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Selbstverständlich sind im vorstehenden nicht alle Bibelsprüche angegeben, die sich zu dem gedachten Zwecke eignen. Der Bibel- kundige wird passende Sprüche noch in großer Zahl feststellen. Ich behalte mir auch vor, diese Angaben gelegentlich noch zu ergänzen. Noch einmal sei geraten, bei der Auswahl des Bibel Wortes, wie vielleicht auch bei der Feststellung der ganzen Grabinschrift, den Geistlichen zu Rat zu ziehen. Auf alle Fälle sollte vermieden werden, daß aus einem nnd demselben Friedhofe immer dieselben Sprüche zu lesen sind. Mannigfaltigkeit ist in dieser Beziehung sehr wirksam, und, wie ich angedeutet habe, gerade auch weniger bekannte Worte sollte man nach Möglichkeit auf den Gräbern anbringen. Stehen überall auf den Gräbern tröstliche Worte, Worte des Glau- bens und der Liebe, so werden die Glieder der christlichen Gemeinde gern nach! dem Gottesacker gehen und von dem ernsten Orte tiefe Anregungen mit nach Hause nehmen.
H. B.
Kleine Mitteilungen.
Könnte der Totensonntag, den wir zum vierten Male in der Kriegszeit begehen, nicht die Anregung geben, daß allerlei Unerfreuliches, das seither bei unseren Begräbnissen beobachtet wurde, verschwinde? Zd diesem Unerfreulichen gehört in erster Linie das Zu:- spätetommen vieler Teilnehmer. Wenn die! ernste Handlung schon im Gange ist, so kommen die Nachzügler truppweise hierein, stoßen die Tür weit auf und lassen die Eingangstür offen stehen, was besonders inv Winter lästig ist. Tann suchen sic sich ihre Plätze, oft in den vorderen Bankreihen. Meh>- rere Minuten lang wird alsdann die Trauerfeier unterbrochen,' viele Kö'pfke drehen sich, nachl den Eintretenden nur, die Tür muß durch einen Friedhofsarbeiter geschlossen werden. Kaum ist diese Störung vorüber, so kommt ein neuer Trupp unter den gleiches Umständen. Dann das laute Reden vor der Kapelle, ehe der Zug sich nach dem Grabe in Bewegung setzt! Und die Neugierigen, die den Zug rechts Und links umgeben und laut und unbekümmert reden. Unschön ist es auch, den vorübergehenden Zug aus nächster Nähe anzustarren, unschön auch dann, wenn man sich einen Stuhil nimmt und auf einem Familienbegräbnisplatze Platz nimmt. Oft haben sich auch die Leidtragenden schon beschwert, daß sie beim Heranstreten aus dem Tor und beim Einsteigen in die Wagen von einer neugierigen Menge umringt und an- gestarrt werden. Pestalozzi überschreibt ein Kapitel seines berühmten Romanes „Lien- hard und Gertrud" mit den Worten: „Respekt, es kommt lein Sterbebett!" Ter Christ! soll vor der Majestät des Todes Respekt ha
ben und das auch zum Ausdruck bringen, wenn er an Begräbnissen teilnimmt.
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Tie Fortsetzung der „Bilder aus dem hessischen Torfleben" mußte aus Mangel an Raum zurückgestellt werden.
kirchliche Anzeigen.
Samstag den 2 4. November, vormittags 10 Uhr:
Vereinigter Zivil- und Militärgottesdienst zur Feier des Geburtstages Sr. Königlichen! Hoheit des Großherzogs. Pfarrer Ausfeld.
Sonntag den 25. November.
Totensonntag.
Kollekte für die National-Stiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen.
In der Stadtkirche. Vormittags 91/2 Uhr: Pfarrer Mahr. — Vormittags 11 Uhr: Kinder kir ch e für die Matthäus g em einde. Pfarrer Mahr. — Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe. — Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Fügend dev Matthäusgemeinde. — Freitag den 30. November, abends 8 Uhr : Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäus- gemeinde.
)n der Iohanneskirche. Vormittags 914 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. — Vormittags 11 Uhr: Kinder kirche für die Lukas- gemeinde: Pfarrer Bechtolsheimer. —
Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausfeld. — Abends V28 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukasgemeinde. — ' Abends V28 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Johannesgemeinde. — Mittwoch den 28. November, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Bechtolsheimer.
In der Kapelle des alten Friedhofs: Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schwabe.
In der Kapelle deß neuen Friedhofs: Nachmittags 3 Uhr: Pfarrassistent Liz. Reuning.
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Wartburg, evgl. Jünglings- und Männer verein, Tiezstraße 15. Sonntag den 25. November, abends 8 Uhr: Vortrag. Donnerstag den 29. November, abends 8V* Uhr: Leseabend. Gäste stets willkommen.
videlkränzchen für Mädchen aur drr Io- hanncrgemeinde. Jeden Dienstag von 6—7 Uhr im Johannesfaal.
videlkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten. Jeden Mittwoch von 6— 7 Uhr für die jüngere Abteilung. Jeden Samstag von 6—7 Uhr für die ältere Abteilung im Johannesfaal.
Sonntagsverein für Mädchen, Diezstr. 15. Jeden Sonntag-Nachmittag Zusammenkunft.
Verantwortlich : Pfarrer DechtoIst,cimer. Druck und Verlag der Drühl'schen UnwersitSks-Duch-und Stei»druckere>
R. Lange. Giegen.


