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haben dabei ein gutes christliches Gewissen, wenn wir wün­schen: Möchten die Schläge auf unsere Feinde wie Geißel­hiebe fallen, damit sie endlich zur Besinnung kommen, und daß nach all dem Grauenhaften das Licht des Friedens und der Völkerverständigung wieder aufleuchte! Ist das geschehen, dann mag auch der haß wider den Landesfeind, - und auf jeden Fall bleibt der haß ein zweischneidiges Schwert wieder in die Scheide gesteckt werben. Daß der wehrlos ge­wordene Landesfeind in dem gleichen Augenblick aufhört, in irgend welchem Sinne von uns als Feind angesehen zu werden, sogar nach dem Vorbild des barmherzigen Sama­riters unser Nächster werden kann, ist selbstverständlich, für einen deutschen Christen breifach selbstverständlich.

Schlaflose Nächte.

Wer kennt wohl nicht die endlos langen Stunden schlaf­loser Nächte? Wer sie oftmals verbracht hat, der hat sich sicher schon die Frage gestellt, was zu tun sei, um die Nacht abzukürzen, die langen Stunden schneller vergehen zu machen.

Das ist eine schwer zu beantwortende Frage! Medi­zinische Hilfsmittel helfen nicht immer, und Ratschläge wie z. B. bis hundert zählen, sind wohl gut gemeint, doch glaube ich nicht, daß sie dem Nebel abzuhelfen vermögen. Denn ein Nebel ist es, das kann niemand bestreiten. Da ist der Schrei­berin dieses, die der Not schlafloser Nächte nicht fremd gegenübersteht, der Wunsch gekommen, Leidensgefährten zu helfen, die Schwere solcher Stunden leichter zu tragen.

Mir erscheinen sie oft als die Stille, die unsere Seelen bedürfen und die uns das Tagesleben mit seinen Rnfor- derungen nicht gewähren kann. Da gilt es zunächst,den Tag mit Dank zu beschließen und sich zu bemühen, das äußere, Leben mit seiner Unruhe nach Möglichkeit auszuschalten. Die Gedanken finden'dann leichter den Weg zu dem Endziel, dem unser Leben und Streben auch in unserer Rrbeit zugewendet sein sollte, und ein großer Friede kommt dann über uns,' die Unruhe schwindet, die es bewirkte, daß wir auf die Geräusche der Nacht lauschten, auf das Schlagen der Uhren warteten. Ja, es kann ein großes Glücksgefühl in uns erstehen, wenn wir z. B. nach vielen in Schmerzen verbrachten Nächten nun wieder schmerzfrei sind. Nur vor Ungeduld müssen wir uns hüten, wenngleich die Geduldsprobe eine recht schwere ist. haben wir erst gelernt, diesen Sieg über uns zu gewinnen, so wird ein stilles Rbwarten uns leichter werden, und wir können danken lernen auch für schlaflose Stunden der Nacht. Oft bringen sie uns die besten Gedanken, und manche Schwie­rigkeiten des Alltags lösen sich beim nächtlichen Nachdenken.

Lasset uns lernen, auch in unseren schlaflosen Nächten einen Segen für uns zu finden, und geben wir uns doch ganz in des himmlischen Vaters Schutz! Da kommt dann auch der ersehnte Schlaf, den wir alle so nötig haben und den wir durchaus nicht missen wollen. Innerliche Sammlung und Stille! Wir wollen es versuchen, uns auch schlaflose Nächte dienstbar zu machen, um Jesu näher zu kommen. Wenn es uns auch schwer ankommt, es hat das, was wir uns mit Ueberwindung unseres Selbst errungen haben, einen dauern­den Segen für uns bereit!

Mußt du unterm Kreuze gehn,

Wags, auf Christi Kreuz zu sehn,'

Venn bedenk, wie kurz die Frist Deinem Leid bemessen ist.

Frage dich, ob flücht'ges Leid Wert ist ew'ger Herrlichkeit.

Lostarika.

