mitüi lZwi ox^u^ um« ?io 0 ■ a(J - ■
Oiqwix ^ ^ ??«n' ' ,q 11 °* J:®
--oOxtvq ?x3;lg no(p J o;;ojxp? 1 hA U0 ® ui.xoUui m xxcn uo-quCj c»oq ' 40(1 n.UlX.l'Usnx, nxxgo^, u 3X3 ein Xi Ul U3ij3x^) }qt> 4 © ll i £ 3 3'Vß5
•uaaljoC Ofc aoa usyszK —r
JofK O-U.vr n.iq qn.g>.'X 4 -'q JjnUnjg <) 111cm xüuxJ in,* 3X(JG- lim 3>T 0 U Q 'uioj iMjom.Ui (p ij xxtsxu j(p3x (pijiu.'rpiJQunt u.iqxom 01©"
:U3Q.TOai JJ13J
-3v4iru qoquoOjui ernjnq.jüjß n © xoöiqnxct — ji<S »on uiCji 41» aßüxjxijß oj.xiq Jnjß um;
— 011:
Sonntagsgruß
( Ecineindeblarr für die evangelische Airchcngemeinde Gießen
Hr. 29 Gießen, Sonntag, 7. nach Trinitatis, den 22.Juli 1917 6. Icchrg.
Friedfertigkeit.
Evangelium des Matthäus 5, 25). Sei will- fertig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist
Man hat mit Recht den Eigensinn „die Energie der Dummheit" genannt. Und wenn er sich in hartnäaigxr Unverträglichkeit ändert, durchaus nicht persönlich sein will und sich gegen jede Verträglichkeit verschließt, so rann man zu der Dummheit noch getrost die Bosheit gesellen Diese beiden Eigenschalten machen die Menschen so blind, daß sie tatsächlich keine guten Gründe zum Handeln mehr erkennen können und dann in ihr Verderben rennen. Einzelne nne ganze Völker. Die Ablehnung des Friedensangebots der Mittelmächte wird unfern Feinden sicher nicht zu ihrem Nutzen ausschlagen.
Ein Christ soll immer versöhnlich und zum Frieden bereit sein. Jesus sagt in der Bergpredigt: „Sei willfertig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist." Auch wenn wir van unserm Nächsten ein offenbares Unrecht erlitten haben— ganz abgesel)en von kränkenden Mißverständnissen —, sollen wir ihm stets die Hand zur Verständigung entgegenstrecken. Ergreift er sie nicht, nun, dann tonnen wir immer ein gutes Gewissen haben. Mögen dann die Dinge lausen, ivie sie wollen. An uns liegt nicht die Schuld. Wir haben dann das Wort des Apostels befolgt: „Soviel an euch ist, haltet Frieden mit jedermann." Ganz undenkbar aber ist für einen Christen der Fall, daß er die zur Versöhnung ausgestreckte Hand seines Feindes nicht ergreift. Auch hier gilt das Wort des Dichters:
„C lieb', so lang du lieben kannst,
O lieb', so lang du lieben darfst.
Die Stunde kommt, die Stunde kommt. Wo du an Gräbern stehst und klagst".
Es würde um vieles besser in der Welt stehen, wenn die Menschen solcher Gesinnung ihre Herzen öffneten. Wir sind alle Sünder, und häufig genug kommen Mißverständnisse vor, die etwas Kränkendes an sich tragen. Aber wir dürfen sie nicht in Feindschaft und Haß ausarten lassen. Und wie oft wir einander vergeben sollen, hat uns der Herr iml Gleichnis vom Schalksknecht so schön erzählt. Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen.
wie bei den verschiedenen Völkern das vrot gebacken wird.
Der Krieg ist schon von jeher ein guter Lehrmeister gewesen. Auch bezüglich der Herstellung des Brotes hat er uns einen neuen Weg gewiesen. Wer hätte in Zeiten des Friedens daran gedacht, Brot aus Kohlrüben zu backen? Aber Not macht erfinderisch. In diesem Augenblick mag es interessant sein, zu erfahren, wie andere Völker ihr Brot backen. Fangen wir einmal im hohen Norden, beiden Lappländern an. Dieser Volks stam m bereitet sein Brot aus Hafergrütze, die er mit Fichten- und Tannenrinde mischt. Die Hafergrütze und die Rinde werden ganz fein gemahlen, in große, flache Kuchen geformt und dann über dem offenen Feuer gebacken.
IM nördlichen Schweden mischt man Hafer und Gerste zum Brotteig. Die unterem Volksschichten backen aber nur zweimal im Jahre. Ten Vorrat speichern sie auf. Dadurch wird solches Brot ihnen sicherlich nicht zu einem Genußmittel, sondern dient einzig, und allein der Ernährung.
Die Isländer sind in ihren Ansprüchen noch bescheidener. Sie sammeln das Moos der Felsen sorgfältig aus und mahlen cs, wenn es genügend an der Sonne getrocknet ist, zu einem feinen Mehl, ans dem sie daun das sogenannte Brot Herstellen.
In Sibirien und im nördlichen China bäckt man das Brot aus Buchweizen, im südlichen China und in Japan aus Reis und Hirse. Dieselben Stoffe benutzt man auch — wenn auch nicht in dem ausgedehnte;') Maße — in Aegypten, Arabien und Kleinasien.
In Persien benutzt man Reismehl und Milch zum Brotbacken. Ganz eigenartig sind in diesem Lande die Backöfen. Sie gleichen in ihrem Aussehen kleinen, in die Erde gegrabenen Tonnen. Die Seitenwände dieser Tonnen sind glatt aus gemauert. Will man nun darin das Brot backen, so wird auf dem! Boden ein Feuer angezündet. Durch dieses Feuer sollen die Seitenwände erhitzt werden. Ist 'das genügend geschehen, so wird der Teig in flache Blätter gerollt, und diese Blätter werden dann schnell an die Seitenwände geworfen, so lange, bis der Teig „gebacken" ist. Solches Brot soll sehr wohlschmeckend und auch nahrhaft sein.
Einen Unterschied zwischen „Brot der Reichen" und „Brot der Armen" kennt man in Venezuela. Das Brot der Reichen ist Weizenbrot: die äriüeren Massen begnügen


