Einzelbild herunterladen

WVii. uv» vuu .\.va. vA\U\>Vs \UV WM 5- wiT,,^ Ü\(S Ul3<\ HND }UUUÜU oxpvuu^i,

ssj» H3W4J ä

wovvuv aötm, f«i acqfDiuvacM^i. «awi u ->"' \ "- v m ^--'n

uaÄ. <pwo wnu avqv iuwcvv5<vuM\ cu: ' '^PXP- ^^PYS r -'H°'S55< -'^- 1 '-

' uutnu

uapoai

V

<3L1

- 180 -

Frau sprach. Er sagte niemeine Frau", sondern es hieß immer nures",es ist im Stall und melkt die Geiß",es ist im Felde und holt Kartoffeln". Der .Hafner selbst wurde im Dorfe nur derBäp" genannt, er war ein untersetzter Mann mit langem grauem Vollbarte. Allerdings ist der Scherz, den man sich, mit ihm erlaubte, manchmal zu weit getrieben worden. Sein Brennofen lag vor dem Dorfe, daneben hatte er die Holzscheite, die er brannte, schön kunstgerecht aufgestellt. Oft kam es vor, daß man ihm den schön auf geschichteten Holzhaufen um­warf, so daß die Scheite in den Graben sie­len, der sich nebenan Herzog.

Auch das Latwergkochen war eine ver­gnügliche Arbeit. Man verlegte sie haupt­sächlich in die Nacht. Abends wurde unter dem großen Kessel Feuer gemacht, so daß die Zwetschen bald munter brodelten. Nun galt es, die Nacht hindurch ununterbrochen mit dem langen Stößer zu rühren, . damit die brodelnde Masse nicht anbrannte. Auch hierbei beteiligten sich! die Nachbarn und Be­kannten, und beim Schein des Feuers wurde manche Geschichte erzählt. Ein immer wie- derkehrender Witz war es, daß man Jungen, die geistig etwas schwerfällig waren, in ein Nachbarhaus schickte mit dem Auftrag, das Latwergleiterchen zu holen, mit dem man angeblich in den Kessel hinabzusteigen ge­dachte. Bei dem Schälen und Kochen der Birnen ging es ganz in derselben Weise zu. Das Nußkernen wird jedoch in neuerer Zeit zum Zweck der Oelgewinnung nicht mehr ge­meinschaftlich betrieben. (Fortsetzung folgt.)

Das geglaubte Deutschland.

Das Deutschland, das wir wollen, bislang war's nicht zu schaun.

Doch trugen wir's im Hoffen!... Nun laßt uns tapfer bann an seinem heil gen Tempel und glauben icnt die Kraft, die nichtgeschaut, gewogen"

kann werden, - und doch schafft

siefinnen ihre Wunder, ja jetzt mit Macht sich regt und Zukunft zeigt, die Wesen und ew'ge Werte pflegt.

So wird ein heil'ger Frühling zur rechten Zeit noch wach, den Herbst verheißend, der uns Me- Frucht bringt unter Dach.

K. E. Knodt t-

Kleine Mitteilungen.

Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß der Abendgottesdienst in beiden Kirchen vom nächsten Sonntag an uni 5 Uhr seinen An­fang nimmt.

Luther hat mehrere Reisen gemacht, die für die damalige Zeit mit ihren unvollkom­

menen Verkehrsmitteln groß zu nennen sind. Wir denken da an seine Reise nach Italien! im Fahre 1511, an die Reise nach Augsburg 1518 und an die Reise nach Worms 1521. Uns interessiert, ob er auch einmal die Stadt Gießen auf seinen Reisen berührt hat. Be­kannt ist uns nur, daß das' in zwier Fällen geschehen ist. Als der große Mann zum Religionsgespräche nach Marburg fuhr, berührte er am 28. September auch unsere Stadt. Er war in der Begleitung von Me- lanchthon und den Theologen Justus Jonas, Cruciger und Myconius. Es wird berichtet, daß die Gießener ilm feierlich! empfangen ha­ben. Zu vermuten ist, daß Luther von Fulda auf der alten .Heerstraße durch den Vogels­berg hierher reiste. Ä>ann ist er vermutlich am Neuenweger Tore begrüßt worden. Da er am 30. September in Marburg eintraf, so ist er Wohl in Gießen über Nacht geblieben. Doch vermögen wir hierüber keine bestimm­ten Behauptungen aufzustellen, da uns An­gaben aus dieser Zeit nicht vorliegen. Schon vorher hat Luther, als er vom Reichstag zu Worms zurückkehrte, unsere Stadt berührt. Er reiste unter dem Schutze Philipps des Großmütigen über Gießen nach Msfeld.

Kirchliche Anzeigen.

Sonntag, den 11. November.

2 3. nach Trinitatis.

Gottes dien st.

In der Ztadtkirche. Vormittags 9 V 2 Uhr : Professor D. Schian. Nachmittags 3 Uhr: Missionsgottesdienst: Pfarrer Dr. Busch, Frankfurt a. M., Und Missionsinspektor Hoffmann, Barmen. Abends 8 Uhr: Abendverfammlung unter Mitwirkung des Kirchen-Gesang-Vereins. Die Vereini­gung der konfirmierten männlichen Jugend der- Matthäus gemein de fällt aus. Frei­tag, den 16. November, abends 8 Uhr: Ver­einigung der konfirmierten weiblichen Ju- geud der M atthäus gemeinde. Die Kinder­kirche fällt an diesem Sonntag in beiden Kirchen aus.

In der Johanneskirche. Vormittags 9 Vs Uhr: Pfarrasfistent Lic. Reuning. Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Abends V 28 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weib­lichen Jugend der Lukasgemeinde. Abends 1/20 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Jo Hann es gemeinde. Montag, den 12. November, vormittags 10 Uhr: Jahrestagung der hessischen Mis­sionskonferenz im Johannessaal. Nach­mittags 4 Uhr: Schülerversammlung in der Johanneskirche: Vortrag von Missions-

inspcktor Hoffmann. Mittwoch, den 14. November, abends 8 Uhr: Kriegsbet­stunde: Pfarrer Ausfeld. Iw Konfirman­densaal (Liebigstr. 56), nachmittags 2 Uhr: Taubstummengottesdienst. Pfarrer Bechtols­heim er.

Verantwortlich - Pfarrer Bechtols!,eimer Druck und Verlag der Bruhl'schen Universitäts-Buck- und Steindr,iw.-u>

R. Laiiqe. Gieren.