ich habe geraten, ihre noch glühenden Kohlen zu sammeln und aufeinander zu schütten. Niemand darf etlvas anderes raten, niemand mehr tun wollen, als das! Ten Hauch in diese Kohlen bläst nicht Menschenmund. Er wird von den Höhen oder von den Tiefen her wehen, wie es Gott gefällt,! wenn wir die hinsterbende Glut ihm zurechtgelegt haben werden, welche Er be-! leben soll.
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Das, was Deutschland braucht, ist — ein! neues Leben, welches die absterbcnden Reste alten kranken Lebens totlebt. Was wir bedürfen, ist ein Frühling, der frisches Laub und junge Blüten treibt!
ristisch und zugleich gemütvoll waren. Wir j Pfarrer Schwabe. — Vormittags 11 Uhr
m -- 1 Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfar
rer Schwabe. — Nachmittags 2 Uhr: Prü jung und Vorstellung der Konfirmanden aus der Matthäus gemeinde: Pfarrer Mahr.
Zn der Zohannerkirche. Vormittags 9ps Uhr: Pfarrer Ausfeld. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche f. die Johaunesgemeinde Pfarrer Ausfeld. — Abends 6 Uhr: Pfarrer Bechtolshcimer. Beichte und Feier des heiligen Abendiuahls für Lukas- und Johannesgemeinde. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. — Abends V 28 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Lukasgemeinde. Abends 8 Uhr: Lichtbilder aus d°m heiligen Lande in der Johanneskirche.
Wartburg, evgl. Jüngling»- und Männer-
verein. Tiezstr. 15. Sonntag den 10. März, abends 8 Uhr: Vortrag. Donnerstag den 14. März, abends 8y 4 Uhr: Leseabend.
vlbelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten. Jeden Mittwoch von 6—7 Uhr für die jüngere Abteilung. Jeden Samstag von 6 — 7 Uhr für die ältere Abteilung im Johannessaal.
So»ntag5verein für Mädchen, Kirchstr. 9.
> Jeden Sonntag-Nachmittag Zusammenkunft.
Verantwortlich i Pfarrer Bcchtolsheimer. Druck und Verlag der Brühl-scheu Ilniverlitats-Biich, „nd Stetndruckere,
R. Lange, (Kieken.


