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jung, nicht hübsch, schien aber ein braves ^ KlcftlC Mitteilungen.
Mädchen von guter Gesinnung zu sein, die c^ t unserer Artikelreihe „Giessen vor bei längerer Bekanntschaft mich auf eine cv, a ^ cen " hatten wir auch einige meriwür- seine Weise merken tiefe, daß sie eine nähere b - e Zeitungsinserate aus vergangenen Zei- Bekanntschast mit mir nicht ungern sehen veröffentlicht. Ein Leser unseres Blattes
würde, wozu ich jedoch keine Steigung fulstte. ! luK , eine sehr originelle Anzeige mit, die
Der Uhrmacher war ein eingeslestchter Po- ^ ungefähr 50 Jahren in einem Gießener
litiker, sprach gern und viel, auch nicht ohne! gestanden hat und von der Redaktion
Kenntnis, war für die Franzosen, ihren Kai- n ^, verändert worden war. Ein Unbekaun-
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ser und sein Heer begeistert, verachtete die Deutschen und Preußen, obgleich er ein geborener Berliner war, auf das tiefste, tadelte alle unsere preußischen Einrichtungen und alle Eigenschaften der Deutschen, selbst unsere Literatur, und das Ganze lies darauf hinaus:, nur die Franzosen entsprächen
ter hatte einem Gießener Bürger öfters die Krautköpse ausgeschnitten und den Mann außerdem noch durch Unfug, den ex aus dem Grundstücke verübte, geärgert. Da erließ der Bestohlene folgende Kundgebung: „Es geht mir schon seit einiger Zeit ein frevelhafter ijauuuy. um uic oiuujrv^.i in meinem Garten herum, welcher vor
eigentlich dem Begriffe eines Menschen, alle bem Neustadt er Tor an der Heuchel heim ei- anderen und besonders die Deutschen seren I (^^ iau yf ec itttt's an dein großen Birnbaum
anderen und besonders die Deutschen seren Ch^ssee links an dem großen Birnbaum verunglückte Versuche. Ich habe es me leiden ^ t binde es darum einem jeden ans können, wenn jemand das Land ferner Ge- ^ ba | er mir diesen frevelhaften Spott - burt herabsetzte, und mein Vaterland stand ( misfindig macht, es mag zu mir ein mir zu hoch, um es geduldig verunglimpfen c^^und sein oder nicht."
zu lassen. Ich entgegnete ihür daher oft recht keck, soweit die Klugheit es gestattete (denn man war überall von französischen Spionen umgeben», moderierte seine Behauptungen in bezug aus die Franzosen und verteidigte die Preußen und Deutschen oft nicht ohne Glück. Meine Zimmerleute nahmen zwar lebhaften Anteil an dem sich alle Tage erneuenden Streite und freuten sich meiner Entgegnun gen von Herzen, wußten aber selbst wenig zu
kirchliche Anzeigen.
Sonntag den 21. Oktober. Erntedanks est.
(Kollekte für die Evangelischen in Oesterreich.) Gottesdienst.
In der Ztadlkirche. Vormittags 9(2 Uhr. Pfarrer Schwabe. — Vormittags 11 Uhr:
um ein kurzes Gehör und sagten mir: es läge ihnen schon einige Tage etwas schwer aus der Seele, worüber sie meinen Rat wünschten. Was ich dazu meine? Sie hätten gar große Lust, den infamen Franzosen, den Uhrmacher, der die Preußen so verachtete und immer recht haben wollte, einmal tüch- tig durchzuprügeln. Ich erschrak über den Einsall. Der Franzose würde wahrscheinlich dabei schlecht weggekommen sein, aber noch schlechter die Zimmergesellen, wenn der Franzose geklagt hätte, und ich redete ihnen die Sache aus, die sie sehr ungern fallen ließen So war damals die Stimmung der Zeit. Ueberall traten die beiden Parteien mehr oder weniger offen hervor, aber überall war Behutsamkeit nötig. Rur em groster Teil der Frauen schien diese Behutsamkeit
tober, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der MatthäuS- gemeinde. — Die Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Markus- gemeinde ist mit dem Wartburg verein verbunden, siehe dessen wöchentliche Veranstaltungen. Dienstag den 23. Oktober, nachmittags 1 j 4 Uhr: Frauenmissionsverein
(Vortrag: Missionsinspektor v. Frohnmeyer. Basel).
In der Iohanneskirche. Vormittags 9U. Uhr: Pfarrer Ausfeld. — Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld. — Abends 6 Uhr: Pfarrer Bechtolsheim er. — Abends 1 S Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen äugend der Lukas gemeinde. — Abends 8 Uhr:
IISSä
trag: „Bilder aus den letzten 100 Jahren der Baseler Mission". Missionsinspektor I). Frolmmeper und Missionar Spaich. — Mittwoch den 24. Oktober, abends 8 Uhr:
über welche diese selbst erstaunten. Es war leider nicht bloß der Abschaum des Geschlechts, sondern auch gar viele, denen man Besseres zu getraut batte, und das geschah nicht nur in Berlin, sonder'n verhältnismäßig sogar noch mehr aus dem Lande. Auch in Märkisch-Friedland hatte sich die Korruption in hohem Grade bemerkbar gemacht.
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Kriegsbetslunde. Pfarrer Bechtolsheimer — Freitag den 26. Oktober, abends ' 26 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannesgemeinde.