Prophezeiung eines alten Mannes.

Wer sagt mir, wo CostariKa liegt, soll sein ein kleines Stäätchen?" - Und das hat ausgerechnet gerade jetzt als dreizehnter Feind dem deutschen Volk den Krieg erklärt. Trema Germania! (Zittere Deutschland!) Und das ging so zu : Weil der deutsche Michel ein so gesundes Gedeihen zeigt, daß sein Schatten bald bis in das ausgebreitete englische Würz- gärtlein fallen könnte, hatte der gelehrte Erzbischof von Canterburp sich überzeugt, daß die Schaffung eines solchen Konkurrenten geradezu als ein Mißgriff des Schöpfers an­zusehen sei, weshalb man solches durch hinauswerfen des­selben schleunigst wieder gut machen müsse, selbst unter will­kommener Beihilfe eines Baralong und King Stephen. Weil aber solch vornehmen mit für Gentlemens lästigen Umständen verknüpft sein könnte, und solches auch eher zu den Be­schäftigungen der Hausknechte gehört, so verlegte man sich darauf - man hat'z ja dazu nach und nach in Gst und West, Nord und Süd, bis zu zehn dieser Horden in Dienst und Brot zu nehmen. Weil aber der elfte seine Knochen dazu nicht hergeben wollte, so hat man denselben in englisch-christ­licher Liebe mit Weib und Kind zum Hungertod verurteilt, zum warnenden Beispiel für uns.

Weil es aber seither ging, wie es in dem Liedchen heißt vom Iokel, der die Birnen nicht schüttelte, weshalb sie auch nicht halten, so hat man sich wieder der verwandten jenseits des Atlantischen Ozeans erinnert, mit denen man zwar wiederholt, wie das wohl unter verwandten vorkommt, in Unfrieden auseinander gekommen war, zuletzt noch wegen des eifrigen Blockadebrechens während des Sezessionskrieges. Uber das bleibt dann doch in der Verwandtschaft.

Und so hat denn jetzt dienordamerikanische Nation" plötzlich ihren Beruf erkannt, nämlich die stammverwandten Inselbewohner in ihrer Ulleinherrschaft über die Meere zu schützen. Uber was heißt man da Nation? Etwa der un­geheure Müllhaufen, der sich im Verlauf von 200 Jahren aus dem Abhub aller Länder dort angesammelt hat, allein nur als gemeinsames Band das Business und das Jagen nach dem Dollar? Ein Zusammenlauf vom unbefriedigten hochtorp zum gierigen Manchestermann bis herab zum schwärzesten Nigger, mit dem die andern nicht am gleichen Tisch sitzen und im selben Tram fahren wollen. Wenn aber jetzt so ein schwarzer Schutzengel samt der Ladung von Stink­bomben und anderen Mordwerkzeugen, gegen uns Deutsche bestimmt, in die Tiefe fährt, dann fühlt man die heilige Pflicht, die beleidigte Nationalehre zu rächen. Da glaubt man sich denn berufen, gemeinsam mit der einstigen Verbrecher­kolonie Botanp-Bap, als englischer Hausknecht die deutsche Nation zu vernichten auf ihrer Heimaterdevon der Maas bis an. den Memel, von den Alpen bis zum Belt", auf der sie seit Jahrtausenden festgewurzelt lebt.

Und ihr Präsident, der gelehrte Professor, der nur eng­lisch kann und nur nach dem Motgeber seines englischen Schwiegersohnes schaut, der uns jetzt mit dem hauch seines großen Mundes vernichten will, weiß der nicht, daß die Deutschen nicht nur das Buchdrucken, sondern auch das Pulver erfunden haben? Dieser Herr Woodrow verleugnet auch darin nicht seine englische Abstammung, mit der er die Vor­sicht als der Tapferkeit besten Teil erkennt, und so hat er sich gleich um Rückversicherung umgetan und auch solche gefunden bei CostariKa und den brasilianischen Kaffee-Ba-

Baronin N.