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damals noch keine nervösen Bräute gab. Auch in der Neujahrsnacht wurde geschossen, obgleich das Ortsoberhaupt vorher durch die Ortsschelle bekanntmachen ließ, daß das verboten sei. War ein kleines Kind geboren, so holten sich die Nachbarskinder selbstverständlich den Zucker, den der kleine Weltbürger mitgebracht hatte.
(Schluß folgt.»
StfUe sein und hoffen
Laß Tu mich stille werden.
Mein Herr und Gott,
Nur Derne Stimme hören,
In Glück und Not.
Bring alles eigne Wollen In mir zur Ruh',
Und meines Lebens Fragen Entscheide Tu!
Wenn ich den Weg nicht finde In dunklem Streit:
Leucht' mir mit ew'gem Lichte Durch diese Zeit.
Laß einst in T einen Hütten Den Müden ruh'n:
Gib mir die Glaubens Hoffnung:
Tu wirst es tun.
Gräfin .Helene W a l d e r s e e r.
Meine Mitteilungen.
Dem Jahresberichte des Dekanats ans- schusfes über das religiös-sittliche und kirchliche Leben der evangelischen Gemeinden des Dekanates Gießen im Jahre 1016 entnehmen wir die Feststellung, daß in einer Gemeinde - ihr Name ist nicht genannt — über 3 /i aller im Felde stehenden Gemeindeglieder während ihres Urlaubes an der Feier des heiligen Abendmahles in der Heimatgemeinde teil genommen haben. Wie erhebend ift es, wenn der Krieger die Tage, die er bei den Seinen zubringt, auch dazu benützt, alter Gewohnheit folgend, mit Gleichgesinnten und Gleichgestimmten an dem Altäre, Ml dem er bei der Konfirmation eingescgnet wurde, das heilige Abeildmahl zu feiern.
Eine andere, in dem genannteil Berichte enthaltene Feststellung gibt Anlaß zum ernsteil Nachdenken. Es heißt da: „Eine Gemeinde von fast 1700 Seelen hatte 1916 mir 7 Taufen, eine in den Kirchenbüchern, die 233 Fahre zurückgehen, noch nie verzeich- nete Minderzahl." Wenn arich anderwärts ein so jäher Absturz der (Geburtenzahl beobachtet wird, so eröffnet das trübe Aussichten für unser Volksleben iil der Znkuilft. Daß ein großer Krieg in dieser Beziel-ung äußerst -ungünstig wirken muß, liegt auf der Hand. Uns scheint aber, als ob die Mittel, die man in Teutschland ergreifen will oder be-
reirs ergriffen hat, um hier vorzubaueu, nur dazu angetan sind, den unheilvollen Prozeß zu beschleunigen. Man braucht da nur an die Bestrebungell zu deuten, die sich an ein zukünftiges Jugendgesetz anknüpfen und die die Eltern in ihrer Erziehungsarbeit sehr beeinträchtigen. Viele Elteril werden sagen: wenn wir nicht mehr selbst über unsere Kinder bestimmen sollen, so wollen wir lieber keine Kinder halten.
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Auf die Abendmahlsseiern, die die einzelneil Kirchengemeinden am zweiten und drit ten Adventssonntage im Anschluß an den Abendgottesdienst veranstalten, sei noch ein mal besonders aufmerksam geinacht. Ta es jetzt schwer ist, schwarze Kleider zu beschaffen, so steht es selbstverständlich jedenl Gemeinde- gliede frei, in einer beliebigen Kleidung zum heiligen Abendmahle ju kommen.
Gleichfalls mit Rücksicht auf die Schaue i rigkeit der Beschaffung geeigneter Stoffe ist j es jedem Konfirmanden und jeder Konfj^
! maudiil gestattet, bei der Konfirmation ein. l von der seitherigen Sitte abweichende Klei- ! düng zu tragen. Tie Eltern werden Auf : fälliges und Unpassendes dabei zil vermei j den wissen.
MrchUche Anzeigen.
S o n lr t a g d e n 9. Dezember.
2. A d v e n t.
G o t 1 e s d i e n st.
3n der Ztadtkirche. Vormittags 9V2 Uln Pfarrer Mahr. — Vormittags 11 Uhr. Kindcrkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Mahr. — Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe. Beichte und heiliges Abendmahl für die Atarkusgemeinde, wozu besonders die konfirmierte Jugend eingeladen wird. An Meldungen werden vorher bei dem Pfarrer dieser Gemeinde erbeten. — Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusg ei neinde. — Freitag den 14. Dezember, abends 8 lllyr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde.
3n der Ioljanneskirche. Vormittags 9»/.. Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. — Vormit tags 11 Ulw: Kinderkirche für die Lukas gemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 0 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Beichte lind lwiliges Abeildmahl für die Johannesgemeinde, wozu besonders die konfirmierte Jugend eiugeladen wird. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer dieser Gemeinde erbeten — Abends V28 Uhr: Vereinigung der konfirmierten werblichen. Jugend der Lukas gemeinde. — Abends V28 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Johallnesgemeinde. — Atittwocb den 12. Dezember, abends 8 Uhr: Kriegs - betstunde. Pfarrer Ausfeld.
Verantwortlich : pkarrer Bechtolsheimer. Dnick und Verlag der Brühl'schen Unlversit2ts.Duch. und Steindruck.-rc
N. Lange. Giessen.


