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gekommen war, denn er lag, den rechten Arm «auf die Erde gestützt, mitten darin. Es waren Versuche gemacht, ihn aufzurichten, sie waren aber mißlungen; und er lallte un- zusammenhängende Reden vom Kaiser, schimpfte auch mitunter die umstehenden Leute. Als ich in seine Nähe kam, fingen die Glocken an zum Einzuge des Kaisers zu läuten. Jetzt geriet der Betrunkene in leidenschaftliche Bewegung. Er brüllte mit heiserer Stimme: „Ich muß den Kaiser sehen, helft mir, ich muß ihn sehen!" und suchte vergebens aufzustehen. Bei diesen krampfhaften Bewegungen arbeitete er, zu großem Gelächter aller Umstehenden, den Kothaufen so gründlich auseinander, daß er mindestens den doppelten Durchmesser erhielt. Was am Ende daraus geworden ist, weiß ich nicht, da ich weiter ging und über die Frage grübelte: wer wohl von den beiden, der Kaiser oder sein Verehrer, am heutigen Tage am trunkensten sein möchte, der Eine vom Eroberungsschwindel, der Andere vom Branntwein, so verschieden auch beide ihren Tag feierten? Der Kontrast konnte kaum größer
drang zu den Pfarrhäusern stattfindet, und die anmeldenden Eltern oft lange warten müssen, so sind die Pfarrer unserer vier Kirchengemeinden auch schon in der Zeit von Montag den 1. Oktober bis Samstag den 6. Oktober vormittags zwischen 9 und 11 Uhr bereit, Anmeldungen entgegenzunehmen.
Formulare zur Anmeldung sind vorher bei den Pfarrern und den Kirchendienern zu erhalten. ______
Bitte.
Um eine Ahnung von Marias Art
Bitt' ich Dich, .Herr, um einen Teil von
Marthen!
Daß beide mich auf meiner Lebensfahr' Begleiten, doch der Blumen warten.
In meiner Seele Erdreich soll nur Eine: Maria Du!
Du trockne auch die Tränen, die ich weine! Mein Herr!
Gib mir in Martha Ruh,
Doch in Maria gib mir Reine!
Hanna K rüge r t 20. September 1916.
sein.
Mein Oheim erhielt als Einquartierung einen Offizier mit seinem Bedienten. Erste- rer war ein manierlicher Mann, der keine unbilligen Forderungen machte; letzterer, ein Elsässer, groß und stark, war sehr grob und viel begehrend. Meine Tante suchte ihr bißchen Französisch bei dem Offizier geltend zu machen; es ergab sich aber bald, daß ich doch noch besser mit ihm fertig wurde, als sie, und abermals stieg ich in ihrer Achtung.
Nachher bin ich noch einmal für meinen, Oheim auf der Schloßwache gewesen, und > zwar mit den Franzosen zugleich. Ich weiß nicht, weslalb diese den Posten in der alten Post, nämlich unter dem Torwege an der langen Brücke, nicht besetzten. Des Nachts Mußten dort die Bürger Wache stehen. Zu dem' Ende zog ein Unteroffizier mit drei Mann und einem Tambour auf Wache. Erstere hatten am Tage nichts zu tun, als da zu sein, das Wenigste, was man von einem Menschen fordern kann. Der Tambour verrichtete Kalfaktordienstc bei den französischen Offizieren und zog deshalb nicht mit einer Trommel auf.
(Fortsetzung folgt.,
Konfirmandenunterricht t<M7/t8.
Der Konfirmandenunterricht soll diesmal in unseren Gemeinden am 15. Oktober seinen Anfang nehmen. Ueber die Eröffnungsfeiern, die Sonntag, den 14. Oktober, in unseren Kirchen stattsiuden werden, wsrd das Nähere noch bekannt gegeben werden. Tie Anmeldung der Konfirmanden soll am 10. und 11. Oktober, von 11—1 und 4—6 Uhr erfolgen. Da jedoch erfahrungsgemäß an den: eigentlichen Anmeldetagen ein großer Zü- 1
kirchliche Anzeigen.
Sonntag den 30. September.
17. na ch T r i n i ta t i s.
G o t t e s d i e n st.
In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Matthäusgemeinde. Pfarrer Mohr. — Vormittags 9h2 Uhr; Pfarrer Schwabe. — Vormittags 11 Uhr: Militär- gotlesdienst. Pfarrer Schwabe. — Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. — Mittwoch den 3. Oktober, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Mahr.
3n der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukasgemeinde. Pfarrer Bech- tolsheimer. — Vormittags 9 1 2 Uhr: Pfarrer Ausfeld. — Vormittags 11 Uhr: Kind er - kirche für die Jlohannesgemeinde. Pfarrer Ausseld. — Abends ' .8—V 2 10 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Jo Hann es gemein de im Johannes- saal.
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Wartburg, evgl. Jünglings- und Männer- verein, Diezftr. 15. Sonntag, den 30. September, abends 8 Uhr: Vortrag. Donnerstag, den 4. Oktober, abends 8 1 4 Uhr: Leseabend. Gäste stets willkommen.
vibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten. Jeden Mittwoch von 6—7 Uhr für die iüngere Abteilung. Jeden Samstag von 6—7 Uhr für die ältere Mteilung im Johannessaal.
vibelkränzchen für Mädchen aus der Johannesgemeinde. Jeden Dienstag von 6—7 Uhr im Johannessaal.
" crantrcortlid): Pfarrer Bechlolsheimer. Druck und Derwq der Briihl'schen Universitäts-Buch-und Ste->-w
N £q qe, Gief;en


